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Total verzweifelt und traurig

14. März 2005 um 13:50

Ich frage mich die letzten Tage immer wieder: was hast du getan ? wie konntest du nur ? Ich habe am 3.3. diesen jahres ein kleines Mädchen zur welt gebracht, diese kleine maus hab ich zur adoption freigegeben. ich wusste das es schwer wird ... aber ich hab nicht geahnt das es so schwer wird. dazu muss ich sagen ich habe schon 3 kinder hier daheim und als ich erfuhr das ich wieder scwanger war ich sehr geschockt .. hab das alles irgendwie total verdrängt. zu einer abtreibung wäre es zu spät gewesen, wobei ich das auch nicht über das herz gebracht hätte. Ich fühlte mich komplett überfordert, die jüngste ist erst im februar ein jahr geworden, die mittlere ist hyperaktiv und auch so recht schwer (muss mit ihr 2 mal die woche zu therapien)und die älteste kommt dieses jahr in die schule und ich konnte mir nicht vorstellen das ich noch eins irgendwie unter die haube bring. Ich bin damals zum jugendamt gegangen und wollte hilfe, aber irgendwie bekam ich gar nix. Mein Mann meinte auch noch ein kind würden wir nicht schaffen, auch finanziell ist es hier nicht so rosig im moment. Also haben wir den entschluss gefasst eine andre Familie glücklich zu machen.
Die Geburt habe ich alleine durchgestanden und ich durfte die kleine auch noch kurz sehen, aber in 2 minuten kann man sich nicht mal richtig verabschieden oder sonst irgendwas .. dann war sie weg ... ich blieb zurück mit tränen, mit meinen gfühlen und allein. die ärztin war mal kurz bei mir und hat mir mut zugesprochen das ich das schon schaffen würde und das ich immer daran denken sollte das ich mich zwar unglücklich gemacht habe aber eben andere glücklich und seit dem bin ich allein mit meinen gefühlen. Meine eltern meiden das thema soweit es geht um mich nichtz weiter zu quälen und mein Mann der tut so als ob nie was gewesen wäre. Die ersten paar tage sind ja auch noch gegangen, ich hab mich abgelenkt mit allen möglichen aber dann ...
nun sitz ich hier .. immer wenn ich allein bin .. sehe die bilder vor mir .. seh die keline maus wie ich sie im arm halte und ihc vermisse sie schrecklich. ich hab hiér niemanden wo ich mal sagen kann er/sie nimmt mich im arm und ich kann einfach nur mal weinen, niemand der mir sagt du schaffst das scho irgendwie. sogar des jugendamt scheint es nimmer zu interessieren wie es mir geht. nein im gegenteil .. die waren noch im krankenhaus bei mir und haben mir bilder von den adoptiveltern auf den tisch gelegt ... das fand ich auch nciht sehr nett von denen ... ich habe nicht mal ein bild von ihr .. nur meine erinnerungen.
ich habe nun noch 6 1/2 wochen bis zum termin beim notar und ich weiss nicht ob ich das wirklich schaff.
Auf der anderen seite denk ich auch an die adoptiveltern .. die maus ist ja schon bei ihnen ... wie würden sie sich fühlen wenn ich einfach daherkomme und sage ich will mein kind zurück. für sie würde doch auch eine welt zusammenbrechen und sie würden mich hassen.
dann wieder meine gedanken an später wenn sie erfährt das sie adoptiert wurde .. sie würde mich dann auch hassen weil ich sie hergeben hab, weil ich es zugelassen hab das sie irgendwie mehr oder weniger in einer lüge aufwuchs
Ist hier evtl jemand der dasselbe schon durchgemacht und mir ein paar tips geben kann wie ich am besten mit allen umgehen kann ?
Ich kann im moment meinen kindern hier nicht mal richtig mama sein weil mich alles so mitnimmt und schwer belastet.
Ich wäre um ein paar tips schon sehr sehr dankbar

liebe grüße dani

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14. März 2005 um 14:44

...
ich kann Dir zwar keine Tipps geben aber ich verstehe Dein Leid und Deinen Schmerz drück Dich ganz fest. Schade nur das dein Mann Dir nicht beisteht.Tja die Männer.

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14. März 2005 um 15:22

Verantwortungsbewusste Entscheidung
Hallo Dani,

Ich finde deine Entscheidung zur Adoption sehr verantwortungsbewusst. Natürlich ist es schmerzhaft ein Kind abzugeben, aber gerade deiner Tochter gegenüber ist dieser Weg sicher fairer als sie einfach "mitlaufen" zu lassen.

Warum sagst du "in einer Lüge aufwachsen lassen"? Denkst du, die Adoptiveltern verschweigen der Kleinen ihre Herkunft? Da würde ich noch mal nachhaken. Ich denke aber, dass das heute kaum noch jmd. macht. Wenn doch, dann ist dies den Adoptiveltern vorzuwerfen und nicht dir.

Wenn du ehrliche Zweifel an der Richtigkeit deiner Entscheidung hast, solltest du diese ernst nehmen. Noch ist es nicht zu spät. Dass du dabei an die Adoptiveltern denkst ehrt dich. Aber die wussten doch bestimmt von Anfang an, dass sie keine Garantie haben, das Baby behalten zu dürfen. Für dich ist die Situation jedoch neu.

Was empfindest du, wenn du dir eine Zukunft mit vier kleinen Kindern vorstellst? Ist diese Vorstellung eher negativ behaftet? Wenn ja, gib deiner Tochter die Chance unbeschwert aufzuwachsen. Wenn nicht, lass dich von niemandem beeinflussen und hol sie dir zurück.

Ich wünsche dir alles Gute,
Isa

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26. März 2005 um 14:20
In Antwort auf shelby_12542429

...
ich kann Dir zwar keine Tipps geben aber ich verstehe Dein Leid und Deinen Schmerz drück Dich ganz fest. Schade nur das dein Mann Dir nicht beisteht.Tja die Männer.

