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Umfrage: Hättet Ihr Euch einen "Nachgeburtskurs" gewünscht?

10. Februar 2010 um 13:44

Ja, einen Geburtsvorbereitungskurs haben wir ja wahrscheinlich alle gemacht. Manche haben bei der Geburt allerdings festgestellt, dass die Theorie mit der Praxis wenig zu tun hat - soll heißen: Manche Geburten waren nicht so rosig und wunderschön, wie man es in diesen Kursen immer gesagt bekommt.

Meine Frage deshalb: Hättet Ihr Euch einen Kurs oder eine Gesprächs-Gruppe nach der Geburt gewünscht, um die Erfahrungen mal austauschen und ggf. Trost spenden zu können?

Einige haben ja auch mit Wochenbett-Depressionen zu kämpfen gehabt: Hätte Euch ein Austausch mit anderen Müttern geholfen?

Ich frage deshalb, weil ich einige Diskussionen hier verfolgt habe, bei denen die Mamis sich mit ihren Erlebnissen allein gefühlt haben, aber natürlich nicht gleich eine Psychotherapie machen wollten.

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

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10. Februar 2010 um 13:57


Wäre keine schlechte Idee!
Allerdings ist es fraglich, wieviel man da von sich preisgeben will und ob es da nicht Selbsthilfegruppen gibt, in denen man sich darüber austauschen kann.

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10. Februar 2010 um 13:57

Nicht alle kommen darüber hinweg....
Hallo Carina,

schön, dass Du trotz der problematischen Geburt keine Probleme "hinterher" hattest. Aber nicht alle kommen darüber hinweg. Letzte Woche gab es hier einen Threat mit dem Titel "Horrorgeburten" (oder so ähnlich), wo ich es zum Teil doch sehr erschreckend fand, wie die Frauen da mit ihren Gefühlen allein gelassen wurden.

Langweile hatten die mit Sicherheit auch nicht. Aber man fühlt halt die Dinge, die man fühlt. Der eine kommt besser mit solchen Erlebnissen zurecht, der andere nicht so gut.

Im Endeffekt hätte ich mir den Vorbereitungskurs übrigens auch schenken können. Ganz Deine Meinung.

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10. Februar 2010 um 13:57

Gute Idee...
weil man doch irgendwie Gesprächsbedarf hat (hab ich im Rückbildungskurs gemerkt) und es schon guttut, die Geburtserlebnisse jemandem zu erzählen, der im selben Boot sitzt. Ich hatte von der Geburt auf jeden Fall erstmal gut nen Schock weg (hat gemütliche 26 Stunden gedauert...) und alle um einen rum machen so weiter als wäre nix passiert, während ich mich immer gefragt habe, wieso niemand da drüber sprechen mag. Ich kann das nicht genau erklären, wie ich das meine...

Achja - ich bin sonst auch nicht die Gruppenlabertante, die auf sowas abfährt.

Gruß,
L.

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10. Februar 2010 um 14:02

Ach so - ich wollte mich ja auch outen...
....Ich hätte nämlich auch gerne einen Kurs oder Gruppe gehabt, wo man mal mit Gleichgesinnten über die Geburt hätte sprechen können.

Bin normalerweise auch keine Gruppentante oder "Wir-reden-mal-beim-Yogitee-dr über-Tussi", aber im Endeffekt können Außenstehende nicht nachvollziehen, wie man sich nach einer Schockgeburt so fühlt.

Mein Mann guckte jedenfalls nur verständnislos, als ich meinte, dass ich knapp 7 Monate nach der Geburt das noch immer nicht verarbeitet habe und sagte nur: "Ja aber wieso denn? Das Kind hat doch überlebt? Und du auch? Ist doch alles wie vorher?"

Eben nicht...... Ich würde mir eine Gruppe unter fachkundiger Anleitung wünschen, wie man solche Erlebnisse verarbeiten kann.

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10. Februar 2010 um 15:21

Mit oder ohne Babys?
Mmh, also vormittags ist natürlich eine doofe Zeit.

Aber ohne Babys - das kann ich schon verstehen: Irgendein Baby weint ja doch meistens, wenn so 5-10 Mütter da beisammen sitzen. Wenn man dann in Ruhe über sein aufgewühltes Seelenleben reden will, ist das vielleicht nicht gerade einfacher, wenn Babys dazwischen schreien - so süß sie sonst auch sind.

Tja, wahrscheinlich heilt die Zeit wirklich fast alle Wunden. Aber ich hätte es auch schöner gefunden, wenn das schneller und mit Unterstützung gegangen wäre.

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10. Februar 2010 um 16:19

Sorry,
wenn ich so direkt bin, aber dass mit dem trampel passt schon sehr gut

habe selten in so wenigen sätzen so wenig einfühlungsvermögen und verständnis gelesen wie bei dir jetzt...

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10. Februar 2010 um 16:23

Ich hatte auch eine Horrorgeburt,
habe aber selten die Muße, den Mumm und den Nerv, hier im Forum etwas darüber zu schreiben, wenn derlei Threads auftauchen, die zu dem Thema passen.
Schreibe auch schon fast ein halbes Jahr an meinem Geburtsbericht, komme nicht weiter, weil es mich immer wieder aufwühlt...

... nur soviel: ich wurde absolut von meiner Hebamme im Stich gelassen während der Geburt, das hat in mir unheimliche Verlustängste ausgelöst, die mir nach der Geburt wochenlang nachts "aufs Bett kamen" - habe immer, wenn ich zur Ruhe kam nachts, richtige Beklemmungen gespürt.

Ich finde die Idee, die Du hier hast, einfach toll, mir hätte das unheimlich viel gebracht, einfach vielleicht abends (ohne Babys) irgendwo in einem Café oder so sitzen und quatschen...
in meinem Rückbildungskurs blieb dafür null Zeit, wir haben nur Sport gemacht, aber selbst die paar Minuten danach, wenn wir zum Auto gingen taten mal gut, wenn man dann mit einigen Leuten über die Geburt ins Gespräch kam...

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