Home / Forum / Mein Baby / Tochter zurückgeblieben - Erfahrungen gesucht!

Tochter zurückgeblieben - Erfahrungen gesucht!

3. Februar 2017 um 17:52

Hallo liebe Gemeinde
 
bisher war ich hier und da nur stille Mitleserin, aber ich mache mir langsam Sorgen und hoffe ihr könnt mir weiter helfen und mich ein bisschen beruhigen. Zur Situatiion:
 
Meine Tochter ist knapp 2,5 Jahre alt, seit ca einem Jahr geht sie in die Krippe hier im Ort und geht auch sehr gerne hin. Letzten Sommer sagte mir der Kinderarzt dass sie förderbedarf habe und riet mir zur Frühförderstelle zu gehen. Das läuft jetzt bereits ein halbes Jahr. Ich muss zugeben, dass ihre sprachliche Entwicklung schon auffällt . Wir als Eltern verstehen sie natürlich aber es gibt wenige Wörter die sie sagt die auch Außenstehende verstehen. Wenn ich zu ihr etwas sage versteht sie dass auch z.B. kannst du bitte einen Becher holen.Wir sprechen auch viel mit ihr, nur mit dem reden klappt das nicht so. Motorisch hat sie leider auch ein paar Defizite. Zuerst dachte ich dass sich jedes Kind in einem anderen Tempo entwickelt und da es mein erstes Kind ist habe ich diesbezüglich auch keine Erfahrung was "normal" ist. Leider hat sich in dem halben Jahr Förderung nur ein minimaler Fortschritt gezeigt.
 
Nun laufen gerade die Anmeldugen für den Kindergarten und so wie die Lage im Moment ist habe ich keine Chance auf einen normalen Kindergartenplatz. Es gibt bei mir im Ort nur einen Kindergarten mit Integrationsplätzen aber dieser ist sehr klein und hat nur zwei Gruppen mit wenigen I-Plätzen. Meine Angst ist dass ich ab September ohne Kindergartenplatz da stehe.
 
Was mir auch Sorgen bereitet ist die Zukunft... ich habe Angst dass sie die Entwicklungsverzögerung nicht aufholen kann und somit auch nicht auf eine normale Schule gehen kann.
 
Ich habe Angst, dass meine Kleine irgendwann als geistig behindert eingestuft wird und dann gar keine Chance mehr hat
 
Ich hoffe jemand hat ähnliche Erfahrungen kann mir ein wenig die Sorgen nehmen und mir ein paar Fragen beantworten.
 
Hat jemand oder kennt ihr jemanden bei dem es so ähnlich war, und wie hat sich das ganze Entwickelt?

Sollte sie im laufe der Jahre das nachholen können, kann sie dann in einen "normalen" Kindergarten wechseln? Wie kann ich sie weiter dabei unterstützen?

Falls mein Kind auf eine besondere Schule muss, wie sehen die Chancen im Arbeitsleben für sie aus? (Ist etwas weit gedacht aber auch das geht mir schon durch den Kopf)
 
Ich fühle mich langsam als wär das alles meine Schuld, dass ich es selber hätte merken müssen und sie früher entsprechend gefördert werden müssen.
 
Ich freue mich auf eure Antworten, es hat gut getan das nieder zu schreiben. Außer mit meinem Mann traue ich mich nicht mir meiner Familie darüber zu reden. Es wäre sehr schön eure Erfahrungen zu lesen. Bitte keine Angriffe oder Vorwürfe
 
Liebe Grüße
 
Feuerfunken
 
 

Mehr lesen

3. Februar 2017 um 18:05

Hallo.
kannst du mal einige punkte niederschreiben, was genau sie nnoch nicht kann?
damit wir in etwa wissen, worum es geht.
Dann können wir dir eher sagen ob es bei uns ähnlich war.

liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:30

He Kopf hoch,

mach mir auch Gedanken 
Meine Tochter wird jetzt 2 und ist auch schon immer hinterher. 
Hat auch erst mit 17 Monaten das laufen angefangen unsw.
Sprechen tut sie bis heute auch nur ca. 5 wörter. Es tut schon manchmal weh wenn man die Nachbarskinder so sieht die alle weiter sind
Hoffen auch inständig das sie noch aufholt.

