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Totgeburt- Erfahrungen

9. September 2014 um 22:34 Letzte Antwort: 14. September 2014 um 1:01

Hallo Mädels,

Ich weiß das Thema ist schwere kost, aber ich hab da mal fragen.

Meine Schwester(38 ssw) hatte gestern einen Kaiserschnitt, da das baby tot in ihrem Bauch war. Es waren keine herztöne mehr da, leider kann keiner sagen woran es lag.

Hier gibt es bestimmt Mamis die das auch durchmachen mussten. Ich wollte mal wissen wie es bei euch war, wolltet ihr danach gleich nochmal schwanger werden?
Und wie lange muss man warten bis man wieder schwanger werden darf?
Wie seit ihr damit umgegangen? Man wird ja bestimmt mal angesprochen zb wo ist das baby? (Manche wissen ja nicht das man es verloren hat.)

Es ist so furchtbar schlimm. Man kann nichts tun ausser für sie da zu sein. Ich würde ihr so gerne was von ihrer last abnehmen.

Lg kalue84

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9. September 2014 um 22:49


Herzliches Beileid an deine Schwester, aber auch an dich als Tante...es tut mir unglaublich leid für euch. Ich wünschte niemand müsste diese Erfahrung machen!
Mein Sohn wurde letztes Jahr im Juni still geboren und seitdem hat sich irgendwie alles verändert....
Ich schreib dir gerne morgen ein bisschen ausführlicher, bin heute zu platt!
Was ihr aber unbedingt machen solltet, falls noch nicht geschehen: Macht Fotos, Ganz viele am besten. So bleibt deiner Schwester wenigstens diese Erinnerung
Ich schreibe dir morgen...und schicke dir jetzt schonmal eine Stille Umarmung
Liebe Grüße, Annegret

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9. September 2014 um 22:56
In Antwort auf sonnenschein654


Herzliches Beileid an deine Schwester, aber auch an dich als Tante...es tut mir unglaublich leid für euch. Ich wünschte niemand müsste diese Erfahrung machen!
Mein Sohn wurde letztes Jahr im Juni still geboren und seitdem hat sich irgendwie alles verändert....
Ich schreib dir gerne morgen ein bisschen ausführlicher, bin heute zu platt!
Was ihr aber unbedingt machen solltet, falls noch nicht geschehen: Macht Fotos, Ganz viele am besten. So bleibt deiner Schwester wenigstens diese Erinnerung
Ich schreibe dir morgen...und schicke dir jetzt schonmal eine Stille Umarmung
Liebe Grüße, Annegret

Danke dir!
Das wäre lieb. Fotos haben wir gemacht. Wir durften ihn auch alle nochmal sehen und auf den arm nehmen. Ich glaube das hat ihr sehr geholfen.

Mir tut es auch sehr leid für dich, das du sowas schreckliches erleben musstest!

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9. September 2014 um 23:10


Hallo,

Es tut mir sehr leid für Deine Schwester & eure ganze Familie. Es gibt Dinge im Leben, die machen einfach keinen Sinn....

Meine Cousine hatte 2005 eine Totgeburt in der 35. SSW. Bis heute sitzt der Schmerz tief!
Sie haben recht bald versucht wieder ein Baby zu haben, aber bis heute klappte es leider nicht...
Die Hoffnung ist immer noch da!

Sei für Sie da! Und wenn etwas Zeit vergangen ist redet darüber! Schaut euch Bilder an oder ähnliches was Euch damit verbindet!

Wir reden oft über den "verlorenen" Sohn, dass er jetzt in der Schule wäre, wie gross er wohl wäre usw. kein Kind darf vergessen werden

Die nächste Zeit werden alle Fragen wie es ihr geht, aber das ist ein Ereignis im Leben was nicht in einem halben Jahr "wieder gut" ist

Sei für sie da! Unterhaltet Euch, hör ihr zu oder wenn sie nicht reden mag nimm sie einfach in den Arm. Jetzt, in ein paar Wochen und in den nächsten Jahren.

Alles Gute!
Ich hoffe für Deine Schwester, dass sie bald ein gesundes Baby im Arm halten darf

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9. September 2014 um 23:19

Hallo
Das tut mir sehr leid, was eurer Familie passiert ist.

Vermutlich gibt es jetzt einiges auch wegen der Beerdigung zu regeln, vielleicht kannst du da unterstützen und helfen, dass es einen angemessenen Rahmen bekommt. Die Eltern sind oft so geschockt, dass die entsprechenden Entscheidungen ihnen verständlicherweise sehr schwer fallen.

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednerinnen an. Lasst das Baby in euren Herzen weiterleben, eine Mama, deren Kind gestorben ist, hat mir mal erzählt, wie traurig sie das Verschweigen findet. Da sind auch so Sachen wie Schulstart und Kommunion den Eltern wichtig, dass sie sehen, dass ihr Kind nicht vergessen wird.

Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft. Und schau bitte auch nach dir, wenn du jetzt so für sie da bist, damit du nicht irgendwann zusammenbrichst.

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9. September 2014 um 23:41

...
Oh das tut mir unendlich leid :'( mein kleiner ging früh aber es tut noch sehr weh. Letztes jahr im mai passierte es bei mir und im September wurde ich schwanger. Er ist am 3.6 per ks auf die welt gekommen. Hatte große Angst jeden tag der Schwangerschaft

Wieso bekam sie einen ks? Einige Monate sollte sie halt bei einem ks schon warten

Sie sollte sich an sternchen gruppen wenden. Gibt's auch einige gute bei Facebook mit ganz lieben mamas. Der Austausch wird ihr gut tun

Und sprich sie ruhig auf ihr Baby an auch wenn du denkst es tut ihr weh. Es tut jede Minute weh nur schweigen und vergessen ist das schlimmste für eine mama

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10. September 2014 um 0:12

Hallo
Mein Beileid für deine Schwester, für dich und alle Angehörigen

Ich habe im November 2013 unser erstes Kind in der 40. ssw still geboren. Unsere Welt hörte einfach auf sich zu drehen. Trotzdem hatten wir nie Zweifel daran dass wir es nochmal versuchen wollen. Da ich keinen Kaiserschnitt hatte gab es für uns zum Glück kein zeitliches Limit. Und so habe ich 4 Monate nach unserem Verlust wieder positiv getestet. Unsere Tochter wird Ende November geholt werden.
Nach einem Kaiserschnitt muss man leider eine Weile warten. Wie lange genau weiss ich nicht.

Dass die Leute nachfragen wo denn das Baby ist kann natürlich passieren und ist für alle Beteiligten unangenehm. Deswegen haben wir auch ganz bewusst eine Todesanzeige in der Zeitung veröffentlicht damit sich die Nachricht schneller verbreitet.

Für mich persönlich ist es am schlimmsten wenn die Leute so tun als wäre nie was gewesen, als hätte es unseren Sohn nie gegeben. Ich bin dankbar für jeden der einfach nur ankam und fragte wie es uns geht, mit dem ich über das Erlebte reden konnte.

Mein Rat an dich: Sei für deine Schwester da, rede mit ihr wenn sie redebedarf hat. Schweigt es nicht tot. Dieses Kind wird immer fehlen. Ganz egal wieviele da noch folgen mögen. Lasst deinen Neffen einen Teil eurer Familie werden und bleiben.

Ich wünsche euch viel Kraft für die bevorstehende Zeit.

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10. September 2014 um 0:21
In Antwort auf an0N_1213830999z

Hallo
Mein Beileid für deine Schwester, für dich und alle Angehörigen

Ich habe im November 2013 unser erstes Kind in der 40. ssw still geboren. Unsere Welt hörte einfach auf sich zu drehen. Trotzdem hatten wir nie Zweifel daran dass wir es nochmal versuchen wollen. Da ich keinen Kaiserschnitt hatte gab es für uns zum Glück kein zeitliches Limit. Und so habe ich 4 Monate nach unserem Verlust wieder positiv getestet. Unsere Tochter wird Ende November geholt werden.
Nach einem Kaiserschnitt muss man leider eine Weile warten. Wie lange genau weiss ich nicht.

Dass die Leute nachfragen wo denn das Baby ist kann natürlich passieren und ist für alle Beteiligten unangenehm. Deswegen haben wir auch ganz bewusst eine Todesanzeige in der Zeitung veröffentlicht damit sich die Nachricht schneller verbreitet.

Für mich persönlich ist es am schlimmsten wenn die Leute so tun als wäre nie was gewesen, als hätte es unseren Sohn nie gegeben. Ich bin dankbar für jeden der einfach nur ankam und fragte wie es uns geht, mit dem ich über das Erlebte reden konnte.

Mein Rat an dich: Sei für deine Schwester da, rede mit ihr wenn sie redebedarf hat. Schweigt es nicht tot. Dieses Kind wird immer fehlen. Ganz egal wieviele da noch folgen mögen. Lasst deinen Neffen einen Teil eurer Familie werden und bleiben.

Ich wünsche euch viel Kraft für die bevorstehende Zeit.

Ergänzung
In diesem Forum kann man sich mit super lieben anderen verwaisten Mamas austauschen. Vielleicht ist das was für deine Schwester?

http://www.maximilianprojekt.de

Falls du noch Fragen hast oder sonstiges kannst du dich gern bei mir melden!

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10. September 2014 um 8:29

Das tut mir sehr leid.
Meine totgeburt hatte ich mit 18. Ich habe damals die welt nicht mehr verstanden. Ich hätte mir damals gewünscht dass mich einfach mal jemand in den arm nimmt und mir zu hört. Versuche für sie da zu sein und ihr auch mit der Beerdigung und so zu helfen. Das ist nicht einfach wenn man so unter Schock steht. Und ich finde es schlimm wie mein kleiner verschwiegen wird. Er ist bis heute noch mein kind und ich habe immer noch manchmal rede bedarf. Das mit den leuten ist so ne sache. Ich bin jedes mal in Tränen aus gebrochen wenn mich am anfang jemand gefragt hat wie die schwangerschaft verläuft oder so. Ich wüsste aber auch nicht wie man das verhindern kann. Schwanger werden wollte ich damals erstmal nicht mehr. Währe aber gegangen weil ich damals eine natürliche geburt hatte. Bei einem Kaiserschnitt muss man eine zeit warten. Wie lange weiß ich nicht. Aber es wundert mich dass sie einen ks hatte. Normaler weise wird das bei tot geborenen kindern nicht gerne gemacht.

Ganz liebe grüße.

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10. September 2014 um 12:08
In Antwort auf monday_12840876

Das tut mir sehr leid.
Meine totgeburt hatte ich mit 18. Ich habe damals die welt nicht mehr verstanden. Ich hätte mir damals gewünscht dass mich einfach mal jemand in den arm nimmt und mir zu hört. Versuche für sie da zu sein und ihr auch mit der Beerdigung und so zu helfen. Das ist nicht einfach wenn man so unter Schock steht. Und ich finde es schlimm wie mein kleiner verschwiegen wird. Er ist bis heute noch mein kind und ich habe immer noch manchmal rede bedarf. Das mit den leuten ist so ne sache. Ich bin jedes mal in Tränen aus gebrochen wenn mich am anfang jemand gefragt hat wie die schwangerschaft verläuft oder so. Ich wüsste aber auch nicht wie man das verhindern kann. Schwanger werden wollte ich damals erstmal nicht mehr. Währe aber gegangen weil ich damals eine natürliche geburt hatte. Bei einem Kaiserschnitt muss man eine zeit warten. Wie lange weiß ich nicht. Aber es wundert mich dass sie einen ks hatte. Normaler weise wird das bei tot geborenen kindern nicht gerne gemacht.

Ganz liebe grüße.

Es gibt
Medizinische Indikationen die einen Kaiserschnitt auch bei Totgeburt erfordern...bei mir war es die Plazenta prävia totalis, natürliche Geburt wäre nicht möglich gewesen

