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Vater mit Frage wg Baby

4. August 2010 um 10:56 Letzte Antwort: 11. August 2010 um 23:41

Ich bin in einer moralischen Zwickmühle.

Seit ca 18 Monaten bin ich biologischer Vater eines Kindes einer viel jüngeren Mutter. Wir hatten uns nach einer nur Wochen dauernden Beziehung mehrfach auf meinen Wunsch hin getrennt, aber sie hat mich u a mit Selbstmorddrohungen immer wieder an sich gebunden. Bei unserem endgültig geplanten letzten Sehen, habe ich dann mit ihr geschlafen, da sie mir versichert hatte, es wäre eine "sichere" Zeit. Sie wusste es war das genaue Gegenteil und hat mir später gestanden, sie wollte mich durch ein Kind binden. In der Schwangerschaft habe ich sie fast nicht gesehen, da ich absolut nicht mit der Situation umzugehen wusste, da wir zwei wirklich nicht optimal zueinander passten, ich aber andererseits Kinder liebe. Gleichzeitig erwartete sie von mir all Ihre vielen Eigenheiten zu akzeptieren und ihrem Lebensstil zu übernehmen ging aber Null auf meinen zu. Aus all den Gründen hatte ich seinerzeit die Vaterschaft in Absprache mit der Mutter nicht beantragt - offiziell bin ich also nichts.

Als das Kind da war, habe ich (sie wohnt in entfernter Stadt) Ihr und dem Kind mehr und mehr geholfen und teils auch bei Ihr tageweise gewohnt. Ich lernte das Kind lieben, da die Mutter aber stark psychisch angeschlagen war und nur qua Kind noch Lebensmut hat(te), hat sie mich wohl auch als Konkurrenz zum Kind angesehen, insbesondere als sie merkte dass das Kind mich auch mehr und mehr mochte.

Nun hat es - nach meiner Einschätzung von der Mutter konsequent anvisiert - Ärger zwischen uns gegeben und die Mutter untersagt mir jeglichen Kontakt.

Was nun: Lösung a) zu Jugendamt gehen, potentiell keinerlei Umgangsrecht bekommen (Mutter ist sehr geschickt in der Manipulation von Menschen) aber lebenslang zahlen und letztendlich doch keinen positiven Einfluss für das Kind nehmen können, eventuell sogar nie sehen dürfen, oder b) sich total zurückziehen, mit dem lebenslang schlechten Gewissen gegenüber einem Kind.

Klingt eindeutig nach a) -- wenn da nicht meine Erfahrung wäre, wie dramatisch jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen einem zusetzen können und wie willkürlich Gerichte in Deutschland urteilen und (das mal hier in dem Frauenforum) wie extrem Frauenfreundlich bzw Männerfeindlich viele Gerichte inzwischen urteilen.

Freue mich auf gute Tipps

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4. August 2010 um 11:51


Also deinem Beitrag entnehme ich dass du die Vaterschaft nicht anerkannt hast.

Deshalb frage ich mich auch warum du bezahlst. Versteh mich nicht falsch, ich finde das sehr gut. Der (anerkannte) Erzeuger meines Sohnes tut nichts dergleichen.

Ich würde mich auf jeden Fall mal beim Jugendamt erkundigen, denn meine persönliche Meinung ist, dass ein Erzeuger, der auch Vater sein will (und zwar mit allen Rechten und Pflichten) auch diese Chance bekommen sollte. Ich wüßte nicht warum das Jugendamt dir den Umgang verweigern sollte. Und fragen kostet ja nichts

Ich denke das erste was du machen solltest ist die Vaterschaft offiziell anzuerkennen.

Ich wünsche dir viel Glück und bin echt froh zu sehen dass es auch noch verantwortungsvolle (ungewollte) Väter gibt

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5. August 2010 um 9:58

Wenns so einfach wäre
Hallo ladynan85,

die Asymetrie der Rechte ist etwas größer als Ihr denkt. Zum einen kann eine Mutter die Vaterschaftsfestellung bis zum 18. Lebensjahr recht gut sabotieren.Umgekehrt kann aber die Mutter jederzeit die Vaterschaftsfestellung einfordefrn.
Zweitens um gute Kommunikation zu erreichen, müsste erst mal wieder Kommunikation existieren (und ich kann keine erzwingen!). Und die Mutter hofft - leider zurecht - das nachdem sie mir das Kind nun total entzieht - ich bald nicht mehr eine wesentliche Bezugsperson bin.

Das geschilderte Dilemma ist schon für mich wirklich belastend. Und woher nimmst du die Sicherheit mit dem Zustehen des Umgangsrecht ? Soweit ich geleden habe kann eine Mutter mit entsprechender Konsequenz das relativ leicht verhindern.

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11. August 2010 um 23:41

Also
zur rechtlichen Situation ist eigentlich schon alles gesagt worden. Vaterschaft anerkennen und dann bekommst du ein Besuchsrecht für das Kind und darfst es 14tägig für einen Nachmittag besuchen, später dann auch mal mitnehmen. Ich würde auf jeden Fall dafür kämpfen, denn es ist dein Kind und ansosnten wirst du ein Leben lang ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber haben und dich immer schlecht fühlen, weil du am Leben deines eigenen Kindes nicht anteil nehmen kannst und dein eigenes Kind gar nicht kennst.

Eines möchte ich hier aber noch anmerken, auch wenn es nun schon lange zu spät ist, aber: Du hättest unbedingt auf ein Kondom bestehen müssen! Denn wenn sie so psychisch labil war bzw. ist das sie dir mit Selbstmord drohte um dich an sich zu binden.... da hättest ihr nicht vertrauen dürfen und ausserdem kann man ja nie 100 prozentig wissen wann jetzt fruchtbare und unfruchtbare Tage sind und trotdem schwanger werden. In dieser Situation hättest das keinesfall tun dürfen. Jetzt ist das natürlich eh nicht mehr zu ändern, aber ich möchte damit anmerken, das ich finde, das du nicht ganz unschuldig an der Situation bist, denn du hättest mit deinem Sperma verantwortungsvoller umgehen müssen Und wie gesagt kann eh nix passieren weil gerade nicht fruchtbar.... es kann immer passieren und das hast du auch gewusst, denn du bist ein erwachsener Mann und keine 16 mehr!

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