lg jana
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:33

So eine Diagnose ist erstmal ein Schock und wirft Ängste auf.
Eine massive geistige Beeinträchtigung wäre sicher längst aufgefallen.
Ich möchte dir Mut machen ! Bei Beeinträchtigungen jeglicher Art, steht den Kindern Förderung zu. Ihr werdet nicht allein gelassen und werdet unterstützt. Es ist unwahrscheinlich, dass du mal keinen Kindetgartenplatz bekommst.
Meine inzwischen erwachsene Pflegetochter hat einen Förderkindergarten und anschließend eine Förderschule  besucht. Sie bekam Ergo und Logo. Zusätzlich wurde sie psychologisch begleitet. Sie entwickelte Freude am lernen durch Erfolge und entwickelte ein tolles Selbstbewusstsein. So holte sie ihren Hauptschulabschluss nach und absolvierte eine Ausbildung in der Pflegehilfe. Natürlich war unser Plan für sie ursprünglich anders. Gern hätten wir sie studieren lassen. Das war aber nicht ihr Weg. Sie ist eine glückliche junge Frau geworden. Alles dauert bei ihr etwas länger, ihren Führerschein schaffte sie erst im 4. Anlauf. Wir haben sie bestärkt nicht aufzugeben, wie vorher in vielen anderen Situationen auch. Sie sagt heute noch, dass ihr am meisten half, dass wir an sie geglaubt  haben. 
Jedes Kind ist besonders, auf seine Art. Auch die, die scheinbar beeinträchtigt sind, haben ein Talent das in ihnen schlummert. 
Es wird nicht immer leicht sein. Ihr werdet einen Weg finden,  für den Spagat , richtig zu fordern und fördern ohne zu überfordern.
Ich wünsche euch viel Kraft, Geduld und Gelassenheit für Liebe und Vertrauen zu euerm Kind

16 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:38

Huhu

mein Mittlerer (jetzt 6) hing auch lange mit dem Sprechen hinterher. Der Test bei der Frühförderung ergab im sprachlichen Bereich IQ 85😱Damals war er 4.
Mittlerweile hat er alles aufgeholt und plappert ohne Punkt und Komma. Die Erzieherin meinte sogar letztens er wäre weiter als alle anderen Vorschulkinder, da er schon lesen und rechnen könne.
Also, Kopf hoch, es ist wirklich noch alles offen bei euch

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:49
In Antwort auf heuel1

Hallo.
kannst du mal einige punkte niederschreiben, was genau sie nnoch nicht kann?
damit wir in etwa wissen, worum es geht.
Dann können wir dir eher sagen ob es bei uns ähnlich war.

liebe Grüße

Sie spricht nur maximal 10 Worte die man auch als Wort erkennen kann. Wir waren schon für einen Hörtest beim Arzt, allerdings hat sie diesen total verweigert und werden einen neuen Versuch wagen. Wenn ich mit ihr rede versteht sie mich zum größten Teil. Wenn sie etwas möchte zeigt sie nur darauf und benutzt ihre eigenen Wörter dafür.

Sie ist lange gekrabbelt und hat erst so mit 1,5 angefangen zu laufen. Wenn sie malt hält sie meistens den Stift in eier Faust und krakelt nur striche und verliert nach zwei Strichen schnell die Lust. Beim essen ist es auch so dass sie am Anfang versucht mit Besteck zu essen und dann doch nur mit den Fingern ist. Als ich gehört habe was Kinder in dem Alter alles können sollten, ist es mir erst so richtig bewusst geworden und seitdem mache ich mir richtige Sorgen. Ich hoffe immer dass es nur ein Knoten ist der platzen muss.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:52

meine tochter war motorisch auch immer etwas hinterher... drehte sich spaet,gekrabbelt hat sie gar nicht erst versucht,frei laufen ging dann zwar schon mit 14 monaten....aber richtig zu sprechen fing sie erst mit 2,5 jahren,obwohl sie schon mit ca 10 monaten in die kita kam. mittlerweile ist sie 10,geht aufs gymnasium....ihre schwaechen sind immer noch motorik und ihre wohl angeborene faulheit.
also kann noch alles gut werden...uebrigens lief meine nichte auch erst mit knapp 2 jahren,das sprechen auch erst mit 2,5...super pfiffiges maedel,nur halt uebervorsichtig.
googel mal late talker! das ist gar nicht so selten und bis ca 2.5 jahren noch kein grund zu sorge

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 18:59
In Antwort auf ani19671

So eine Diagnose ist erstmal ein Schock und wirft Ängste auf.
Eine massive geistige Beeinträchtigung wäre sicher längst aufgefallen.
Ich möchte dir Mut machen ! Bei Beeinträchtigungen jeglicher Art, steht den Kindern Förderung zu. Ihr werdet nicht allein gelassen und werdet unterstützt. Es ist unwahrscheinlich, dass du mal keinen Kindetgartenplatz bekommst.
Meine inzwischen erwachsene Pflegetochter hat einen Förderkindergarten und anschließend eine Förderschule  besucht. Sie bekam Ergo und Logo. Zusätzlich wurde sie psychologisch begleitet. Sie entwickelte Freude am lernen durch Erfolge und entwickelte ein tolles Selbstbewusstsein. So holte sie ihren Hauptschulabschluss nach und absolvierte eine Ausbildung in der Pflegehilfe. Natürlich war unser Plan für sie ursprünglich anders. Gern hätten wir sie studieren lassen. Das war aber nicht ihr Weg. Sie ist eine glückliche junge Frau geworden. Alles dauert bei ihr etwas länger, ihren Führerschein schaffte sie erst im 4. Anlauf. Wir haben sie bestärkt nicht aufzugeben, wie vorher in vielen anderen Situationen auch. Sie sagt heute noch, dass ihr am meisten half, dass wir an sie geglaubt  haben. 
Jedes Kind ist besonders, auf seine Art. Auch die, die scheinbar beeinträchtigt sind, haben ein Talent das in ihnen schlummert. 
Es wird nicht immer leicht sein. Ihr werdet einen Weg finden,  für den Spagat , richtig zu fordern und fördern ohne zu überfordern.
Ich wünsche euch viel Kraft, Geduld und Gelassenheit für Liebe und Vertrauen zu euerm Kind

Liebe Anni19671,

vielen Dank für deine Antwort! Das gibt mir wirklich Hoffnung. Ich freue mich sehr so eine positive Erfahrung zu lesen. Im Moment schwirren mir so viele Gedanken durch den Kopf, vielleicht sehe ich das ganze auch zu schwarz. Nochmal vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 19:17
In Antwort auf feuerfunken34

Liebe Anni19671,

vielen Dank für deine Antwort! Das gibt mir wirklich Hoffnung. Ich freue mich sehr so eine positive Erfahrung zu lesen. Im Moment schwirren mir so viele Gedanken durch den Kopf, vielleicht sehe ich das ganze auch zu schwarz. Nochmal vielen lieben Dank für deine aufbauenden Worte

Es wäre schön wenn du die Defizite deiner Tochter siehst, diesen aber nicht deine Hauptaufmerksamkeit schenkst. Das ist schwer. Es kommt aber gar nicht so selten vor, dass man beobachtet, dass sich das ein oder andere Defizit von selbst erledigt......so ganz nebenbei, bei der Förderung von Talenten.
Entwicklungstabellen dienen einer groben Orietierung. Nimm sie nicht so wichtig, das zieht dich nur runter. Was dich runter zieht, zieht auch deine Kleine runter. Steckt euch selber Ziele.......ganz kleine gut ereichbar und freut euch wenn ihr die gemeinam erreicht.
Alles Gute

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 20:19

Vielen Dank für die lieben Antworten! So langsam kann ich mich ein bisschen beruhigen. Noch ist sie auch relativ klein, ich hoffe dass sie noch viel aufholen kann. Aber eure Geschichten lassen mich positiv denken!

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 20:21

Hallo Feuerball, ich selber bin zum Glück nicht betroffen. Meine Tante ist Erzieherin und da "lernt man" mit dazu sie hatte auch mal "so einen Fall", es lag unter anderem daran dass das Kind erst sehr spät in den Kindergarten kam und die Eltern (waren schwierige Verhältnisse) sich kaum mit ihr abgegeben haben, kaum raus gegangen sind und zu wenig mit ihr gesprochen haben. Es hatte kaum Kontakt zu anderen Kindern und war nicht richtig sozialisiert, konnte kaum reden und die Ratschläge vom Kinderarzt wurden ignoriert. Sie ist jetzt in einen I-Kindergarten und holt es langsam auf. Aber sie ist immer noch sehr zurück geblieben. Auf normalen Weg hätte sie keine Chance gehabt. Das muss nicht alles auf dich zutreffen, aber vielleicht hilft es dir ein bisschen. Alles liebe für deine Perle und halte uns auf dem Laufenden. Fühl dich gedrückt! Betsy 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 21:21

Hallo,

also die Defizite hören sich nicht so schlimm an wie in deiner Überschrift. Meine Tochter etwas über 2,5 Jahre alt und in vielem immer sehr flink gewesen. Also drehen, krabbeln, laufen, reden, zählen usw.
Aber ist isst auch oft nur am Anfang mit Besteck, aber sie verliert auch schnell die Lust dabei und will entweder gefüttert werden oder nimmt (bei Mahlzeiten wo es halt geht) die Finger. Das ist für mich einfach nur Faulheit. Genauso mit dem malen. Sie kritzelt auch nur rum und dann hat sie keine Lust mehr. Mit gaaanz viel Glück bekomme ich mal einen Kreis. Soetwas finde ich gar nicht schlimm. Meine Nichte ist drei Monate jünger als meine Tochter. Sie spricht auch sehr wenig bzw. sehr undeutlich. Aber dafür isst sie super mit Besteck usw. 

Ich will damit nur sagen dass es gut ist, das darauf geachtet wird und man helfen soll, wo es nötig ist, aber es muss nichts schlimmes sein.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. Februar 2017 um 21:29
In Antwort auf feuerfunken34

Hallo liebe Gemeinde
 
bisher war ich hier und da nur stille Mitleserin, aber ich mache mir langsam Sorgen und hoffe ihr könnt mir weiter helfen und mich ein bisschen beruhigen. Zur Situatiion:
 
Meine Tochter ist knapp 2,5 Jahre alt, seit ca einem Jahr geht sie in die Krippe hier im Ort und geht auch sehr gerne hin. Letzten Sommer sagte mir der Kinderarzt dass sie förderbedarf habe und riet mir zur Frühförderstelle zu gehen. Das läuft jetzt bereits ein halbes Jahr. Ich muss zugeben, dass ihre sprachliche Entwicklung schon auffällt . Wir als Eltern verstehen sie natürlich aber es gibt wenige Wörter die sie sagt die auch Außenstehende verstehen. Wenn ich zu ihr etwas sage versteht sie dass auch z.B. kannst du bitte einen Becher holen.Wir sprechen auch viel mit ihr, nur mit dem reden klappt das nicht so. Motorisch hat sie leider auch ein paar Defizite. Zuerst dachte ich dass sich jedes Kind in einem anderen Tempo entwickelt und da es mein erstes Kind ist habe ich diesbezüglich auch keine Erfahrung was "normal" ist. Leider hat sich in dem halben Jahr Förderung nur ein minimaler Fortschritt gezeigt.  
 
Nun laufen gerade die Anmeldugen für den Kindergarten und so wie die Lage im Moment ist habe ich keine Chance auf einen normalen Kindergartenplatz. Es gibt bei mir im Ort nur einen Kindergarten mit Integrationsplätzen aber dieser ist sehr klein und hat nur zwei Gruppen mit wenigen I-Plätzen. Meine Angst ist dass ich ab September ohne Kindergartenplatz da stehe.
 
Was mir auch Sorgen bereitet ist die Zukunft... ich habe Angst dass sie die Entwicklungsverzögerung nicht aufholen kann und somit auch nicht auf eine normale Schule gehen kann.
 
Ich habe Angst, dass meine Kleine irgendwann als geistig behindert eingestuft wird und dann gar keine Chance mehr hat
 
Ich hoffe jemand hat ähnliche Erfahrungen kann mir ein wenig die Sorgen nehmen und mir ein paar Fragen beantworten.
 
 Hat jemand oder kennt ihr jemanden bei dem es so ähnlich war, und wie hat sich das ganze Entwickelt?

 Sollte sie im laufe der Jahre das nachholen können, kann sie dann in einen "normalen" Kindergarten wechseln? Wie kann ich sie weiter dabei unterstützen?

 Falls mein Kind auf eine besondere Schule muss, wie sehen die Chancen im Arbeitsleben für sie aus? (Ist etwas weit gedacht aber auch das geht mir schon durch den Kopf)
 
Ich fühle mich langsam als wär das alles meine Schuld, dass ich es selber hätte merken müssen und sie früher entsprechend gefördert werden müssen.
 
