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Umgangsrecht - Vater hält sich nicht an Absprachen

24. März 2013 um 23:10

Hallo!

Ich bin Alleinerziehende Mama von 2 Kinden (Sohn 13 und Tochter 1). Die Kinder sind von 2 verschiedenen Vätern.

Der Umgang zwischen meinem Sohn und dessen Vater klappt Bestens.
Anders sieht es hingegen mit dem Vater meiner Tochter aus:

Neun Monate bevor ich schwanger wurde, bin ich mit dem Vater meiner Tochter zusammen gekommen. Kennen tat ich ihn bereits schon einige Jahre zuvor aus dem entfernteren Bekanntenkreis.

Da er mir von Anfang an berichtete, daß er zu 100% zeugungsunfähig ist (hatte er anscheinend tedten lassen in einer früheren Beziehung), viel er aus allen Wolken, als ich ihm den Schwangerschaftstest zeigte.
Er beschimpfte mich sehr bösartig, unterstellte mir, ich würde mir Reihenweise Männer ins Haus holen, während er die Woche über unterwegs ist mit seinen Transporten.
Er packte noch am selben Nachmittag seine Sachen und zog postwendend aus meiner Wohnung aus.
Auch meine Versuche, nochmals vernünftig mit ihm zu reden, scheiterten. Nur Vorwürfe, Beschimpfungen...

Nachdem meine Tochter im Juli 2011 geboren wurde, gab ich IHN als Vater an. Ich beantragte Unterhaltsvorschuß und richtete eine Beistandsschaft beim Jugendamt ein.
Diese bekam seine Adresse heraus, schrieb ihn an, sich zu äußern bezüglich des Kindes.
Er stritt wehement ab, Vater dieses Kindes sein zu können.
Da ich weiterhin angab, das nur er als Vater meiner Tochter in Frage komme, wurde eine Anhörung vorGericht angeordnet. Zu dieser kam er nicht! Stattdessen gab er einen Tag zuvor einen Zettel ab, indem er nur böseAnschuldigungen gegenüber mir brachte, was für eine schlechte mutter ich sei, und, und und... letzter Satz: Er könne nicht kommen, da er ein Vorstellungsgespräch habe!

Das Gericht legte fest, daß ein Vaterschaftstest durchzuführen sei... ,it dem Ergebnis, das er zu 99,9 % Der Vater ist!

Postwendend nach dem Ergebnis meldete er sich per mail bei mir zu Sylvester 2011.
Er wolle doch mal seine Kleine sehen und wir müssen uns unbedingt das nächste Wochenende treffen. Da wir hier alle 3 mit Keuchhusten niederlagen, mußte ich das Treffen verschieben...
Wir blieben vorerst per mail in Kontakt. Jedoch zu einem Treffen kam es nicht, da ihm keiner meiner genannten Termine paßte. Er wollte unbedingt einen Termin, wie er ihn sich vorstellte... zu blöden Zeiten über den Mittag, mitten in der Woche... (sie hielt ja noch regelmäßig Mittagschlaf und habe ja auch noch ein anderes Kind!)
Dann hörte ich 4 Monate gar nichts von ihm...
Als er sich dann wieder meldete und ich innerhalb von 2 Tagen springen sollte und tatsächlich nicht konnte, da wir was vorhatten, drohte er gleich mit "Umgangsrecht einklagen" usw.
Im Juni 2012 habe ich ihm eine Liste mit Terminvorschlägen mit etwa 2-wöchigem Abstand bis zum Jahresende gesendet. Aber auch das paßte ihm nicht, da er meinte, das alles nach mir gehen muß! Ja muß... habe auch noch ein großes Kind, an das ich auch denken muß und habe versucht Termine so zu legen, so das der Große dann auch bei seinem Papa ist, so daß nicht allzuviel Trubel bei uns aufkommt...
Alles paßte ihm nicht und er meldete sich vorerst nicht mehr, stattdessen bekam ich ein Schreiben vom Jugendamt im September 2012, mit der Bitte des Vaters um ein Treffen beim Jugendamt im Beisein eines Coaches, um zu einem ersten Treffen zwischen Kind und Vater zu vermitteln und um weitere Terminabsprachen zu vereinbaren.

Im Beisein des Coaches wurde nun ein für das Kind sinnvolles Treffen in wöchentlichen Abständen an Samstagen, 14 Uhr vereinbart, damit das Kind und er eine Bindung aufbauen können, da sie sich ja noch nicht kennen.

3 Wochen klappte es.
Dann fing es schon an, das er oft Samstags nicht konnte, anscheinend, weil er ja so viel am arbeiten ist. Seit November 2012 finden die Treffen ca. alle 2-3 Wochen statt. Aber seitdem nicht mehr an den Samstagen 14 Uhr. Er ruft an, wenn ich grad auf dem Weg bin, das er es erst 2-3 Stunden später schafft. Er ruft 1-3 Tage vorher an, daß er Samstag nicht kann... wir können uns ja auch Sonntag treffen... auch ist es schon 2x vorgekommen, daß er erst nach einem Samstag in der Folgewoche gesimst hat, das er das letzte Wochenende nicht konnte, da er krank im Bett lag!