Hol sie Dir zurück!
allein die Tatsache dass Du hier schreibst beweist, daß Du Deine Entscheidung revidieren musst und Dir Deine Tochter zurückholen musst. Wie Du schon sagts: Deine anderen Kinder leiden unter Deiner Trauer und nichts (auch keine finanziellen Probleme) Können so schlimm sein wie die Trauer einer Mutter um ihr Kind.
Ich weiß dass das Kindergeld keinesfalls ausreicht um ein Kind zu ernähren, aber es ist immerhin etwas, was die Gesamtsumme erhöht und zumindes am Anfang keine zusätzliche finanzielle Belastung entstehen dürfte. (Nur so als Argument Deinem Mann gegenüber).
Es ist wirklich noch nicht zu spät. Das Jugendamt ist nicht immer daran interessiert die Kinder bei der Mutter zu belassen, die freuen sich sehr über "frische" Adoptivkinder.
Die Pflegeeltern dürfen die Kleine doch sowieso nicht behalten ?! Sie kommt nach Ablauf der Warte-Zeit eh in eine andere Familie oder habe ich da etwas verpasst?
Viele Grueße Du schaffst Das - aber nur MIT der Kleinen

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1. April 2005 um 14:31

Hallo Dani..Respekt!
das klingt echt sehr traurig und ich verstehe wie verzweifelt du sein musst...ich finde du bist eine sehr starke Frau...

Ich glaube in der Situation kann man gar nichts raten du brauchst jemand mit dem du dich mal richtig aussprechen kannst...dem du deine Ängste und Sorgen mitteilen kannst und der dir beisteht..
, der dich in den Arm nimmt...

Hör auf dich und deine Gefühle ich bin mir sicher du machst das richtige...für dich und deine Kinder ..Viel Glück..ich wünsch dir allles Liebe auf der Welt und hoffe du musst nie wieder eine so schmerzhafte Erfahrung machen...

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2. April 2005 um 12:32
In Antwort auf clare_12519264

Hol sie Dir zurück!
allein die Tatsache dass Du hier schreibst beweist, daß Du Deine Entscheidung revidieren musst und Dir Deine Tochter zurückholen musst. Wie Du schon sagts: Deine anderen Kinder leiden unter Deiner Trauer und nichts (auch keine finanziellen Probleme) Können so schlimm sein wie die Trauer einer Mutter um ihr Kind.
Ich weiß dass das Kindergeld keinesfalls ausreicht um ein Kind zu ernähren, aber es ist immerhin etwas, was die Gesamtsumme erhöht und zumindes am Anfang keine zusätzliche finanzielle Belastung entstehen dürfte. (Nur so als Argument Deinem Mann gegenüber).
Es ist wirklich noch nicht zu spät. Das Jugendamt ist nicht immer daran interessiert die Kinder bei der Mutter zu belassen, die freuen sich sehr über "frische" Adoptivkinder.
Die Pflegeeltern dürfen die Kleine doch sowieso nicht behalten ?! Sie kommt nach Ablauf der Warte-Zeit eh in eine andere Familie oder habe ich da etwas verpasst?
Viele Grueße Du schaffst Das - aber nur MIT der Kleinen

Adoptiveltern
Bei Adoption heißt es Adoptionspflege, normalerweise kommt das Baby da auch nicht weg,
sondern wird es von den Pflegeeltern adoptiert.
Ich würde mit dem Jugendamt abklären, ob es für die Adoeltern
möglich wäre in gewissen Abständen einen Brief mit den
Entwicklungsfortschritten und einem Foto dir zu schicken.
Wenn du siehst, dass dein Kind glücklich und geborgen aufwächst
wirst du beruhigt sein. Später
wirst du ihm deine Motivation
erklären können und zeigen, dass
du Anteil an seinem Leben hattest.
LG Dana

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2. April 2005 um 22:03

Bin selbst Adoptivmutter
Hallo Dani,

ich schreibe jetzt mal aus der Sicht der Adoptivmutter.
Erstmal Respekt vor deiner Entscheidung. Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine sehr schwere Entscheidung ist. Oft versuche ich mich in die Lage der Geburtsmutter unseres Kindes hineinzuversetzen. Wie mag es ihr jetzt gehen? Was denkt sie an den Geburtstagen der Kleinen. Sie ist bei uns auch Thema. Unsere Kleine 3 1/2 Jahre weiss, dass sie nicht aus meinem Bauch kommt und wie ihre Geburtsmutter heisst. Wir haben sie aus Südafrika adoptiert, unter anderem mit dem Hintergrund, dass uns das Risiko zu gross gewesen wäre, dass wir ein deutsches Kind evtl. wieder hätten abgeben müssen.
Ich kenne sehr viele Adoptivfamilien und ich kann dir sagen, dass sie alle sehr glücklich über ihre Kinder sind (aus dem Ausland, wie auch aus Deutschland)und auch die Kinder sind glücklich. Heute redet man mit den Kinder offen über die Adoption. Das wird einem auch schon von den Sozialarbeitern geraten. Aber es gibt ja heute auch verschiedene Arten der Adoption, unter anderem die offene Adoption, da hätte man auch noch Kontakt zur Adofamilie und wüsste, dass es dem Kind gut geht. Es müssen aber beide Seiten dazu bereit sein. Vielleicht lässt es sich ja einrichten, dass du die Pflegeeltern persönlich kennen lernst, damit du weisst, dass dein Kind gut versorgt ist.
Meine Meinung ist: Es gibt Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können, damit die Kinder, die, aus welchen Gründen auch immer, nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, eine neue Familie bekommen. Dann kann ich dir noch versichern, dass ein Paar, dass bereit ist ein fremdes Kind anzunehmen, es wie ein eigenes lieben wird. Der Weg zu diesem Kind ist sehr beschwerlich und wer den bis zum Ziel geht, der ist mit ganzem Herzen dabei. Wer das nicht ist, der springt vorher ab, das ist auch der Grund, weswegen der Weg so schwer ist. Wir haben es noch keine Sekunde bereut und wir warten auf unser 2. Kind. Ich hoffe, dass die Mutter einigermassen gut mit ihrer Entscheidung umgehen kann.
Vielleicht konnte ich dir ja ein wenig helfen. Ich wünsche dir, dass die für dich, dein Kind und deine Familie richtige Entscheidung triffst. Und versuche doch mal mit deinem Mann über deine Gefühle zu reden. Schließlich ist er der Erzeuger und ihr habt doch schon 3 Kinder zusammen, das kann ihn doch nicht kalt lassen. Vielleicht leidet er ja auch und redet nur nicht darüber. Ansonsten könntest du mit einem Arst deines Vertrauens reden oder dich an den Sozialdienst kath. Frauen wenden, die vermitteln selbst Adoptiv- und Pflegekinder und betreuen auch die abgebenden Mütter.

