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Unsicher wegen KH zum entbinden...

27. November 2014 um 22:42 Letzte Antwort: 28. November 2014 um 20:41

Hallo zusammen..

Ich bin jetzt zwar erst in der 13. Woche, aber dennoch mache ich mir so meine Gedanken über das Krankenhaus zum entbinden.
Im Juni habe ich Termin und meine kleine große wird dann ca. 22,5 Monate alt sein.
Bei ihr stand für mich außer Frage, wo ich entbinde. Ich bin statt hier ins KH, in das 30-40 Minuten entfernte KH gefahren.
Aber nun bin ich mir wegen der Entfernung unsicher.

Ich habe mich dort im KH super wohl gefühlt (wäre der Babyblues nicht gewesen :roll Die Hebammen waren super und die Schwestern klasse... Als ich im April dort war wegen der Gallen-OP war es auch einfach Klasse, da ich ja meine Maus dabei haben musste. Wäre es nicht so weit weg, müsste ich gar nicht grübeln.
Zu dem KH hier vor Ort brauchen wir vllt. 10 Minuten. ABER: Dort habe ich eigentlich nur schlechte Erfahrungen. Von dem Kinderarzt, der mir sagte, ich solle weniger stillen, weil meine kleine ja damals schon relativ schnell das doppelte des Geburtsgewicht hatte, zur Ärztin, die mich anschaute als würde sie mich jeden Moment erwürgen, als ich Nachts mit Blutungen dort auftauchte bis hin zu einem Arzt, der mich vor 8 Jahren mit über 40 Fieber alleine zum HNO am 300m entferten Marktplatz schickte. Von der Schwester, die mich anschnautze, weil ich mit hohem Fieber im Bett schwitze, möchte ich gar nicht erst anfangen

Auf jedenfall gab es 2011 eine sehr heikle Geschichte zu diesem KH. Eine Frau, die mit Zwillingen schwanger war, musste sich dort in der 24. Schwangerschaftswoche den Muttermund verschließen lassen. Kurze Zeit später starben die Zwillinge, da sie sich im Krankenhaus mit dem MRSA-Virus ansteckte..
Auch sonst, wie jedes KH, gibt es Patienten, die das KH immer wieder empfehlen würden und andere, die dringend davon abraten. Eine Bekannte und meine Schwester würden dort am liebsten kein Kind mehr gebären bzw. würden rückwirkend ein anderes wählen.. Allerdings hab ich auch 2 bekannte, die dort immer wieder hingehen würden..

Lange rede, kurzer Sinn... Wir sind uns noch nicht sicher, inwieweit sich mein Mann extra Urlaub für die Geburt bzw danach/für die Zeit wo ich im KH bin nimmt. Da wäre das KH hier vor Ort natürlich viel bequemer zu fahren für ihn.
Aber ich weiß einfach nicht, ob ich mich da wohl fühlen kann.. Die Geschichte von 2011, meine eigenen, schlechten Erfahrungen
Ich weiß echt nicht, was ich da machen soll.

Entschuldigt meinen langen Text und danke fürs lesen.

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27. November 2014 um 23:18

Über das nahegelegenste Krankenhaus
weiß man immer die schlimmsten Geschichten. Das ist echt so!
Hier fahren Mütter 50km zum Gebären, weil sie von der ortsansässigen Klinik zu viel Schlechtes gehört haben. Der Tourismus findet aber auch in die umgekehrte Richtung statt!

Das darf man nicht vergessen!
Deine persönlichen Erfahrungen sind natürlich auch nicht prall und wahrscheinlich hätte ich da auch ein ungutes Gefühl. Aber du bist doch eigentlich ein "mündiger" Patient. Manchmal muss man leider extremst den Mund aufmachen. Mich hat man auch schon mit Paracetamol nach Hause geschickt als ich mich nachts wegen Ohrenschmerzen in die Klinik quälte. Der kannte meine Vorgeschichte nicht und ich war zu kaputt, um sie ihm zu erzählen oder mich auf die Hinterbeine zu stellen. Ein zweites Mal passiert mir das aber nicht mehr. Jeder stellt irgendwann mal fest, dass es eben keine Halbgötter in weiß sind, die alles immer perfekt machen. Man muss sich oftmals für sich selbst einsetzen. Ich finde das nicht einmal erschreckend, sondern die Arzt-Patient-Ebene ist einfach auch eine "Service-Angelegenheit". So wie ein Verkäufer nicht immer gleich erkennt, was dein eigentlicher Klamottenstil ist, so kann das auch kein Arzt sofort wissen. Toll, wenn die Chemie von Anfang an stimmt, aber das kann man nicht erwarten, denn das ist eher der Ausnahmefall.
Klar, fällt einem schwer, wenn man schon ziemlich am Ende ist, aber dazu hat man ja meist auch noch den Mann dabei. Den brieft man vorher extremst!!!
Und ich würde einfach über eine ambulante Geburt nachdenken. Dann bist du da schnell wieder raus und gut ist. Eventuell mit Beleghebamme, wenn es das dort gibt oder eben Geburtshaus oder eben ambulante Geburt im weiter entfernten KH, in dem du zufrieden warst. Eine Garantie gibt es natürlich nie, aber wenn es dann so läuft, dass du doch dort bleiben musst, denkt keiner mehr daran "Mist, wären wir doch nur im KH zu Hause gewesen, dann müssten wir jetzt nicht so viel pendeln!", sondern alle sind einfach froh, dass alles bestmöglich abgelaufen ist und der Papa nimmt den Mehraufwand ohne Nachdenken in Kauf, weil die Situation eben so ist wie sie ist. Es wird ein Baby geboren! Das Wunder, das Tollste, das Schönste auf der Welt. Da ist es einem danach piepegal, ob man 50km von zu Hause ist oder in einem kleinen armen Stall in Bethlehem (oh, ich werde pathetisch, aber ist doch so!).
Es geht nicht um bestmögliche Organisation, sondern um das, wobei man sich gut fühlt.

Ich bin jemand, der oftmals alle Bedenken beiseite schiebt und denkt: "Mir passiert das nicht!" Erleichtert mir meist das Leben, wird mich aber aller Wahrscheinlichkeit nach mal bitterböse auf den Boden der Tatsachen holen. Und ich akzeptiere jeden, der nicht so denkt. Aber wenn man sich schon so viele Gedanken macht und alle Risiken ausschließen will, sollte man sich darüber bewusst sein, dass man nie alles ausschließen kann. Und in deinem Fall würde ich einfach die Abhängigkeitssituation von irgendwelchen Ärzten und Krankenhäusern minimieren statt das eine zu verteufeln und im anderen die Rettung zu sehen. Alles sind nur Menschen! Die stehen nicht morgens auf und denken sich "Mir doch egal, ob was passiert!", die sind sich sicher alle darüber bewusst, dass sie Großes bewirken können, aber auch ganz viel schief laufen kann. Keiner macht's mit Absicht und wenn man Pech hat, kann man im ausgezeichnetsten Krankenhaus Alpträume erleben. Man muss sich immer bewusst sein, dass man in manchen Situationen viel Verwantwortung für das eigene Leben oder auch die seelische Gesundheit abgibt. Inwiefern man das zulässt, ist die eigentliche Frage. Es gibt Situationen, da ist man auf andere Menschen angewiesen und es gibt welche, da kann man sondieren, wem man sich "ausliefert" oder wie man an die Sache rangeht. Eine Geburt ist nämlich so eine Sache.....
Vertraut man sich selbst und auch darauf, dass man im fraglichen Moment auch einer 60-jährigen Hebamme, die von sich und ihren zigtausend erfolgreichen Geburten, einfach auch sagen kann: "Ich weiß trotzdem, dass es Quatsch ist und ich mach jetzt trotzdem das, was ich denke!" oder ob man sich fallen lassen will und dem Gegenüber alles überlässt. Es gibt immer solche und solche Geburtserfahrungen: Die eine kam mit dem Kreißsaaldrachen nicht klar, während die andere mit der offenen Art der jungen Kollegin nicht klarkam, weil man lieber genaue Anweisungen gehabt hätte, undundund

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28. November 2014 um 8:01

Ich
Habe mich auch für das weiter enfernte Krankenhaus ca. 60 km weg entschieden! Ich hatte ähnliche Gedanken aber ich war dort schin mit der Ersten und sehr zufrieden. Die Hebammen und Krankenschwestern sind dort einfach nur gut und sehr stillfreundlich und es hat eine sehr niedrige KS-Rate (BEL wird dort normal entbunden) und direkt eine Kinderstation für den Notfall. das war mir alles sehr wichtig.

Aber das Beste war eindeutig, das Einzelzimmer für das ich mich entschieden habe. Mein Mann und meine Tochter konnten kommen, wann sie wollten und auch mal etwas lauter sein ohne jemanden zu stören. Das war wirklich angenehm und würde ich jederzeit wieder machen.

Wenn dein Gefühl dir sagt, dass es dort besser ist, dann geh dahin. Man Entbindet so selten, da kann der Mann auch 3, 4 Tage etwas weiter fahren. Ihr müsst euch wohlfühlen!

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28. November 2014 um 8:22


Man hört aus jedem Krankenhaus schlimme Geschichten und man braucht einfach Glück, dass alles passt. Bei meiner ersten Geburt waren Hebamme und zwei Ärzte permanent anwesend, bei der 2. hatte ich Angst, ich bin mit meinem Mann allein, weil grad "alle" entbunden haben Es wurde dann ein KS...ABER: Ich selbst war zufriedener mit Geburt.

Geh dorthin, wo du dich wohler fühlst. Menschen sind nur Menschen und machen Fehler. Selbst im gleichen Krankenhaus gibt es sympathischere und unsympathische Leute...Wir hatten sowieso einen weiten Weg und mir persönlich wäre ein Krankenhaus mit mehr Möglichkeiten der Versorgung eh lieber, aber das muss jeder selber wissen. Andere bringen die Kinder daheim zur Welt.. Es gibt hier kein richtig oder falsch, nur ein Wohlfühlen.

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28. November 2014 um 18:52

Wenn du so schlechte Erfahrungen gemacht hast
Dann geh lieber in das kh, wo du dich wohl gefühlt hast. Aber zu dem mrsa. Das kann leider überall passieren. Trotz bester HygieneMaßnahmen. Kann sogar sein, dass ihr eigener besuch das angeschleppt hat. Viele Menschen haben mrsa und merken es gar nicht.
Lg und eine schöne Schwangerschaft

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28. November 2014 um 20:39

Stell dich doch in beiden Krankenhäusern
vor und mach es dann, wenn es soweit ist abhängig von deinem Zustand. Wenn du das Gefühl hast es gut zu schaffen, fährst du in das weiter entfernte. Sollte es "brenzlig" werden, nimm das nächstgelegene!

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28. November 2014 um 20:41

Danke euch
dass es bei jedem kh gute und schlechte geschichten gibt, ist klar. das hab ich ja auch aufgeführt. wobei selbst auch 2 befreundete krankenschwestern bzw -pfleger nicht unbedingt positiv über das kh sprechen. was das mrsa angeht, weiß ich auch, dass es überall passieren kann, aber dabei geht es auch ums ganze. wie sich das kh allgemein um die geschichte geschehrt hat und vorallem, eine Krankenschwester hatte dann in einem internetportal schlecht über die mutter geschrieben, weil diese nicht sonderlich beliebt war. dazu sei gesagt, die mutter der zwillinge arbeitete dort als Krankenschwester und der vater selbst als arzt. man könnte anhand dieser einen schwester also schon fast davon ausgehen, wenn man dort negativ auffällt, wird man schlechter behandelt. ///absatz denken//// was die ambulante geburt angeht, daran dachte ich schon beim ersten mal. allerdings wurde es ein kaiserschnitt nach einleitung und wer weiß, wie es diesmal wird. außerdem hab ich aufgrund meiner großen oberweite das stillen nur hinbekommen, weil mich die schwestern so super unterstützt hatten. auf jedenfall lieben dank an euch

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