Home / Forum / Mein Baby / Unterhalt bei Trennung, nicht verheiratet, 1 Baby

Unterhalt bei Trennung, nicht verheiratet, 1 Baby

20. September 2006 um 8:55



Hallo!
Kennt sich jemand von Euch mit der aktuellen Rechtssprechung aus, wieviel Unterhalt ich bekäme, wenn wir uns trennen?
Wir sind nicht verheiratet und wohnen seit Mitte 2004 zusammen, Ende 2005 kam unser Sohn!
Mein Freund betrügt mich allerdings immer wieder und ich kann jetzt nicht mehr, würde mich gerne trennen!
Ich habe studiert und ne gute Ausbildung, allerdings seit der Geburt unseres Kindes nicht mehr gearbeitet.
Mein Onkel meinte neulich, daß ab September 2006 eine regelung in Kraft tritt, daß auch unverheiratete Paare mit Kind, die zusammenleben, Unterhaltszahlungen verhandeln müssen.
Mein Freund will keine Trennung, meinte aber, ich müsse keine bedenken haben wegen eines Unterhaltes (er ist selbständig und verdient sehr sehr gut, hat aber aus steuerlichen Gründen natürlich Mords-Schulden :fou.
Weiß jemand, was mir den rechtlich zusteht?
Fürs Kind (10Mo) und ob ich auch was bekomme (nicht, was wir vereinbaren, sondern ob mir etwas zusteht).
Schaue mich schon nach einer Teilzeitstelle um, da ich mein Kind ja nicht 10 Stunden am Tag weggeben will.
Aber Teilzeit macht mich ja auch nicht gerade reich!

Danke schon mal für Eure Mühe,

A.

Mehr lesen

20. September 2006 um 11:28

Ne!
ich weiß ja, daß mir Unterhalt zusteht! Das ist gar nicht die Frage...bis vor Kurzem waren es 3 Jahre Unterhalt, seit Neustem auch mal 7 Jahre!
Trotzdem DANKE für die DD Tabelle!

Gefällt mir

20. September 2006 um 13:36

Vorsicht!
Das unten erwähnte Urteil bezieht sich auf längerfristige Beziehungen - was man bei Euch leider nicht sagen kann. Insofern würde ich Dir dringend raten, einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen, um einen wirklich fachkundigen Rat zu bekommen.

Ansonsten würde ich den Worten Deines Freundes, das er natürlich Unterhalt zahlen wird, nicht zu sehr glauben. Es ist leider in der Praxis so, dass sehr schnell der Unterhalt ausbleibt. Gerade Selbstständige rechnen sich dann gerne künstlich arm, wenn mal die Liebe weg ist.

1 LikesGefällt mir

22. September 2006 um 0:07

Hallo...
ich habe auch ein Baby, bin nicht verheiratet und wir leben auch nicht zusammen. Also: War auf demJugendamt und habe meine Angaben gemacht für Unterhaltszahlung. Der Vater muss zahlen. Nach dem Stadartsatz 200,00 fürs Kind aufjedenfall. Aber der Vater muss alle Einkünfte offenbaren und daraus wird dann errechnet wieviel er zahlen muss. Die ersten 3Jahre bezahlt er auch an die Mutter. Da hat man auch ein recht drauf. Zur sicherheit wird ein Vaterschaftstest gemacht. Geht einmal übers Gericht wenn er sich weigert die Vaterschaft anzuerkennen oder Privat. Muss aber alles er zahlen.(Wenn er es ist). Gericht ca. 5000 und nur den Test außergerichtlicht ca. 1500. Geh einfach zum Jugendamt und frag nach.Die helfen dir. Die stehen hinter den Müttern. Und lass dich nicht auf selber ausgehandelte Unterhaltszahlungen ein!Das kannst du nie wirklich beweisen falls dus mal musst. Das macht man nicht.
Viel Erfolg.
Mia

Gefällt mir

22. September 2006 um 9:06
In Antwort auf mia0805

Hallo...
ich habe auch ein Baby, bin nicht verheiratet und wir leben auch nicht zusammen. Also: War auf demJugendamt und habe meine Angaben gemacht für Unterhaltszahlung. Der Vater muss zahlen. Nach dem Stadartsatz 200,00 fürs Kind aufjedenfall. Aber der Vater muss alle Einkünfte offenbaren und daraus wird dann errechnet wieviel er zahlen muss. Die ersten 3Jahre bezahlt er auch an die Mutter. Da hat man auch ein recht drauf. Zur sicherheit wird ein Vaterschaftstest gemacht. Geht einmal übers Gericht wenn er sich weigert die Vaterschaft anzuerkennen oder Privat. Muss aber alles er zahlen.(Wenn er es ist). Gericht ca. 5000 und nur den Test außergerichtlicht ca. 1500. Geh einfach zum Jugendamt und frag nach.Die helfen dir. Die stehen hinter den Müttern. Und lass dich nicht auf selber ausgehandelte Unterhaltszahlungen ein!Das kannst du nie wirklich beweisen falls dus mal musst. Das macht man nicht.
Viel Erfolg.
Mia

Naja, also
wir haben schon vor der Geburt zusammen die Vaterschaftsanerkennung beim Jugenamt beantragt - da ist alles geregelt! Ich denke, ich könnte mir auch ne 3 Zi-WOhnung nehmen, die er zahlen würde - er verdient nämlich ziemlich gut - mein Glück!
Allerdings ignoriert er völlig, daß ich ausziehen will und erzählt auch seinen Freunden nicht, daß ich mich trennen will, weil er sich schämt, da ER schuld ist!
Ich muß ja jetzt erst mal eine WOhnung suchen und finden und bin auf der Suche nach einer Teilzeitstelle - das wird gar nicht so einfach!
Bis dahin wohnen wir noch zusammen.
Aber ich werde auf alle Fälle zum Jugendamt gehen.Vielen Dank für den Rat und Dir alles Gute mit dem Zwerg!

LG, A.

1 LikesGefällt mir

13. Mai 2009 um 14:08

Er muß dir den Ausgleich zahlen,der zwischen deinem Lebensstandard vor Geburt Kind u.jetzt ist!
Wenn Du aufgrund der Betreuung eines Kindes nicht arbeiten kannst, muss er Dir im Falle einer Trennung, den Betrag als Ausgleich zahlen, der Dir Deinen Lebensstandard sichert, den Du hattest, bevor das Kind kam.
Angenommen Du hast vorher gut verdient und bist im erziehungsjahr, muss er Dir den ausgleichenden Betrag zahlen.
Wenn Du aber vorher nicht gut verdient hast, dann muss er auch nur einen geringeren Unterhaltsbetrag zahlen.

Mein aktueller Fall ist folgender. Mein Ex verdient auch sehr gut.Ich habe studiert und nebenbei immer viel schwarz gearbeitet.Als ich schwanger wurde, hab ich mich irgendwann arbeitslos gemeldet, weil mir das mit der rum jobberei zu viel wurde.Er hat mich auch betrogen und hatte plötzlich eine neue Freundin. Jedenfalls ist es so, dass ich im Januar entbunden habe.
Ich habe alle meine kraft zusammen genommen und gute Miene zum bösen Spiel gemacht und ihn immerhin dazu gebracht, dass wir eine notarielle Unterhaltsvereinbarung bezüglich des Kindesunterhalts in Höhe von 600,- monatl. getroffen haben(abzügl. hälftiges Kindergeld bleiben 518,- Barunterhalt fürs Kind).
Ich bin ja nun seit ein paar Monaten arbeitslos, jedenfalls ist es so, dass er meinen vollen Unterhalt drei Jahre lang bezahlen muss. In meinem Fall sind das 686,- monatlich. Das ist der volle Hartz IV- Satz. zuzüglich Kindesunterhalt. Da bleiben mir aber nur 208,- monatlich fürs Kind, da mir bei Hartz IV nur diese Summe fürs Kind zusteht. Der Kindesunterhalt, den wir vereinbart haben, wird mit meinem Bedarf verrechnet. Solange ich arbeitslos bin erhalte ich zwar nicht den vollen Unterhaltsbetrag fürs Kind, aber sobald ich arbeiten gehe, kriege ich ihn. Und ich habe nicht vor, drei jahre zu hause zu bleiben.
Ich habe ihn deshalb zu dieser notariellen Vereinbarung gedrängt, da ich sonst über die Unterhaltsstelle des jobcenters einen viel niedrigeren Unterhaltssatz fürs Kind berechnet bekommen hätte. Von diesen 600,- Ki Únterhalt kann er nicht abweichen, bzw. diesen verringern, da das gesetz sagt, kindesunterhalt darf, bis auf ganz seltene Ausnahmen, nur erhöht werden- aber nicht verringert. Man darf nur zum Kindeswohl entscheiden, nicht dagegen.
Ich habe kürzlich mit der Unterhaltsstelle des Jobcenters tel., da ich wissen wollte, ob er dem Jobcenter gegenüber Auskunftsverpflichtet bezügl. seines Einkommens ist. Weil ich keinerlei Angaben habe, wieviel er monatl. verdient.
Das Problem ist, dass er als Geschäftsführer seiner Firma eingetragen ist, heißt, er erhält monatl. ein Geschäftsführergehalt. das ist nicht so wahnsinnig hoch. Entscheidend sind bei ihm die jährl. gewinnausschüttungen- die sind sehr hoch.
Leider habé ich über die Summe keine Informationen. Ich habe die Auskunft erhalten, dass er nur dann Áuskunftsverpflichtet ist, wenn er nicht freiwillig den Höchstsatz der Sozialleistungen bezahlt. Wenn er das also freiwillig zahlt, was er wohl tut, habe ich wieder keinen Einblick in seine Finanzen.
Der Bearbeiter sagte mir auch, dass es natürlich sein kann, dass er monatl. einen viel höheren Ki unterhalt zahlen muss. Dann sind die Grenzen nach oben hin offen.
Jetzt bin ich am überlegen, wie ich das anstelle, dass ich ihn ernsthaft durchprüfen lassen kann. Weil ich bin als Mutter verpflichtet, wenn ich den Eindruck habe, dass mein Kind zu wenig Unterhalt bekommt, der sache auf den Grund zu gehen. Ansonsten handel ich gegen das Kindeswohl und mach mich strafbar.
Das hat mir die Anwältin damals auch gesagt, dass wenn ich wissentlich mit dem Ki Vater eine vereinbarung zu seinen gunsten treffe, ist das gegen das gesetz.
Mir ging es damals darum, dass ich die Vaterschaftsanerkennung seinerseits habe und überhaupt irgendeine Vereinbarung in der hand habe, weil ich weiß, dass man sowas lange rauszögern kann und das ganz große probleme machen kann und viele rennereien bedeutet. Und dann im endeffkt ein viel geringeres ergebnis hat.
Ich will hier nicht meine eigene Geschichte unbedingt erzählen, sondern denke, dass du dadurch vielleicht bißchen einblick ist, wie die rechtslage und zusammenhangslos sind sachen manchmal schwer zu erklären...
Ein Problem sehe ich bei euch. Wenn er offiziell nichts hat, dann wird es schwer, ihn festzunageln. Ich weiß ja nicht, was er für ein Mensch ist und was er für Geschäfte macht, aber irgendwo muss er ja sein geld angelegt haben oder horten.wenn du darüber nachweise finden kannst, kontoauszüge oder ähnliches, dann hast du was in der hand. (wenn er aber schlau ist, hat er das wahrscheinlich im firmentresor...und nur er kommt ran) Wenn er wirklich nichts offiziell hat, dann erläutere ihm die rechtslage. Dass du bevor das Kind da war, so und soviel verdient hast und mit einem halbtagsjob jetzt nur so und so viel verdienen wirst. Er soll außergerichtlich zustimmen, dir die Differnz zu zahlen. Was ist mit dem Kindesunterhalt? Würde er einsehen, seinem Kind einen angemessen Betrag zu zahlen? Oder meinst du, er geizt da rum. Mein Ex war da z.B. so, dass es ihm seine ehre geboten hat, der vereinbarung zu zustimmen...ha, ha das waren seine worte...der mann, der mich schwanger sitzen ließ und mit einer hinterhältigkeit betrogen hat, sagte sowas
Du sagst, er will die Trennung nicht...das wird eh schwer werden, weil männer, die verlassen wurden, können mit ihrer gekränkten eitelkeit meist nur schwer umgehen...ich weiß jetzt auch nicht deine genaue geschichte, um dir den ultimativ schlauen ratschlag geben zu können...geh zum anwalt und lass dich beraten. kostet ca. 100 - 150,-...
so ich hör jetzt auf zu schreiben! Vielleicht hilft Dir das auch nicht, was ich dir schreibe...
Gruß Jule

Gefällt mir

13. Mai 2009 um 15:12


naja, die Threadstellerin hat vor 2 1/2 Jahren!!! diese Frage gestellt. Mittlerweile dürfte sich die Unterhaltsfrage geklärt haben.
Wenn ist dieser Thread höchstens noch für diejenigen interessant, die in einer ähnlichen Situation stecken. Wobei allerdings zu beachten ist, das sich die Unterhaltsgesetze in den letzten drei Jahren geändert haben.

Gefällt mir

13. Mai 2009 um 16:16

Artikel zu deiner frage
Hallo nochma...
ich habe gerade zufällig diesen artikel gefunden...
ich glaub, das beantwortet deine fragen ganz gut...

Wann muss die Ex-Frau wieder arbeiten?
Politik, 15.07.2008, Von Lothar Klein, 0 Kommentare, Trackback-URL
Berlin. Geht die Liebe, geht es anschließend häufig ums Geld. Vor allem, wenn sich Eltern trennen, gibt es Streit um den Unterhalt für den Ex-Partner, der die gemeinsamen Kinder betreut - meistens immer noch die Frauen. ...

... Ab wann muss die "Ex" wieder arbeiten gehen? Diese Frage klärt in dieser Woche der Bundesgerichtshof (BGH). Die seit Januar 2008 geltenden neuen Unterhaltsregeln sorgen nämlich für Verwirrung. Was steht im Unterhaltsrecht?

Das seit Januar geltende neue Unterhaltsrecht stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Nur wenn nach dem Kindesunterhalt noch Geld übrig bleibt, hat der kinderbetreuende Ex-Partner Anspruch für Betreuungsunterhalt. Einheitlich gilt für geschiedene und nicht verheiratete Mütter und Väter, dass sie in den ersten drei Lebensjahren eines Kindes keine Arbeit annehmen müssen. Danach muss jeder Partner finanziell für sich selbst sorgen.

Was geschieht nach drei Jahren?

Hier wird das neue Unterhaltsrecht unscharf. Laut Gesetz verlängert sich der Unterhalt, "solange und soweit dies der Billigkeit entspricht". Aber was heißt Billigkeit? Darüber urteilen die Gerichte seit Jahresbeginn unterschiedlich. In einigen Fällen mussten die Mütter nachweisen, dass keine geeignete Kinderbetreuung in der Nähe zur Verfügung stand.

Es kann aber auch "kindbezogene" Gründe für einen längeren Unterhaltsanspruch geben, etwa wenn ein Kind wegen einer Krankheit oder Verhaltsstörung einen höheren Betreuungsbedarf hat. Der Bundesgerichtshof soll jetzt in einem Grundsatzurteil einheitliche Richtlinien festlegen.

Wer hat geklagt?

Geklagt hat eine unverheiratete Mutter. Vom Ex-Partner, mit dem sie zwei acht und zehn Jahre alte Kinder hat, verlangt sie Unterhalt für deren Betreuung. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hatte ihr - noch nach der alten Gesetzeslage - Zahlungen nur bis zum sechsten Geburtstag des jüngsten Kindes zugestanden. Danach sollte sie arbeiten gehen. Dagegen klagt jetzt der Ex-Partner.

Wie wurde der Betreuungsunterhalt vor der Reform geregelt?

Vor der Reform galt eine ziemlich einfache "Null- Acht-Fünfzehn"-Regel, allerdings nur für geschiedene Eltern. Vom achten Lebensjahr des Kindes an musste der betreuende Elternteil Teilzeit arbeiten, mit dem 15. Geburtstag war ein Vollzeitjob zumutbar. Für unverheiratete Ex-Partner war nach drei Jahren Schluss.

Was passiert, wenn der Ex-Partner trotz Pflicht zur Arbeitsaufnahme keine Beschäftigung findet?

In diesem Fall stehen sich unverheiratete immer noch schlechter als geschiedene Partner. Findet die Ex-Ehefrau keine ihrer Ausbildung und ihrem ehelichen Lebensstandard entsprechende Arbeit, besteht weiterhin ein Anspruch auf Unterhalt gegenüber dem Ex-Ehemann. Das gilt auch für Ex-Ehepartner, die sich noch in Ausbildung befinden.

Im Klartext: Eine Akademikerin muss nicht putzen gehen oder ist nicht auf Hartz IV angewiesen, wenn ihr Ex-Ehemann Unterhalt zahlen kann. Nicht verheiratete Ex-Partner sind hingegen auf Arbeitslosengeld oder Hartz IV angewiesen. Ein Anpruch auf Unterhalt besteht nur für die Betreuung gemeinsamer Kinder.

Wie wird der Bundesgerichtshof entscheiden?

Vermutlich wird es einen Kompromiss geben. Der BGH hat bereits Bedenken gegen die strikte Regelung im Gesetz erkennen lassen, dass Mütter immer dann arbeiten gehen müssen, wenn die Kinder vom dritten Jahr ganztags in den Kindergarten gehen können. Schließlich müssten die Kinder in den späten Nachmittagsstunden und am Abend betreut werden.


Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen