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Umgewöhnung auf Fläschchen

20. Mai 2017 um 18:02

Hallo allerseits,

meine kleine ist jetzt knapp 3 Wochen alt und ich komme mit dem Stillen irgendwie nicht wirklich klar. Anfangs hat sie mir die Brustwarzen beim Stillen eingerissen, sodass ich auf Stillhütchen umstellen musste, jetzt kriege ich sie absolut nicht mehr an die "bloße Brust" und eigentlich wäre es mir sogar lieber, wenn ich sie mit dem Fläschchen füttern könnte.
Das Stillen macht mir überhaupt keinen Spaß, ich finde es furchtbar umständlich, jedes Mal, wenn ich sie von der Brust wegnehme, weil sie fertig und meistens sogar eingeschlafen ist, wird sie wieder wach, weil ich sie irgendwie wieder aus der Position raus hebeln muss und für die Kleine die richtige Position finden, finde ich auch sehr schwierig, außerdem ersticken meine riesen Brüste meine Maus fast, wenn ich die Brust an ihrer Nase nicht ein bisschen mit dem Finger anheben würde. Alles in Allem: Ich kann daran einfach keine Freude finden.

Wenn ich jetzt so im Internet schaue (ich trau mich gar nicht, meine Hebamme deshalb zu fragen, weil sie eh dagegen sein wird, aufs Fläschchen umzustellen), finde ich immer nur das Thema "zufüttern". Verstehe ich so, dass Milchpulver gefüttert wird beim und nach dem Abstillen? Ich würde meiner Maus aber gerne trotzdem noch Muttermilch geben wollen, dann aber halt nur per Fläschchen. Noch bin ich am Überlegen, ob ich es wirklich mache oder nicht... aber habt ihr da ggf. Tipps? In welcher Menge sollte man abpumpen, damit die Brust nicht "überfordert" wird, auf wieviel Grad sollte Muttermilch erwärmt werden fürs Baby, wie viel gibt man im Fläschchen? So viel, bis sie satt ist, wie an der Brust auch?
Und ich lese immer mal wieder was von Trauma beim Kind, wenn man auf die Flasche umgewöhnen will. Das machen ja nun doch etliche und haben dann gesunde, muntere Kinder.

Würde mich über Tipps freuen

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20. Mai 2017 um 19:32

Huhu, überlege dir gut ob es einfacher ist, abzupumpen und per Flasche zu füttern... Ich habe meinen ersten Sohn so versucht zu ernähren. Habe starke Hohlwarzen, bin also beim stillen kein Naturtalent..ich war wund bis zum rohen Fleisch. Leider kam beim pumpen nix, ich hab auch so keine besonders hohe Milchproduktion. Ständig wäscht man ab und sterilisiert. Flaschen, pumpzubehör. Dieses brummgeräusch der elektronischen Pumpe hat mich wahnsinnig gemacht. Beim Handpumpen ist mir fast die Hand abgefault. Und nach etwa drei Wochen war mein Sohn Pulvermilch-Flaschenkind. Ich fand das damals nicht schlimm,  wenn es auch irgendwie schmerzte stillende Mamas  zu  sehen... die Story holte mich dann aber komplett bei Kind zwei ein.

Ich hatte mich mittlerweile belesen und wollte stillen. Ich war mir sicher, hätte ich nicht gepumpt sondern mein erstes Kind stattdessen mal angelegt - mit Hütchen (dazu hatte ich bei alle 3h pumpen keine Kraft mehr) dann wäre das anders verlaufen. Gedacht, getan. Kind zwei wurde von Anfang an mit Hütchen gestillt, zur Milchkuh wurde ich nicht, aber für zwiemilch reichte es. Irgendwann hat er es ohne Stillhütchen gelernt, nahm ab da aber nur noch eine Brust. Mittlerweile genoss ich das stillen, es war sooooo hart am Anfang aber es ist so schön. Wirklich. Das hätte ich nie gedacht. Wenn beide, Mama und Kind sich eingespielt haben, ist es toll. Letztendlich habe ich Kind zwei vor wenigen Wochen mit fast zwei Jahren abgestillt. Das hätte ich nie gedacht, so lange zu stillen. Und ich trauere um die verlorene stillbeziehung zu Sohn eins, wirklich. Als der zweite kleiner war, und ich merkte, das ich  von Anfang an einfach anders hätte rangehen sollen, war ich unfassbar traurig.

Im direkten Vergleich muss ich auch sagen. Es ist nicht Stressfreier Flasche zu geben. Es ist nur anders. Die ersten Wochen sind immer hart, stillen müssen die meisten Frauen und Babys lernen, es muss sich einspielen. Das bedeutet oft fürs Baby Arbeit, Anstrengung und etwas Hunger wenn der Bedarf steigt und die Brust erst lernen muss mehr zu produzieren, und für die Mama zu Anfang Schmerzen, Überwindung, das Gefühl nur noch dafür da zu sein, das Körpergefühl verändert sich ja  total und muss  sich  neu finden. und auch das Gefühl wahnsinnig unter Druck zu stehen genug zu produzieren...aber vielleicht gibst du euch noch ein paar Wochen, drei Wochen ist noch sehr kurz um zu beurteilen ob du das stillen mögen wirst, denn noch ist eure stillbeziehung im Aufbau und das ist anstrengend und oft frustrierend.

Fühl dich Mal gedrückt!. Und, Sorry für den langen Text. 

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20. Mai 2017 um 20:46

Du stellst dir das Abpumpen glaube ich etwas zu einfach vor. Um die Milchproduktion anzuregen und zu erhalten, musst du alle 3 bis 4 Stunden abpumpen - auch nachts. Danach Equipment reinigen und einmal am Tag sterilisieren. Wenn dein Baby Hunger hat, musst du ein Fläschchen warm machen und anschließend füttern. Und kaum bist du damit fertig, geht alles schon fast wieder von vorne los. Du kannst dich also quasi daheim einschließen, unterwegs abpumpen geht nicht, MuMi muss gekühlt werden, da sie bei Zimmertemperatur nur 3 bis 4 Stunden hält. Der einzige Vorteil vom Abpumpen ist, dass das Füttern auch von einer anderen Bezugsperson übernommen werden kann. Von gelegentlichem Abpumpen mal abgesehen tut man sich das eigentlich nur an, wenn das Stillen wirklich unmöglich ist, weil das Baby beispielsweise im Krankenhaus liegt.

Selbst wenn das Stillen "nur" mit Hütchen klappt, ist das immer noch deutlich schöner als Abpumpen. Schon allein weil Stillen einfach so viel mehr als pure Nahrungsaufnahme ist. Deine Maus ist noch keine drei Wochen alt, gib ihr und auch dir noch ein bisschen Zeit, Übung macht den Meister. 

Optimale Temperatur für die erwärmte Milch ist 37 Grad, MuMi darf nach dem Aufwärmen nicht nochmals erhitzt werden. Wenn du also ein 180 ml-Fläschchen warm gemacht hast, dein Baby aber nur 50 ml trinkt, wandert der Rest in den Abfluss. MuMi, egal ob aus Brust oder Flasche kann Baby beliebig viel trinken, alles was zu viel ist, kommt irgendwo wieder raus, entweder unten oder oben.

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21. Mai 2017 um 11:39
In Antwort auf msevermore

Hallo allerseits,

meine kleine ist jetzt knapp 3 Wochen alt und ich komme mit dem Stillen irgendwie nicht wirklich klar. Anfangs hat sie mir die Brustwarzen beim Stillen eingerissen, sodass ich auf Stillhütchen umstellen musste, jetzt kriege ich sie absolut nicht mehr an die "bloße Brust" und eigentlich wäre es mir sogar lieber, wenn ich sie mit dem Fläschchen füttern könnte. 
Das Stillen macht mir überhaupt keinen Spaß, ich finde es furchtbar umständlich, jedes Mal, wenn ich sie von der Brust wegnehme, weil sie fertig und meistens sogar eingeschlafen ist, wird sie wieder wach, weil ich sie irgendwie wieder aus der Position raus hebeln muss und für die Kleine die richtige Position finden, finde ich auch sehr schwierig, außerdem ersticken meine riesen Brüste meine Maus fast, wenn ich die Brust an ihrer Nase nicht ein bisschen mit dem Finger anheben würde. Alles in Allem: Ich kann daran einfach keine Freude finden.

Wenn ich jetzt so im Internet schaue (ich trau mich gar nicht, meine Hebamme deshalb zu fragen, weil sie eh dagegen sein wird, aufs Fläschchen umzustellen), finde ich immer nur das Thema "zufüttern". Verstehe ich so, dass Milchpulver gefüttert wird beim und nach dem Abstillen? Ich würde meiner Maus aber gerne trotzdem noch Muttermilch geben wollen, dann aber halt nur per Fläschchen. Noch bin ich am Überlegen, ob ich es wirklich mache oder nicht... aber habt ihr da ggf. Tipps? In welcher Menge sollte man abpumpen, damit die Brust nicht "überfordert" wird, auf wieviel Grad sollte Muttermilch erwärmt werden fürs Baby, wie viel gibt man im Fläschchen? So viel, bis sie satt ist, wie an der Brust auch? 
Und ich lese immer mal wieder was von Trauma beim Kind, wenn man auf die Flasche umgewöhnen will. Das machen ja nun doch etliche und haben dann gesunde, muntere Kinder.

Würde mich über Tipps freuen

Moin moin

ich habe mein Kind 4 Monate komplett mit abgepumpter Milch ernährt und es hat bei uns sehr gut funktioniert. Gezwungen waren wir nicht aber ich empfand es als angenehmer als das Stillen - zudem schien mein Zwerg die Flasche ebenfalls zu bevorzugen. Wir waren allerdings auch die gesamte Zeit über zu zweit - mein Mann blieb daheim, denn unser Zwerg ist ein verdammt anstrengendes Kind. Entsprechend war das Säubern der Flaschen und das anschließende Sterilsieren auch kein Problem. Wäre ich ganz alleine gewesen, dann wäre ich schon ins Schwitzen gekommen - allerdings auch nur, weil man unseren Zwerg in den ersten drei Monaten nicht ablegen konnte - wärend ich gepumpt habe musste sich jedes Mal mein Mann um ihn kümmern. Mit einem entspannteren Kind wäre es vermutlich auch alleine machbar.
Mittlerweile bekommt er nur noch 2 Mumi-Mahlzeiten am Tag, die restlichen sind Pre oder halt Brei. Hätte ich jedoch gewollt, dann hätte ich auch jetzt noch genügend Milch um ihn damit voll zu ernähren.

Wie gesagt: Wir hatten uns hierfür entschieden, weil es für uns alle angenehmer war. Waren aber auch zu zweit. Unterwegs abpumpten geht auch, wenn man eine mobile Pumpe hat und zudem gibt es so ein kleines Kühltaschending von medela extra für die Fläschen - was ich allerdings nie gebraucht habe - vier Stunden Abstände reichten für mich aus um auch mal ins Kino zu gehen, etc

​Habe übrigens immer abgepumpt, bis die Brust leer war - überschüssige Milch kam halt in den Kühlschrank (hatte teilweise bis zu 200 ml pro Brust). Hatten die Milch zum Erwärmen immer auf ~35°C gebracht.
​Ins Fläschen kam so viel, wie er trinken wollte - was bei ihm viel war (mit drei Wochen vielleicht 120ml). Einmal erwämrte Milch haben wir immer weggekippt.


Das "umgewöhnen" von Brust auf Flasche war bei uns kein Ding - er konnte von Anfang an beides (Saugverwirrung kenne ich nur durchs Internet). Er hatte dann halt nur noch Flasche bekommen.​ Vielleicht probierst du es einfach aus, indem du dir eine Milchpumpe ausleihst, abpumpst und deine Maus ein paar Mal damit fütterst.
​Pech wäre dann natürlich, wenn du das alles doch als umständlich und doof empfinden würdest und deine Kleine dann doch eine Saugverwirrung entwickelt hat und anschließend die Brust ablehnt...

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22. Mai 2017 um 18:17

Noch nicht, habe bisher nur mit anderen Mamas gesprochen, die sowohl als auch gemacht haben... wäre aber auch eine Möglichkeit, daran hab ich noch nicht gedacht. Danke

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22. Mai 2017 um 18:57

Ihr Lieben,
ich danke euch für eure zahlreiche Antworten und Erfahrungen!

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22. Mai 2017 um 20:08

Noch eine Anmerkung zum Abdocken nach dem Stillen: Hast Du mal versucht, sie im Liegen zu stillen? Also so, dass Du auf der Seite liegst und sie vor Dir? So macht es nichts, wenn sie einschläft, weil sie ja schon gemütlich liegt.
Zum Abpumpen kann ich Dir leider nichts raten. Ich habe es ein paar mal versucht, damit auch der Papa mal das Füttern übernehmen kann oder ich mal wegkann. Allerdings kam, im Gegensatz zum Stillen, nicht viel, und da das Stillen zum Glück gut funktionierte, ist die Pumpe bald in der Ecke gelandet.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Ihr einen Weg findet, bei dem Ihr Euch alle wohl fühlt.

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