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Umgangs- / Besuchsrecht des Vaters für 3 Monate altes Baby?? Wie oft und wie lange?

20. März 2009 um 23:49

Hallo zusammen,

brauche Euren Ratschlag:

Mein Sohn ist jetzt etwas über 3 Monate alt (am 9.12.08 geboren) und ich bin unsicher, wie ich das mit dem Umgangsrecht mit meinem Ex regeln soll.
Er ist vor 6 Wochen ausgezogen, vorher hatte er mir eröffnet, dass er mich nicht mehr liebt - hatte ihm gesagt, dass er dann seine Sachen packen und gehen soll, was er getan hat (aber eigentlich nicht wollte, Zitat: "Mein Sohn wohnt hier!").

Zunächst war er dann 2 x die Woche hier für 2,3 Stunden um ihn zu sehen, hat mich dabei völlig ignoriert.
Das hab ich nicht ausgehalten, daher hat er ihn dann 2 x die Woche für 2-3 Stunden abgeholt und ist mit ihm zu seinen Eltern gefahren - danach hatte ich immer Spaß, weil Tim total überreizt und gestresst war!

Daher habe ich ihm letzte Woche gesagt, dass ich das so nicht aushalte und er ihn nicht sehen kann wie er lustig ist bzw. gerade Zeit hat (ruft kurz vorher an, kommt zu spät und solche Scherze) und ich stattdessen eine feste Regelung will.

Habe ihm jetzt angeboten zu testen, ob es besser klappt, wenn er ihn von mittags bis abends an einem Tag am Wochenende holt - zunächst alle 14 Tage.
Er will ihn über Nacht, aber dass will ich nicht!
Stattdessen wirft er mir vor, dass ich mich nur an ihm rächen will und ihm sein Kind vorenthalte!!
Dass er immer überdreht ist dann und nachts aufwacht und schreit (sonst schläft er durch), glaubt er mir natürlich auch nicht.

Was soll ich denn machen?? Was meint Ihr??
Kann er mich zu mehr Besuchen zwingen??

Danke Euch!

LG,
Sandra & Tim

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21. März 2009 um 7:56

Also erstens
Umgang musst du gewähren.

Hast du das alleinige Sorgerecht kannst du die Bedingungen festlegen. Sag ihm halt Umgang unter deiner Aufssicht.

Über Nacht musst du dein Kind auf keinen Fall mitgeben weil er noch so klein ist. Normal nach Jugendamt muss er jeden Woche kommen zu festen Zeiten, anders musst du den Umgang nicht gewähren bzw. sagen entweder feste Zeiten oder gar nicht. Kommt er zu spät maximal eine viertel Stunde warten, kommt er net, dann fällt der Umgang halt für den Tag flach.

Dein Sohn ist noch so klein, dass du ihn laut Jugendamt nur einmal die Woche für eine Stunde mitgeben müsstest. Bei mir wars ähnlich aber mein Sohne mann war schon älter. Dein Sohn ist nämlich noch auf dich angewiesen.

Umgang darfst du auf keinen Fall verweigern, du kannst ihn aber das Messer an die Brust setzen weil du nicht nach seiner PFeife springen musst.

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15. Februar 2011 um 8:13

Ja aber wie ist es wenn......
Wie ist es wenn man sich am anfang dazu gezwungen gefühlt hat ihn übernacht her zu geben zu besuchskontakte jetzt aber weiss das man das nicht muss und es ja auch die ganze zeit eigentlich nicht wollte .mein Sohn ist jetzt 7 wochen alt war schon naja ca 4 mal beim papa übernacht und dahcte ich muss ihn hin lassen übernacht zuerst jetzt weiss ich das es nicht so ist auch vom jugendamt weiss ich das nur kann ich jetzt sagen nein lass ihn nicht mehr hin übernacht?

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15. Februar 2011 um 20:07
In Antwort auf kelly12318

Ja aber wie ist es wenn......
Wie ist es wenn man sich am anfang dazu gezwungen gefühlt hat ihn übernacht her zu geben zu besuchskontakte jetzt aber weiss das man das nicht muss und es ja auch die ganze zeit eigentlich nicht wollte .mein Sohn ist jetzt 7 wochen alt war schon naja ca 4 mal beim papa übernacht und dahcte ich muss ihn hin lassen übernacht zuerst jetzt weiss ich das es nicht so ist auch vom jugendamt weiss ich das nur kann ich jetzt sagen nein lass ihn nicht mehr hin übernacht?

Ja das kannst du
Und ich würde es auf jeden Fall so machen. Denn ein 7 Wochen altes Baby gehört einfach zur Mami da wird dir jeder Recht geben und du wirst da keine Probleme bekommen. Stillst du nicht? Das wäre ein gutes Argument wenn du sagst das du stillst. Bis 3 Jahre darf der Vater nur alle 2 Wochen das Kind für zwei Stunden besuchen kommen. Da darf er es gar nicht mitnehmen. Und erst b 6 Jahren über Nacht. Das steht ihm gar nicht zu. Meine Kleine ist 20 Monate alt und ich würd sie niemals über Nacht lassen. Mit einem 7 Wochen alten Baby wird das niemand von dir verlangen. Tu es nicht gegen dein Gefühl. Das ist ein ganz schlimmes Gefühl und so ein kleiner Säugling gehört einfach zur Mutter. Sag das denen beim Jugendamt, das dir mit deiner Entscheidung nie wohl war und du es eigentlich nie wolltest. Sie werden dich unterstützen weil dafür hat jeder Verständnis und er hat da gar keine rechte außer alle 2 wochen zu besuch zu kommen.

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4. August 2017 um 12:26

Ein Gericht kann dich nicht dazu zwingen, wieder seine Partnerin zu werden oder ihn bei dir wohnen zu lassen. Eine Trennung kann durchaus nur von einer Seite gewollt sein. 
Anders verhält es sich natürlich bei dem Kind. Ich nehme an, ihr seid unverheiratet. Die Rechte unverheirateter Väter sind gestärkt worden, was heißt, dass er zur Not Umgangsrecht einklagen kann und - wenn nichts dagegen spricht - auch das geteilte Sorgerecht bekommen kann. Mit diesem Gedanken solltest du dich mal anfreunden. Auch, dass er sein Kind sehen kann und soll. Schließlich hat auch das Kind ein Recht darauf, Zeit mit seinem Vater zu haben. 
Und wenn er wirklich mal "eine nächste Olle" hat, dann kannst du das auch nicht verhindern. Auch nicht, dass sie mal dein Kind kennenlernen wird. Im Gegenteil: es sollte dir doch eigentlich wichtig sein, dass da gute Beziehungen entstehen - zum Wohle deines Kindes. 

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4. August 2017 um 12:38

Ich bin kein Anwalt. 
Aber keinen Job zu haben und bei den Eltern zu leben, ist ja prinzipiell nichts, was dagegen spricht, sein Kind zu sehen. Arbeitslose dürfen ja auch Kinder haben und für sie sorgen. Und die meisten machen es ja wahrscheinlich auch gut. 

Geht es dir darum, deinem Ex eins reinzuwürgen oder hälst du ihn mittlerweile tatsächlich für ungeeignet als Vater? Zum Poppen und Kind zeugen war er ja immerhin noch gut genug. 

Es geht darum, was das Beste für das Kind ist und nicht, wer kann sich wie an wem am besten rächen. Eigene Kränkungen und Verletzungen solltet ihr beide außen vor lassen. Leider können das nicht alle getrennten Elternpaare. 

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4. August 2017 um 12:43

Nein, das weiß ich nicht. Du kannst dich aber beim Jugendamt beraten und aufklären lassen, wie da die Gesetzeslage aussieht. Aber auch die werden weder auf deiner noch auf seiner Seite sein. Die sind für die Belange eures Kindes zuständig und werden versuchen, eine Einigung mit euch zu finden, die eurem Kind zugute kommt. 
Letztendlich werdet ihr immer - ob du willst oder nicht - eine enge Verbindung zueinander haben. Und eurem Kind zuliebe solltet ihr versuchen, es miteinander auf die Kette zu kriegen. Weil es das schlimmste für Kinder ist, wenn die Eltern sich nach einer Trennung gegenseitig bekriegen oder das Kind (wenn es mal älter ist) als Brieftaube missbraucht wird. 

Tut es eurem Kind zuliebe, dass ihr euch absprecht, dass ihr an einem Strang zieht, dass ihr euch viel und regelmäßig über euer Kind austauscht. 
Auch wenn ihr kein Liebespaar mehr seid: ein Elternpaar werdet ihr euer Leben lang sein. 

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4. August 2017 um 13:06

Dann nimm dir doch am besten einen Beratungstermin beim Jugendamt. 
Eure Beziehung ist vorbei, da ist ja jetzt auch egal, was er getan hat oder auch nicht. Es muss eine Regelung für euer Kind gefunden werden. 

Man kann beim Jugendamt gemeinsame Lösungen finden, wie man die Besuchszeiten regeln kann. Da kann man gemeinsame Termine wahrnehmen. Wenn das so gar nicht klappt, kann es auch vor Gericht gehen, wo dann schriftlich festgehalten wird, an welchen Tagen das Kind wo ist. Da kann sogar geregelt werden, wo es an Heilig Abend ist und wo am 1. und wo am 2. Weihnachtsfeiertag. Aber das ist mit Sicherheit der letzte Schritt und sollte nur gemacht werden im äußersten Notfall. 

Und die Regelung, dass ein Kind 50% bei Mutter und 50% bei Vater ist, ist gar nicht mal so selten mittlerweile. Ob das bei einem Säugling sinnvoll und praktikabel ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ein früherer Kollege von mir hat das so gemacht und damit waren alle ganz glücklich. Das Kind war aber schon älter. 

Manchmal ist es auch so, dass Menschen, die die ganze Zeit ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen (Drogen, Arbeitslosigkeit, Finanzen, Spielsucht, was auch immer) erst dann aufwachen und was ändern, wenn sie ganz am Boden sind und alles verloren haben. Vielleicht hat er es jetzt geschnallt. Für euer Kind wäre das wirklich sehr wünschenswert. 

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