Ich freue mich auf eure Antworten, es hat gut getan das nieder zu schreiben. Außer mit meinem Mann traue ich mich nicht mir meiner Familie darüber zu reden. Es wäre sehr schön eure Erfahrungen zu lesen. Bitte keine Angriffe oder Vorwürfe
 
Liebe Grüße
 
Feuerfunken
 
 
 

Hallo.

ich habe mir keine anderen Antworten durchgelesen aber möchte dir Mut machen.

Mein Sohn ist jetzt 7 Jahre.

Mit zwei Jahren konnte er nur 5 Wörter sprechen. Und die Motorik war auch nicht altersgerecht. 

Wir begannen mit zwei Jahren Logopödie auf mein Drängen hin. Sonst hätte man wahrscheinlich noch n Jahr gewartet.... 

Die Logopädin hat ihn sich dann angeschaut und ihn sofort als "hochauffällig" eingestuft. Kaum Blickkontakt.... war sprachlich sehr weit hinterher.... von seinen 5 Wörtern verlor er wieder welche. 
Er verstand vieles auch nicht. Den Unterschied zwischen ja und nein.... den kannte er nicht.... das war harte Arbeit. 
Mit 2,5 Jahren wurden wir ins SPZ geschickt. Dort wurde keine Ursache gefunden (hören etc. alles gut) 

Man fand keinen Grund für sein Verhalten. Mit 3,5 Jahren bekam er auch noch Ergotherapie. Mit 4 Jahren kam er in einen heilp. Kiga. Nach einem Jahr wechselte er in einen I-Kindergarten (die beste Entscheidung!!!). Hier bekommt man nur einen I-Platz wenn der Bezirk Oberbayern das genehmigt. Das Kind muss eine Behinderung haben oder von einer Behinderunh bedroht sein. Und das war bei ihm der Fall. 
Ich hab mir auch sehr früh Sorgen gemacht. Ob er wohl auf die Regelschule kann..... Förderschule.... ich war echt sehr oft verzweifelt. 
Mit 3,5 oder 4 Jahren (weiß nimmer genau) wurde der erste IQ Test gemacht. Nonverbaler Test, alles andere hätte keinen Sinn gemacht.
Ergebnis mindestens normal Intelligent. (Er hat sich dann verweigert nach ner Zeit) 

Das Ende vom Lied: 
mit 6,5 Jahren bekam er endlich seine Diagnose. Hochfunktionaler Autismus. 

Er er hatte 3 Jahre Ergotherapie und über 5 (!!!) Jahre am Stück Logopädie. 
Es hat sich gelohnt, er ist ganz normal in der Regelschule. Er hatte das erste halbe Jahr eine Schulbegleitung aufgrund seiner Diagnose, aber die fällt nun weg. Er braucht sie nicht mehr. 

Vor Jahren hätte ich mir das nicht vorstellen können. Er hat sich selber das lesen beigebracht und Mathe liebt er total. 

Wollte dir nur Mut machen!! 

Alles liebe! 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Februar 2017 um 13:30
In Antwort auf feuerfunken34

Hallo liebe Gemeinde
 
bisher war ich hier und da nur stille Mitleserin, aber ich mache mir langsam Sorgen und hoffe ihr könnt mir weiter helfen und mich ein bisschen beruhigen. Zur Situatiion:
 
Meine Tochter ist knapp 2,5 Jahre alt, seit ca einem Jahr geht sie in die Krippe hier im Ort und geht auch sehr gerne hin. Letzten Sommer sagte mir der Kinderarzt dass sie förderbedarf habe und riet mir zur Frühförderstelle zu gehen. Das läuft jetzt bereits ein halbes Jahr. Ich muss zugeben, dass ihre sprachliche Entwicklung schon auffällt . Wir als Eltern verstehen sie natürlich aber es gibt wenige Wörter die sie sagt die auch Außenstehende verstehen. Wenn ich zu ihr etwas sage versteht sie dass auch z.B. kannst du bitte einen Becher holen.Wir sprechen auch viel mit ihr, nur mit dem reden klappt das nicht so. Motorisch hat sie leider auch ein paar Defizite. Zuerst dachte ich dass sich jedes Kind in einem anderen Tempo entwickelt und da es mein erstes Kind ist habe ich diesbezüglich auch keine Erfahrung was "normal" ist. Leider hat sich in dem halben Jahr Förderung nur ein minimaler Fortschritt gezeigt.  
 