Also nochmals alles Gute für dich und es wäre schön, wenn du über deine Entscheidung berichten würdest, wenn du möchtest.

Liebe Grüße und fühle dich von einer Adoptivmutter umarmt

Rieke

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21. April 2005 um 16:49
In Antwort auf kyler_12055543

Adoptiveltern
Bei Adoption heißt es Adoptionspflege, normalerweise kommt das Baby da auch nicht weg,
sondern wird es von den Pflegeeltern adoptiert.
Ich würde mit dem Jugendamt abklären, ob es für die Adoeltern
möglich wäre in gewissen Abständen einen Brief mit den
Entwicklungsfortschritten und einem Foto dir zu schicken.
Wenn du siehst, dass dein Kind glücklich und geborgen aufwächst
wirst du beruhigt sein. Später
wirst du ihm deine Motivation
erklären können und zeigen, dass
du Anteil an seinem Leben hattest.
LG Dana

Lieber nochmal überdenken!
Hallo Dani,

ich bin Adoptivmama und habe noch eine Pflegetochter in "offener Pflege", d.h. wir haben regelmässigen Kontakt zu den leibl. Eltern und kennen auch die jeweiligen Adressen.
Soviel zu der Perspektive, aus der ich schreibe.
Auch wenn ich Adoptivmama bin: nimm' das Wohl der Adoptiveltern bitte auf keinen Fall als Masstab für Dich!!!
Wenn Du Dein Kind wieder bei Dir haben möchtest, dann würde ich es auch nicht zur Adoption frei geben.
Selbst wenn Du den Adoptiveltern damit das Herz brechen solltest...es ist DEIN Kind.
Wenn Du aber wegen "Adoption" unsicher bist und nicht alle Rechte an Deinem Kind verlieren möchtest, dann kannst Du Dich auch für Dauerpflege entscheiden, so dass Du regelmässigen Kontakt zu Deinem Kind hast.
Ich befürchte nämlich, dass Du - wenn es wirklich zu einer Adoption kommen sollte - dermassen darunter leidest, so dass Du vor lauter Schmerz Dein Kind vielleicht gar nicht mehr sehen möchtest, weil es Dir jedesmal das Herz dabei bricht.
(Selbstschutz).
Überlege es Dir wirklich nochmal genau.
Als Herkuntfsmutter bist Du kein "Lieferant" für kinderlose Ehepaare.
Im Zweifelsfall....wenn Du Dein Kind wirklich nicht behalten kannst...würde ich Dir raten, zu überdenken, ob Du Dein Kind in offene Pflege gibst.
Alles Liebe und Gute für Dich!!!

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19. Mai 2005 um 12:34

Hallo
Hallo Dani,
ich sitze gerade an einer Hausarbeit über Mütter, die ihre Kinder zur Adoption freigegeben haben und habe deinen Beitrag bei Google unter Geburtsmutter gefunden. Ich bin selber Adoptivkind, gerade dabei meine Mutter zu finden bzw zu sehen. Das ganze Adoptionsdrama wird einem leider immer erst zu spät bewußt. Ich kann dein Ängste verstehen, deine Sorgen. Leider ist der Brief schon von März. Vieleicht hast du ja Bedarf zu schreiben, was dir geholfen hätte, wie du dich entschieden hast,... . Falls du dein Kind zur Adoption freigegeben hast, warum auch immer, dann kann ich dich nur bitten ab und zu aufzuschreiben, warum und wieso. Ich hätte so gerne Briefe, Fotos und Geschichten von meiner Mutter, wieso sie mich abgegeben hat. Jetzt bin ich in einem Alter, in dem ich selber Kinder bekommen kann, aber ich fühle mich noch nicht vollständig bereit dieses Wagnis einzugehen. Ich mußte Hebamme werden, um vieles zu verstehen. Ich bin neugierig darauf wie meine Mutter aussieht, wem ich ähnlich sehe. Mütter, egal welche, sind so wichtig für uns Töchter. Es gibt übrigens Selbsthilfegruppen für Mütter, mir hat meine Selbsthilfegruppe für Adoptierte sehr geholfen.

Wo immer du bist, ich hoffe, es geht dir gut. Und ich wünsche dir, dass du dir Hilfe in dieser Notzeit suchen kannst. Gestärkt zu werden und ehrlich zu sein heilt.
Christina alias Tanja

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24. Mai 2005 um 7:46

Hallo Dani!
...du tust mir richtig leid! ..zuerst einmal hab ich deinen mut bewundert,das du die schwangerschaft und die geburt durchgestanden hast! ..du solltest auf deinen Bauch, auf dein Herz hören! ...mein vater hat immer gesagt, wo ein drittes kind gross wird, ist auch platz für das vierte! ..ich war damals auch in der situation, verzweifelt bei der 4. schwangerschaft! ist es nicht auch so, das wir uns in situationen hineinfinden? damals war ich auch fertig, hab gesagt- das schaffst du nie!..weder finanziell noch psychisch ...und heute bin ich froh über mein 4.kind.... ohne möchte ich nicht mehr leben! ..wenn du gar nicht zurechtkommst mit dir- dann hol`dir deine kleine tochter! ..es wird zwar schlimm für die Adoptiveltern, aber es geht auch um dich, um dein seelenleben..... ich drück dich fest- wünsche dir ganz viel kraft...... du schaffst das! ....... Judith

