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Umgangsrecht

23. Juni 2016 um 20:44

Hallo zusammen...Ich habe ein anliegen....Meine Tochter wurde oktober.2009 geboren...bis Sommer 2010 war sie bei mir...in dieser zeit lebte ich, dank meiner Mutter in einem Mutter-kind-heim...dort wurde ich viel unter druck gesetzt und durfte nicht intivituell entscheiden...sondern musste mich an ihren plan halten, wann was mein kind durfte und können musste...im sommer habe ich dann meine kleine in eine Pflegefamilie gegeben...2012 bin ich dann weg gezogen, weil ich das alles nicht mehr ertragen habe, wie meine kleine zu der Pflegefamilie aufschaut und meine Mutter und ihren freund, sowie meine Schwester als Vollständiges Mitglied anerkennt...nur zu mir hat sie nicht das nötige vertrauen aufgebaut...2014 habe ich dann unter druck das sorgerecht abgeben, was aus heutiger sicht ein großer fehler war, ich hatte damals die kraft und den rückhalt nicht um mich zu wehren....und seit letztem jahr versuchen sie auch noch ne namensänderung durch zuführen....bis vor zwei jahren waren die besuche und auch kleine geschenke und brief sowie telefonate regelmässig aber meine tochter zeigte immer mehr desinteresse...nun frage ich was kann ich machen, damit ich wieder regelmässigen kontakt zu meiner tochter habe und geht das auch aus der ferne oder wäre es besser vor ort zu ziehen, wo ich eigentlich auch herkomme

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24. Juni 2016 um 13:00

Umgangsrecht
Hallo,
erstmal tut es mir sehr leid dass du nicht mit deinem Kind leben kannst.
Du hast als Mutter ein Umgangsrecht, das ist unabhängig vom Sorgerecht. Hattest du das alleinige Sorgerecht ? Spielt der Vater eine Rolle?
Es ist natürlich möglich dass man sich das Sorgerecht zurück erstreitet. Das ist schwierig und mit sehr viel Aufwand verbunden. Dafür benötigst du einen Fachanwalt. Eine Voraussetzung wäre, dass du Umgänge zuverlässig einhältst. Die Pflegeeltern scheinen ja grundsätzlich mit der leiblichen Familie zu kooperieren. Also hast auch du die Möglichkeit zum Austausch.
Trotzdem möchte ich aber auch deutlich sagen dass sich durch dein gesamtes Schreiben ein roter Faden zieht.
1. Wegen deiner Mutter warst du in der Mutter-Kind Einrichtung ?
2. Wegen der Erzieherinnen hast du dich nicht wohlgefühlt ?
3. Das Jugendamt hat so Druck gemacht dass du das Sorgerecht abgegeben hast.
4. Und jetzt arbeitet die Pflegefamilie nicht mit dir
5. Deine Tochter reagiert abweisend.

Ich lese dass du vielen Menschen die Verantwortung für deine Situation gibst. Von deinem Anteil ist gar nicht die Rede.
Zusätzlich beschreibst du deutlich, wie du dich fühlst. Nicht einmal steht da etwas von der Verzweiflung deiner Tochter, die sie gespürt hat, als du sie in eine andere Familie gegeben hast weil dir die Einrichtung nicht gefallen hat.
Du erwähnst auch dass du so belastet warst, dass du dann lieber wegziehen musstest. Was diese Entfernung und Entfremdung in deinem kleinen Mädchen ausgelöst hat, ist hier auch nicht zu lesen.
Es geht also darum dass niemand gut zu dir ist und du unglücklich bist.
Solange deine Priorität ist, diesen Zustand zu ändern, statt zu merken, dass dein Kind dich gebraucht hätte, ist dein Kind dort gut aufgehoben wo es jetzt ist.
Du bist Mama, deine Befindlichkeiten sind zweitrangig weil die deines Kindes vorgehen. Du hast zu verantworten dass du die Kleine weggeben hast und dann noch weggezogen bist......nicht deine Mama, das Jugendamt, das Heim oder die neue Familie.
Wenn du dich auf den Weg machst, dann baue bitte vorher eine stabile Beziehung zu deinem Kind auf, in der du dich fragst: was braucht mein Kind ?
Wenn du das kannst, wünsche ich dir viel Erfolg auf einem harten, langen und steinigen Weg

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24. Juni 2016 um 18:19
In Antwort auf ani19671

Umgangsrecht
Hallo,
erstmal tut es mir sehr leid dass du nicht mit deinem Kind leben kannst.
Du hast als Mutter ein Umgangsrecht, das ist unabhängig vom Sorgerecht. Hattest du das alleinige Sorgerecht ? Spielt der Vater eine Rolle?
Es ist natürlich möglich dass man sich das Sorgerecht zurück erstreitet. Das ist schwierig und mit sehr viel Aufwand verbunden. Dafür benötigst du einen Fachanwalt. Eine Voraussetzung wäre, dass du Umgänge zuverlässig einhältst. Die Pflegeeltern scheinen ja grundsätzlich mit der leiblichen Familie zu kooperieren. Also hast auch du die Möglichkeit zum Austausch.
Trotzdem möchte ich aber auch deutlich sagen dass sich durch dein gesamtes Schreiben ein roter Faden zieht.
1. Wegen deiner Mutter warst du in der Mutter-Kind Einrichtung ?
2. Wegen der Erzieherinnen hast du dich nicht wohlgefühlt ?
3. Das Jugendamt hat so Druck gemacht dass du das Sorgerecht abgegeben hast.
4. Und jetzt arbeitet die Pflegefamilie nicht mit dir
5. Deine Tochter reagiert abweisend.

Ich lese dass du vielen Menschen die Verantwortung für deine Situation gibst. Von deinem Anteil ist gar nicht die Rede.
Zusätzlich beschreibst du deutlich, wie du dich fühlst. Nicht einmal steht da etwas von der Verzweiflung deiner Tochter, die sie gespürt hat, als du sie in eine andere Familie gegeben hast weil dir die Einrichtung nicht gefallen hat.
Du erwähnst auch dass du so belastet warst, dass du dann lieber wegziehen musstest. Was diese Entfernung und Entfremdung in deinem kleinen Mädchen ausgelöst hat, ist hier auch nicht zu lesen.
Es geht also darum dass niemand gut zu dir ist und du unglücklich bist.
Solange deine Priorität ist, diesen Zustand zu ändern, statt zu merken, dass dein Kind dich gebraucht hätte, ist dein Kind dort gut aufgehoben wo es jetzt ist.
Du bist Mama, deine Befindlichkeiten sind zweitrangig weil die deines Kindes vorgehen. Du hast zu verantworten dass du die Kleine weggeben hast und dann noch weggezogen bist......nicht deine Mama, das Jugendamt, das Heim oder die neue Familie.
Wenn du dich auf den Weg machst, dann baue bitte vorher eine stabile Beziehung zu deinem Kind auf, in der du dich fragst: was braucht mein Kind ?
Wenn du das kannst, wünsche ich dir viel Erfolg auf einem harten, langen und steinigen Weg


Sehr gut gesagt! Da schließe ich mich an!

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