Nun laufen gerade die Anmeldugen für den Kindergarten und so wie die Lage im Moment ist habe ich keine Chance auf einen normalen Kindergartenplatz. Es gibt bei mir im Ort nur einen Kindergarten mit Integrationsplätzen aber dieser ist sehr klein und hat nur zwei Gruppen mit wenigen I-Plätzen. Meine Angst ist dass ich ab September ohne Kindergartenplatz da stehe.
 
Was mir auch Sorgen bereitet ist die Zukunft... ich habe Angst dass sie die Entwicklungsverzögerung nicht aufholen kann und somit auch nicht auf eine normale Schule gehen kann.
 
Ich habe Angst, dass meine Kleine irgendwann als geistig behindert eingestuft wird und dann gar keine Chance mehr hat
 
Ich hoffe jemand hat ähnliche Erfahrungen kann mir ein wenig die Sorgen nehmen und mir ein paar Fragen beantworten.
 
 Hat jemand oder kennt ihr jemanden bei dem es so ähnlich war, und wie hat sich das ganze Entwickelt?

 Sollte sie im laufe der Jahre das nachholen können, kann sie dann in einen "normalen" Kindergarten wechseln? Wie kann ich sie weiter dabei unterstützen?

 Falls mein Kind auf eine besondere Schule muss, wie sehen die Chancen im Arbeitsleben für sie aus? (Ist etwas weit gedacht aber auch das geht mir schon durch den Kopf)
 
Ich fühle mich langsam als wär das alles meine Schuld, dass ich es selber hätte merken müssen und sie früher entsprechend gefördert werden müssen.
 
Ich freue mich auf eure Antworten, es hat gut getan das nieder zu schreiben. Außer mit meinem Mann traue ich mich nicht mir meiner Familie darüber zu reden. Es wäre sehr schön eure Erfahrungen zu lesen. Bitte keine Angriffe oder Vorwürfe
 
Liebe Grüße
 
Feuerfunken
 
 
 

Also ich find das schon etwas verfrüht, hier jetzt von zurückgeblieben etc zu sprechen. Erstmal ist 2.5 noch gar kein alter. Meine tochter hat auch lange nur ganz wenige wörter gesprochen, die für aussenstehende als wörter erkennbar waren. Mit 2.5 rum hat sie erst angefangen zu. versuchen viel aktiv nachzusprechen, mit drei konnte sie dann ok sprechen und jetzt mit 3.5 spricht sie aber richtig super. Mit sehr gutem wortschatz, schön formuliert etc. 
motorisch war sie auch nie ein überflieger. Ok, drehen, krabbeln laufen, das konnte sie alles in dafür üblichem alter, aber sie hatte zum beispiel nie wirklich interesse daran zu zeichnen. Sie macht es nur sehr sehr kurz und dann zeichnet sie einige striche aufs papier, das wars. Sie zeichnet nicht erkennbar besser oder anders als ihr 1.5 jähriger bruder. Es interessiert sie einfach nicht.
sie kommt im sommer indie vorschule. Ich bin mir sicher, da wird sie dann in diesen gestalterischen bereichen nen riesen sprung vorwärts machen. Ich mach ihr und mir deswegen keinen stress.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Februar 2017 um 14:41
In Antwort auf waldschrattflatterschnack

Also ich find das schon etwas verfrüht, hier jetzt von zurückgeblieben etc zu sprechen. Erstmal ist 2.5 noch gar kein alter. Meine tochter hat auch lange nur ganz wenige wörter gesprochen, die für aussenstehende als wörter erkennbar waren. Mit 2.5 rum hat sie erst angefangen zu. versuchen viel aktiv nachzusprechen, mit drei konnte sie dann ok sprechen und jetzt mit 3.5 spricht sie aber richtig super. Mit sehr gutem wortschatz, schön formuliert etc. 
motorisch war sie auch nie ein überflieger. Ok, drehen, krabbeln laufen, das konnte sie alles in dafür üblichem alter, aber sie hatte zum beispiel nie wirklich interesse daran zu zeichnen. Sie macht es nur sehr sehr kurz und dann zeichnet sie einige striche aufs papier, das wars. Sie zeichnet nicht erkennbar besser oder anders als ihr 1.5 jähriger bruder. Es interessiert sie einfach nicht.
sie kommt im sommer indie vorschule. Ich bin mir sicher, da wird sie dann in diesen gestalterischen bereichen nen riesen sprung vorwärts machen. Ich mach ihr und mir deswegen keinen stress.

Mit 4 in die Vorschule?
Wann wird sie denn eingeschult, wenn ich fragen darf bzw. in welchem Bundesland lebt ihr?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Februar 2017 um 15:02

Hätte auch noch eine Frage.
Seid ihr eigentlich nur Frühförderstelle oder auch wo anders?
Wir wurden jetzt von der Frühförderstelle ins SPZ überwiesen und die Diagnostik läuft jetzt,wobei ich glaube das sie halt einfach nur  langsamer in allem ist  ( hoffe ich zumindest) 


Aber Deine Tochter ist auch noch so klein das sie wirklich noch alles aufholen kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Februar 2017 um 16:36
In Antwort auf sisasausemaus

Mit 4 in die Vorschule?
Wann wird sie denn eingeschult, wenn ich fragen darf bzw. in welchem Bundesland lebt ihr?

Schweiz. Stichtag ist der 30.6 wer vor stichtag 4 wird, kommt im august in die vorschule. die dauert zwei jahre. Danach fängt die schule an - also mit 6.

bei uns heisst die vorschule eigentlich kindergarten, ist aber teil des obligatorischen schulsystems. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. Februar 2017 um 18:09
In Antwort auf chris21063

Hätte auch noch eine Frage.
Seid ihr eigentlich nur Frühförderstelle oder auch wo anders?
Wir wurden jetzt von der Frühförderstelle ins SPZ überwiesen und die Diagnostik läuft jetzt,wobei ich glaube das sie halt einfach nur  langsamer in allem ist  ( hoffe ich zumindest) 


Aber Deine Tochter ist auch noch so klein das sie wirklich noch alles aufholen kann.

Hallo,

haben ja einiges an Diagnostik- und Therapieerfahrung.
Grundsätzlich würde ich so kleine Kinder "nur" in die Frühförderung tun, es sei denn, diese plädiert für eine umfangreiche Diagnostik.
Mein Großer kam mit 7 in die KJP. Die Frühförderung endet mit Einführung und daher muss dann eine andere Institution alles abklären

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

6. Februar 2017 um 17:43
In Antwort auf feuerfunken34

Hallo liebe Gemeinde
 
bisher war ich hier und da nur stille Mitleserin, aber ich mache mir langsam Sorgen und hoffe ihr könnt mir weiter helfen und mich ein bisschen beruhigen. Zur Situatiion:
 
Meine Tochter ist knapp 2,5 Jahre alt, seit ca einem Jahr geht sie in die Krippe hier im Ort und geht auch sehr gerne hin. Letzten Sommer sagte mir der Kinderarzt dass sie förderbedarf habe und riet mir zur Frühförderstelle zu gehen. Das läuft jetzt bereits ein halbes Jahr. Ich muss zugeben, dass ihre sprachliche Entwicklung schon auffällt . Wir als Eltern verstehen sie natürlich aber es gibt wenige Wörter die sie sagt die auch Außenstehende verstehen. Wenn ich zu ihr etwas sage versteht sie dass auch z.B. kannst du bitte einen Becher holen.Wir sprechen auch viel mit ihr, nur mit dem reden klappt das nicht so. Motorisch hat sie leider auch ein paar Defizite. Zuerst dachte ich dass sich jedes Kind in einem anderen Tempo entwickelt und da es mein erstes Kind ist habe ich diesbezüglich auch keine Erfahrung was "normal" ist. Leider hat sich in dem halben Jahr Förderung nur ein minimaler Fortschritt gezeigt.  
 
Nun laufen gerade die Anmeldugen für den Kindergarten und so wie die Lage im Moment ist habe ich keine Chance auf einen normalen Kindergartenplatz. Es gibt bei mir im Ort nur einen Kindergarten mit Integrationsplätzen aber dieser ist sehr klein und hat nur zwei Gruppen mit wenigen I-Plätzen. Meine Angst ist dass ich ab September ohne Kindergartenplatz da stehe.
 