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25. Mai 2005 um 10:28

Entscheidung euch mitteilen
Hallo ihr Lieben,

erstmal möchte ich euch danken für die wirklich lieben Antworten die ihr mir zukommen lassen habt. Ich war hier teilwise gesessen und mir sind die Tränen gelaufen als ich dies gelesen hab.
Ich hab darauf nicht geantwortet, weil ich sehr mit mir selbst beschäftigt war und viel überlegt habe was nun die richtige Entscheidung ist.
Am 3.5.05 war der Termin beim Notar und ich hab es beim Notar in meinen Augen eiskalt durchgezogen. Ich weiss nicht woher ich die Kraft hatte dort zu sitzen und mir nichts anmerken zu lassen und nicht in Tränen auszubrechen. Mich überkamen erst die Tränen als ich dort wieder rauskam und sich die Bearbeiterin vom Jugendamt von uns verabschiedete und ging.
Ich habe ja geschrieben das ich niemanden hatte der mich mal in den Arm genommen hatte, und vor allem das mein Mann so tat als wär nichts gewesen. Ich hab mit gesprochen und ihm verzweifelt versucht ihm zu erklären das ich ihn doch grad in der Zeit bräuchte. Er hat es verstanden und meinte zu mir das er mich verstehen kann, aber er nicht wußte und auch heute nicht weiss was ich eigtnlich bräuchte wie er damit umgegehen soll und kann. Ihm tut es selbstverständlich auch weh das die kleine ned da ist, aber er meint er hat nicht so einen emotionalen bezug wie ich zu ihr. Er hätte die schwangerschaft in dem Sinne nur passiv miterlebt und hätte die geburt nicht gehabt und er hat sie auch nicht gesehn. er kann daher wirklich nicht nachempfinden wie es in mir ausschaut, er könnte es nur erahnen. Er wußte auch nicht wie er sich mir gegenüber verhalten sollte und hat eigntlich mehr oder weniger darauf gewartet das ich von selbst komme. Jetzt ist es halt so das ich wenn ich reden will oder einfach nur mal in den Arm genommen werden möchte das er da ist und er merkt es jetzt auch schon von selbst. Ganz schlimm sind im Moment eigentlich die Tage an dem sie geboren worden ist, also 3.4., 3.5. etc ... weil da denk ich mir dann auch wie schaut sie jetzt aus, wie weit hat sie sich entwickelt, es tut mir halt weh dies nicht mitzuerleben. Auf der anderen Seite hab ich auch ein gutes Gefühl, weil ich weiss das sie wirklich sehr liebe Adoptiveltern bekommen hat die ihr wirklich alles geben können. Ich kenne sie zwar nicht persönlich, aber die beiden sind wirklich entgegenkommend. Sie ermöglchen es mir der Kleinen Sachen, Briefe, Kuscheltiere etc übers Jugendamt zu schicken und schicken mir wiederum Bilder und Briefe wie es ihr geht und ihren Entwicklungsstand. Sie wollten auch das ich die Maus einmal besuchen komme .. bzw sie auf einen neutralen Ort mal zu sehen und in den Arm nehmen zu können, aber ganz ehrlich dafür bin ich noch nicht stark genug und ich wüßte das ich dies nicht standhalten würde.
Die Angst vor dem Tag an dem sie vor uns stehen wird und erklärungen dafür haben will warum hab ich aber noch immer. Ich habe Angst davor das sie nicht versteht warum und weshalb.
Ich wünsche wirklich niemanden in solch eine Situation zu kommen und solche Erfahrung machen zu müssen.

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26. Mai 2005 um 22:45
In Antwort auf shobha_11929450

Entscheidung euch mitteilen
Hallo ihr Lieben,

erstmal möchte ich euch danken für die wirklich lieben Antworten die ihr mir zukommen lassen habt. Ich war hier teilwise gesessen und mir sind die Tränen gelaufen als ich dies gelesen hab.
Ich hab darauf nicht geantwortet, weil ich sehr mit mir selbst beschäftigt war und viel überlegt habe was nun die richtige Entscheidung ist.
Am 3.5.05 war der Termin beim Notar und ich hab es beim Notar in meinen Augen eiskalt durchgezogen. Ich weiss nicht woher ich die Kraft hatte dort zu sitzen und mir nichts anmerken zu lassen und nicht in Tränen auszubrechen. Mich überkamen erst die Tränen als ich dort wieder rauskam und sich die Bearbeiterin vom Jugendamt von uns verabschiedete und ging.
Ich habe ja geschrieben das ich niemanden hatte der mich mal in den Arm genommen hatte, und vor allem das mein Mann so tat als wär nichts gewesen. Ich hab mit gesprochen und ihm verzweifelt versucht ihm zu erklären das ich ihn doch grad in der Zeit bräuchte. Er hat es verstanden und meinte zu mir das er mich verstehen kann, aber er nicht wußte und auch heute nicht weiss was ich eigtnlich bräuchte wie er damit umgegehen soll und kann. Ihm tut es selbstverständlich auch weh das die kleine ned da ist, aber er meint er hat nicht so einen emotionalen bezug wie ich zu ihr. Er hätte die schwangerschaft in dem Sinne nur passiv miterlebt und hätte die geburt nicht gehabt und er hat sie auch nicht gesehn. er kann daher wirklich nicht nachempfinden wie es in mir ausschaut, er könnte es nur erahnen. Er wußte auch nicht wie er sich mir gegenüber verhalten sollte und hat eigntlich mehr oder weniger darauf gewartet das ich von selbst komme. Jetzt ist es halt so das ich wenn ich reden will oder einfach nur mal in den Arm genommen werden möchte das er da ist und er merkt es jetzt auch schon von selbst. Ganz schlimm sind im Moment eigentlich die Tage an dem sie geboren worden ist, also 3.4., 3.5. etc ... weil da denk ich mir dann auch wie schaut sie jetzt aus, wie weit hat sie sich entwickelt, es tut mir halt weh dies nicht mitzuerleben. Auf der anderen Seite hab ich auch ein gutes Gefühl, weil ich weiss das sie wirklich sehr liebe Adoptiveltern bekommen hat die ihr wirklich alles geben können. Ich kenne sie zwar nicht persönlich, aber die beiden sind wirklich entgegenkommend. Sie ermöglchen es mir der Kleinen Sachen, Briefe, Kuscheltiere etc übers Jugendamt zu schicken und schicken mir wiederum Bilder und Briefe wie es ihr geht und ihren Entwicklungsstand. Sie wollten auch das ich die Maus einmal besuchen komme .. bzw sie auf einen neutralen Ort mal zu sehen und in den Arm nehmen zu können, aber ganz ehrlich dafür bin ich noch nicht stark genug und ich wüßte das ich dies nicht standhalten würde.
Die Angst vor dem Tag an dem sie vor uns stehen wird und erklärungen dafür haben will warum hab ich aber noch immer. Ich habe Angst davor das sie nicht versteht warum und weshalb.
Ich wünsche wirklich niemanden in solch eine Situation zu kommen und solche Erfahrung machen zu müssen.