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10. September 2014 um 12:42

Ich kann es leider gut nachvollziehen
Ich habe 2012 meinen Sohn per Notkaiserschnitt bekommen. Leider konnte man nichts mehr für ihn tun; er ist noch während der Op gestorben.
Der Grund konnte bei uns gefunden werden, was es für mich einfacher gemacht hat, damit umzugehen. Es nennt sich Feto-maternales-Transfusionssyndrom. Hierbei entsteht eine Verbindung zwischen mütterlichem und kindlichem Blutkreislauf und das Blut des Kindes geht in den Körper der Mutter über.
Ich hatte die immer weniger werdenden Bewegungen gemerkt, meine Hebamme meinte aber, das wäre normal zum Ende der Schwangerschaft.
Erst das Routine-CTG bei meiner Ärztin war dann sehr auffällig und im Ultraschall konnte man bereits Wasseransammlungen am Herzen sehen.
Ich bin sofort in die Klinik gebracht worden und lag schon eine halbe Stunde später im Op.
Ja und dann... als ich aus der Narkose erwachte war der Bauch leer. Ich fragte immer wieder nach meinem Baby, bekam aber immer wieder nur die Antwort, der Kleine hat es nicht geschafft.
Es ist wirklich ein Alptraum den man als Mutter erlebt.
Wir durften unseren Sohn anschließend 24 Stunden bei uns behalten. Ich habe die Nacht mit meinem toten Baby im Arm verbracht.
Ich war bei 37+0...

Mir ging es etwas besser als ich nach Hause durfte und nach der Beerdigung spürte ich auch noch einmal eine Erleichterung.
Weiter hat es mir geholfen, wenn Freunde und Familie einfach vorbei gekommen sind. Telefonieren hätte ich nicht gekonnt und im Leben hätte ich nicht irgendwo angerufen.

Was für mich ganz schlimm war, war die Tatsache, dass man ja noch eine gewisse Zeit schwanger aussieht und dann von außenstehenden auf den vermeintlich schönen Umstand angesprochen wird.

Ich durfte wegen dem Kaiserschnitt ein Jahr lang nicht schwanger werden. Als wir dann endlich wieder loslegen durften, wurden plötzlich um mich rum in kurzer Zeit alle schwanger:Freundin, Schwester, Schwägerin. Nur wir mussten noch ein paar Monate warten bis auch ich wieder positiv testen konnte.

Ich wäre am liebsten sofort wieder schwanger geworden und habe dann die Schwangerschaft überraschend gut überstanden.
Unsere Tochter wurde drei Wochen vor Termin geholt und ist jetzt 4 Monate alt. Sie trägt den Namen J.u.n.a
Der Name kommt aus dem keltischen und bedeutet: die Ersehnte
Sie hätte für uns keinen anderen Namen tragen können.

Entschuldige bitte die Länge meines Textes. Es tut gut, alles einfach mal nieder zu schreiben.

Ich wünsche deiner Schwester und eurer ganzen Familie viel Kraft für die nächste Zeit. Der Schmerz wird nie ganz vergehen, aber er wird mit der Zeit nicht mehr so dominant sein und deine Schwester wird auch wieder die Sonne zwischen den Wolken erkennen können.

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10. September 2014 um 13:07

Ich sag ja nur dass es nicht gerne gemacht wird
Es gibt sogar kh die einen ks bei sternchen ohne medizinischen grund nicht machen. Zum Glück natürlich nur in ein paar kh. Da wo ich gearbeitet habe wurde es auch nur sehr ungern gemacht.

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10. September 2014 um 13:42

Danke
Das ihr mir eure Erlebnisse erzählt!
Sie wurde gefragt ob sie normal gebären möchte, das wollte sie aber auf keinen Fall.

Heute wurde der kleine abgeholt und zur Autopsie gebracht. Sie haben nicht viel Hoffnung gemacht das sie was finden.

Ihr freund kümmert sich um alles, Beerdigung usw.
Er sagt er muss das jetzt tun bevor die trauer ihn einholt.

Es tut mir so sehr leid für euch! Das ihr sowas schreckliches miterleben musstet. Ich bin ja "nur" Familie und mir geht es schon richtig sch. deswegen. Ich will garnicht wissen wieviel schmerz und leid sie und ihr haben musstet.

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10. September 2014 um 14:02

Bezüglich autopsie
Gebt da die Hoffnung nicht zu schnell auf. Uns hatte man da auch keine Hoffnung gemacht im Krankenhaus. Und dann haben sie doch rausgefunden was passiert war. Nach einigen weiteren Tests bei mir wissen wir nun ziemlich genau warum das passieren musste und können in der Folgeschwangerschaft wunderbar gegensteuern. Das gibt Sicherheit und Hoffnung.

Ich drücke euch die Daumen dass ihr den Grund erfahrt und man in einer Folgeschwangerschaft etwas dagegen tun kann.

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10. September 2014 um 15:06

Fas tut mir sehr leid
fuer deine schwester. viel kraft!
ich habe mein eines kind verloren als es 10monate alt war. mein mann und ich haben in dieser zeit nicht verhuetet. schwanger geworden bin ich erst als ich den tod meines kindes "einigermassen" verdaut hatte, das war nach zwei jahren der fall.
alles liebe!

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10. September 2014 um 15:09
In Antwort auf amedea_12548278

Fas tut mir sehr leid
fuer deine schwester. viel kraft!
ich habe mein eines kind verloren als es 10monate alt war. mein mann und ich haben in dieser zeit nicht verhuetet. schwanger geworden bin ich erst als ich den tod meines kindes "einigermassen" verdaut hatte, das war nach zwei jahren der fall.
alles liebe!

Noch was:
ich war immer ehrlich, wenn ich nach unserer verstorbenen tochter gefragt wurde.
bei unbekannten habe ich manchmal erzaehlt, dass ich eigentlich 3kinder habe und eines gestorben ist, wenn mir danach war. und sonst hatte ich einfach bloss 2

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10. September 2014 um 15:49
In Antwort auf aleah_12054096

Ich kann es leider gut nachvollziehen
Ich habe 2012 meinen Sohn per Notkaiserschnitt bekommen. Leider konnte man nichts mehr für ihn tun; er ist noch während der Op gestorben.
Der Grund konnte bei uns gefunden werden, was es für mich einfacher gemacht hat, damit umzugehen. Es nennt sich Feto-maternales-Transfusionssyndrom. Hierbei entsteht eine Verbindung zwischen mütterlichem und kindlichem Blutkreislauf und das Blut des Kindes geht in den Körper der Mutter über.
Ich hatte die immer weniger werdenden Bewegungen gemerkt, meine Hebamme meinte aber, das wäre normal zum Ende der Schwangerschaft.
Erst das Routine-CTG bei meiner Ärztin war dann sehr auffällig und im Ultraschall konnte man bereits Wasseransammlungen am Herzen sehen.
Ich bin sofort in die Klinik gebracht worden und lag schon eine halbe Stunde später im Op.
Ja und dann... als ich aus der Narkose erwachte war der Bauch leer. Ich fragte immer wieder nach meinem Baby, bekam aber immer wieder nur die Antwort, der Kleine hat es nicht geschafft.
Es ist wirklich ein Alptraum den man als Mutter erlebt.
Wir durften unseren Sohn anschließend 24 Stunden bei uns behalten. Ich habe die Nacht mit meinem toten Baby im Arm verbracht.
Ich war bei 37+0...

Mir ging es etwas besser als ich nach Hause durfte und nach der Beerdigung spürte ich auch noch einmal eine Erleichterung.
Weiter hat es mir geholfen, wenn Freunde und Familie einfach vorbei gekommen sind. Telefonieren hätte ich nicht gekonnt und im Leben hätte ich nicht irgendwo angerufen.

Was für mich ganz schlimm war, war die Tatsache, dass man ja noch eine gewisse Zeit schwanger aussieht und dann von außenstehenden auf den vermeintlich schönen Umstand angesprochen wird.

Ich durfte wegen dem Kaiserschnitt ein Jahr lang nicht schwanger werden. Als wir dann endlich wieder loslegen durften, wurden plötzlich um mich rum in kurzer Zeit alle schwanger:Freundin, Schwester, Schwägerin. Nur wir mussten noch ein paar Monate warten bis auch ich wieder positiv testen konnte.

Ich wäre am liebsten sofort wieder schwanger geworden und habe dann die Schwangerschaft überraschend gut überstanden.
Unsere Tochter wurde drei Wochen vor Termin geholt und ist jetzt 4 Monate alt. Sie trägt den Namen J.u.n.a
Der Name kommt aus dem keltischen und bedeutet: die Ersehnte
Sie hätte für uns keinen anderen Namen tragen können.

Entschuldige bitte die Länge meines Textes. Es tut gut, alles einfach mal nieder zu schreiben.