Ich finde es echt SCHEIßE, daß ich blöde Kuh mir jeden Samstag Nachmittag freihalte, sogar Termine von meinem großen Sohn absage, weil ich ja "nicht kann"!
Und er schiebt Termine, wie er lustig ist!

Auch muß ich noch hinzufügen, daß wir uns immer in einem Café treffen mit Spielecke. Aber bei jedem Treffen ist er nur daran interessiert, seinen Kaffee zu trinken und sich mit mir zu unterhalten. Das Kind interessiert ihn gar nicht! Mit ihr spielt er auch nicht, guckt kaum mal hin! Er hatte sie bisher 1x auf dem Schoß und 2x auf dem Arm... find ich schon recht armseelig!

Letzte Woche wurde es mir wieder mal zu Bunt, mit seinen mittlerweile wieder sehr vorwurfsvollen sms, daß ich hier die Schuldige sein soll, es immer nach mir gehen soll, bezüglich der Treffen!? Hä? Er wollte die Treffen an den Samstag Nachmittagen um 14 Uhr!!!
Die letzten 2 Monate konnte er an gar keinem Samstag und wollte immer einen Treffen in der Folgewoche... Ich hatte ihm dann gesagt, das er dann zum Mutter-Vater-Kind-Turnen mit hinkommen kann. Er kam in der Zeit 2x. Beim ersten Mal spielte er nur mit seinem Handy auf der Besucherbank. Beim zweiten Mal wollte er mit der Lütten zu den Geräten! Nur er stand völlig cool mit Hände in den Hosentaschen neben dem Trampolin, wo meine lütte fast einen völligen Abgang gemacht hätte, während er Löcher in die Luft guckte, wenn ich nicht noch schnell hingehechtet wäre.

Nun verdreht er mir alles im Munde, da ich letzten Montag selbst nicht zum Turnen konnte, da ich eine Zahn-OP hatte und es zudem Ferien sind und es nicht stattfand.
Er meint, ich solle mich an unsere Vereinbarung mit Montag halten. Es reicht ihm und er will das Sorgerecht einklagen, da es immer nach mir geht!
Das mit Montag beim Turnen war von mir ein gut gemeinter Ausweichtermin, damit seine Tochter ihn sehen kann! Aber das war keine Vereinbarung!

Nun habe ich letzte Woche beim Jugendamt angerufen... zum einen habe ich der Beistandschaft mitgeteilt, daß er anscheinend nun eine Arbeit aufgenommen hat, nach seiner Aussage und zum anderen habe ich die Dame/den Coach angerufen, um um ein erneutes Treffen zwecks Terminabsprache gebeten. Hierzu wird er nun angeschrieben

Heute kamen nun wieder eine Vielzahl von sms reinflatterten, wieder sehr bösartig, immer wieder nicht den Tatsachen entsprechend, verdrehend und teils völlig irrsinnig (habe im Übrigen echt den Verdacht, daß er schubweise irgendwelche Psychosen hat, denn dann ist er immer sehr bösartig und schreibt in den sms auch jedes Wort falsch und bringt sehr vieles durcheinander oder man hat den Eindruck, daß er den Inhalt vom geschriebenen nicht versteht - denn zwischenzeitlich ist dieses Tun und Verhalten gar nicht vorhanden!).

Nun bin ich sehr am Überlegen, ob ich nicht die Treffen über das Gericht regeln lassen soll. Dann kann er sich da ja beschweren, wenn ihm wieder was nicht paßt...

Hat jemand mit Gerichtsentscheiden Erfahrung?
Gerade, weil meine Tochter ja erst 20 Monate alt ist und ihren Vater so gut wie gar nicht kennt und ich sie noch nicht ihm alleine überlassen kann (er weigert sich z.B. auch strickt, die Windel zu wechseln). Er hat absolut keine Erfahrung mit kleinen Kindern und keine Ahnung, wie ihr Tagesrhythmus ist, welche Vorlieben sie hat... (es sei denn, er hat mir mal zugehört, wenn ich davon erzählte...)

Sorry, wenn ich einen sooo langen Text geschrieben habe, aber ich kann es absolut nicht kürzer darstellen...

Wäre echt froh, wenn ein paar Erfahrungen bezüglich Gerichtlicher Terminvereinbarungen hier berichtet werden würden und ob die Väter sich dann daran halten oder wenn nicht, was dann passiert...

Vielen, vielen Dank im Voraus!