Hallo Benshela,
erstmal möchte ich dir sagen, dass es mich freut, dass du über deine Entscheidung berichtest. Ich habe immer wieder nachgesehen, ob du schon was geschrieben hast.
Ich habe alle Achtung vor deiner Entscheidung, ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht einfach für dich war.
Mit einem persönlichen Kontakt zu deinem Kind würde ich auch warten, bis du die Kraft dazu hast, sonst macht es dich evtl. fertig. Aber solltest du irgendwann soweit sein, wäre es eine Chance zu sehen, wie gut es dem Kind geht und dass deine Entscheidung die richtige war.
Wie erklärst du es deinem Kind, wenn es später zu dir kommt und fragt warum? Wie wäre es denn, wenn du eine Art Tagebuch schreiben würdest, in dem du deine ganzen Gedanken zu dieser Entscheidung aufschreibst? So könntest du das Ganze besser verarbeiten und du hättest später etwas, was du deinem Kind zu lesen geben kannst, damit es dich und deine Situation besser versteht.
Ich wünschte, wir hätten wenigsten ein Foto oder einen Brief der leiblichen Mutter unserer Tochter, denn sie wird auch eines Tages fragen warum. Sie fragt heute mit 3 1/2 Jahren schon sehr viel, was ihre Herkunft (Südafrika) betrifft.

Ich hoffe, ich konnte dir nochmal ein wenig helfen.

Liebe Grüße

Rieke



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27. Mai 2005 um 9:25
In Antwort auf jayna_12157913

Hallo Benshela,
erstmal möchte ich dir sagen, dass es mich freut, dass du über deine Entscheidung berichtest. Ich habe immer wieder nachgesehen, ob du schon was geschrieben hast.
Ich habe alle Achtung vor deiner Entscheidung, ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht einfach für dich war.
Mit einem persönlichen Kontakt zu deinem Kind würde ich auch warten, bis du die Kraft dazu hast, sonst macht es dich evtl. fertig. Aber solltest du irgendwann soweit sein, wäre es eine Chance zu sehen, wie gut es dem Kind geht und dass deine Entscheidung die richtige war.
Wie erklärst du es deinem Kind, wenn es später zu dir kommt und fragt warum? Wie wäre es denn, wenn du eine Art Tagebuch schreiben würdest, in dem du deine ganzen Gedanken zu dieser Entscheidung aufschreibst? So könntest du das Ganze besser verarbeiten und du hättest später etwas, was du deinem Kind zu lesen geben kannst, damit es dich und deine Situation besser versteht.
Ich wünschte, wir hätten wenigsten ein Foto oder einen Brief der leiblichen Mutter unserer Tochter, denn sie wird auch eines Tages fragen warum. Sie fragt heute mit 3 1/2 Jahren schon sehr viel, was ihre Herkunft (Südafrika) betrifft.

Ich hoffe, ich konnte dir nochmal ein wenig helfen.

Liebe Grüße

Rieke



Hallo
Da hast du vollkommen recht, es war nicht einfach und ist es jetzt auch noch nicht. Ich habe ab und an auch dieses sogenannte Rabenmuttersyndrom, wo ich mir dann wirklich einred du bist die schlechteste Mutter überhaupt. Ich weiss das es nicht so ist, aber ab und an überkommts halt einen *seufz*, aber wenn ich dann hier meine Kids anschau weiss ich das dem nicht so ist.
Ich schreibe meiner kleinen jede Woche einen Brief wenn nicht auch 2 oder 3, je nachdem wie ich mag und wie ich mich fühle, auch mit den Adoptiveltern hab ich Briefkontakt, was wirklich sehr hilft. Sie hhaben auch von uns Bilder bekommen und sich ein Bild von uns zu machen und natürlich diese später der Maus zu zeigen.
Eine Art Tagebuch hab ich auch angefangen zu schreiben, eigentlich scho vor der Geburt, da ich hier ja hier in der Umgebung niemand hatte war das so der einzige Weg um damit fertig zu werden. Ich hab dort meine ganzen Gefühle drin stehen, wie es mir vor der Geburt ging, während der Geburt und hinterher, wie es mir jetzt geht. Zum einen hilft es mir sehr alles niederzuschreiben und zum anderen trägt es evtl bei das sie es eher verstehen kann, aber das wird sich zeigen.
Ich find es schade das du deinem Kind nichts von ihren eltern zeigen oder geben kannst. ich denke mal das die maus von euch auch farbig ist und dann ist klar das die fragen früher schon kommen, da sie ja den unterschied sieht. Gibt es deine keine Möglichkeit durch Ämter evtl an Informationen ranzukommen?
Ich find es aber schade das das thema Adoption noch sehr umstritten ist bzw das man als Mutter die ihr Kind weggibt wirklich sehr mit Vorurteilen konfrontiert wird. Ich habe Gottseidank zum Glück diese Erfahrungen nicht machen müsen, da es 1. bei mir kaum einer wußte das ich schwanger bin da ich kurz vorher aus meinen kleinen Heimatdorf weggezogen bin (da wußte ich noch nicht das ich schwangre bin) und somit hat es dann nur meine eltern und meine beste freundin erfahren und hinterher .. eigentlich vor 2 Wochen hab ich es dann meinen schwiegereltern auch gebeichtet, weil sie ja auch merkten mit mir passt was nicht. Bis auf mein Babysitter haben es alle verstanden und das ist auch gut so.
Ich hoffe auf jedenfall das sich diese Vorurteile diesbezüglich mal irgeendwann ändern werden und ich hoffe das diese leute mal in sich gehen und nachdenken, ob es so nicht die beste Möglichkeit ist wenn man sich aus irgendwelchen gründen überfordert fühlt oder nicht in der Lage dazu fühlt.

