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Umfrage: Wann und warum habt Ihr abgestillt?

6. Oktober 2008 um 14:34

Hallo! Ich mache gerade während meiner Elternzeit eine Ausbildung zur Stillberaterin und wollte mal von Euch wissen:
Wann und warum habt Ihr abgestillt, vor allem wenn es innerhalb der ersten 6 Monate war? Oder warum habt Ihr innerhalb der ersten 6 Monate zugefüttert? Mich würde auch interessieren, wie Ihr vor der Geburt oder dann danach im Krankenhaus zum Stillen beraten worden seid und was Ihr Euch die Beratung betreffend gewünscht hättet.
Also kurz, wie hättet Ihr eventuell durch eine Stillberaterin motiviert werden können länger zu stillen? oder wie hätte Euch konkret geholfen werden können am Anfang oder später in der Stillzeit?
Danke!!

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6. Oktober 2008 um 15:11

Also
ich habe nach 10 wochen medikamentös abgestillt weil ich 3 brustentzündungen in folge hatte. mir ging es gesundheitlich und kräftemäßig dadurch sehr schlecht. ich bereue es bis heute und ich wurde von meiner hebamme meiner meinung nach nicht wirklich gut beraten. in dem ganzen schlamassel und gefühlschaos, kam ich selbst leider nicht auf die idee, die milchmenge über abpumpen zu regeln. ich meine, zur not kann man mumi ja auch über fläschchen geben. das tut mir in der seele weh, aber als ich auf die idee kam, war es zu spät und die milch war weg.
dachte auch immer das lag mit daran dass ich nur mit stillhütchen stillen konnte. benutze aber jetzt schon zur vorbereitung die niplette von avent und hoffe es klappt beim nächsten kind besser. auf die niplette kam ich übrigens auch selber, hebammen und ärzte scheinen alles so hinzunehmen wie es ist

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6. Oktober 2008 um 15:21

In zwei Monaten
werde ich abstillen, denn ich muss sagen nach der Geburt fand ich es Furchtbar obwohl ich während der SS immer gesagt habe ich werde ein Jahr Stillen. Doch ich war die ersten 8 Wochen am Ende mit meinen Nerven, ausgelaugt und dann noch das ständige anlegen,das hat mich überfordert. Doch dann mit der Zeit fand ich es ganz schön doch jetzt in zwei Monaten dann ist mein Sohn sechs Monate alt werde ich es machen.

Ich wurde sehr gut von meiner Hebamme unterstützt doch im KH das war ne Katastrophe denn die haben mir gar nix erklährt. So von wegen wie ich den kleinen anlgenen soll oder das die anfangszeit man das Kind öfter anlegen soll usw.

Viel Glück bei deiner Ausbildung

LG

Steffi und Lean 20 Wochen

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6. Oktober 2008 um 15:21

Mit 6 Monaten abgestillt.
Als meine Tochter 6 Monate alt war habe ich angefangen abzustillen. Dafür habe ich so ca. 7 Wochen gebraucht.

Meine Hebamme ist natürlich total für's Stillen gewesen und hat uns das allen beim GVK eingetrichtert.

Im Krankenhaus wurde mir das Stillen mehrmals ganz in Ruhe gezeigt (wie man richtig anlegt etc.) und auch zuhause hat das meine Hebi nochmals "kontrolliert".
Es hat bei mir super geklappt und ich hatte wahnsinnig viel Milch. Die Kleine hat überdurchschnittlich gut zugenommen (bis zu 350g in einer Woche!!!). Allerdings hatte sie die ersten 3 Monate überhaupt keinen Rythmus und kam mal nach 1 Std., mal nach 2 mal nach 3 oder aber auch erst mal nach 5 1/2 Std.
Das hat mich wahnsinnig gemacht!!! Hier hab ich mich von der Hebamme irgendwie nicht richtig verstanden gefühlt.
Sie hat mir keinen Mut gemacht, sondern eher ein schlechtes Gewissen eingeredet. Ich wollte mit 2 1/2 Monaten nämlich gern abstillen. Eine Arbeitskollegin kam dann vorbei und hat mich ermuntert zumindest noch 2 Wochen auszuhalten.
Es hat gestimmt, auf den Tag genau mit 3 Monaten hat die Kleine einen 4-Std.-Rythmus gehabt.

Ich persönlich finde das eine Hebamme oder Stillberaterin auf die Gefühle und Bedürfnisse der Mutter schon eingehen sollte und nicht auf Biegen und Brechen das Stillen bis in alle Ewigkeit herunterbeten sollte!

Alles Gute für Deine Ausbildung.

