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Vater nach Tod der Mutter überfordert mit den Kindern - gibt es da irgendwelche Hilfen?

1. Oktober 2011 um 13:42

Hallo,

vielleicht kann hier jemand einen Tipp geben.

In der Verwandtschaft ist folgender Fall: Die Mutter ist Ende Juni nach jahrelanger Krebserkrankung verstorben. Jetzt ist der Vater allein mit den beiden Kindern, 9 und 11 Jahre und damit total überfordert.
Er muss ja vollzeit arbeiten, das heißt um halb fünf aufstehen jeden Tag, dann nach der Arbeit den einen Sohn von der Tante (die ihn nach der Schule betreut) abholen, danach den großen Sohn (er geht in eine Ganztagsschule) vom Bus abholen.
Danach noch eventuelle Hausaufgaben machen (wo er auch ziemliche Schwierigkeiten hat, weil er mit Manchen überfordert ist, das hat auch immer die Mutter der Kinder gemacht. Die Jungs sind auch noch nciht so weit, dass sie alles selbstständig ohne Kontrolle machen. Gerade der Große ist auch ein sehr schwacher Schüler, der überall Schwierigkeiten hat...
Dann noch diverse Hobby-Termine, wo er sie hinfahren muss, Musik, Sport usw. Sie wohnen in einem kleinen Dort, dort ist NICHTS, das heißt, dass man die Kinder überall mit dem Auto hinfahren muss, anders gehts nicht.

Abends gehen die Kinder natürlich in dem Alter auch nicht mehr ganz so früh ins Bett, so dass der Vater insgesamt auch zu wenig Schlaf bekommt. Und auch tagsüber kommt er kaum zur Ruhe, hat nie Zeit für sich, ist immer nur in diesem "Hamsterrad". (Man merkt ihm mittlerweile sehr deutlich an, dass er das so nicht mehr lange mitmachen kann, ohne umzukippen, es gab schon ein paar Vorfälle, wo man gemerkt hat, dass er geistig nicht ganz "da" ist. Und mittlerweile sagt er selber, dass er jeden Abend froh ist, den Tag überstanden zu haben.) Er hatte wohl auch noch gar keine Zeit, sich mit dem Tod seiner Frau auseinanderzusetzen...

Ich bin selber am Überlegen, was man da tun kann. In gewissem Maßen (z. B. Nachhilfe) können wir schon helfen, aber bei diesem "Alltagstrott" gehts halt nicht. Wir wohnen auch nicht bei ihnen im Dorf, so dass ich die Kinder betreuen könnte regelmäßig.

Gibt es da irgendwelche Hilfe für solche Fälle? Ich meine, mir ist klar, dass es auch andere Alleinerziehende gibt, die MÜSSEN auch irgendwie zurechtkommen. Aber er SCHAFFT es halt nicht, da hilft es auch nicht, wenn man sagt, er muss es schaffen. Irgendwann kippt er komplett um und dann sind die Kinder ganz alleine. (Man muss auch dazu sagen, dass der Vater immer schon ein Mensch war, dem immer gesagt wurde, was er zu tun hat, lange von seiner Mutter, später von seiner Frau. Er sollte und brauchte keine eigene Meinung haben, man hat einfach über ihn bestimmt. Ich glaube, er hat das auch gebraucht, ist halt ein eher unselbstständiger Mensch. Deswegen ist er jetzt wohl auch heillos überfordert.)

Mir tun alle Beteiligten total Leid und würde mich freuen, wenn jemand einen Tipp hätte, was man da tun kann!

LG
Judit

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1. Oktober 2011 um 13:51

Hallo
Er kann sein Problem beim Jugendamt schildern. Die bieten evtl. Die Möglichkeit einer Familienhelferin oder eher wahrscheinlich die Unterbringung der Kinder in einem Schülerhort. Da haben die Kinder nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote meist bis 17.00h. Ausserdem sind die Schulferienzeiten, welche ja manchmal auch schwierig zu Überbrücken sind, zu grössten Teil in einem Hort betreut. Soviel ich weiß übernimmt das JA in so einem Fall die Kosten für den Hort. Wäre das was????
Viel Glück und alles Gute

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1. Oktober 2011 um 13:54


Erstmal mein Beileid an den Mann und auch an dich.

Es gibt bestimmt Hilfe, ich glaube für ihn ist es wirklich angebracht mal einen Neurologen/ Psychologen aufzusuchen. Eine Vater- Kind - Kur in dem Fall denke ich ist auch angebracht, ansonsten vielelicht mal ans Jugendamt wenden und mal für die nächsten Wochen eine Sozalbetreuerin ins Haus schicken, die helfen dann im Haushalt usw.

LG Ivonne

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1. Oktober 2011 um 13:55

Vllt
wäre eine tagesmutter was???
meine mama starb als meine schwester 10 und ich 3 jahre alt war und mein papa musste ja auch ganztags arbeiten..wir wurden von meiner tante aus schule und kiga abgeholt und dann zu meiner oma gebracht bis mein papa uns nach der arbeit abholte und am we waren wir bei der anderen oma...allein hätte mein vater das auch niemals geschafft...
denke das euer bekannter sicherlich eine tagesmutter bekommen würde..die wäre dann ja auch gkleich wieder eine feste bezugsperson für die jungs und das ist bestimmt auch grad nicht das schlechteste

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1. Oktober 2011 um 13:56
In Antwort auf schneeschnuppe

Hallo
Er kann sein Problem beim Jugendamt schildern. Die bieten evtl. Die Möglichkeit einer Familienhelferin oder eher wahrscheinlich die Unterbringung der Kinder in einem Schülerhort. Da haben die Kinder nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote meist bis 17.00h. Ausserdem sind die Schulferienzeiten, welche ja manchmal auch schwierig zu Überbrücken sind, zu grössten Teil in einem Hort betreut. Soviel ich weiß übernimmt das JA in so einem Fall die Kosten für den Hort. Wäre das was????
Viel Glück und alles Gute


Hallo,

ich glaube nicht, dass es so einen Hort dort überhaupt gibt. Es ist wirklich eine dörfliche Gegend, die Grundschule hat nichtmal Mittagsbetreuung. Der Große ist ja zum Glück auf die Ganztagsschule gekommen (auch nur, weil da der Tod der Mutter schon abzusehen war)... Und wie gesagt, bis er von der Arbeit heimkommt, wird auch der Kleine von einer Tante betreut...
Aber ich kann schon verstehen, wenn man jeden Tag zur Frühschicht muss und dann auch bis zum Abend die Kinder die ganze Zeit da hat, dass man da irgendwann durchdreht...

So viel ich weiß, hat die Mutter VOR ihrem Tod schon versucht, so eine Familienhilfe zu beantragen, wurde ihnen auch nicht gewährt, obwohl sie wirklich in den letzten Monaten nichtmal sich selber richtig versorgen konnte.

Aber danke für deinen Tipp, mal sehen, ob noch mehr Antworten kommen. Ich möchte der Familie unbedingt irgendwie helfen!

LG
Judit

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1. Oktober 2011 um 13:59
In Antwort auf emmi_12518091


Erstmal mein Beileid an den Mann und auch an dich.

Es gibt bestimmt Hilfe, ich glaube für ihn ist es wirklich angebracht mal einen Neurologen/ Psychologen aufzusuchen. Eine Vater- Kind - Kur in dem Fall denke ich ist auch angebracht, ansonsten vielelicht mal ans Jugendamt wenden und mal für die nächsten Wochen eine Sozalbetreuerin ins Haus schicken, die helfen dann im Haushalt usw.

LG Ivonne


Hallo,

ja, die Kinder sind beide in Psychologischer Behandlung, aber der Vater wehrt sich vehement gegen sowas: Er sei ja nicht verrückt.
Und so eine Vater-Kind-Kur wurde ihm auch schon angeraten, aber da meinte er, sie hätten schon genug Stress und er will nur seine Ruhe haben...
Aber ich glaube, das wär wirklich sinnvoll, müssen mal wieder mit ihm reden!

LG
Judit

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1. Oktober 2011 um 14:05
In Antwort auf danika_604486

Vllt
wäre eine tagesmutter was???
meine mama starb als meine schwester 10 und ich 3 jahre alt war und mein papa musste ja auch ganztags arbeiten..wir wurden von meiner tante aus schule und kiga abgeholt und dann zu meiner oma gebracht bis mein papa uns nach der arbeit abholte und am we waren wir bei der anderen oma...allein hätte mein vater das auch niemals geschafft...
denke das euer bekannter sicherlich eine tagesmutter bekommen würde..die wäre dann ja auch gkleich wieder eine feste bezugsperson für die jungs und das ist bestimmt auch grad nicht das schlechteste


Ja, sowas wäre schon gut, allerdings meint er, dass sowas nicht bezahlt wird, müsste er selber zahlen und vor allem jetzt nach ihrem Tod schwimmt er wirklcih nicht in Geld. (Haus muss trotzdem irgendwie abbezahlt werdne, usw.)

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1. Oktober 2011 um 14:06


Da muss ich mal schauen, ob es hier sowas auch gibt. Ich kann mir halt allerdings vorstellen, dass man es bei so "großen" Kindern nciht so eng sieht... Aber die sind auch sehr anstrengend...

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1. Oktober 2011 um 14:14
In Antwort auf blablabla174


Ja, sowas wäre schon gut, allerdings meint er, dass sowas nicht bezahlt wird, müsste er selber zahlen und vor allem jetzt nach ihrem Tod schwimmt er wirklcih nicht in Geld. (Haus muss trotzdem irgendwie abbezahlt werdne, usw.)

Ja
das kommt sicherlich auf den verdienst an und wenn er nicht in geld schwimmt dann wird das bestimmt auch bezahlt...und nachfragen kostet ja nix

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