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30. Mai 2005 um 21:00
In Antwort auf shobha_11929450

Hallo
Da hast du vollkommen recht, es war nicht einfach und ist es jetzt auch noch nicht. Ich habe ab und an auch dieses sogenannte Rabenmuttersyndrom, wo ich mir dann wirklich einred du bist die schlechteste Mutter überhaupt. Ich weiss das es nicht so ist, aber ab und an überkommts halt einen *seufz*, aber wenn ich dann hier meine Kids anschau weiss ich das dem nicht so ist.
Ich schreibe meiner kleinen jede Woche einen Brief wenn nicht auch 2 oder 3, je nachdem wie ich mag und wie ich mich fühle, auch mit den Adoptiveltern hab ich Briefkontakt, was wirklich sehr hilft. Sie hhaben auch von uns Bilder bekommen und sich ein Bild von uns zu machen und natürlich diese später der Maus zu zeigen.
Eine Art Tagebuch hab ich auch angefangen zu schreiben, eigentlich scho vor der Geburt, da ich hier ja hier in der Umgebung niemand hatte war das so der einzige Weg um damit fertig zu werden. Ich hab dort meine ganzen Gefühle drin stehen, wie es mir vor der Geburt ging, während der Geburt und hinterher, wie es mir jetzt geht. Zum einen hilft es mir sehr alles niederzuschreiben und zum anderen trägt es evtl bei das sie es eher verstehen kann, aber das wird sich zeigen.
Ich find es schade das du deinem Kind nichts von ihren eltern zeigen oder geben kannst. ich denke mal das die maus von euch auch farbig ist und dann ist klar das die fragen früher schon kommen, da sie ja den unterschied sieht. Gibt es deine keine Möglichkeit durch Ämter evtl an Informationen ranzukommen?
Ich find es aber schade das das thema Adoption noch sehr umstritten ist bzw das man als Mutter die ihr Kind weggibt wirklich sehr mit Vorurteilen konfrontiert wird. Ich habe Gottseidank zum Glück diese Erfahrungen nicht machen müsen, da es 1. bei mir kaum einer wußte das ich schwanger bin da ich kurz vorher aus meinen kleinen Heimatdorf weggezogen bin (da wußte ich noch nicht das ich schwangre bin) und somit hat es dann nur meine eltern und meine beste freundin erfahren und hinterher .. eigentlich vor 2 Wochen hab ich es dann meinen schwiegereltern auch gebeichtet, weil sie ja auch merkten mit mir passt was nicht. Bis auf mein Babysitter haben es alle verstanden und das ist auch gut so.
Ich hoffe auf jedenfall das sich diese Vorurteile diesbezüglich mal irgeendwann ändern werden und ich hoffe das diese leute mal in sich gehen und nachdenken, ob es so nicht die beste Möglichkeit ist wenn man sich aus irgendwelchen gründen überfordert fühlt oder nicht in der Lage dazu fühlt.

Hallo Benshela,
da hast du Recht, dass die Leute das nicht richtig verstehen können. Ich werde auch oft angesprochen mit den Worten: Wie kann man so ein Kind nur weg geben. Ich antworte dann, glaub bloß nicht, dass die Mutter es sich einfach gemacht hat, da gehört eine Menge zu, so eine Entscheidung zu fällen. Es ist aber auch oft einfach nur gedankenlosigkeit der Leute.
Die Mutter unserer Kleinen war noch keine 18 bei der Geburt und hatte keine Mittel das Kind groß zu ziehen. Der Vater des Kindes hat sie sitzen lassen. Er ging auch noch zur Schule.

Durch deine Entscheidung bist du der Überforderung entgangen (physisch und finanziell). Deiner Kleinen wird es bei ihren Adoptiveltern gut gehen und du hast die Kraft deinen beiden ersten Kindern weiterhin eine gute Mutter zu sein. Hättest du dich anders entschieden, wärst du vielleicht irgendwann wegen Überforderung wirklich zur Rabenmutter geworden. Ich finde es schön, dass du das mit dem Briefe schreiben bereits gemacht hast. Sie werden sicher später mal eine ganz wichtige Rolle spielen.
Wenn du mal wieder irgendwelche Gedanken los werden möchtest, kannst du mir gerne schreiben.

Liebe Grüße

Rieke

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3. Juni 2005 um 21:07

Dani...
...wie gehts Dir? ...hatte versucht,Dir ne Nachricht zu schicken, aber ich bekam sie nicht raus! ((((

Lieben Gruß! Judith

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4. Juni 2005 um 10:14
In Antwort auf luna3910

Dani...
...wie gehts Dir? ...hatte versucht,Dir ne Nachricht zu schicken, aber ich bekam sie nicht raus! ((((

Lieben Gruß! Judith

Hallo Judith
... das Problem ist mir auch bekannt, wollte auch Nachrichten schreiben und nichts ging *grummel*
Mir gehts so lala. Gestern ist der Zwerg 3 Monate alt geworden und naja es ist milde ausgedrückt wenn ich sag es war ein sch**** Tag, zumal mein zukünftiger Schwiegerpapa auch noch Purzeltag hatte und ich einen auf frohgelaunt gemacht hab, aber am liebsten mich den ganzen Tag irgendwo in ein Eck verkrochen hätte um zu weinen.
Wie geht es Dir so?
Ich geb dir nochmal meine private Email: benshela@gmx.net