Grüße
Helene

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6. Oktober 2008 um 22:04

Hallo!
Ich stille noch voll bis mein Sohn 6 Monate alt ist. Anfangs bekam Fläschen weil er in der Kinderklinik war. Mir wurde zwar gezeigt wie man mit der Milchpumpe umgeht und dass die Milch in die Klinik gebracht wird aber kein Mensch hat gesagt dass sie auch schon 1ml (!!) hochfahren würde und mit der Pipette geben. So standen meine Milchflaschen ca. 24 bei mir auf dem Nachttisch rum und KEINE SCHWESTER hat irgendwas zu mir gesagt!!! Das ärgert mich heute immer noch masslos! Ich muss dazu sagen dass ich zu der Zeit ziemlich neben mir stand wegen KS, SSGestose und einem Kind das leider nicht gesund ist was ich erst 2 Tage vor dem KS erfahren hat. Ich glaube heute würde mir das nicht mehr passieren. Aber gut, das wolltest Du ja nicht wissen.

Beratung, hm. Mein Sohn kam nach 2 Tagen wieder zu mir auf Station, durfte dann aber erst nach ca.6 Tagen stillen weil er so abnahm. Anfangs war es ne Katastropfe. Richtig gezeigt hat mir das keine. Naja, gezeigt schon, so schnell mal, aber Zeit hat sich keine Schwester genommen.
Meine Hebamme würde ich heute auch nicht mehr nehmen. Ich hatte mal zuviel dann zuwenig Milch, eine Mahlzeit dauerte ca. 1-1,5h da mein Sohn aufgrund seines geringen Gewichts zu schwach zum saugen war und immer wieder eingeschlafen ist. Die ersten 8-12 Wochen waren wirklich hart! Ich glaube auch wenn ich nicht unbedingt stillen gewollt hätte würde ich es heute nicht mehr, aber ich hab nun mal nen Dickkopf
Jetzt klappt es super und ich geniesse es (meistens jedenfalls)!
Ich hätte mir mehr Einfühlungsvermögen gewünscht, mehr Unterstützung und Hilfe weil man einfach nicht weiss was da auf einen zu kommt.
Alles Gute für deine Ausbildung
Asmira

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6. Oktober 2008 um 23:01

Also
mir haben die Stillberaterinnen im Spital sehr geholfen. Sie haben mir 3 Stillpositionen gezeigt, eine Creme gegeben, eine Brustmassage gezeigt und mich auch sonst bei Fragen und Problemen beraten. Das war eine große HIlfe. So hat alles super geklappt: Mein Sohn gedeiht prächtig, er ist jetzt 5 Monate alt, 68cm, 8,3 Kilo und ich stille noch immer voll.

GLG

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6. Oktober 2008 um 23:48

Wenn du schon so fragst,
dann sollst du auch eine ehrliche Antwort bekommen.

Alles in Allem habe ich gut 8 Wochen gestillt.
Der ursprüngliche Plan war mindestens 6 Monate stillen.

Fangen wir im Krankenhaus an. Mit mir bekamen etwa 8 weitere Frauen ihre Kinder. Es war ein ziemlich kleines Krankenhaus. Heißt, es wurde sich nicht um einen gekümmert.
Weder wurde mir beim ersten wickeln geholfen, noch beim Stillen.
Bevor ich mich versah hat mir eine Schwester ein Stillhütchen gegeben und war nie mehr gesehen.

Auf eigene Faust hab ich mehrfach versucht ohne zu stillen, was aber wirklich gar nicht klappte.

Die Hebamme, die mich anschließend zu Hause betreute, bekam meine Kleine auch nicht vom Hütchen los. Also blieb es.

Weiteres Problem - die Milchmenge, bzw. die Gewichtszunahme der Kleinen.
Nach einigen Wochen stillen (mit viel Stilltee und Studentenfutter) hat meine Kleine kaum an Gewicht zugenommen.
Ich musste ständig mit ihr zur Gewichtskontrolle beim Arzt.
In über einer Woche hat sie keine 50 Gramm zugelegt. Und das über Wochen hinweg.

Meine Ärztin riet mir, eigentlich unüblich für sie, zuzufüttern.
Ich glaube zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits einen beginnenden Milchstau, der nach Anweisung der Hebamme bearbeitet wurde.

Der Milchstau wurde von einer abartig schmerzenden Brustentzündung abgelöst, diese wieder von einem Milchstau. Der wieder von einer Brustentzündung.

Ich wollte abstillen und meine Hebamme riet mir zu Salbeitee. Dann waren ihre Stunden voll und sie ließ mich allein.
Die Praxisinterne Hebamme meiner Frauenärztin gab mit Globuli, verweigerte mir ein Abstillmittel und belächelte mich, als ich ihr sagte, daß ich das Gefühl habe, es hätte sich bereits ein Abszess gebildet.

