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Urvertrauen bei ü1 kleinkindern........

10. August 2014 um 13:19 Letzte Antwort: 12. August 2014 um 17:38

Man spricht ja immer davon, wie schnell bei babys das urvertrauen durch zb schreien lassen erschüttert wird/werden kann..
Ich frage mich, ab welchem alter dies nicht mehr so krass ist?! Vieles was zb essen angeht ist plötzlich ab dem 1. Geburtstag erlaubt, doch ab wann lässt sich das urvertrauen nicht mehr so erschüttern?

Und nein, ich möchte damit keine rechtfertigung einholen, um mein baby schreien zu lassen oder sonst was... es ist einfach eine reine interessen frage.

Danke für eure antworten

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10. August 2014 um 16:49

Naja...
was heißt schnell erschüttern. Er kommt auf die Schwere der Brutalität an. Schreien lassen im Babyalter ist schon hochgradig und da braucht es nicht lange.
Das ist nach dem 1. Lebensjahr nicht anders. Wenn man körperlich misshandelt wird, dann schwindet das Urvertrauen schneller, als wenn man psychisch misshandelt wird.
Bei körperlicher Misshandlung sollte es nach kurzer Zeit gebrochen sein. Bei Liebesentzug oder Unterdrückung dauert das meistens bis zur Pubertät/Erwachsenenalter, weil man dann erst die Lage richtig verstehen kann....mich hat man allerdings nie schreien lassen.
Bei mir kam das schleichend bis ich selbst Mutter wurde und gemerkt habe, wie intensiv die Liebe zum Kind eigentlich ist und das es ganz anders ist, als ich es gelernt hatte. Dann kam eine heftige Situation mit meiner Erzeugerin und da war dann auch bei mir der Ofen ganz aus.

Mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre und braucht Trost. Wenn ich ihm den nicht geben würde, dann würde sein Urvertrauen auch verschwinden. Allerdings ist er in einem Alter, wo er mit seinen Emotionen schon selbst sehr gut umgehen kann und nicht bei jedem bisschen meinen Trost braucht und die Grenzen zeigt er mir auch. Das ist bei Babys eine ganz andere Nummer.
Ich glaube nicht, dass man das so pauschal sagen kann, denn es ist personenabhängig. Jeder Mensch ist anders und hat einen eigenen Charakter und danach entscheidet sich das. Jeder sollte sein Kind eigentlich ganz gut kennen und wissen wann was angebracht ist und in welchem Grad ein Kind allein mit Emotionen schon umgehen kann.
Wie gesagt...bei körperlicher Gewalt ist das was ganz anders. Da sollte das Urvertrauen ziemlich schnell zerstört sein.

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10. August 2014 um 16:52
In Antwort auf carpe3punkt0

Naja...
was heißt schnell erschüttern. Er kommt auf die Schwere der Brutalität an. Schreien lassen im Babyalter ist schon hochgradig und da braucht es nicht lange.
Das ist nach dem 1. Lebensjahr nicht anders. Wenn man körperlich misshandelt wird, dann schwindet das Urvertrauen schneller, als wenn man psychisch misshandelt wird.
Bei körperlicher Misshandlung sollte es nach kurzer Zeit gebrochen sein. Bei Liebesentzug oder Unterdrückung dauert das meistens bis zur Pubertät/Erwachsenenalter, weil man dann erst die Lage richtig verstehen kann....mich hat man allerdings nie schreien lassen.
Bei mir kam das schleichend bis ich selbst Mutter wurde und gemerkt habe, wie intensiv die Liebe zum Kind eigentlich ist und das es ganz anders ist, als ich es gelernt hatte. Dann kam eine heftige Situation mit meiner Erzeugerin und da war dann auch bei mir der Ofen ganz aus.

Mein Sohn ist jetzt 3,5 Jahre und braucht Trost. Wenn ich ihm den nicht geben würde, dann würde sein Urvertrauen auch verschwinden. Allerdings ist er in einem Alter, wo er mit seinen Emotionen schon selbst sehr gut umgehen kann und nicht bei jedem bisschen meinen Trost braucht und die Grenzen zeigt er mir auch. Das ist bei Babys eine ganz andere Nummer.
Ich glaube nicht, dass man das so pauschal sagen kann, denn es ist personenabhängig. Jeder Mensch ist anders und hat einen eigenen Charakter und danach entscheidet sich das. Jeder sollte sein Kind eigentlich ganz gut kennen und wissen wann was angebracht ist und in welchem Grad ein Kind allein mit Emotionen schon umgehen kann.
Wie gesagt...bei körperlicher Gewalt ist das was ganz anders. Da sollte das Urvertrauen ziemlich schnell zerstört sein.

Eins meiner Lieblingszitate
und immer wieder treffend bei dem Thema.

"Anfangs lieben Kinder ihre Eltern; wenn sie älter werden, halten sie Gericht über sie; manchmal verzeihen sie ihnen."
-Oscar Wilde-

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10. August 2014 um 17:42

...
Erstmal muss man die Begriffe Vertrauen und Urvertrauen unterscheiden. Vertrauen bezieht sich immer auf eine einzelne Person. Die Definition von Urvertrauen aus Wikipedia:

Urvertrauen entwickelt sich bei beiden Ansätzen im sehr frühen Kindesalter durch die verlässliche, durchgehaltene, liebende und sorgende Zuwendung von Dauerpflegepersonen (zumeist den Eltern). Es verschafft die innere emotionale Sicherheit, die später zu einem Vertrauen in seine Umgebung und zu Kontakten mit anderen Menschen überhaupt erst befähigt. Urvertrauen ermöglicht angstarme Auseinandersetzung mit der sozialen Umwelt.


ist also etwas völlig anderes. Normalerweise merken es die Eltern, ab welchen Alter ihre Kinder warten können oder ob sie gerade trotzen oder etwas wirklich benötigen. Natürlich sagt man nicht, schwupps, ab dem 1. Geburtstag kann man ein Kind stundenlang warten lassen. Aber vergleiccht man einen einjährigen mit einem Neugeborenen, merkt man doch, dass der Einjährige viele Bedürfnisse nicht sofort befriedigt haben muss, dass er nicht mehr eine ständige Rundumsorglosversorgung benötigt, sondern sich auch schon mal ein wenig allein beschäftigen kann, nicht sofort gefüttert werden muss, sondern wenige Minuten abwarten kann. Usw.

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10. August 2014 um 19:43

Wie schokiladi
unten schreibt:
Urvertrauen und Vertrauen sind zwei verschiedene Dinge.

Urvertrauen bedeutet, dass ein Mensch grundsätzlich dazu in der Lage ist, Vertrauen zu fassen. D.h. es ist eine spätere Grundeinstellung, die eben tief verankert ist in der Beziehung zu den ersten Menschen, die uns umgeben bzw. in der ersten wichtigen Prägephase des Lebens.

Vertrauen wiederum bezeichnet das Verhältnis zu einer einzigen Person und das kann im Endeffekt jederzeit zerstört oder enttäuscht werden.
Hat z. B. eine Mutter zwar anfangs eine gute Bindung zum Kind aufgebaut und das Kind in dem Sinne auch Urvertrauen kennen gelernt, die Mutter kommt aber aufgrund verschiedener Umstände plötzlich in eine Verfassung, dass sie das Vertrauensverhältnis zum Kind stark belastet, dann kann natürlich das Mutter-Kind-Verhältnis darunter leiden, aber es bedeutet nicht, dass das Urvertrauen zerstört ist und dieses Kind immer Schwierigkeiten haben wird, Vertrauen aufzubauen.

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11. August 2014 um 9:44


Omg. Diese experimente sind ja schrecklich mir bleibt echt die luft weg...

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11. August 2014 um 17:33

Das gehirn
Wird bis 3 wie eine Schallplatte geprägt.
Natürlich prägen erlebnisse danach auch noch.
LG

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12. August 2014 um 17:38

Entschuldigt
Da eröffne ich diesen thread zum diskutieren und eine stunde später fällt mein internet aus

Ich danke euch für eure antworten.. diese von euch beschriebenen experimente sind ja wirklich furchtbar

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