Liebe Grüße Dani

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13. Juni 2005 um 23:53

Ich möchte Dir Mut machen!
Liebe Dani,
wir haben das alles auf der anderen Seite durchgemacht.
Uns hat eine junge Frau ausgesucht, der sie ihr ungeborenes Baby anvertrauen wollte, weil sie sich aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sah, das Kind großzuziehen. Sie hatte mich sogar gebetem, sie bei der Geburt dabei zu sein. (Von berufswegen hatte ich das schon öfter miterlebt und vondaher war es nicht wirklich neu für mich). Komisch war es nur, dass da eine "fremde Frau" "meine" Tochter zur Welt brachte. Es war sehr turbulent.
10 Tage nach der Geburt gab es noch einen "Abschied für immer" im Jugendamt. Die Mutter hat uns nochmal bestärkt in ihrem Entschluß das Mädchen in unsere Obhut zu geben.
Dann kam der Hammer, einen Tag vor Ablauf der 8 Wochenfrist. Sie hat gesagt, dass sie eigentlich bei dem "Abschied für immer" gemerkt hat, das sie es eigentlich nicht durchziehen kann...
Die Folge, nach 11 Wochen mußten wir unsere Kleien Maus wieder hergeben!!
An dem Tag starb "unsere" Tochter, die eigentlich nie unsere Tochter war.
Heute kann ich sagen, es ist gut so, wie es ist. Wir hatten den Auftrag dem Mädchen einen guten Start ins Leben zu geben, bis sich die Mutter ihrer Gefühle sicher war. Wir haben die Hölle erlebt...
Aber es ist jetzt wirklich o.k.
Was ich damit sagen will ist, ich möchte Dir Mut machen. Wie ich am Datum sehen kann, ist mein Beitrag schon lange zu spät, um Dich zu betärken, Dich zu Deinem Kind zu stellen...
Mich würde interessieren, wie Du Dich entschieden hast.
Was ich aber sagen wollte, wir haben diesen Verlust überlebt!! Es war sehr hart für uns, aber was für Dich wichtig ist, dass Du Dir sicher bist.
LG Sahnebine

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15. August 2005 um 2:06
In Antwort auf haze_12259220

Lieber nochmal überdenken!
Hallo Dani,

ich bin Adoptivmama und habe noch eine Pflegetochter in "offener Pflege", d.h. wir haben regelmässigen Kontakt zu den leibl. Eltern und kennen auch die jeweiligen Adressen.
Soviel zu der Perspektive, aus der ich schreibe.
Auch wenn ich Adoptivmama bin: nimm' das Wohl der Adoptiveltern bitte auf keinen Fall als Masstab für Dich!!!
Wenn Du Dein Kind wieder bei Dir haben möchtest, dann würde ich es auch nicht zur Adoption frei geben.
Selbst wenn Du den Adoptiveltern damit das Herz brechen solltest...es ist DEIN Kind.
Wenn Du aber wegen "Adoption" unsicher bist und nicht alle Rechte an Deinem Kind verlieren möchtest, dann kannst Du Dich auch für Dauerpflege entscheiden, so dass Du regelmässigen Kontakt zu Deinem Kind hast.
Ich befürchte nämlich, dass Du - wenn es wirklich zu einer Adoption kommen sollte - dermassen darunter leidest, so dass Du vor lauter Schmerz Dein Kind vielleicht gar nicht mehr sehen möchtest, weil es Dir jedesmal das Herz dabei bricht.
(Selbstschutz).
Überlege es Dir wirklich nochmal genau.
Als Herkuntfsmutter bist Du kein "Lieferant" für kinderlose Ehepaare.
Im Zweifelsfall....wenn Du Dein Kind wirklich nicht behalten kannst...würde ich Dir raten, zu überdenken, ob Du Dein Kind in offene Pflege gibst.
Alles Liebe und Gute für Dich!!!

AN ALLE
Hallo,
ich bin selbst Adoptivkind und wurde vor kurzem von meinem Erzeuger ausfindig gemacht. Keine leichte Zeit. Und so wie ihr alle hier redet, hört es sich an, als sprächet ihr auf dem Wochenmarkt über die teuren Gemüsepreise. Entschuldigt meine Emotionen. Aber ich weiß wie sich das Leben eines Adoptivkindes anfühlt. Ich bin super aufgewachsen, mit viel Liebe. Keine Frage. Aber was man im HERZEN und in der SEELE auszustehen und mitzutragen hat... . Übernehmt Verantwortung. Es findet sich immer ein Weg!!! Aber überlasst keinem einfach seinem Schicksal. Jetzt seid "nur" ihr es, die sich ihr Leben schwer machen (ich habe erständis dass es schwer ist). Aber in ein paar Jahren habt ihr zwei schwere Leben auf dem Gewissen, vielleicht sogar mehr, wenn die verlorene Geschichte eures Kindes auch die Adoptiveltern zur Konfrontation zwint.
Grüße
Elonicee

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18. August 2005 um 20:26

Und wenn du....
die ganze Angelegenheit einfach anderst regelst ?
Hast du schon mal daran gedacht wieder zum Jugendamt zu gehen mit der Bitte die Adoption in eine Pflegschaft umzuändern ?
Das heißt du bist und bleibst die leibliche Mutter aaaber hast eben doch die Entlastung noch ein Kind zu erziehen.
Und deine kleine Maus bleibt bei den jetzigen Eltern ( aber bitte nicht hin und herziehen) denn auch diese Eltern haben ein Recht auf Ruhe ! Bin selbst Pflegemutter und wir lieben unsere Kleine über alles ( haben sie seit Geburt, nun ist sie schon 2 einhalb Jahre alt). Bei uns läuft alles gut und friedlich.
Hmm du kannst mich ja nochmal anschreiben,.....

Liebe Grüße von Mutter zu Mutter

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18. November 2012 um 18:26

Adoptivmama
Hey... meine Liebe!! Ich umarme dich!! ICH BIN eine Adoptivmama.. Also von der "anderen" Seite..
1.: ich finde anonyme Adoptionen einfach Scheisse!! Kinder müssen wissen, wo sie herkommen!! Was die Mütter durchgemacht haben... bis zum Weggeben...
2. Meine Tochter hat ihr Leben lang... ihren leiblichen Vater gesucht.... und jetzt hat sie ihn gefunden... bin sooo froh!!
3. Meine Tochter und er sind sich sooo ähnlich... ist eine Liebesgeschichte!!!
4. Aus deiner Geschichte ist erkennbar... du fühlst LIEBE!! Hey... das ist selten!!
5. Weiss auch noch wie das war... gaben mir das Kind in die Hand... und vom Jugendamt sagten sie mir... lieben sie es nicht so viel... die leibliche Mutter kann sich immer noch umentscheiden... natürlich hätte es mir das Herz gebrochen... klar!!
6. Habe meiner Tochter IMMER die Wahrheit gesagt... ist nie mit einer Lüge aufgewachsen..
aber 7.: Ich hasse diese Gesetze... warum nicht eine Adoption... wo die leibliche Mutter noch Kontakt haben könnte...dass ich die Mama bleibe... die sie groß gezogen hat.. kann mir doch keiner nehmen... Aber weisst du was?? All meine Erziehung war nix gegen die Gene des Vaters...
7. Gib dein Kind in Pflege, wenn du es im Moment nicht selber schaffst... aber halte KONTAKT mit diesem kleinen "Plumps" in dir... der da so 9 Monate in dir gewachsen ist... und der deinen Herzschlag gehört hat... Also... meine Adoptivtochter war schwer gestört.. in der Pubertät... sie dachte.... ich war scheisse... sonst hätte meine Mom mich nicht weggegeben...
Und: Blut ist IMMER dicker als Wasser!! Kämpf um dein Kind!!

