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Forum / Mein Baby

Vater unter diesen Umständen angeben?

Letzte Nachricht: 23. Januar 2012 um 10:07
E
elen_12745272
06.01.12 um 17:38

Hallo ihr Lieben,

ich stehe gerade vor einer recht schwierigen Entscheidung, die ich aber möglichst bald treffen sollte.
In drei Monaten kommt mein Sohn zur Welt und ich bin mir unterdessen nicht mehr sicher, ob es gut und richtig ist, den Kindsvater anzugeben. Wir sind kein Paar und waren es auch nie. Er hat sogar keine Partnerin, was ich zum Zeitpunkt der Zeugung allerdings nicht wusste.
Wir hatten immer ein eher schwieriges Verhältnis, waren einige Zeit gute Freunde, er hat sich in mich verliebt, dann war Funkstille und im letzten Sommer sind wir im Bett gelandet - sofort mit Folgen.
Wir haben uns immer wieder in den Haaren. Er gibt mir das Gefühl (Obwohl er noch immer eine Freundin hat!!!), dass das Kind und ich ihm über alle Maßen wichtig sind, doch er beginnt immer wieder neue Streiterein, ist mit diesem oder jenem nicht einverstanden. Gestern wollte er mir dann erklären, dass er es nicht in Ordnung fände, hätte ich dann irgendwann wieder einen neuen Partner, denn er würde, logischerweise, in den Hintergrund rücken, sehr wahrscheinlich auch bei meinem Sohn.
Alles in allem ist er auch kein besonders guter Umgang für ein Kind. Ich glaube, ich könnte meinen Kleinen nie unbesorgt zu ihm geben oder ihm ihn auch nur für 5 Minuten unbeaufsichtigt anvertrauen.
Gewiss, er ist der Vater und ich möchte meinem Sohn nie verwehren, diesen auch kennenzulernen, aber ich möchte dem Mann auch nicht mit Unterhaltsforderungen das Geld aus der Tasche ziehen und dem Kind irgendwann zumuten, obwohl es dann hoffentlich auch eine richtige Familie und nicht nur eine Mutter hat, immer hin und her geschickt zu werden.
Wäre es dann nicht sinnvoll, auf die Angabe des Vaters zu verzichten und das irgendwie anders zu lösen, dass er seinen Vater kennt, aber auch weiß, dass es nur "der Erzeuger" ist?
Danke schon einmal für eure Hilfe...
Irgendwie bringt mich das im Moment arg durcheinander...

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K
kenzie_12170199
06.01.12 um 18:49

Hmmm....
Hallo Du....

Wäre sonst kein Problem den Vater zu verheimlichen....dem Jugendamt einfach sagen: One-Night-Stand nach der Disco...und er war am nächsten Tag weg...keine Nummer, keinen Namen...Sache erledigt. Das Jugendamt nervt Dich danach zwar noch etwas...Du kriegst zweimal im Jahr ein Schreiben, darin musst Du dann angeben ob Du Dich bemüht hast den Vater zu finden...schreib rein, Du warst noch einige mal in der gleichen Diskothek und hast nach dem Typen ausschau gehalten...nach drei Jahren lassen die Dich dann in Ruhe...

Bei Dir wirds aber schwierig...so wie Du den Vater beschreibst rennt der bestimmt zum Jugendamt und will der Papa sein, oder?

In dem Falle würde das voll nach hinten los gehen. Das Jugendamt schleift Dich dann vors Gericht...denn Du musst bei denen fast schon unter Eid die Vaterschaftssache erklären... Kriegen die Dich am Arsch wegen dem Vogel, musst Du den Unterhaltsvorschuss zurückzahlen, hast ne Anzeige wegen Betrug und Leistungserschleichung....