Ich wünsche deiner Schwester und eurer ganzen Familie viel Kraft für die nächste Zeit. Der Schmerz wird nie ganz vergehen, aber er wird mit der Zeit nicht mehr so dominant sein und deine Schwester wird auch wieder die Sonne zwischen den Wolken erkennen können.

Oh man du arme
ich drück dich ganz fest !!!

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14. September 2014 um 1:01

Wie geht es euch?
Ist wahrscheinlich eine blöde Frage
Wie nimmt deine Schwester den Tod ihres Kindes auf?
Ich wollte dir ja noch berichten, was mir am besten geholfen hat...
Ganz wichtig war es für mich, dass alle meine Angehörigen und Freunde meinen Sohn tatsächlich als "Kind" akzeptierten und ihn beim Namen nennen und ihn nicht totschweigen. Das hört sich vielleicht doof an, aber ganz schlimm fand ich Kommentare mancher Nachbarn und Bekannten, so nach dem Motto: er war ja noch kein richtiges Kind...ich hoffe, deine Schwester muss das nicht durchmachen sondern hat ganz liebe Menschen an ihrer Seite die sie in allen Phasen der Trauer unterstützen!
Ganz wichtig: gebt ihr zeit zum trauern. Wenn sie sich erstmal verkriechen will, ist das ok. Aber es ist genauso ok wenn sie versucht so schnell wie möglich wieder in den Alltag zurück zu kehren. Jeder Mensch trauert anders...wenn sie weinen will, lasst sie weinen und seid für sie da wenn sie über ihren kleinen Schatz reden will.
Ich habe zur Beerdigung ganz liebe Briefe von meinen Schwestern bekommen, die ich mir immer wieder gerne durchlese, wenn es mir ganz schlecht geht und ich an meinen Stern denken muss. Manchmal fällt es leichter Gefühle im Brief auszudrücken wenn die Worte fehlen...
Ob sie psychologische Hilfe in Anspruch nimmt oder nicht, muss deine Schwester selbst entscheiden. Drängt sie nicht dazu. Bei mir war es so, dass ich ständig gefragt wurde: hast du Hilfe gesucht? Warst du mittlerweile beim Psychologen? Doch je mehr ich gedrängt wurde, umso mehr habe ich "dicht gemacht" erst jetzt, über ein Jahr später bin ich in psychologischer Behandlung und es hilft mir sehr.
Was für mich am besten war, war Ablenkung durch meine beiden Kinder. Unser großer hat die Welt zwar nicht mehr verstanden und ist noch heute in Therapie, weil er nicht gut mit dem Tod seines Bruders umgehen kann. Unser kleiner war beim Tod erst 15 Monate alt und hat nicht verstanden was passiert ist und hat mich sehr gefordert. Das war gut so, denn meist war ich so abgelenkt durch ihn, dass ich zumindest tagsüber nicht viel zum grübeln kam...
Was das erneute Schwangerwerden betrifft kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen, denn ich habe meinen kleinen zwar auch per Kaiserschnitt entbunden, mich aber auch für eine Sterilisation entschieden.
Die Empfehlung nach KS lautet ein Jahr zu warten mit einer erneuten Schwangersxhaft. Aber auch hier weiß ich aus Erfahrung zwischen Kind 2 und 3, dass eine frühere Schwangerschaft auch kein Weltuntergang bedeutet, allerdings ist sie dann risikoschwanger.
Fällt mir schwer hierzu einen Rat zu geben: einerseits denke ich sie sollte warten und ihren Verlust verarbeiten, andererseits könnte dabei vielleicht auch eine neue Schwangerschaft helfen... Ich denke, sie wird spüren, wenn sie wieder bereit ist!
Ich hab viel an euch gedacht in den letzten Tagen und ich hoffe, das die Sonne auch bald wieder für deine Schwester scheint. Das gemeine an leben ist: es geht immer weiter! Die Trauer wird sie von nun an immer begleiten, aber ich verspreche euch: es wird leichter! Irgendwann, ganz leise und meistens wenn man es nicht erwartet kehrt die Freude wieder ins leben zurück. Euer kleiner Stern wird in euren Herzen immer weiterleben...
Es gibt auch ein tolles Buch hierzu: Gute Hoffnung, jähes Ende!
Vielleicht hilft ihr auch der Austausch mit anderen Betroffenen?
Ich umarme euch, Annegret

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