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18. November 2012 um 18:29

Adoptivmama
Hey... meine Liebe!! Ich umarme dich!! ICH BIN eine Adoptivmama.. Also von der "anderen" Seite..
1.: ich finde anonyme Adoptionen einfach Scheisse!! Kinder müssen wissen, wo sie herkommen!! Was die Mütter durchgemacht haben... bis zum Weggeben...
2. Meine Tochter hat ihr Leben lang... ihren leiblichen Vater gesucht.... und jetzt hat sie ihn gefunden... bin sooo froh!!
3. Meine Tochter und er sind sich sooo ähnlich... ist eine Liebesgeschichte!!!
4. Aus deiner Geschichte ist erkennbar... du fühlst LIEBE!! Hey... das ist selten!!
5. Weiss auch noch wie das war... gaben mir das Kind in die Hand... und vom Jugendamt sagten sie mir... lieben sie es nicht so viel... die leibliche Mutter kann sich immer noch umentscheiden... natürlich hätte es mir das Herz gebrochen... klar!!
6. Habe meiner Tochter IMMER die Wahrheit gesagt... ist nie mit einer Lüge aufgewachsen..
aber 7.: Ich hasse diese Gesetze... warum nicht eine Adoption... wo die leibliche Mutter noch Kontakt haben könnte...dass ich die Mama bleibe... die sie groß gezogen hat.. kann mir doch keiner nehmen... Aber weisst du was?? All meine Erziehung war nix gegen die Gene des Vaters...
7. Gib dein Kind in Pflege, wenn du es im Moment nicht selber schaffst... aber halte KONTAKT mit diesem kleinen "Plumps" in dir... der da so 9 Monate in dir gewachsen ist... und der deinen Herzschlag gehört hat... Also... meine Adoptivtochter war schwer gestört.. in der Pubertät... sie dachte.... ich war scheisse... sonst hätte meine Mom mich nicht weggegeben...
Und: Blut ist IMMER dicker als Wasser!! Kämpf um dein Kind!!
Du kannst fast sicher sein... wenn du solchen Kummer um dein Kind fühlst... fühlt dein Kind das Gleiche!!
Hinterleg einen Brief beim Jugendamt... und sag ihr... Sie ist willkommen in deinem Leben... und denk an jedem Geburtstag an sie... irgendwann werdet ihr euch wieder in den Armen liegen... ich wünsch euch das!!!

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19. November 2012 um 13:18

Ungewollt schwanger- adoption oder pflegefamilie?
Hallo,
Ich bin neu hier, aber anonym, das hilft...
Ich habe vor kurzem erfahren, dass ich schwanger bin und fuer eine abtreibung ist es zu spaet, ich haette das aber auch nicht uebers herz gebracht.
In meiner derzeitigen situation (der vater des kindes selbst verheiratet und 2 minderjaehrige kinder, ich mitten im studium und finanziell auch eng,usw) kann ich kein kind aufziehen ich bin auch seelisch dazu nicht bereit, ich muss erst einmal meine eigenen kindheitstraumata aufarbeiten....
Hinzukommt, dass ich mich noch niemandem anvertraut habe und somit allein mit dem wissen dastehe, dass in mir ein kind waechst, das sich uebrigens schon bewegt, bauch kommt auch schon immer mehr....
Ich moechte, dass eine familie gut fuer das kind sorgt, allerdings hab ich eine riesen angst davor, dass ich damit nicht fertig werde, es herzugeben und keinen kontakt mit ihm zu haben, nicht zu wissen, wie es ihm geht, wie es aussieht, usw...
Im weiteren weiss ich nicht, wem ich mich anvertrauen soll.....dem kindsvater auf keinen fall...das ist leider unmoeglich lange kann ich aber meinen bauch nicht mehr verstecken.... Ich bin ziemlich verzweifelt im moment und mir fehlt jeglicher mut zu irgendeiner entscheidung.....
Am liebsten wuerde ich die restliche schwangerschaft untertauchen und eine familie kennen lernen, die ich als liebevoll genug erachte, das kind aufzuziehen und mir die moeglichkeit gibt, mit ihm in verbindung zu stehen....
Wie funktioniert so etwas? Pflegeeltern finden, hab ich ein recht mit zu entscheiden?
Ich bin dankbar fuer jede antwort.

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29. September 2015 um 13:11

Adoption
Hallo ich kenne das Gefühl meine Tochter ist heute vor 7 Jahren zur Welt gekommen ich habe sie mir allerdings nicht angesehen da ich wusste das ein Blick genügt um mich umzustimmen. Ich habe ein Bild von ihr das ich mir auch nicht abschauen kann und es tut auch immer noch weh. Das einzige was mir hilft ist das ich ihr Briefe schreiben kann die sie irgendwann liest und mich auch hoffentlich versteht.
Lg
Eva

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30. September 2015 um 10:42

Hallo
Ich finde deine Entscheidung sehr gut. Es wäre auch nicht fair wenn eine Familie 4 Kinder hat und jemand anders gar keine bekommt. So hast du einer anderen Familie einen Traum erfüllt und du hast ja schließlich immer noch 3 Kinder, was auch schon genug ist

Alles Gute für dich und deine Familie

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15. Oktober 2015 um 8:56


DIESER BEITRAG IST schon über 10 JAHRE ALT (gesendet am 14/03/05 um 12:50)

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