Wenn der Typ aber die Füße stillhält, kommst Du mit dem One-Night-Stand-und-Typ-weg-Nummer durch.
Ich würds auf jeden Fall so machen....ihr habt ja eh nichts gemeinsam und so wie Du schreibst gibts eh nur Dich und den Zwerg, der Typ hat damit ja nicht viel zu tun, das ist Deine Familie und irgendwann wird da vielleicht mal der richtige Typ dazukommen...Ohne Altlasten die dann noch durch Dein Leben turnen und meinen sie müssten noch was melden wird das einfacher....

Stell Dir vor Du heiratets...Dein Sohn hätte einen ganz anderen Nachnamen als Du...Du müsstest nämlich den Kindsvater um Erlaubnis bitten...wenn ihr Euch grade mal gestritten habt und der NEIN sagt????
Alleine schon die Sorgerechtssachen... Ohne angegeben Vater hast Du das alles in der Hand, kannst selber entscheiden....was ja auch Recht ist, immerhin wohnt der Wurm bald nicht nur bei Dir, Du kümmerst Dich ja auch 24 Stunden am Tag um ihn und es ist DEINE Familie...warum sollte der da mitreden....

Wie schätzt Du ihn denn ein???? Rennt der zum Jugendamt und petzt rum????

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E
elen_12745272
07.01.12 um 11:35

Danke!
Vielen Dank für Eure Antworten!

Ich weiß, dass das auf eine gewisse Art und Weise egoistisch wäre und das ist auch mein Problem daran, denn ich möchte natürlich zum Wohle aller handeln.
Ich habe einfach die Befürchtung, dass es zum Wohle von niemanden wäre, wenn dieser Mann eine tragende Rolle in unserem Leben spielt. Selbst für ihn wäre das wohl nicht besonders gut. Immer, wenn wir miteinander zu tun haben, geht es uns beiden früher oder später schlecht, weil einfach viel vorgefallen ist, was wir einander zum Teil nicht verzeihen. Seinerseits wurde viel gelogen und ich möchte nicht, dass das so weiter geht. Was ist, wenn unsere Konflikte irgendwann auf dem Rücken meines Sohnes ausgetragen werden oder das Verhältnis auch noch so ist, wenn der Kleine das ganz genau mitbekommt und einschätzen kann? Das kann doch auch nicht gut für die Entwicklung sein. Und ich glaube, dass ein Kind auch mitbekommt, wenn man ihm dauerhaft ein gutes Verhältnis vorspielt.

Ich möchte auch, dass mein Kind seinen Vater kennenlernt, nur vielleicht weniger offiziell und nur, wenn beiderseits Interesse daran da ist - und nicht so gezwungenermaßen, wie es das Gesetz vorschreibt
Ich dachte, dass es vielleicht gut wäre, würde ich das Jugendamt dort außen vor lassen. Aber klar, das kann auch nach hinten losgehen für mich.
Einen Unterhaltsvorschuss würde ich nicht beantragen, da hätte ich zu viel Schiss, dass ich das zurückzahlen müsste und ich weiß, dass mir das unter diesen Umständen nicht zustehen würde.

Ob der Kindsvater zum Jugendamt rennen würde, glaube ich fast nicht. Denn er ist absolut nicht der Typ, der Erkundungen einholt und es weiß einfach niemand in seinem Umfeld, dass er Vater wird - Es ist im peinlich! Klar, er lebt in einer Partnerschaft.

Ist es richtig, dass das Gesetzt für die ersten 36 Lebensmonate nur eine Stunde in der Woche oder zwei Stunden alle zwei Wochen für den Besuch des Kindsvaters unter Aufsicht vorsieht?
Ich habe jetzt öfter gelesen, dass ich ihm mein Kind 3 Jahre lang gar nicht mitgeben muss und zum Übernachten auch erst nach dem 6. Geburtstag.

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brenna_12965992
08.01.12 um 2:32

. . . .
Heyy

Ich habs hinter mir, allerdings ist der Kindsvater mein Ex-Verlobter.

