Home / Forum / Mein Baby / Vater strebt gemeinsames Sorgerecht an obwohl er 400 km weit weg wohnt

Vater strebt gemeinsames Sorgerecht an obwohl er 400 km weit weg wohnt

16. Oktober 2010 um 13:11

Hallo ihr Lieben,

ich bin vom Vater meiner Tochter (18 Monate) getrennt. Sie ist in der Schweiz geboren und ich wohne mit ihr jetzt wieder in deutschland. Er ist immernoch in der Schweiz. Ca. 400 km entfernt von uns. Ich habe das alleinige Sorgerecht. Nun will er unbedingt das gemeinsame Sorgerecht. Ich ermögliche ihm alles. Er kann sie sehen wann sie will, ich informiere ihn wie es ihr geht usw. Damit gibt er sich nicht zufrieden

Ich war froh das alleinige Sorgerecht zu haben. Gerade wegen der Entfernung und dem Punkt das er im Ausland wohnt. Ich will nicht ständig einer Unterschrift von ihm nachlaufen. Noch dazu pocht er nur auf das Sorgerecht und fragt nichtmal wie es ihr geht. So wie gestern mal wieder. Ich finde es zu umständlich ihm ständig nachzulaufen. Am Ende leidet meine Tochter drunter. Noch dazu bin ich froh endlich weg von ihm zu sein. Das das der beste Schritt war sieht man mir und meiner Tochter auch an. Uns gehts viel besser.

Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit? Hat er überhaupt eine Chance damit durchzukommen wenn er so weit entfernt wohnt?

Mehr lesen

16. Oktober 2010 um 19:18

Ich denke nicht
das er wirklich eine Chance hat, weil es einfach unrealistisch ist und im Alltag nicht durchzuführen. 400 km sind ja echt weit weg. Ich würd mal einen Termin beim Jugendamt ausmachen und mich informieren. Mein Jugendamt ist immer sehr nett und ich kann alles fragen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Oktober 2010 um 20:45
In Antwort auf lily_12323553

Ich denke nicht
das er wirklich eine Chance hat, weil es einfach unrealistisch ist und im Alltag nicht durchzuführen. 400 km sind ja echt weit weg. Ich würd mal einen Termin beim Jugendamt ausmachen und mich informieren. Mein Jugendamt ist immer sehr nett und ich kann alles fragen.

Danke für deine Antwort
Ich habe beim Jugendamt seit der Trennung die Beistandschaft für Lara. Das Jugendamt ist somit immer an unserer Seite. Die wissen übera lles bescheid und genauso haben sie mir abgeraten auf das gemeinsame Sorgerecht einzugehen, weil es eben die Nachteile bringt. Nun ist aber der neue Gesetzesentwurf draussen wo Väter mehr Chancen vor Gericht haben und das macht mir Angst. Ich weiss nun nicht in wieweit die das nun gelockert haben. Er sieht darin nun seine Chance.

Erklärt hab ich ihm das 2x wie blöd es ist. 2x ist er drauf eingegangen und jedesmal kommt er irgendwann wieder damit an Ich glaube er gibt sich wirklich erst zufrieden wenn er vorm Gericht war und dort alles versucht hat...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

17. Oktober 2010 um 0:26
In Antwort auf lani851

Danke für deine Antwort
Ich habe beim Jugendamt seit der Trennung die Beistandschaft für Lara. Das Jugendamt ist somit immer an unserer Seite. Die wissen übera lles bescheid und genauso haben sie mir abgeraten auf das gemeinsame Sorgerecht einzugehen, weil es eben die Nachteile bringt. Nun ist aber der neue Gesetzesentwurf draussen wo Väter mehr Chancen vor Gericht haben und das macht mir Angst. Ich weiss nun nicht in wieweit die das nun gelockert haben. Er sieht darin nun seine Chance.

Erklärt hab ich ihm das 2x wie blöd es ist. 2x ist er drauf eingegangen und jedesmal kommt er irgendwann wieder damit an Ich glaube er gibt sich wirklich erst zufrieden wenn er vorm Gericht war und dort alles versucht hat...