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27. März 2013 um 15:53

HI
schade das Dir scheinbar noch keiner helfen konnte bei Deinem Anliegen. Nun ja richtig helfen - aus Erfahrung sprechen kann ich leider nun auch nicht.
Ich habe es aufmerksam gelesen und würde Dir von mir aus einfach nur 3 Tips mit auf den Weg geben wollen:

1.) nicht verleiten lassen zu sinnlosen SMS
er kann nicht kommen - Gut, dann gib bescheid wann Du wieder könntest oder wir sehen uns dann ja zum nächst vereinbarten Termin am --.--.-- oder so nur schreib da aus Frust, Wut und anderen Emotionen nichts.. in Punkto SMS kann ich Dir nur raten BLEIB SACHLICH egal wie Du vor dem Handy fluchst.... nur er kann ja eine wütende SMS später als sonste was auslegen u wenn er dann noch 20 Stück von denen hat .. mhh nicht so toll evtl...

2.) ich würde genau Buch führen ehrlich wie so eine Art Liste .. Termin am --.-- und wahrgenommen oder abgesagt am --.-- oder eher um ... Uhrzeit .. dann könntest Du im Härtfall vorlegen wie "Verlässlich" er sich zeigt denn es sind ja eine Reihe von Treffen die er wohl versäumte und da dann alles Tag genau oder besser noch mit Uhrzeit aus dem Kopf zu wissen .. ich denke es kommt besser Du hast eine Art Notiz dazu..

3.) Wende Dich an eine Beratungsstelle der Caritas oder Pro Familia oder andere Stellen die Dich in dem Punkt beraten können, das Jugendamt ist auch nicht für "alles gut" .. und vor allen Dingen hast Du dort noch mal einen unparteiischen Blickwinkel in die Situation ob es gerichtlich angebracht wäre und zudem können sie Dir mal ihre Einschätzung zum Kindsvater geben ... diese Anlaufstellen hören einige Vorfälle ...

ich hoffe ich konnte Dir ein paar Anregungen geben und wünsche Dir alles Liebe teile mir ruhig mit wie es weiter geht oder ausging

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23. Oktober 2013 um 14:04

Umgangsrecht - Vater hält sich nicht an Absprachen
Hallo midinette2011,

aus eigener Erfahrung möchte ich dazu sagen, dass das Umgangsrecht überhaupt keine Hilfe ist. Das Gesetz klingt wohlfeil und hübsch, letzlich bringen tut es wenig.
1684
Umgang des Kindes mit den Eltern

(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet.

(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln. Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz 2 geregelten Pflicht anhalten.

(4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen, wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist. Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein; dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe wahrnimmt.

Du kannst zwar vor Gericht ziehen und wirst auch sicher eine Entscheidung zu deiner Zufriedenheit erhalten, aber zwingen kannst du den Vater nicht. Wenn er nicht will, passiert schlicht nichts.
Die ganze Juristerei ist hier fehl am Platze. Das ist eher ein Fall für Therapeuten, Familienbegleiter oder ähnlich geschultes Personal.
Das Problem liegt woanders: Der Vater empfindet sich nicht als solcher. Du kannst daran gar nichts ändern. Es bleibt dir nichst anderes übrig als offen für positive Entwicklungen zu bleiben, d.h. für den Fall, dass der Vater gedenkt sein Kind zu sehen, kannst du bspw. über das Jugendamt dafür sorgen, dass der Umgang einen gewissen Rahmen hat, z. B. begleitet stattfindet. Du kannst darauf achten, dass der Vater das Kind gut behandelt, dass er viel über sein Leben erfährt. Das wird sicher nicht spurlos an ihm vorbeigehen, auch wenn er sich noch so sträubt, die Verantwortung zu übernehmen.

Ansonsten vergiss den Typen und mache es dir mit deinen Kindern schön.
Nach über einem Jahrzehnt des Hin und Her mit dem Vater meines Sohnes, bin ich letzlich zu der Erkenntnis gelangt, dass meine Bemühungen eine intakte Vater-Kind-Beziehung zu ermöglichen und zu fördern zwar richtig waren, letzlich der Erfolg aber nicht in meinen Händen liegt, sondern in seinen. Da er nicht will, findet trotz guten Willens, Vergeben und Vergessens, Jugendamt-Hilfe, dann doch Gerichtsbeschluss kein Umgang statt.
Diese Geschichten sind doch letztlich immer gleich und so alt wie die Menschheit selbst.
Was ich tue:
Ich werde für mein Kind immer da sein. Das liegt in meiner Hand. Und ich mache das gut, mein Kind ist trotz allem glücklich und gut entwickelt.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du die Anstrengung allein mit zwei Kindern gut packst.

Alles Gute!

Han1adia

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22. September 2016 um 23:56

Vater hält sich nicht an Absprachen
Bin mir sicher dass der Vater deiner Tochter unter einer narzisstische Persönlichkeitsstörung leidet. Googel das bitte. Auch narzisstische Gewalt und Trennung von einem Narzissten. Es wird dir die Augen öffnen. Und such dir Hilfe. Ich suche noch vergeblich. Der Vater meiner Tochter ist auch Narzisst. Er konnte sie noch nie trösten. Narzissten fehlt es an Empathie. Viel Glück

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