Globuli waren ohne Wirkung. Also bin ich wieder zu meiner FÄ gegangen, die mich diesmal auch selber ansah und mich nicht an die Hebamme verwies.

Der Ultraschall der nicht mehr schmerzenden aber deutlich verhärteten Brust zeigte eine mit Flüssigkeit gefüllte Blase, die angeblich gestaute Milch sein sollte.
Ich bekamm Abstilltabletten (obwohl ich die Kleine zu der Zeit gar nicht mehr anlegte und auch keine nennensweten Milchmengen mehr produzierte - die Tabletten sollten die Blase verschwinden lassen) und einen Entzündungshemmer, oder so.
Das war Freitags.
Samstag ging es mir übel. Ich konnte nichtmal gerade sitzen.
Sonntag Abend brachte mein Freund mich in die Notaufnahme.
Montag wurde mir der mehr als Hühnerei große, nicht schmerzende Abszess unter Vollnarkose entfernt. Von allein hätte er sich nie zurückgebildet. Das hätte die FÄ auch sehen müssen.

Und zack - so schnell habe ich abgestillt #

Hmmm, von wem hätte ich mir mehr Hilfe gewünscht? Hmmm - so ziemlich von allen beteiligten. Wie hätte geholfen werden können? Durch zuhören vielleicht.

Ich kam mir in der ersten Zeit ganz schön verloren vor.

Ich hoffe du machst es besser, als alle Beteiligten meiner Geschichte.

LG

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7. Oktober 2008 um 13:47

Danke
Erst mal an alle Danke für die ausführlichen Berichte. Ist immer ganz gut, wenn man weiß, was man besser machen kann - und da ich im Krankenhaus arbeite kann ich da sicher einiges verbessern, weil viele von Euch da ja nicht so gute Erfahrungen hatten.
An Mädel: Stillberaterin kann man einerseits über die La LEche Lige werden, wenn man selber gestillt hat. Da weiß ich aber nicht genu, wie es geht, aber die haben eine homepage, da erfährst du das sicher.
Ich werde Still- und Laktationsberaterin IBCLC, aber das geht nur für Hebammen, Krankenschwestern oder Ärzte. Dafür ist das eine tolle Ausbildung und ich hab schon viel von profitiert. Das Problem in der Klinik ist halt immer: manche geben sich Mühe, manche wissen gut Bescheid - andere haben GAR KEINE LUST... manchmal ganz schön anstrengend.
Naja, Tips zum Einschlafen ohne Stillen ... hihi. Streitthema. Ich finde ja dieses Buch "Jedes Kind kann Schlafen lernen" nicht so toll, aber ein paar sachen kann man da schon mal probieren. dein kind muß halt lernen, ohne stillen einzuschlafen, logisch. und das geht halt nur, wenn man echt konsequent ist und sie wirklich nicht mehr beim zubettgehen stillt. Entwickel mal ein kleines Ritual, also baden, stillen, singen oder so und leg die kleine dann wach ins Bett. Tja, und dann halt raus und meckern lassen, nach einigen Minuten wieder rein, beruhigen, wieder raus und so weiter. Oder einbißchen softer, geh nicht raus, bleib neben ihr sitzen... aber dann wird sie bald immer wollen, daß du zum einschlafen bei ihr bist. Ehrlich gesagt hab ich bei meinen zwei großen das mit dem meckernlassen dann auch gemacht und nach 1 Woche sind sie alleine eingeschlafen. Aber zwing dich und deine tochter zu nix, ihr müßt euch gut dabei fühlen. Trotzdem geht ohne Konsequenz nix. Also kurz gesagt, die Tips sind nicht so toll hilfreich, aber so isses leider.
viel erfolg... Julia

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7. Oktober 2008 um 14:52

Bei mir wars schrecklich
Hallöchen,

ich hätte soooo gerne gestillt. Max kam dann 5 Wochen zu früh zur Welt. Mir wurde er im Kreissaal nicht angelegt. Weil die Geburt 36 Stunden gedauert hat und ich keinen Schlaf hatte, hat man mir geraten mein Baby die erste Nacht zu den Schwestern zu geben. Beim ersten anlegen war es schon chaotisch. Keine richtige Hilfe in Sicht. Max wollte einfach nicht an der Brust trinken. Ich denke beim ersten Kind hat man einfach auch nicht die Nerven und die Geduld. Mir ging es nach der Geburt auch ziemlich schlecht, weil ich viel Blut verloren hatte. Naja. Meine Hebamme hat mir dann noch versucht zu helfen. HAt mir geraten meinen Kleinen mal hungern zu lassen. Das wollte ich nicht. Also hab ich abgepumpt bis keine Milch mehr kam und ich ne Brustentzündung hatte. Nach 5 Wochen Qual für mich und den Kleinen hat ich dann TAbletten bekommen. Ich hätte wirklich super gerne gestillt. Beneide auch jeden, bei dem es problemlos geht.

Naja, aber ich denke Max wird auch so groß. HAt schon alles aufgeholt.

Grüsse
Melanie und MAximilian (13.01.08)

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7. Oktober 2008 um 15:00

Ui, toll...
daß du noch so viel stillst. was ist das denn für ein Forum?
Meine Ausbildung mach ich beim VELB - Verband europäischer Laktationsberaterinnen, aber das ist nur was für medizinisches Personal. Aber ist super. Ich hoffe, daß ich danach wirklich gut Bescheid weiß und allen helfen kann, damit nicht so viele gefrustete Mamas aus dem KH kommen. Das mit "heimlich" Füttern durch die Schwestern ist eine sauerei. so was dummes! Gut, daß du das dann einfach nicht mehr mitgemacht hast!
Viele Grüße und Danke, julia

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7. Oktober 2008 um 17:11

Nach knapp 5 Monaten - leider...
Bei uns klappte das Stillen prima. Wollte auch sehr gerne 6 Monate voll stillen. Doch nach einem Schlaganfall bekam ich dann blutverdünnende Medikamente und musste das Stillen damit aufgeben. Habe sogar noch die ersten drei Tage im KH voll weitergestillt. Dann jedoch musste ich von einer auf die andere Sekunde auf Milchfläschchen umstellen.
Hat zum Glück super geklappt. Mein Kleiner hat wohl gemerkt, das es für ihn und mich keine andere Möglichkeit geben wird. Er hat die Flasche mit der Pulvermilch bereits beim zweiten Mal voll akzeptiert. Was für ein Glück!

Gruß,
Gundinie

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7. Oktober 2008 um 17:28

Hi,
habe leider zwei Wochen nach der Geburt abgestillt, da es für mich von Anfang an ne richtige Quälerei war. Möchte man den ganzen Stillratgebern glauben, lag es nur daran, dass ich meine Maus falsch angelegt hab, was ich aber ehrlich gesagt nicht glaube, da die Beratung im KH eigentlich sehr gut war und mir vier versch. Schwestern und Hebammen rund um die Uhr geholfen haben und auch immer nachgesehen haben ob die Kleine richtig anliegt. Da hätten sich ja alle vier getäuscht. Nach zwei Tagen waren meine Brustwarzen schon so entzündet, dass mir das Anlegen jedesmal Tränen in die Augen getrieben hat. Nach vier Tagen hab ne Salbe und Stillhütchen gekriegt und wenn meine Maus gezogen hat, kam erstmal nur Blut. Trotzdem hab ich mich weitergequält weil alle mich zum Durchhalten motiviert hatten.

Als ich dann zuhause war, wurde es richtig heftig, mein Milchfluss hat sich gar nicht reguliert und ich hatte ständig nen Milchstau, oft auf beiden Seiten und plötzlich hat mir jeder was anderes erzählt. Meine Gedanken kreisten nur noch ums nächste Anlegen. Nach ein paar Tagen bekam ich hohes Fieber und konne mich kaum noch auf den Beinen halten. Beide Brüste waren übersät mit dunkelroten Streifen und mein Mann hat mich sofort zu meiner FÄ gefahren. Als die sich meine Brust angeguckt hat und mir dringend empfohlen hat abzustillen, hab ich beinahe vor Erleichterung darüber geweint, weil ich dem Moment immernoch ein schlechtes Gewissen hatte, weil mich das Stillen soo quälte. Hatte übrigens ne richtig schlimme Brustentzündung und musste Antibiothika nehmen. Nach vier Wochen Abstilltabletten schlucken und Abpumpen, war der Spuk endlich vorbei.

Was ich schade finde, ist dass man sich immernoch oder inzwischen wieder soo rechtfertigen muss wenn man nicht stillt. das ist sehr nervig, vor allem dann, wenn man eigentlich gerne gestillt hätte. Ich krieg richtige Aggressionen, wenn ich Sachen lese wie, "jede Frau kann stillen" oder "das liegt alles nur am falschen Anlegen". Ich bin froh, dass ich mich vor meiner FÄ nicht rechtfertigen musste und sie mir auch versichert hat, dass ich alles richtig gemacht hatte. Das hätte ich mir eigentlich von Anfang an auch von meiner Hebamme und im KH gewünscht.

LG

Biene mit Prinzessin (4 Monate)

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