Ohje
Das ist ja blöd, das die das Gesetz für die Väter gelockert haben. Ich wohne in Österreich und hier wurde das Gesetz zum Glück nicht gelockert. Hoffentlich bleibt das so. Es ist für uns alleinerziehende Mütter anders einfach zu mühsam. Man muss dann immer um alles kämpfen und streiten. Ich finde es so wie es ist mit dem Besuchsrecht am besten. Der Vater darf alle 2 Wochen zu Besuch kommen und aus. Sorgerecht hat die Mutter. Dann ist alles klar und es kommt nicht zu unnötigen Streitereien und vor allem ist es geregelt, was für das Kind auch sehr wichtig ist, damit es weiß wann und wie oft. Bei uns war es so, das ich gesagt habe, er kann jederzeit zu Besuch kommen (also natürlich mit Anmeldung durch Anruf davor) wenn er sie sehen möchte, da wir uns gut verstanden haben und das für mich in Ordnung war. Mittlerweile ist es bei mir genau das Gegenteil von dem was du gerade durchmachst. Er will sie überhaupt nicht mehr sehen. Er hat sich seit Monaten nicht mehr gemeldet und sie seit Monaten nicht mehr gesehen. Wenn ich ihn angerufen habe, hat er nie abgehoben. Hab ich ihm eine Mail geschrieben, hat er nicht geantwortet. Er stellt sich einfach tot und will mit uns nichts mehr zu tun haben. Wie kann man nur sein eigenes Kind nicht lieben? Sich dafür nicht interessieren? Die Kleine ist jetzt 16 Monate alt und würde ihn nicht mal mehr erkennen. Mich verletzt das sehr.

In deinem Fall ist es genau umgekehrt, das er unbedingt geteiltes Sorgerecht möchte, was aber auch nicht unbedingt heisst, das er sich mehr um sie kümmern möchte, sondern oft auch nur so ist, das er auch "Macht" haben möchte und mitbestimmen will. Mir wurde auch vom gemeinsamen Sorgerecht abgeraten, weils einfach nur schwierig ist. Außerdem wenn ich mich schon 365 Tage im Jahr rund um die Uhr seit Geburt an ohne eine einzige Minute Auszeit um mein Kind kümmere, dann will ich auch das alleinige Sorgerecht und nicht haben, das sich jemand anderers ständig einmischt.

Selbst wenn sie das Gesetz gelockert haben, wird er trotzdem keinen Anspruch auf gemeinsames Sorgerecht haben, weil es einfach nicht umzusetzen ist, wenn er so verdammt weit weg wohnt. Ich meine wie soll das denn funktionieren? Bei uns war es so, das wir uns schon in der SS getrennt hatten und laut östereichischem Gesetz hätter er dann nie Anspruch auf ein gemeinsames Sorgerecht gehabt. In Österreich ist das nur der Fall, wenn das Baby in eine Ehe hinein geboren wird.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

18. Oktober 2010 um 11:31
In Antwort auf lily_12323553

Ohje
Das ist ja blöd, das die das Gesetz für die Väter gelockert haben. Ich wohne in Österreich und hier wurde das Gesetz zum Glück nicht gelockert. Hoffentlich bleibt das so. Es ist für uns alleinerziehende Mütter anders einfach zu mühsam. Man muss dann immer um alles kämpfen und streiten. Ich finde es so wie es ist mit dem Besuchsrecht am besten. Der Vater darf alle 2 Wochen zu Besuch kommen und aus. Sorgerecht hat die Mutter. Dann ist alles klar und es kommt nicht zu unnötigen Streitereien und vor allem ist es geregelt, was für das Kind auch sehr wichtig ist, damit es weiß wann und wie oft. Bei uns war es so, das ich gesagt habe, er kann jederzeit zu Besuch kommen (also natürlich mit Anmeldung durch Anruf davor) wenn er sie sehen möchte, da wir uns gut verstanden haben und das für mich in Ordnung war. Mittlerweile ist es bei mir genau das Gegenteil von dem was du gerade durchmachst. Er will sie überhaupt nicht mehr sehen. Er hat sich seit Monaten nicht mehr gemeldet und sie seit Monaten nicht mehr gesehen. Wenn ich ihn angerufen habe, hat er nie abgehoben. Hab ich ihm eine Mail geschrieben, hat er nicht geantwortet. Er stellt sich einfach tot und will mit uns nichts mehr zu tun haben. Wie kann man nur sein eigenes Kind nicht lieben? Sich dafür nicht interessieren? Die Kleine ist jetzt 16 Monate alt und würde ihn nicht mal mehr erkennen. Mich verletzt das sehr.

In deinem Fall ist es genau umgekehrt, das er unbedingt geteiltes Sorgerecht möchte, was aber auch nicht unbedingt heisst, das er sich mehr um sie kümmern möchte, sondern oft auch nur so ist, das er auch "Macht" haben möchte und mitbestimmen will. Mir wurde auch vom gemeinsamen Sorgerecht abgeraten, weils einfach nur schwierig ist. Außerdem wenn ich mich schon 365 Tage im Jahr rund um die Uhr seit Geburt an ohne eine einzige Minute Auszeit um mein Kind kümmere, dann will ich auch das alleinige Sorgerecht und nicht haben, das sich jemand anderers ständig einmischt.

Selbst wenn sie das Gesetz gelockert haben, wird er trotzdem keinen Anspruch auf gemeinsames Sorgerecht haben, weil es einfach nicht umzusetzen ist, wenn er so verdammt weit weg wohnt. Ich meine wie soll das denn funktionieren? Bei uns war es so, das wir uns schon in der SS getrennt hatten und laut östereichischem Gesetz hätter er dann nie Anspruch auf ein gemeinsames Sorgerecht gehabt. In Österreich ist das nur der Fall, wenn das Baby in eine Ehe hinein geboren wird.


Danke für deinen Kommentar.
Hab eben einen Anruf vom Jugendamt bekommen, weil er dort im November nen Termin braucht wegen dem Unterhaltstitel. Er hatte gleich noch gefragt ob sie ein gemeinsames Sorgerecht beurkunden kann ja kann sie, aber es hat keinerlei Wirkung. Weil ich es eben nicht will. Er müsste dann damit vor Gericht, aber sie glaubt weniger das er es macht, weil es eine langwierige und komplizierte Angelegenheit ist. Ich weiss aber nicht ob sie REcht behält und in wiefern sie ihn davon abbringen kann. Ich überleg jetzt die ganze Zeit ob ich die nochmal anrufe und frage wieviel Chancen ich hätte falls er doch vor Gericht geht Ich war nur bissl perplex weil sie sagt das sie das Gemeinsame Sorgerecht beurkunden kann und er dann "nur" noch vors Gericht muss...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. Oktober 2010 um 0:34
In Antwort auf lani851


Danke für deinen Kommentar.
Hab eben einen Anruf vom Jugendamt bekommen, weil er dort im November nen Termin braucht wegen dem Unterhaltstitel. Er hatte gleich noch gefragt ob sie ein gemeinsames Sorgerecht beurkunden kann ja kann sie, aber es hat keinerlei Wirkung. Weil ich es eben nicht will. Er müsste dann damit vor Gericht, aber sie glaubt weniger das er es macht, weil es eine langwierige und komplizierte Angelegenheit ist. Ich weiss aber nicht ob sie REcht behält und in wiefern sie ihn davon abbringen kann. Ich überleg jetzt die ganze Zeit ob ich die nochmal anrufe und frage wieviel Chancen ich hätte falls er doch vor Gericht geht Ich war nur bissl perplex weil sie sagt das sie das Gemeinsame Sorgerecht beurkunden kann und er dann "nur" noch vors Gericht muss...

Ruf ruhig nochmals an!
Ich hab auch oft angerufen, wenn ich Fragen hatte. Das war nie ein Problem. Bei meinem Jugendamt sind alle sehr nett und beraten einen gerne und sie stehen eigentlich immer hinter den Müttern und helfen einem viel. Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht und bei uns war es wirklich schon oft schwierig. Wir haben sogar eine Sonderregelung, das er das Geld ans Jugendamt überweist, die kontrollieren ob er das Geld überwiesen hat und überweisen es mir dann weiter, weil es anders nie geklappt hat, haben sie mir das vorgeschlagen. Dann können die es gleich kontrollieren und sich bei Bedarf gleich mit ihm in Verbindung setzen. Auch Vaterschaftstest (hat er sich eingebildet und war eigentlich nie notwendig) wurde beim Jugendamt gemacht und die sagten ihm gleich ganz klar, das er das alleine zahlen muss.

Ich denke auch nicht das er vor Gericht gehen wird, weil es langwierig und teuer ist. Außerdem selbst wenn er vor Gericht geht, würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen. Ich meine, welcher Richter findet denn bitte ein geteiltes Sorgerecht sinnvoll wenn die Eltern 400 km auseinander wohnen. Das sollte ihm mal jemand klar machen. Das kann einfach kein Richter zulassen, weil es praktisch nicht umzusetzen ist. Ich bin davon überzeut das er keine Chancen hat. Und ich denke auch, das die Meinung der Mutter zählt und wenn du sagst, das du es eigentlich gar nicht möchtest, so wird das auch etwas zählen. Ich wünsche dir alles Gute und vor allem viel Geduld und Durchhaltevermögen. Ich weiss genau wie das ist, weil ich auch schon so viel mitgemacht habe. Es ist einfach nur mühsam und unnötig. Ich denke wichtig ist auch, das du immer ganz klar sagst, das du es keinesfalls willst und das es ja praktisch nicht durchzuführen ist, wenn er so weit weg wohnt. Davon hat doch niemand was.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Oktober 2010 um 11:42

Hallo
Ich denke auch, dass du in deinem Fall gute Chancen hast, dass du das alleinige Sorgerecht behälst, da der Vater so weit weg wohnt. Allerdings ist das ganze trotzdem immer irgendwie machbar. Und es ist so, dass das Familiengericht das nun entscheidet, da die Väter wegen dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nun besser Chancen auf das gemeinsame Sorgerecht haben.

Das folgende Bitte nicht als persönlichen Angriff werten, aber ich muss es mal loswerden:
Ich finde es schade, dass noch immer so viele Mütter der Meinung sind, es sei besser für das Kind, wenn der Vater nicht mitentscheiden darf. Diese Pauschalisierung finde ich echt schade und ich kann es durchaus verstehen, dass die Väter sich dagegen zur Wehr setzt. Es gibt natürlich Väter, die sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht sogar, weil sie Angst haben, dass sie eine Beziehung zu ihrem Kind aufbauen, welche irgendwann durch die Mutter zerstört wird, was sicher noch mehr weh tut, als das Kind von Anfang an nicht zu sehen. Aber es gibt auch Väter, die sich kümmern möchten und am Leben ihres Kindes teil haben möchten. Mein Freund ist zum Beispiel so einer und zum Glück haben wir es geschafft, das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen. Ohne Gericht. Mein Freund möchte mitbestimmen, sich bei allem mit um sein Kind kümmern und er würde niemals etwas tun, was seinem Kind schadet, damit meine ich zum Beispiel nötige Unterschriften nicht zu leisten. Natürlich ist es einfacher für die Mutter, wenn sie das alleinige Sorgerecht hat, aber für das Kind ist es dadurch nicht schwerer, nur weil sich beide Gedanken darüber machen dürfen, auf welche Schule es geht oder ob eine OP nötig ist. Klar, es gibt Väter, die das gemeinsame Sorgerecht nur nutzen möchten, um Quer zu schießen, aber das sind doch nicht alle. Nur das diese immer present sind, weil sich die Mütter über solche Väter besonders aufregen und die, bei denen es super läuft nichts zu diesem Thema sagen. Ich kenne auch den Fall, dass ein Vater sein Kind nie sieht, obwohl er es möchte und darum kämpft, aber darüber wird auch immer geschwiegen. Über so was beschweren sich die Mütter ja auch nicht, schließlich läuft alles so, wie sie es möchten.

Ich finde es schlimm, dass immer pauschaliesiert wird, dass die Väter so schlimm sind und immer nur Ärger machen. Es gibt weiß Gott genug Mütter, die genauso schlimm sind. Aber die arme Mutter weiß wohl schon, was das Beste für ihr Kind ist.

Wollte das nur mal loswerden und möchte nochmal sagen, dass ich niemanden hier persönlich angreifen wollte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen