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Top Namen von heute = Hassnamen von Morgen?

Letzte Nachricht: 26. August 2008 um 15:03
G
giada_12714117
26.08.08 um 11:08

Ich hab mir mal die Hassnamen hier im Forum angesehen, das sind fast alles Namen, die mal sehr, sehr in waren in der Generation 75 -80
Michelle
Vanessa
Jacqueline
Jennifer
Mandy
Lisa
Sarah
Katja
Nadine

Ich meine, das sind doch unsere Namen. Ich kenne mindestens eine davon aus der Klasse oder Parallelklasse. Irgendwie blöd, das unsere Generation ihre eigenen Namen hässlich findet, vielleicht auch normal.
Aber wie wird es den Maries, Hannas und Sophies in 25 Jahren gehen?
Wenn meine Oma nicht Bernhardine hieße, würde ich meine Kleine einfach nach ihr benennen, dann könnte ich wenigstens sagen, die Tradition ist Schuld

Gruß, Schoki

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A
an0N_1190833099z
26.08.08 um 11:29

Hi
Weißt du, was mir aufgefallen ist? All die Hannahs, Marias und Sophies sind alte Namen, die, als ich klein war, die absoluten Tabu-Namen waren, weil so nur alte Leute hießen. Dasselbe gilt für Paula, Josefine, Rosa,... Man könnte theoretisch sagen, jetzt, wie diese Paulas und Marias gestorben sind, werden die Namen wieder getauft.
In meiner Generation gibts keine (oder so gut wie keine), die So heißen, und jetzt werden sie wieder getauft. Das liegt daran, dass man mit einem Namen, immer eine gewisse Altersgruppe verbindet und man ein Kind seiner Generation entsprechend nennt.

LG Lena

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A
aslvg_12634830
26.08.08 um 13:05

Also...
...alle namen von früher finde ich nicht schrecklich... ich würde meinen sohn, sofern ich einen bekäme, sehr gerne johann nennen!

aber du hast schon recht... ich hab mich gestern erst mit einer freundin unterhalten und wir haben festgestellt, dass wir uns keine kinder vorstellen könnten, mit unseren eigenen namen... wie: die kleine stefanie, nicole, claudia, etc.

andersherum konnten wir uns aber auch keine oma mit dem namen jennifer, stella und chantalle vorstellen...

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A
an0N_1190833099z
26.08.08 um 13:38
In Antwort auf aslvg_12634830

Also...
...alle namen von früher finde ich nicht schrecklich... ich würde meinen sohn, sofern ich einen bekäme, sehr gerne johann nennen!

aber du hast schon recht... ich hab mich gestern erst mit einer freundin unterhalten und wir haben festgestellt, dass wir uns keine kinder vorstellen könnten, mit unseren eigenen namen... wie: die kleine stefanie, nicole, claudia, etc.

andersherum konnten wir uns aber auch keine oma mit dem namen jennifer, stella und chantalle vorstellen...

Ich glaub
das mit den Namen ist nicht anders als mit der Mode!

Vor ein paar Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich je wieder eine Karottenhose anziehe, oder lange T-Shirts, damals war bauchfrei in. Und jetzt, Bauchleiberl nein danke.

So ist das auch mit den Namen, sie kommen und gehen wie auch die Kleidung.

Übrigens gefällt mir Johann, wie schon gesagt, die "alten Namen" sind wieder in und gefallen einem auch, wie bei den Karottenhosen Es dauert eben noch ein paar Jahre, bis in den Kindergärten wieder die Josefs und die Helmuts und Walters und Gerlindes und Mariannes herumlaufen, aber es kommt wieder

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D
debora_12326297
26.08.08 um 15:03

Man
muss ja nicht gleich mit Einordnungen wie "Hassnamen" oder gar "Kevinismus" kommen, aber ein gewisser "Zeitgeist" und eine "Namensabfolge" scheint doch da zu sein.
Und manchmal gibt es einen rasanten Wechsel - kaum "in", schon wieder "out".

Ich habe auch den Eindruck, dass, sind erst mal die meisten Namensträger weggestorben, ein Name durchaus wieder interessant wird.
Emma, Lina, Paula, Marie, Sophie, Frieda, Friedrich, Fritz, Anton, Theo(dor), Johann, Willi etc. lassen sich ja wunderbar den heutigen Urgroßeltern zuordnen. Sind die alten Namensträger erst mal weggestorben, wird der Name wieder interessant.

Aber auch z. B. Lina - als Kurzform z. B. zu Karoline - war mal "neu". Und da hat sich sicher auch niemand eine Oma drunter vorstellen können.
Meine Oma hieß mit Zweitnamen Lina und als ich die ersten Geburtsanzeigen mit dem Namen gelesen habe, fand ich das schon sehr befremdlich.

Aus Kindern werden Leute - und mit ihnen "wachsen" sicher auch die Namen.
Aktuell würde mir eine kleine Nicole Leid tun, weil der Name mindestens 20 Jahre "älter" ist und auch eindeutig in die Elterngeneration gehört.
Aber vielleicht beneiden die Enkel dieser "nachgeborenen" Nicole ja ihre Oma auf Grund des modernen Namens?

Ich persönlich mag viele traditionelle und klassische Namen, die schon Jahrhundert in Deutschland bekannt sind und vergeben werden.
Allerdings finde ich auch, dass manche davon einfach "zeitlos" sind. Damit meine ich, dass man sich nicht sofort eine bestimmte Altersgruppe vorstellen kann, weil der Name nie richtig "in" war und in der Toppliste auftauchte, aber eben immer mal wieder vergeben wurde.
Daran kann man sich dann auch nicht "satt" hören.

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