Was mir auch Sorgen bereitet ist die Zukunft... ich habe Angst dass sie die Entwicklungsverzögerung nicht aufholen kann und somit auch nicht auf eine normale Schule gehen kann.
 
Ich habe Angst, dass meine Kleine irgendwann als geistig behindert eingestuft wird und dann gar keine Chance mehr hat
 
Ich hoffe jemand hat ähnliche Erfahrungen kann mir ein wenig die Sorgen nehmen und mir ein paar Fragen beantworten.
 
 Hat jemand oder kennt ihr jemanden bei dem es so ähnlich war, und wie hat sich das ganze Entwickelt?

 Sollte sie im laufe der Jahre das nachholen können, kann sie dann in einen "normalen" Kindergarten wechseln? Wie kann ich sie weiter dabei unterstützen?

 Falls mein Kind auf eine besondere Schule muss, wie sehen die Chancen im Arbeitsleben für sie aus? (Ist etwas weit gedacht aber auch das geht mir schon durch den Kopf)
 
Ich fühle mich langsam als wär das alles meine Schuld, dass ich es selber hätte merken müssen und sie früher entsprechend gefördert werden müssen.
 
Ich freue mich auf eure Antworten, es hat gut getan das nieder zu schreiben. Außer mit meinem Mann traue ich mich nicht mir meiner Familie darüber zu reden. Es wäre sehr schön eure Erfahrungen zu lesen. Bitte keine Angriffe oder Vorwürfe
 
Liebe Grüße
 
Feuerfunken
 
 
 

T
 Hi. Mein Sohn hat mit 2 Jahren erst angefangen zu sprechen und auch mit 2 1/2 Jahren kam da nicht wirklich viel. Auch motorisch hin er gleichaltrigen immer etwas hinterher. Später gedreht, später gelaufen, später Laufrad. Selbst Rolle vorwärts hat er erst mit 4 Jahren gekonnt.  Mit 3 ging es dann mit der Sprache so richtig los. Ich War meinem Kinderarzt sehr dankbar, dass er mich immer runter geholt hat und meinte, dass kommt noch. Und siehe da.... alles in Ordnung.  Haben sogar letztes Jahr auf anraten ein IQ test gemacht und er ist überbegabt.  Ich will dir damit nur sagen, abwarten. Es kann auch alles gut ausgehen. 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Dezember 2017 um 21:11

Ich lese die Beiträge und langsam kommt die Hoffnung daß meinen kleinen ein "normales"  Leben haben wird.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Dezember 2017 um 8:20

Mein Sohn ist sprachlich auch entwicklungsverzögert. Bis er drei Jahre alt war hat er kein Wort gesprochen, jetzt mit 5.5 ist er ca. Auf dem Stand von einem zweijährigen. Bei ihm leidet vor allem auch die soziale Entwicklung darunter, ansonsten ist alles soweit altersentsprechend. 
Er geht zur Logopädie und derzeit in einen normalen Kindergarten. Hier in der Schweiz haben sie 2 Jahre obligatorisch Kindergarten da es wie eine Vorschule ist und zum Schulsystem gehört, er ist nun im ersten Jahr. Wenn es sich bis nächsten Sommer nicht stark verbessert hat, möchte ich ihn gerne in einen Sprachheilkindergarten schicken. Und je nachdem dann auch in eine Sprachheilschule, je nachdem wie der Bedarf sein wird bis dahin.

Ich mache mir auch oft Sorgen um seine Zukunft, jeder will schliesslich das Beste für sein Kind und dass es ein glückliches und unbeschwertes Leben führen kann... bei ihm fängt es nun auch an, dass andere Kinder über ihn lachen. Da blutet das Mamaherz natürlich  alles nicht so einfach. Ihn belastet es auch zunehmend immer mehr. Sein Selbstwertgefühl leidet auch schon darunter und er hat einen enormen Perfektionsdrang entwickelt, wenn ihm etwas nicht absolut perfekt gelingt wird er wütend auf sich selbst. Wit versuchen ihn dahingehend zu stärken und dafür zu sorgen, dass er sich selbst mag. Demnächst haben wir auch einen Termin beim Kinderpsychologen. Es ist schwer sein Kind so unglücklich zu sehen 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen