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Unsere Liebe geht den Bach runter

1. September 2009 um 13:45

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin. Weil unser Problem aber seit der Geburt unserer Tochter immer größer wurde bzw. danach eigentlich erst entstanden ist, habe ich die Hoffnung, dass es hier vielleicht jemandem ähnlich geht wie mir.

Unsere Tochter ist 14 Monate alt. Als ich schwanger wurde, waren mein Mann und ich gerade mal ein Jahr zusammen. Geplant war die kleine nicht, aber wir haben sie von anfang an als Geschenk betrachtet und wir lieben sie über alles.. Ich bin 32, mein Mann ist mitte vierzig. Er hat bereits eine Tochter aus erster Ehe, sie ist acht.

Mein Mann und ich sind beruflich extrem eingebunden; unsere Tochter ist bereits mit ein paar Wochen zur Tagesmutter gekommen. Ich arbeite nur ein paar Stunden täglich, mein Mann arbeitet quasi rund um die Uhr und ist kaum zuhause. Finanziell stehen wir uns sehr gut, natürlich aber auch nur, weil wir viel arbeiten. Wenn ich nicht mitarbeiten würde, müssten wir unser Haus verkaufen. Wir haben eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Über größere Anschaffungen brauche ich mir keine Gedanken machen, obwohl ich sparsam bin und mit unserem Geld umzugehen weiß.

Mein Mann und ich hatten eine sehr, sehr liebevolle und leidenschaftliche Beziehung bevor unsere kleine geboren wurde. Wir sind uns sehr ähnlich;er ist so lustig und spontan, ideenreich und trotzdem zurückhaltend. Wir sind in dem einen Jahr vor unserer Tochter ständig verreist, haben Konzerte besucht, sind fast täglich essen gegangen, konnten uns beruflich austauschen und helfen. Es war eine saugute Zeit für uns. Als unser Baby da war, haben wir uns sehr gefreut, er hat mich unterstützt wo er konnte. Er ist ein wundervoller Papa. Leider fingen schnell die Probleme an. Seine große Tochter war total eirsüchtig auf die kleine, die Arbeit musste erledigt werden, für Reisen, Konzerte und Essengehen war natürlich keine Zeit mehr. Mittlerweile versuchen wir, unsere freien Tage schön zu gestalten. Aber wenn seine große Tochter jedes zweite Wochenende bei uns ist, bin ich abgeschrieben. Abends in der Woche sind wir einfach k.o., an Sex ist kaum noch zu denken. Wir sind beide jobmäßig überfordert, sind froh wenn wir unsere kleine ein paar Stunden knuddeln können. Danach sind wir einfach kaputt. Er sagt mir kaum noch, dass er mich schön findet, obwohl ich total viel Wert darauf lege, dass ich ihm gefalle. Neuerdings nörgelt er, wenn ich es nicht schaffe, ihm seine Hemden zu bügeln oder wenn es chaotisch aussieht. Wir streiten uns wegen kleinigkeiten und schmollen danach erstmal ausgiebig.

Für mich ist klar, dass es an der fehlenden Zeit füreinander liegt. Was können wir bloß tun, um unsere Liebe zu retten?? Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass unsere kleine Tochter "Schuld" ist, an unseren Problemen. Mir ist natürlich klar, dass mein Mann und ich mehr Zeit füreinander gebraucht hätten, aber darunter soll und darf sie nicht leiden. Sie ist unser Sonnenschein..

Mich interessiert, wie sich eure Ehen bzw. Beziehungen nach Kind verändert haben. Was tut ihr für euch und eure Liebe? Hatte jemand schonmal so eine Krise? Danke schonmal!!

LG
Nachti

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1. September 2009 um 13:53

Kopf hoch
tipps oder das patentrezept habe ich leider nicht.. ich kann nur aus unserer erfahrung heraus sprechen.

humor- das hat uns sehr geholfen, gerade die ersten monate-sich an das neue leben zu gewöhnen.
ja ich würde sagen, wir sind alberner geworden.nehmen uns selbst nicht mehr so wichtig.
klar gibt es auch mal stgreit, aber ich hab mir das schmollen abgewöhnt.es führt zu nichts. nach nun 3 jahren beziehung kenne ich so manche verhaltensweise meines partners, weiß sie einzuschätzen und weiß auch das manch verletzender satz im streit aus affekt gesagt wird...

mit einer gehörigen portion coolness kommen wir gut zurecht.


wünsch euch viel glück und durchhaltevermögen

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1. September 2009 um 17:46

Kopf hoch und viel Glück
mehr fällt mir auch nicht ein.

Mein Mann und ich waren ein halbes Jahr zusammen, bevor ich schwanger wurde. Wir waren einfach beide im Abi schon so verrückt, dass wir gerne schnell ein Baby wollten.

Ich hab schon sehr oft gedacht, hatten schon viele Recht, später wär auch toll gewesen. Ich denke einfach alles im Leben hat Vor- und Nachteile. Mitlerweile ist durch nen Unfall sogar das 2. Kind da. Wir haben Phasen, wo ich denke, ich pack bald meine Sachen und wir haben Phasen, da denk ich im Vergleich zu andern in meinem Alter kann ich mein Glück nicht fassen.

Mein Mann ist Koch, also immer miese Dienstzeiten. Manchmal sieht er seine Kinder keine Stunde am Tag. Wir haben einige Jobveränderungen durchgemacht, also Schichtwechsel, 4 verschidene Dienstzeiten in einer Woche oder jetzt 60 Stunden Dienst pro Woche.
Ich komm mir oft wie alleinerziehenede Mutter vor. Vor allem, wenn Zähne kommen, oder die Kinder krank sind. Oder ich 2 Wochen nicht eine Nacht durchschlafen durfte. Ist manchmal echt hart und wegen seiner vielen Arbeit ist er auch kaput und genervt. Führt dann auch mal tagelang zu ständig Streit. Egal was der eine sagt, der andere nimmt es sofort als Vorwurf auf. Das ist mies und sehr anstrengend.

Oft denk ich, wir hätten uns als Paar erstmal besser kennen lernen sollen oder unsere Jugend genießen. Aber dann freu ich mich auch, das wir sie haben.

Also, wegen dem Spielzeug, hat mein Mann auch nen riesen Problem. Ganz am Anfang war er der Meinung, Spielezug gehört gar nicht ins Wohnzimmer. Das hat sich schnell gelegt. Aber, wenns verteilt ist, bzw wir zu 3. den halben Tag gespielt haben, dreht er auch durch. Ich weiß, dass es in 5-10 Minuten wieder normal aussieht, aber ihn stöhrt der erste Eindruck. Meist kommt er erst abends und ich räum alles richtig auf, wenn die Mäuse im Bett sind. Er fand auch schon bei seinen Eltern es nicht ordentlich genug. Er findet halt oft, das gar nichts auf dem Fußboden liegen sollte und alles perfekt aufgeräumt ist. Ich versuch ihm oft klar zu machen, dass er da mit 2 kleinen Kindern keine Chance hat und damit Leben muss. Naja schaffen wir auch noch nicht.

Für euch. Ich denke, es hilft wahnsinnig, wenn man sich einmal im Monat nen Babysitter gönnt und sich mal wieder als Paar fühlt. Essen, feiern, Kino. Einfach mal nicht als Familie. Mit dem neuen Job geht das nicht mehr, aber voher haben wir das gemacht und hat echt gut getan. Zwischen Haushalt, Familie, stress und Alltag ist es manchmal schwer zu sehn, warum man sich liebt.

Ich versuch ab und zu mal nen schönen Abend vorzubereiten. Also Kinder schön müde, schönes Essen, Massageöl oder so, aber oft wirds trotzdem nicht, weil einer zu kaput oder wir mal wieder genervt sind.

Also ne Lösung hab ich auch nicht. Versuch und du bist nicht allein. Das Leben verändert sich ja ziemlich mit Kind. Und zur großen Tochter. Mein Sohn ist jetzt 21 Monate. Mitlerweile ist es ganz toll und er kann fast alles mitmachen. Wir machen viel mit den Nachbarskindern. Die sind einmal 4 und 6 und einmal 8 und 11. Wahrscheinlich wird es aber weniger am Kind selber liegen, sondern eher, dass sie allein Papas Kind sein möchte. Versucht kompromisse. Zum Beispiel nen großer Indoor Spielplatz. Da kann sie sich mit Papa austoben und du mit der Kleinen und dafür gibts dann abends keinen ärger oder am andern Tag. Entweder, weil sie eh platt ist, oder weil ihr es voher besprecht. In dem Alter kann man ja schon sehr vernünftig mit ihnen reden und besprechen. Solche Tage bedarfen mehr planung, aber was tut man nicht für den Frieden

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1. September 2009 um 18:24

Hallo Nachti
Ich habe mir deinen Beitrag mal durchgelesen.

Dazu kann ich sagen, das es nicht euer kind ist, das alles so werden lässt, sondern menschen reagieren so wenn sie allem einfach nicht mehr gerecht werden können, es aber versuchen unbedingt zu schaffen bzw. schaffen müssen (wegen der arbeit die nötig ist um das haus zu halten.)

vllt solltet ihr überlegen, und zwar gemeinsam was ihr mal lassen könnt, damit ihr luft habt,für euch als paar und für euch als eltern.

das ihr schnell ein kind bekommen habt, kann einer wirklichen liebe nicht schaden,und das man dauernd zanckt ist bei so viel stress auch normal..aber man sollte danach zu dem anderen gehen und einafch mal kurz still sein und ihn in den arm nehmen und sich sagen das man es schafft.


kann kurz von uns erzahlen.

ich bin 20, er ist 27.

damals sind wir nach einigen wochen, ich glaube es waren nicht einmal drei monate, zusammengezogen, dann kam die schlimmste zeit, in der man sich so zusammenrauft, wir haben es eigl gut gemeistert, dann wurde ich schwanger, mit 19, also auch grad ein jahr zusammen. wärend der schwangerschaft haben wir noch mal eine schwierige phase gehabt, in der viele grenzen ausgetestet wurden usw. kurz vor der geburt waren wir dann soweit das man wusste wie der andere so tickt

dann kam unsere tochter, und ich habe noch genau den moment in erinnerung wie er sie die ganze zeit anstarrte als er sie auf dem arm hatte und sich freute, mir sagte wie gut ich das gemacht hat und das er mir das nie wieder antuen würde (das ich ss werde, ich fand die geburt nich so dolle löl tut ja weh). nun, danach verspürten wir beide ein tiefes gefühl von zusammengehörigkeit, was dennoch durch schlaflose nächte, hormonschwankungen meinerseits und der vielen arbeit geprüft wurde, ob es beständig ist. und ja das ist es bis heute, oft kommt der moment wo wir mal beide nicht mehr wirklich weiter wissen und müde sind, da unsere tochter mit ihren fast elf monaten noch immer nicht durchschläft und alle paar stunden meist alle drei wach wird usw. und dann stehen wir kurz da, und nehmen uns in den arm..geben uns damit etwas mehr kraft.

und siehe da, krümel 2 ist mittlerweile unterwegs, und ich glaube das wir auch das schaffen werden, zumindst will er mich noch immer nächstes jahr heiraten

wenn du magst erzähl doch mal , in welcher hinsicht du in nächster zeit was ändern möchtest!

lg

bk mit joana 23.10.08 und krümel 8ssw

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