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Uroma gestorben - (Wie) sag ichs dem Zweijährigen???

16. Oktober 2011 um 14:12

Hallo!

Mal ne Frage an alle: Die Oma meines Mannes ist gestern gestorben. Unser Sohn kannte sie, auch wenn sie nicht wirklich ein inniges Verhältnis hatte. Sie war schon 94, saß im Rollstuhl und der Kleine hatte immer etwas Angst vor ihr. Aber er hat immerhin immer die Hand gegeben und sie immer wieder mal angelächelt, aber halt mit Abstand...

Wie würdet ihr es mit dem Kleinen halten bzgl. seiner Uroma? Wir haben überlegt, ob wir ihm von ihrem Tod erzählen sollen. Eigentlich versteht er es ja überhaupt nciht, kann ja mit dem Wort "Tod" nicht anfangen und sowas, dass sie in die Erde eingegraben wird, will ich ganz sicher nicht sagen.
Er hat aber in der Früh schon gemerkt, dass der Papa "tauig" ist (=traurig) und dann hieß es gleich "kuseln" und dann meinte er, dass es jetzt bestimmt wieder gut ist, der Papa also nciht mehr traurig. Und als dann meine Schwiegermutter kurz hier war, war er total irritiert, wollte überhaupt nciht zu ihr - ich bin sicher, dass er gemerkt hat, dass sie "anders" ist. Als die beiden (also meine SchwieMutter und mein Mann) weggefahren sind zum Friedhof, dann war er auch total irritiert und da hab ich ihm erzählt, dass sie sehr traurig sind, weil die Uroma gestorben ist und nicht mehr da ist. Und dass sie zum Friedhof gefahren sind - das weiß er schon, dass das ein trauriger Ort ist...

Würdet ihr näher auf das Thema eingehen???
Von der Uroma im Himmel will ich ehrlich gesagt nichts erzählen, weil wir nicht gläubig sind und mit dieser Geschichte auch nichts anfangen können...

Bin mal gespannt auf Meinungen!

LG
Judit

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16. Oktober 2011 um 14:38

Hallo
wir haben uns auch gerade ganz kurz mit dem thema befasst. meine tante ist 98 jahre alt und ist krank im moment. sie hat eine bronchitis und der arzt sagte, das es nicht gut aussieht, das sie sich wahrscheinlich nicht erholt. ach so, vllt,. soolte ich erwähnen, das es die tante meiner mama ist, nciht das ihr irritiert seit. aber sie ist, egal welche generation, immer die tante.
meine maus kennt sie nun auch nicht so gut. aber wir waren oft zu besuch da, wenn irgendeine familienfeier anlag, damit lena sie auch kennen lernt.

ich hatte in der kita ein gespräch mit lenas erzieherin geführt, weil ich auch nicht weiss wie ich es ihr erklären soll. sie hat mir ein buch empfohlen, wo das thema "tod" sehr gut erklärt werden soll. ich glaub es war dieses hier:"
http://www.weltbild.de/3/16179253-1/buch/ein-himmel-fuer-oma.html#Kundenbewertung+Ein+H immel+f%C3%BCr+Oma

lg jessi mit lena (2Jahre alt)

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16. Oktober 2011 um 19:00


Ähm, dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung in unserem Fall.
Der Kleine wächst zweisprachig auf - deutsch und ungarisch.
Und auf ungarisch gibt es ein Wort, das sowohl Weinen als auch Grab bedeutet - ist wahrscheinlich auch kein Zufall.
Auf jeden Fall kommen wir oft an einem Friedhof vorbei und von außen sieht er ähnlich aus, wie der Spielplatz, mit großen Bäumen usw. Er wollte da immer rein und hat gesagt, dass dort bestimmt eine Rutsche und eine Schaukel ist. Darauf hab ich ihm (auf ungarisch) geantwortet, dass da nur Gräber drin sind. Und seitdem meint er, dass man da drin weinen muss. Ich hab zwar versucht ihm zu erklären, dass das nicht so ist, aber irgendwie ist ihm das etwas zu hoch...

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16. Oktober 2011 um 20:41


Hallo,

danke für die Antworten!
Also es ist tatsächlich so, dass der Kleine sie sicher nicht vermissen wird. Sie war auch im Heim, so dass es auch kein Haus gibt, wo wir öfter hinkommen, und sie "fehlen" könnte. Sie hatten wie gesagt auch kein wirkliches Verhältnis, weil sie schon zu alt und zu schwach war, um mit ihm spielen oder so zu können...
Und wirklich FRAGEN kann er auch nicht, weil er noch nicht so gut spricht, dass er Fragen mit "wo" oder "warum" oder so ähnlich stellen könnte.
Ich glaube, es ist okay, wie wir das gemacht haben, ihm einfach sagen, dass alle traurig sind, weil die Uroma nicht mehr da ist - mehr würde er ja wohl nciht verstehen...

LG
Judit

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16. Oktober 2011 um 21:45

Mein Opa
ist vor einem Monat gestorben. Die letzen Wochen vor seinem Tod haben wir sehr viel Kontakt gehabt, das letzte mal "fit" an seinem 90. Geburtstag im August. Drei Stunden vor seinem Tod war ich mit Lena ( 2 3/4) noch bei ihm, den einzig wachen Moment hatte er, als Lena an seinem Bett hochgesprungen ist. Da hat er sich aufgesetzt und seine Augen haben richtig geleuchtet.
Vor der (Urnen-) Beerdigung haben wir Lena gesagt daß der Uropa für immer eingeschlafen ist. ich bin auch überhaupt nicht gläubig, finde es aber für Kinder sehr schön zu sagen daß derjenige jetzt im Himmel ist und auf uns aufpasst. Ich muß jetzt jeden Abend vor dem "ins Bett gehen" mit Lena ganz kurz vor die Tür und Sterne gucken. Ich finde, daß hat nichts mit göäubig sein zu tun.
Bei der Beerdigung durfte sie Rosenblätter ins Grab werfen, allerdings haben wir ihr da NICHT gesagt daß der Uropa da drin ist!
Sie fragt oft nach ihm, aber das liegt sicher daran daß sie so viel Kontakt zu ihm hatte. Wenn das Verhältnis nicht so eng gewesen wäre, hätte ich ihr vielleicht gar nichts gesagt.

LG Julia

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