-Vaterschaftsanerkennung
-Sorgerecht
Sind zwei versch.Anträge! ! !
Komm nicht durcheinander. Wenn du den Kindsvater die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben lässt, ist er auch "nur" der Vater! Steht dann auch in der Geburtsurkunde!
Sorgerecht ist etwas anderes, als unverheiratete Mutter hast du ab Geburt automatisch das alleinige Sorgerecht und dein Kind bekommt DEINEN Nachnamen!!!
Der Kindsvater kann dir dann garnichts. Das einzige was er muss ist Unterhalt zahlen mehr nicht.

Lg.

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elen_12745272
08.01.12 um 9:46
In Antwort auf brenna_12965992

. . . .
Heyy

Ich habs hinter mir, allerdings ist der Kindsvater mein Ex-Verlobter.

-Vaterschaftsanerkennung
-Sorgerecht
Sind zwei versch.Anträge! ! !
Komm nicht durcheinander. Wenn du den Kindsvater die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben lässt, ist er auch "nur" der Vater! Steht dann auch in der Geburtsurkunde!
Sorgerecht ist etwas anderes, als unverheiratete Mutter hast du ab Geburt automatisch das alleinige Sorgerecht und dein Kind bekommt DEINEN Nachnamen!!!
Der Kindsvater kann dir dann garnichts. Das einzige was er muss ist Unterhalt zahlen mehr nicht.

Lg.

@ purelove
Hi,

vielen Dank für deine Antwort!
Wie alt ist dein Kind denn?
Und wie ist es bei euch mit dem Besuchsrecht geregelt?
Aber hat denn der Erzeuger laut Gesetzgeber neben seinen Pflichten auch Rechte?

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brenna_12965992
08.01.12 um 14:08

. . .
Besuchsrecht ist jedem selbst überlass..dafür braucht man kein Sorgerecht.
Wenn die Mutter damit einverstanden ist,ist doch alles gut. Und wenn nicht,gibt es sicher Gründe dafür. Und diese Gründe muss die Mutter wenn der Vater auf ein Besuchsrecht besteht dem Jugendamt mitteilen.
Aber was Op/Kita/Schule betrifft sollte derjenige entscheiden bei dem das Kind lebt, ob Mutter oder Vater. Aber das ist natürlich nur meine Meinung, es gibt auch getrennte Eltern wo beide das Sorgerecht haben und es klappt wunderbar. Das muss jeder selbst nach seiner Situation einschätzen!

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elen_12745272
08.01.12 um 16:54

Also...
... ich glaube auch, dass man sich das nicht so leicht machen kann und das Besuchsrecht nach seinen Wünschen regeln kann.
Hast du das speziell auf dem Jugendamt angesprochen? Was genau haben die dazu gesagt?
Ich hatte diese Unterhaltung mit meiner Mutter und sie meinte, dass das in der DDR so war, dass die Väter absolut keine Rechte hatten und die Mütter entschieden haben, ob es ein Besuchsrecht geben wird und der Vater somit wirklich nur den Unterhalt abdrücken durfte. Aber mir ist auch so, als wäre das heute anders.

Und genau das ist es, was mir Sorge bereitet.
Wie schon gesagt, ich möchte weder dem Vater noch dem Kind diesen Kontakt, wenn tatsächlich beiderseits ein Interesse da ist, verwehren. Aber ich habe einfach Angst, aufgrund seiner ganzen Art und Weise, dass er es uns nicht leicht machen wird. Und es geht mir auch einfach darum, dass ich irgendwann eine Familie haben möchte und dass ich nicht möchte, dass der Kindsvater das zu nichte macht, denn natürlich wünsche ich mir auch für meinen Sohn eine ganz normale Familie - mit Papa, Kind und Mama. Ich will nicht irgendwann noch ein Kind mit meinem "dann-vielleicht-Ehemann" haben, dieses Kind darf dann immer bei uns sein und mein Sohn muss alle zwei Wochen am Wochenende zu "Papa II", während wir irgendwas unternehmen - oder einmal im Jahr in den Ferien 3 Wochen mit "Papa II" in den Urlaub fahren, während der andere Teil der Familie dann irgendwo anders ist. Ich finde das alles sehr schwierig für ein Kind, wenn ich ehrlich bin und ich wünsche das auch einfach keinem Kind, so schwierige Familienverhältnisse zu haben.
Hätte sich das einer von euch für die eigene Kindheit gewünscht? Das, was ich gerade beschrieben habe? Für sich und seine Geschwister? Ich habe selbst zwei Geschwister, meine ältere Schwester ist nur meine Halbschwester, aber ihr Vater hatte nie Interesse an ihr - dennoch glaube ich, wäre es für uns alle sehr seltsam gewesen, wäre sie alle zwei Wochen mal eben weg gewesen!

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elen_12745272
08.01.12 um 18:09

Dass es so gelaufen ist, ...
... tut mir sehr leid für dich.
Gewiss ist das von Fall zu Fall sehr unterschiedlich.
Wie gesagt, ich möchte meinem Sohn den Kontakt nicht untersagen. Darauf möchte ich absolut nicht hinaus. Ich möchte, dass mein Sohn seinen Vater kennenlernt und ich würde ihm auch nichts einreden. Ich denke auch nicht nur an die nächsten drei, sechs oder neun Jahre, sondern auch an die Zeit, wo der Kleine dann Teenager ist und vielleicht bei mir etwas anders vorgelebt bekommt, als der Papa es ihm vorleben würde.
Der Kindsvater ist ein, wie sage ich das?... sehr einfacher Mensch. Das Feierabendbier - oder eben eher die drei oder mehr Feierabendbiere - müssen jeden Tag sein, war der Tag scheiße, kann man ihn schon mal mit einer halben Flasche Schnapps ausklingen lassen, es werden 2 BigPacks am Tag geraucht, mindestens eines davon in der Wohnung. Das fängt morgens auf der Toilette an und endet abends im Bett - nicht einmal beim Kochen stellt das Rauchen ein Problem dar. Abgewaschen wird, was gebraucht wird, während die Schränke leer sind. Wenn nichts anderes anliegt, wird auch mal ein Tütchen geraucht. Und seine Aussage war klar: Er möchte für das Kind dasein und auch für mich, sein Leben möchte er aber nicht ändern.
Und das macht mir Angst. Er ist einer dieser Typen, die nie richtig erwachsen werden. Dieses Jahr wird er nun 28 und er wechselt immer mal die Partnerin, lässt kein Konzert, kein Festival aus, ist unehrlich und verantwortungslos. Er möchte noch nicht einmal, dass jemand weiß, dass das Kind von ihm ist, schließlich hat er ja seine Freundin zu verlieren, die er zwar nicht liebt, "aber es passt halt".
Ich weiß einfach nicht, ob das der Umgang ist, dem man einem Kind ggf. auch gegen dessen Willen zumuten muss. Die altmodische Standardregel scheint zu besagen, bis das Kind drei Jahre alt ist, muss ich es ihm nicht mitgeben - und danach soll meiner Kleiner in diese versiffte Bude? Oder ab dem sechsten Lebensjahr sogar dort übernachten, wo in jedem Raum geraucht wird?
... Nichts gegen rauchende Eltern, ich habe bis zur Schwangerschaft selbst geraucht, würde aber nie meine Bude zuqualmen und schon gar nicht, wenn da ein Kind umherschwirrt. Doch er sieht keine Notwendigkeit darin, solche Dinge einmal zu ändern.
Das ist nichts, was ich unterstelle, sondern beruht auf seinen Aussagen.

Was den Unterhalt betrifft: Ich bin nicht zwangsläufig darauf angewiesen. Klar, wir müssen uns nichts vormachen, es ist immer gut, einen Taler mehr im Partmonee zu haben, aber ich kann darauf verzichten.
Jetzt, im ersten Jaht, bekommt ich ein ganz gutes Elterngeld und wohne noch dazu für das erste Jahr bei meinen Eltern. Die haben ein großes Haus und ich habe meine eigene Wohnung hier. Sollte ich finanziell Hilfe brauchen, springen sie definitiv ein, das haben sie mir von sich aus zugesichert.
Im Anschluss kann ich wieder in meine Festanstellung, das wurde mir von meinem Arbeitgeber bereits zugesichert und ich weiß, dass ich ihm da vertrauen kann, wenn natürlich auch nicht blind, aber dafür gibt es bereits "Plan B". Und ich habe Glück - ich verdiene für eine Berufseinsteigerin ziemlich gut.

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B
basile_12551935
11.01.12 um 9:22

Umgangsrecht...
Wenn der Vater die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben hat stehen im vom Gesetzgeber Umgangsrechte zu bzw. Umgangspflichten sowie natürlich auch den Unterhalt zu zahlen.

Nach aktuellen Rechtssprechungen hat der Vater auch bei Säuglingen ein 14 tägiges Umgangsrecht. Ich habe vor kurzem eine Gerichtsentscheidung gelesen von einem Oberlandesgericht wobei einem Vater eines 1jährigen Kindes zugesprochen wurde, dass er es von Freitag nachmittag bis Sonntag abend alle zwei Wochen zu sich nehmen konnte. Des Weiteren in den Ferien 3 Wochen und im Wechsel zu den Feiertagen.

Wenn keine akuten Kindeswohlgefährdungen bestehen wird von dieser Regelung kein Abstand genommen. Das Jugendamt und auch die Richter werden dich dazu drängen dem statt zu geben.
Als Kindeswohlgefährdung wird aktuell nur berücksichtigt wenn schon ein tatsächlicher Schaden an dem Kind entstanden ist und diese auch nachweisbar sind. Wenn du also beobachtest, dass dein Kind geschüttelt wurde oder querr über die Couch geschmissen wurde, gilt das nicht als Kindeswohlgefährdung wenn das Kind keine Verletzungen zurück behält.

Die Aussagen der Frauen, die diese Erfahrungen mit den Kindesvätern gemacht haben werden dabei immer als potentiell rachsüchtige Frauen deklariert die den armen Vater das Kind entziehen wollen.

Wenn du den Vater nicht kennst und angeben kannst, kannst du trotzdem Beihilfe beim Jugendamt beantragen und es wird meist ausgezahlt.

Wenn der Vater auftauchen würde und einen Vaterschaftstest machen will, kannst du ablehnen. Das Bundesverfassungsgericht hat letztens einen Rechtsspruch getätigt, dass gegen den Willen der Mutter kein DNA-Test gemacht werden darf.

Der Irrglaube, dass man als Frau mit Sorgerecht zu entscheiden hat wie lange und oft die Kinder bei ihren Vätern bzw. Müttern sind ist nicht mehr als ein Glaube und hat nichts mit unserem Rechtssystem zu tun.
Die letzlich Entscheidenden sind die Jugendämter und Richter und die werden sich an die aktuellen Rechtssprechungen halten.

Ob es den Kindern dabei gut geht ist irrelevant sie werden behandelt wie eine Ware, die man gerumschubsen kann.

Versteht mich nicht falsch, es gibt ehemalige Paare, die gute Lösungen finden, die für alle Seiten akzeptabel sind, aber nicht jedes Elternpaar wird dazu im Stande sein.

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elen_12745272
11.01.12 um 10:41
In Antwort auf basile_12551935

Umgangsrecht...
Wenn der Vater die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben hat stehen im vom Gesetzgeber Umgangsrechte zu bzw. Umgangspflichten sowie natürlich auch den Unterhalt zu zahlen.

Nach aktuellen Rechtssprechungen hat der Vater auch bei Säuglingen ein 14 tägiges Umgangsrecht. Ich habe vor kurzem eine Gerichtsentscheidung gelesen von einem Oberlandesgericht wobei einem Vater eines 1jährigen Kindes zugesprochen wurde, dass er es von Freitag nachmittag bis Sonntag abend alle zwei Wochen zu sich nehmen konnte. Des Weiteren in den Ferien 3 Wochen und im Wechsel zu den Feiertagen.

Wenn keine akuten Kindeswohlgefährdungen bestehen wird von dieser Regelung kein Abstand genommen. Das Jugendamt und auch die Richter werden dich dazu drängen dem statt zu geben.
Als Kindeswohlgefährdung wird aktuell nur berücksichtigt wenn schon ein tatsächlicher Schaden an dem Kind entstanden ist und diese auch nachweisbar sind. Wenn du also beobachtest, dass dein Kind geschüttelt wurde oder querr über die Couch geschmissen wurde, gilt das nicht als Kindeswohlgefährdung wenn das Kind keine Verletzungen zurück behält.

Die Aussagen der Frauen, die diese Erfahrungen mit den Kindesvätern gemacht haben werden dabei immer als potentiell rachsüchtige Frauen deklariert die den armen Vater das Kind entziehen wollen.

Wenn du den Vater nicht kennst und angeben kannst, kannst du trotzdem Beihilfe beim Jugendamt beantragen und es wird meist ausgezahlt.

Wenn der Vater auftauchen würde und einen Vaterschaftstest machen will, kannst du ablehnen. Das Bundesverfassungsgericht hat letztens einen Rechtsspruch getätigt, dass gegen den Willen der Mutter kein DNA-Test gemacht werden darf.

Der Irrglaube, dass man als Frau mit Sorgerecht zu entscheiden hat wie lange und oft die Kinder bei ihren Vätern bzw. Müttern sind ist nicht mehr als ein Glaube und hat nichts mit unserem Rechtssystem zu tun.
Die letzlich Entscheidenden sind die Jugendämter und Richter und die werden sich an die aktuellen Rechtssprechungen halten.

Ob es den Kindern dabei gut geht ist irrelevant sie werden behandelt wie eine Ware, die man gerumschubsen kann.

Versteht mich nicht falsch, es gibt ehemalige Paare, die gute Lösungen finden, die für alle Seiten akzeptabel sind, aber nicht jedes Elternpaar wird dazu im Stande sein.

Sehr aufschlussreich!
Hallo katschinga,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Sie ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich und bringt mich sehr zum Grübeln.

Es ist traurig, dass nicht von Kind zu Kind entschieden wird, sondern sich einfach nur an Büchern orientiert wird.

Mir fehlen die Worte.

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B
basile_12551935
11.01.12 um 12:49

..
Ich kann dir nur raten...du musst die Entscheidung ja nicht heute und nicht morgen treffen.
Wenn du wartest bis dein Kind kurz vor der Einschulung ist, etwa 5 Jahre alt, kann dir ja trotzdem eingefallen sein, wie der Vater heißt..verstehst du mich. Das ist dir doch jeder Zeit ungenommen.
Dein Kind kann mit fünf Jahren auch mitentscheiden was ihr tut. Ich denke das die meisten Männer gut in der Lage sind auf ein Kind ab dem 5ten oder 6ten Lebenjahr aufzupassen und wenn nicht kann dein Kind auch schon telefonieren und dich anrufen.

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B
basile_12551935
11.01.12 um 13:09
In Antwort auf basile_12551935

..
Ich kann dir nur raten...du musst die Entscheidung ja nicht heute und nicht morgen treffen.
Wenn du wartest bis dein Kind kurz vor der Einschulung ist, etwa 5 Jahre alt, kann dir ja trotzdem eingefallen sein, wie der Vater heißt..verstehst du mich. Das ist dir doch jeder Zeit ungenommen.
Dein Kind kann mit fünf Jahren auch mitentscheiden was ihr tut. Ich denke das die meisten Männer gut in der Lage sind auf ein Kind ab dem 5ten oder 6ten Lebenjahr aufzupassen und wenn nicht kann dein Kind auch schon telefonieren und dich anrufen.

...2
Guck doch erst einmal, wie er sich nach der Geburt verhält. Vielleicht ist er ja auch ein toller Papa und nach ein oder zwei Jahren ist vielleicht auch dein Vertrauen in ihn gewachsen.
Du solltest jetzt erst einmal an dich denken jetzt vor der Geburt und dich nicht selbst unter druck setzen und auch nicht setzen lassen.
Die Zeit nach der Geburt bist du erst einmal mit dir, deinem Körper und deinem Kind beschäftigt. Man ist sehr sensibel und verletzlich.
Die Entscheidungen kannst du später treffen. Ich denke auch immer..ja gib nach dann hast du deine Ruhe, aber manchmal fängt der Stress damit erst richtig an.
Beziehungen und Vertrauen müssen wachsen.

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E
elen_12745272
13.01.12 um 19:20
In Antwort auf basile_12551935

...2
Guck doch erst einmal, wie er sich nach der Geburt verhält. Vielleicht ist er ja auch ein toller Papa und nach ein oder zwei Jahren ist vielleicht auch dein Vertrauen in ihn gewachsen.
Du solltest jetzt erst einmal an dich denken jetzt vor der Geburt und dich nicht selbst unter druck setzen und auch nicht setzen lassen.
Die Zeit nach der Geburt bist du erst einmal mit dir, deinem Körper und deinem Kind beschäftigt. Man ist sehr sensibel und verletzlich.
Die Entscheidungen kannst du später treffen. Ich denke auch immer..ja gib nach dann hast du deine Ruhe, aber manchmal fängt der Stress damit erst richtig an.
Beziehungen und Vertrauen müssen wachsen.

...
Ja, ich denke, damit hast du recht.
Rechtlich ist das so gewiss nicht in Ordnung, aber ich denke mir, wenn ich mich nicht auf staatliche Hilfe stütze, mal abgesehen vom Eltern- und Kindergeld, kann der Ärger, wenn etwas passiert, nicht sooooo groß sein.
Ich denke auch, dass ich warten werde, was passiert.
Vielen herzlichen Dank!!

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C
candi_12769637
15.01.12 um 12:34

Vaterschaftsanerkennung ?!
Hab ich machen lassen, gezwungener weise weil er sonst sich nicht für das kind intressiert hätte. Naja tut er jetzt auch nicht (24.ssw)...
Dh das kind bekommt meinen oder seinen nachnamen? Vaterschaftsanerkennung heisst sein name steht in der geburtsurkunde und er muss zahlen oder? Ich blick da nicht so ganz durch!

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E
elen_12745272
15.01.12 um 15:42
In Antwort auf candi_12769637

Vaterschaftsanerkennung ?!
Hab ich machen lassen, gezwungener weise weil er sonst sich nicht für das kind intressiert hätte. Naja tut er jetzt auch nicht (24.ssw)...
Dh das kind bekommt meinen oder seinen nachnamen? Vaterschaftsanerkennung heisst sein name steht in der geburtsurkunde und er muss zahlen oder? Ich blick da nicht so ganz durch!

Das bedeutet...
..., dass er nicht nur biologisch, sondern auch rechtlich in vollem Maße der Vater ist.
Ja, er muss einen Unterhalt, der sich an seinem Einkommen vemisst, zahlen. Als Richtwert (!!) gibt es hierfür die sogenannte "Düsseldorfer Tabelle". Kann er keinen Unterhalt zahlen, da er selbst kein Einkommen hat, kann man einen Unterhaltsvorschuss beantragen, der im ersten Lebensjahr bei etwa 130 Euro liegt.
Erkennt er die Vaterschaft an, steht sein Name in der Geburtsurkunde, du erhältst aber, jedenfalls solange es keine Gründe dagegen gibt, erst einmal das alleinige Sorgerecht für dein Kind. Er kann, sollte er Interesse daran haben, aber auch ein geteiltes Sorgerecht beantragen, dann hat er bei rechtlichen Fragen ein Mitspracherecht. Das beginnt bei der Eröffnung eines Sparbuches und endet bei Erziehungsfragen.
Du darfst nicht vergessen, dass der Vater, hast du ihn einmal angegeben und hat er die Vaterschaft anerkannt (egal ob freiwillig oder weil er zum Vaterschaftstest gebeten wurde), auch Rechte hat! Er hat ein Besuchsrecht.

Wie alt bist du denn?

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C
candi_12769637
17.01.12 um 0:12
In Antwort auf elen_12745272

Das bedeutet...
..., dass er nicht nur biologisch, sondern auch rechtlich in vollem Maße der Vater ist.
Ja, er muss einen Unterhalt, der sich an seinem Einkommen vemisst, zahlen. Als Richtwert (!!) gibt es hierfür die sogenannte "Düsseldorfer Tabelle". Kann er keinen Unterhalt zahlen, da er selbst kein Einkommen hat, kann man einen Unterhaltsvorschuss beantragen, der im ersten Lebensjahr bei etwa 130 Euro liegt.
Erkennt er die Vaterschaft an, steht sein Name in der Geburtsurkunde, du erhältst aber, jedenfalls solange es keine Gründe dagegen gibt, erst einmal das alleinige Sorgerecht für dein Kind. Er kann, sollte er Interesse daran haben, aber auch ein geteiltes Sorgerecht beantragen, dann hat er bei rechtlichen Fragen ein Mitspracherecht. Das beginnt bei der Eröffnung eines Sparbuches und endet bei Erziehungsfragen.
Du darfst nicht vergessen, dass der Vater, hast du ihn einmal angegeben und hat er die Vaterschaft anerkannt (egal ob freiwillig oder weil er zum Vaterschaftstest gebeten wurde), auch Rechte hat! Er hat ein Besuchsrecht.

Wie alt bist du denn?

Besuchsrecht?
Ich hab die vaterschaftsanerkennung und namenserteilung gemacht. Aber dh jetzt auch das der vater ein besuchsrecht hat. Gegen meinen willen oder wie ? Ich mövhte mein kind alleine großziehen ohne ihn. Durch einen anwalt will die Von der gemeinde mir helfen das man das rückgängig machen kann weil sie gesehen hat ich hatte das nicht gewollt. Ich musste beides unterschreiben weil er mich bedroht hatte nicht für das kind da zu sein. Jetzt bin ivh der meinung das ich es alleine besser hab.
Bin 21 jahre und habe eine höllenschwangerschaft bis jetzt gehabt

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elen_12745272
23.01.12 um 10:07
In Antwort auf candi_12769637

Besuchsrecht?
Ich hab die vaterschaftsanerkennung und namenserteilung gemacht. Aber dh jetzt auch das der vater ein besuchsrecht hat. Gegen meinen willen oder wie ? Ich mövhte mein kind alleine großziehen ohne ihn. Durch einen anwalt will die Von der gemeinde mir helfen das man das rückgängig machen kann weil sie gesehen hat ich hatte das nicht gewollt. Ich musste beides unterschreiben weil er mich bedroht hatte nicht für das kind da zu sein. Jetzt bin ivh der meinung das ich es alleine besser hab.
Bin 21 jahre und habe eine höllenschwangerschaft bis jetzt gehabt

...
Was macht denn deine Schwangerschaft so schlimm? Das tut mir leid für dich.

Hast du denn schon etwas bewirken können?
Ich habe mich noch nie damit auseinandergesetzt, was passiert, wenn man die Anerkennung zurückziehen möchte. Geht denn das?!

Ja, er hätte dann ein Besuchsrecht!

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