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Verdacht auf Asperger - berechtigt?

18. September 2015 um 22:35

Ich weiß es gab hier schon einige Threads dazu, aber ich würde gern in meinem speziellen Fall wissen "wie ernst es ist"

Mein älterer sohn ist fast 4.

Schon bei der U7 und beim Elterngespräch in der damaligen kita fiel mein sohn auf, da er sich auf bestimmte Dinge besonders konzentrierte und diese sehr gut beherrschte:

Farben, er konnte sie schon damals alle, auch Mischfarben

Sprache war überdurchschnittlich gut ausgeprägt, wirkte schon damals sehr ausgefeilt. Er verwendete bereits schwierigere Wörter.

Im Elterngespräch wurde bereits damals gesagt das seine soziale Entwicklung stagniert. Er war nicht hilfsbereit, nahm keinen Anteil, Mitleid etc nicht vorhanden.

Stereotypes spielverhalten, nur fixiert auf bälle....und Teile von Autos etc, er drehte aber bei Autos nur die Räder, ebenso bei seinem lauflernwagen....

Lampen und Blinklicht begannen ihn zu faszinieren...ich erinnere mich wir waren mal im Einkaufszentrum und er guckte permanent zur Decke die ganz viele Spots hatte und sagte mir wo einer kaputt war. Genauso einmal als wir an einer Apotheke draußen vorbeiliefen sagte er mir das da drinnen eine Lampe über der Theke kaputt ist. Er macht das noch heute, er bemerkt jede kaputte Lampe.

Er bekam mit 1 Jahr diese tut tut Autos, die liebt er bis heute aber er spielt selten richtig damit. Mittlerweile hat er neun Stück.... Er reiht sie auf und schaltet alle lichter an....und lauscht der Musik. Dabei folgt er offenbar einem festen Muster und wenn sich etwas "falsch" anhört rastet er aus. Ich weiß bis heute nicht was und er sagt es mir auch nicht. Er sagt "darüber redet er nicht mit mir" - mich macht das irre.....

Das Elterngespräch mit drei Jahren (neue kita) war schon eindeutiger in die Richtung geprägt das seine emotional-soziale Entwicklung gestört ist. Auch bei der U7a fiel er durch. Wir begannen mit einer Ergotherapie und haben nun 12 Sitzungen hinter uns. Die ergotherapeutin äußerte den Verdacht Asperger Syndrom weil:

Er zwanghaft handelt, das ist im Alltag oft ganz furchtbar anstrengend. Er schließt zum beispiel zwanghaft Türen. Egal ob die jemand vor den Kopf bekommt. Er merkt dabei dann nicht das er dann dafür verantwortlich ist. Auf dem Weg zur kita laufen wir nur bestimmte Wege....das geht so weit das er bestimmen will wo ich laufe. Also zum Beispiel links oder rechts an einem bestimmten gullideckel vorbei ....wenn nicht dann bricht eine Welt zusammen...

Er kann auf einem Bild Situationen nicht als Ganzes erfassen, beispielsweise ein kind das weint mit schere in der Hand und blutenden Finger - er sieht zwar das das kind weint, aber weiß nicht warum.

Er hat keine gute Orientierung im großen Ganzen Raum, weiß aber ganz kleine Details, beispielsweise wo einzelnes spielzeug in der Praxis lag, welches ihn interessiert.

Er Spielt nicht gern Spiele, bei denen er sich an Regeln halten soll - er spielt nur nach seinen, oft merkwürdigen regeln. Wenn die ergotherapeutin ihn motiviert klappt es aber zuhause verweigert er das total.

Rollenspiele wirken nicht spontan, er rezitiert zum beispiel dabei komplette Dialoge aus Feuerwehrmann sam.

Seine Sprache ist sehr gut ausgeprägt wirkt aber oft deplatziert, schwer zu beschreiben. Oft sind es untypische Wörter oder Redewendungen aber sie passen nicht zum Kontext.

Er ist total laut, beim reden....Einfach bei allem....aber selbst erträgt er oft keine Geräusche. Witzigerweise überlagert er sie dann mit was lautem was er mag. oder hält sich diese tut tut Autos ans Ohr....

Er kann ganz furchtbar ausrasten wenn etwas nicht seiner inneren Ordnung entspricht.

Er hält nicht gern blickkontakt, hat zwar gelernt ins Gesicht zu gucken aber es wirkt als gucke er durch einen durch....

Er ust recht schlau, sehr analytisch. Gibt sich nicht mit einfachen Anweisungen zufrieden.

Er hat nen echt festen willen.

Er kuschelt nicht gern, schlief aber trotzdem immer gern bei mir und kommt auch jetzt oft rüber.

Er kann s-bahn und u-bahn Baureihen nach "alt" und "neu" am Ton erkennen. Er liebt s-bahn und u-bahn aber konzentriert sich dabei fast nur auf die Türen. Wenn er nicht drücken kann beim einsteigen beschimpft er die aussteigenden Leute peinlicherweise als "ihr blöden Leute" - Ich krieg das nicht raus aus ihm. Wenigstens steigt er jetzt in jeden bautyp ein, vor einigen Monaten musste ich ihn schreiend reintragen wenn die falsche bahn kam...

Sehr gerne und lange spielt er s-bahn mit Zollstöcken, alle unsere Zollstöcke sind mittlerweile in seinem Zimmer...

....

Oh man das war jetzt echt lang, mir würde noch mehr einfallen...

Ich weiß hier sind einige betroffene Mamas... Ich würde gern wissen:

Sind das jetzt Spleens? Verrenne ich mich in was? Wir stehen seit 10 Monaten auf der Warteliste vom spz....kann ich noch was tun?

LG und Danke!

Sorry für den langen Text....





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19. September 2015 um 6:43

Ich wohne in Berlin....
....und bin beim spz in meinem Bezirk angemeldet, hätte ich gewusst das ich innerhalb Berlins freie Wahl hab und wie lang die Wartezeit ist, dann hätte ich mich natürlich auch bei der charite und in den Nachbarbezirken auf die Liste setzen lassen....

Die Seite werde ich mir noch mal angucken, danke dir.

Ich merke einfach das ich oft mit ihm an meine Grenzen kommeweil ich manchmal seine Art zu denken nicht nachvollziehen kann bzw. Sie einfach mit unserem Alltag kollidiert, besonders seit sein kleiner Bruder auf der Welt ist. Ich bin ja alleine mit beiden und leider auch etwas cholerisch veranlagt und muss mich oft sehr stark zusammenreißen wenn mal wieder gar nix geht. Ich glaube ich brauche wirklich ein paar Strategien, dann an ihn ranzukommen.

Wie lange dauert es denn bis man die Diagnose hat? Was man im Netz darüber liest ist eher deprimierend finde ich...



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19. September 2015 um 10:17

Steck doch mal Autismus ganz weg
wir hatten ein Ähnliches Muster verteilt auf 2 Kinder. Aber meine Kinder haben KEIN Autismus. Sie wurden per Zufall Schwerhörig diagnostiziert.... Trotz vorheriger Tests die io waren und niemandem etwas auffiel. Schwerhörigkeit zeigt sich bei Kinder oft als Autismus, Adhs usw. Schwerhörigeit kann schleichend sein. Muss also nicht sofort sein. Kinder haben oft ihre wege und Mittel sich mitzuteilen ohne das es überhaupt Auffällt das sie nur schlecht hören

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19. September 2015 um 12:36

Hallo
Was du da beschreibst, klingt schon nach Asperger.
Aber eine endgültige Diagnose kann dir nur ein Arzt stellen.
Von SPZs habe ich jetzt auch nicht so viel gutes gehört, wende dich doch an die Arztpraxis, die eine Userin unten empfohlen hat.
Zwei Sachen werden bei Autisten für die Alltagsprobleme empfohlen: Strukturieren und visualisieren.
Ich kenne dich nicht, und weiss auch nicht, wie euer Alltag läuft, aber versuche soviel Struktur und Rituale wie möglich ein zu bauen. Das gibt deinem Sohn Sicherheit.
Das mit dem Visualisieren kann auch helfen. Hier kannst du mit Symbolen und Bildern versuchen, gewisse "Notfallpläne" oder Ablaufpläne machen. Ich habe unsere laminiert und unser Sohn schaut sie immer wieder an.
Auch eine Stopp-Karte kann hilfreich sein. Wenn du nicht an ihn rankommst, zeig ihm eine Stoppkarte, als Zeichen, dass jetzt "umschalten" angesagt ist. Mir wurde empfohlen an diese Karte ein Ritual zu koppeln, wie Buch anschauen oder ein bestimmtes Spiel.
Sonst kann ich dir nur viel Kraft wünschen. Ich weiß dass es nicht leicht ist. Nur die Kinder können nichts dafür ( du natürlich auch nicht) und hinter ihrem Verhalten liegt keine böse Absicht. Sie können sehr oft nicht anders!
LG und wenn du möchtest kannst du bei Fragen auch gerne eine PN schicken

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19. September 2015 um 13:05

Das spz Potsdam ist mist
War und bin mit meinen 2 kids dort in Behandlung.8 Fehldiagnosen plus zweifel an der Schwerhörigkeit die mehrfach belegt wurde.

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19. September 2015 um 13:45

Danke erstmal für eure antworten!
....Also, Potsdam wäre machbar aber nur im Notfall, bedeutet eigentlich nen tagestrip....wohne im Osten von Berlin und potsdam ist westlich raus ... Also regelmäßig wäre das nur im Notfall was, habe ja auch immer noch das Baby dabei....

Ohren und Augen will ich natürlich auch checken lassen....Schon allein weil ich selbst nicht gut sehe....

Nochmal zum spz. Mir wurde seitens der kita gesagt, wo er ja die meisten Probleme hat, das er nur wenn ich ihn im spz Diagnostizieren lasse nen i-platz bekäme....

Stimmt das? Oder kann ch das egal wo machen lassen?

Melde mich heute abend nochmal genauer


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19. September 2015 um 20:37

Das ist mir schon klar...
...nur gehe ich ja in einem Jahr wieder arbeiten, und hab da auch ne Stunde Fahrweg je Strecke. ..

Solle es etwas in Wohnortnähe geben wäre das natürlich erste Wahl..

So meinte ich das

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19. September 2015 um 21:13

Frühförderung haben wir noch nicht...
...einmal wöchentlich gehen wir zur ergotherapie und das tut ihm gut und hilft mir auch. Ich habe dort auch schon viele Tips bekommen die wir nun nach und nach umsetzen. Mein aufbrausendes Wesen ist für ihn einfach problematisch.... Ich arbeite aber daran...

Ich empfinde ihn auch nicht als so auffällig das der Alltag nur noch belastend wäre, weder für ihn noch für mich. Ich kann meist ganz gut auf ihn eingehen, und er zeigt zwar viele Auffälligkeiten aber ich glaube ein ganz schwerer fall ist er nicht. Die meisten Probleme hat er in der Kita, er geht in eine große Einrichtung weil ich angemessene öffnungszeiten brauche. Seine Erzieherinnen geben sich viel Mühe aber es sind eben 23 Kinder und drei Erzieherinnen. Mit dieser gruppenstärke ist er überfordert, ubd die mit ihm. Es tut ihm auch gut das er nun in der Elternzeit öfter mal zuhause bleiben darf und natürlich nicht mehr so lange gehen muss. Ich bringe ihn um neun/halb zehn und hole ihn immer zwischen 14:30 und 15:30 ab. Vor der Elternzeit war er von 7:45-16:45 dort.

Er hat in der kita eine Freundin und seinen heißgeliebten Cousin. Auch im privaten Umfeld hat er in den Kindern im Freundes- und Bekanntenkreis Freundschaften aufgebaut. Diese sind zwar nicht so eng wie bei anderen Kindern aber er ist nicht völlig isoliert und sucht auch keine Isolation.

Seine besonderen Verhaltensweisen machen es ihm natürlich nicht immer leicht und in Richtung schule muss noch einiges passieren damit er das packt. Er tut sich unheimlich schwer beim basteln, oder sonstigen Aufgaben bei denen er sitzen und sich konzentrieren muss. Laut der Ergotherapeutin hat er einen verminderten haltetonus.

Seine ergotherapeutin meinte sie vermutet Asperger aber nicht ganz schwer ausgeprägt.

Auf frühförderung werde ich sie noch mal ansprechen.

Sein papa hat vermutlich ADHS aber seine Therapeutin meinte sicher Diagnostizieren kann sie es nicht. Er sprach sie auf den Aspergerverdacht von J.ustus an aber so richtig festlegen wollte sie sich bei ihm nicht. Als Kind war er wohl genauso wie sein Sohn jetzt aber da meine Schwiegermama nichts von alledem hält, da es solche "Probleme" ihrer Ansicht nach nicht gibt ist es schwer zu beurteilen. Sie blockt bei solchen Themen einfach ab. Auch ihr Sohn hat nix ihrer Meinung nach. Es wird schwierig werden ihr zu vermitteln das ihr Enkelkind nicht einfach nur sehr schlau ist...Sie hält schon die ergotherapie jetzt für völlig unsinnig... Das ist schade denn sie ist neben uns Eltern seine wichtigste bezugsperson.

Wir haben einen festen Tagesrhythmus, allerdings auch weil ich sowieso der Typ dafür bin ich weiß Nichtbeachtung es anders wäre....Er verkraftet auch Abweichungen davon, aber es ist ihm schon lieb wenn alles "in gewohnten Bahnen" verläuft. Er übernachtet aber zum Beispiel problemlos bei meiner Schwester und auch bei oma.

Was ich bemerkenswert finde, ist das er positiv auf seinen kleinen Bruder reagiert. Vorhin meinte er er hat ihn sehr lieb. Er war ihm gegenüber noch nie aggressiv und das obwohl der kleine Kerl hier doch einiges durcheinander bringt.

Ich werde übermorgen nochmal beim spz anrufen und nachfragen wann denn mit einem Termin zu rechnen ist. Mitte August hieß es wir sind mit die nächsten.... Nunja...

Desweiteren werde ich in der kita mal nachfragen warum die aufs spz bestehen zur Diagnose.

PNs wegen Adressen schreibe ich dann morgen.







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21. September 2015 um 10:45

Ich danke euch für eure antworten.. .
...Was ich noch sagen wollte:

Ich liebe meinenusohn so wie er ist, und möchte ihn weder ändern noch unnötig Therapieren...

Gestern zum beispiel hatten wir einen wunderschönen Tag. Dabei haben wie gar nichts besonderes gemacht. Aber er hat gestern zum beispiel prima mit mir memory gespielt, bambino lük und Obstgarten. Wenn ich ihn motiviere klappt das oft trotz seiner Schwierigkeiten ganz gut, ich muss aber zugeben ich habe nicht immer die kraft dafür. Vor allem seit das Baby da ist. Allerdings wird es je älter der kleine wird gerade wieder viel besser. Gestern sagte mein großer zu mir das er seinen Bruder sehr lieb hat - da ging mir ja wirklich das Herz auf.

Ich schätze seine besonders Art sogar sehr. Ich kann mich prima mit ihm unterhalten, er hat nen tollen Autismusuntypischen Humor und es macht einfach auch ganz oft Spaß mit ihm gerade weil seine Art zu denken faszinierend ist.

Vieles habe ich mir schon automatisch angewöhnt. Es bringt zum beispiel nichts ihm zu sagen "ich will nicht das das da rumliegt" oder "stell mal die Tasse da weg" weil er dann gar nicht weiß was ich von ihm will. Sage ich "Räume mal bitte die Sachen dort drüben in dein zimmer in schrank xyz" oder "stelle Bitte die Tasse auf den Küchentisch" macht er das meist ohne Probleme. er braucht ganz klare Anweisungen.

Allerdings muss in Richtung schulreife noch viel passieren und auch im Umgang mit anderen Kindern denn das sozialverhalten wird ja immer komplexer.



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21. September 2015 um 12:48
In Antwort auf 000ashni000

Ich danke euch für eure antworten.. .
...Was ich noch sagen wollte:

Ich liebe meinenusohn so wie er ist, und möchte ihn weder ändern noch unnötig Therapieren...

Gestern zum beispiel hatten wir einen wunderschönen Tag. Dabei haben wie gar nichts besonderes gemacht. Aber er hat gestern zum beispiel prima mit mir memory gespielt, bambino lük und Obstgarten. Wenn ich ihn motiviere klappt das oft trotz seiner Schwierigkeiten ganz gut, ich muss aber zugeben ich habe nicht immer die kraft dafür. Vor allem seit das Baby da ist. Allerdings wird es je älter der kleine wird gerade wieder viel besser. Gestern sagte mein großer zu mir das er seinen Bruder sehr lieb hat - da ging mir ja wirklich das Herz auf.

Ich schätze seine besonders Art sogar sehr. Ich kann mich prima mit ihm unterhalten, er hat nen tollen Autismusuntypischen Humor und es macht einfach auch ganz oft Spaß mit ihm gerade weil seine Art zu denken faszinierend ist.

Vieles habe ich mir schon automatisch angewöhnt. Es bringt zum beispiel nichts ihm zu sagen "ich will nicht das das da rumliegt" oder "stell mal die Tasse da weg" weil er dann gar nicht weiß was ich von ihm will. Sage ich "Räume mal bitte die Sachen dort drüben in dein zimmer in schrank xyz" oder "stelle Bitte die Tasse auf den Küchentisch" macht er das meist ohne Probleme. er braucht ganz klare Anweisungen.

Allerdings muss in Richtung schulreife noch viel passieren und auch im Umgang mit anderen Kindern denn das sozialverhalten wird ja immer komplexer.



Hallo Ashni,
mein Sohn ist auch Asperger Autist, wie schon einige hier wissen. Er ist mittlerweile 8 und diagnostiziert wurde es vor einem halben Jahr. Damals war er 7 und in der 7. Klasse.
Auch bei ihm war das Sozialverhalten immer problematisch.
Trotzdem ist es ein langer Weg, bis die Diagnose steht. Hätten die Lehrer nichts gesagt, hätten wir ihn nicht in der KJP testen lassen.
Seitdem hat sich viel getan:
SBA, Pflegestufe, Antrag auf Schulbegleiter und auch mehr Verständnis seitens der Lehrer.
Mein Tipp:
Informier dich z.B. bei Reha Kids über das SPZ, die KJP oder wo immer du hin gehst. Sie müssen eine eigene Autismusambulanz haben. Eine Falschdiagnose, wie wir sie vor 4 Jahren hatten, ist fatal und Kind und Eltern leiden nur umso mehr. Eine richtige Diagnose ist dagegen wie ein Befreiungsschlag

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21. September 2015 um 12:48
In Antwort auf sisasausemaus

Hallo Ashni,
mein Sohn ist auch Asperger Autist, wie schon einige hier wissen. Er ist mittlerweile 8 und diagnostiziert wurde es vor einem halben Jahr. Damals war er 7 und in der 7. Klasse.
Auch bei ihm war das Sozialverhalten immer problematisch.
Trotzdem ist es ein langer Weg, bis die Diagnose steht. Hätten die Lehrer nichts gesagt, hätten wir ihn nicht in der KJP testen lassen.
Seitdem hat sich viel getan:
SBA, Pflegestufe, Antrag auf Schulbegleiter und auch mehr Verständnis seitens der Lehrer.
Mein Tipp:
Informier dich z.B. bei Reha Kids über das SPZ, die KJP oder wo immer du hin gehst. Sie müssen eine eigene Autismusambulanz haben. Eine Falschdiagnose, wie wir sie vor 4 Jahren hatten, ist fatal und Kind und Eltern leiden nur umso mehr. Eine richtige Diagnose ist dagegen wie ein Befreiungsschlag

Mit 7 in der 2. Klasse
sollte es heißen

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21. September 2015 um 13:54
In Antwort auf 000ashni000

Ich danke euch für eure antworten.. .
...Was ich noch sagen wollte:

Ich liebe meinenusohn so wie er ist, und möchte ihn weder ändern noch unnötig Therapieren...

Gestern zum beispiel hatten wir einen wunderschönen Tag. Dabei haben wie gar nichts besonderes gemacht. Aber er hat gestern zum beispiel prima mit mir memory gespielt, bambino lük und Obstgarten. Wenn ich ihn motiviere klappt das oft trotz seiner Schwierigkeiten ganz gut, ich muss aber zugeben ich habe nicht immer die kraft dafür. Vor allem seit das Baby da ist. Allerdings wird es je älter der kleine wird gerade wieder viel besser. Gestern sagte mein großer zu mir das er seinen Bruder sehr lieb hat - da ging mir ja wirklich das Herz auf.

Ich schätze seine besonders Art sogar sehr. Ich kann mich prima mit ihm unterhalten, er hat nen tollen Autismusuntypischen Humor und es macht einfach auch ganz oft Spaß mit ihm gerade weil seine Art zu denken faszinierend ist.

Vieles habe ich mir schon automatisch angewöhnt. Es bringt zum beispiel nichts ihm zu sagen "ich will nicht das das da rumliegt" oder "stell mal die Tasse da weg" weil er dann gar nicht weiß was ich von ihm will. Sage ich "Räume mal bitte die Sachen dort drüben in dein zimmer in schrank xyz" oder "stelle Bitte die Tasse auf den Küchentisch" macht er das meist ohne Probleme. er braucht ganz klare Anweisungen.

Allerdings muss in Richtung schulreife noch viel passieren und auch im Umgang mit anderen Kindern denn das sozialverhalten wird ja immer komplexer.



Super!
Schön, dass es auch Lichtblicke gibt bei euch!
So, wie du deine sohn beschreibst, erinnert er mich ganz stark an unseren großen, auch er hat einen ganz feinen Sinn für Humor, der für Aspies nicht so typisch ist.
Bleib dran an der Diagnostik, wie schon geschrieben, an der richtigen Adresse (kann ich dir als Bayerin keinen Tipp geben), und der richtige Förderung, machen die Kinder guten Fortschritte.
Und es gibt ne Menge Sachen, sei es eine Integrationshilfe für die Schule, Integrations-plätze bei Hort oder ähnlichem. Dann noch spezielle Autismus-Therapien.
SBA wurde schon angesprochen. Kinder erhalten meistens noch eine kostenlose Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr.
Pflegestufe wurde auch genannt. Hier gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit, einen familienentlastenden Dienst im Rahmen der Verhinderungspflege oder über die zusätzlichen Betreuungsleistungen zu nutzen. Das ist gerade für dich auch interessant, da du ja auch ein Baby hast, das wahrscheinlich viel zurückstecken muss.
LG
Tina

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29. November 2015 um 7:00

Update: Vor ein paar Tagen hatten wir unseren Termin im SPZ...
....Laut Psychiaterin und Psychologe dort sind die autistischen Züge von meinen Beschreibungen her eindeutig und auch beim Spielen haben sie ihn beobachtet.

Er wird jetzt dort getestet. Im Januar hat er einen Einzeltermin, und wir Eltern im Februar.

Eine Hospitation in der kita ist auch geplant.

Wisst ihr denn wie es insgesamt weiter geht und wie lange die Diagnostik dauert?

LG

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29. November 2015 um 7:04
In Antwort auf 000ashni000

Update: Vor ein paar Tagen hatten wir unseren Termin im SPZ...
....Laut Psychiaterin und Psychologe dort sind die autistischen Züge von meinen Beschreibungen her eindeutig und auch beim Spielen haben sie ihn beobachtet.

Er wird jetzt dort getestet. Im Januar hat er einen Einzeltermin, und wir Eltern im Februar.

Eine Hospitation in der kita ist auch geplant.

Wisst ihr denn wie es insgesamt weiter geht und wie lange die Diagnostik dauert?

LG

Achja er wirkt wohl insgesamt wie mindestens...
....Fünf Jahre alt, bedingt durch die Sprache....Er ist ja gerade erst vier geworden...

Sie sagte hochbegabung wäre auch möglich....aber das ist nur eine Vermutung weil er so "erwachsen" wirkt...

Ich schätze das bedeutet Intelligenztest?


Puh....

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29. November 2015 um 8:38
In Antwort auf 000ashni000

Update: Vor ein paar Tagen hatten wir unseren Termin im SPZ...
....Laut Psychiaterin und Psychologe dort sind die autistischen Züge von meinen Beschreibungen her eindeutig und auch beim Spielen haben sie ihn beobachtet.

Er wird jetzt dort getestet. Im Januar hat er einen Einzeltermin, und wir Eltern im Februar.

Eine Hospitation in der kita ist auch geplant.

Wisst ihr denn wie es insgesamt weiter geht und wie lange die Diagnostik dauert?

LG

...
Also bei uns wurde ein Entwicklungstest und ein Autismus-Test gemacht.
Beim nächsten Termin wäre dann planmäßig die offizielle Diagnose bei einem Gespräch.
Mein Sohn war damals übrigens auch erst 3,5 Jahre alt...

Ich wünsche euch alles Gute und wenn du magst, darfst du mich gerne anschreiben.

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29. November 2015 um 9:42
In Antwort auf blablabla174

...
Also bei uns wurde ein Entwicklungstest und ein Autismus-Test gemacht.
Beim nächsten Termin wäre dann planmäßig die offizielle Diagnose bei einem Gespräch.
Mein Sohn war damals übrigens auch erst 3,5 Jahre alt...

Ich wünsche euch alles Gute und wenn du magst, darfst du mich gerne anschreiben.

Oh danke dir!
Dann besteht ja die Chance das es jetzt zügig voran geht....

Einen Fragebogen für alle Bezugspersonen haben wir auch bekommen. Für jeden einzelnen.

Ich hoffe er ist nicht hochbegabt...Ehrlich.

LG

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29. November 2015 um 9:47
In Antwort auf 000ashni000

Oh danke dir!
Dann besteht ja die Chance das es jetzt zügig voran geht....

Einen Fragebogen für alle Bezugspersonen haben wir auch bekommen. Für jeden einzelnen.

Ich hoffe er ist nicht hochbegabt...Ehrlich.

LG

..
Glaube mir, wenn ihr diese Diagnose bekommen solltet... Das ist nicht so schlimm, ihr werdet dann endlich Hilfe bekommen.
Das bedeutet keinesfalls, dass du deinen Sohn nicht so akzeptierst wie er ist! Aber man kann ihm das Leben etwas leichter machen.

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1. Dezember 2015 um 6:33
In Antwort auf blablabla174

..
Glaube mir, wenn ihr diese Diagnose bekommen solltet... Das ist nicht so schlimm, ihr werdet dann endlich Hilfe bekommen.
Das bedeutet keinesfalls, dass du deinen Sohn nicht so akzeptierst wie er ist! Aber man kann ihm das Leben etwas leichter machen.

Vor der ASS habe ich keine Angst...
... Ich hätte eher Angst wenn er knapp an der Diagnose vorbei segelt denn dann stehen wir alleine da. Und auch kitaprobleme muss er weiterhin dann alleine bzw. mit den wenigen Erziehern meistern und auch später in der schule wäre unterstützung und tips von außen gut.

Allerdings hoffe ich wie gesagt, der Verdacht hochbegabung bestätigt sich nicht. Allerdings glaub ich das auch nicht so recht....Und sie sagte auch nur "es könnte sein, da er so weit wirkt weil er fast spricht wie ein Erwachsener"

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10. Februar 2016 um 11:12

Rückmeldung: Wir haben die Diagnose gestern erhalten.
Mein Sohn hat tatsächlich eine Autismusspektrumstörung, mit ziemlicher Sicherheit Asperger Syndrom.

Er ist wie ich auch erwartet habe nicht so schlimm betroffen das es momentan einer Therapie bedarf, allerdings sind sie in der kita nun arg verunsichert. Fakt ist, eigentlich ist die kita in die er geht völlig ungeeignet. Es ist eine große kita mit 180 Kindern. Es sind dreißig Kinder in der Gruppe mit drei Erzieherinnen, es ist ihm einfach zu viel weswegen dort natürlich mehr Probleme auftauchen als Zuhause.. Es wird sich nun zeigen inwiefern man dort etwas für ihn tun kann....theoretisch ist es eine Kita die auch Integrationserzieher hat, ob diese sich mit Autismusspektrumstörungen auskennen ist fraglich. Auch daran das die Gruppenstärke zu hoch ist ändert das ja nichts.

Es ist leider so gut wie aussichtslos in einer kleinen kita oder in einem kinderladen einen Platz zu bekommen, bzw. bräuchte ich dann ja auch einen Platz für seinen kleinen Bruder.... Zwei kitas abklappern jeden Tag kann ich einfach nicht.... Ich habe heute hier bei mir in der Gegend rumtelefoniert aber es ist echt aussichtslos. Die Plätze für dieses Jahr sind weg und noch dazu müsste ja das Alter beider Kinder dann noch zu eventuell freien Plätzen passen....

Er wird wohl oder übel dort bleiben müssen.

Mir graut es davor wenn ich wieder arbeiten gehe. Momentan lasse ich ihn ja nicht lange dort (9-maximal 15:30) und meist auch nur an 4 von 5 Tagen. Es ist nicht so das er sich komplett verweigert aber er sagt selbst ganz offen das es ihm zuviele Kinder sind, es ist ihm zu laut. Er wird dann überreizt und fängt an zu provozieren, hat zum Teil ärger mit den anderen Kindern und oft mit den Erzieherinnen, vermutlich weil er keinen Rückzugsort findet.

Weiß irgendjemand mehr wie man es ihm in solch einer großen kita angenehmer machen könnte?

LG

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10. Februar 2016 um 11:39
In Antwort auf 000ashni000

Rückmeldung: Wir haben die Diagnose gestern erhalten.
Mein Sohn hat tatsächlich eine Autismusspektrumstörung, mit ziemlicher Sicherheit Asperger Syndrom.

Er ist wie ich auch erwartet habe nicht so schlimm betroffen das es momentan einer Therapie bedarf, allerdings sind sie in der kita nun arg verunsichert. Fakt ist, eigentlich ist die kita in die er geht völlig ungeeignet. Es ist eine große kita mit 180 Kindern. Es sind dreißig Kinder in der Gruppe mit drei Erzieherinnen, es ist ihm einfach zu viel weswegen dort natürlich mehr Probleme auftauchen als Zuhause.. Es wird sich nun zeigen inwiefern man dort etwas für ihn tun kann....theoretisch ist es eine Kita die auch Integrationserzieher hat, ob diese sich mit Autismusspektrumstörungen auskennen ist fraglich. Auch daran das die Gruppenstärke zu hoch ist ändert das ja nichts.

Es ist leider so gut wie aussichtslos in einer kleinen kita oder in einem kinderladen einen Platz zu bekommen, bzw. bräuchte ich dann ja auch einen Platz für seinen kleinen Bruder.... Zwei kitas abklappern jeden Tag kann ich einfach nicht.... Ich habe heute hier bei mir in der Gegend rumtelefoniert aber es ist echt aussichtslos. Die Plätze für dieses Jahr sind weg und noch dazu müsste ja das Alter beider Kinder dann noch zu eventuell freien Plätzen passen....

Er wird wohl oder übel dort bleiben müssen.

Mir graut es davor wenn ich wieder arbeiten gehe. Momentan lasse ich ihn ja nicht lange dort (9-maximal 15:30) und meist auch nur an 4 von 5 Tagen. Es ist nicht so das er sich komplett verweigert aber er sagt selbst ganz offen das es ihm zuviele Kinder sind, es ist ihm zu laut. Er wird dann überreizt und fängt an zu provozieren, hat zum Teil ärger mit den anderen Kindern und oft mit den Erzieherinnen, vermutlich weil er keinen Rückzugsort findet.

Weiß irgendjemand mehr wie man es ihm in solch einer großen kita angenehmer machen könnte?

LG

...
Hmm, vielleicht kann man ihm fürs Erste in der Kita irgendwo eine ruhige Ecke als Rückzugsort anbieten? Gibt es eine Lese-oder Kuschelecke, vielleicht in Verbindung mit Ohrenschützern? Meine Tochter ist ziemlich geräuschempfindlich und trägt die gerne, wenn ich staubsauge oder wenn sie beim Kuchenbacken den Handrührer bedient.

Ist denn noch ein Gespräch zwischen Erziehern und Psychologe geplant? Auch wenn dein Sohn keinen I-Platz hat, müsste es doch möglich sein, auf seine Besonderheiten einzugehen, wenn es dort Integrationskräfte gibt.

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10. Februar 2016 um 11:47
In Antwort auf 000ashni000

Rückmeldung: Wir haben die Diagnose gestern erhalten.
Mein Sohn hat tatsächlich eine Autismusspektrumstörung, mit ziemlicher Sicherheit Asperger Syndrom.

Er ist wie ich auch erwartet habe nicht so schlimm betroffen das es momentan einer Therapie bedarf, allerdings sind sie in der kita nun arg verunsichert. Fakt ist, eigentlich ist die kita in die er geht völlig ungeeignet. Es ist eine große kita mit 180 Kindern. Es sind dreißig Kinder in der Gruppe mit drei Erzieherinnen, es ist ihm einfach zu viel weswegen dort natürlich mehr Probleme auftauchen als Zuhause.. Es wird sich nun zeigen inwiefern man dort etwas für ihn tun kann....theoretisch ist es eine Kita die auch Integrationserzieher hat, ob diese sich mit Autismusspektrumstörungen auskennen ist fraglich. Auch daran das die Gruppenstärke zu hoch ist ändert das ja nichts.

Es ist leider so gut wie aussichtslos in einer kleinen kita oder in einem kinderladen einen Platz zu bekommen, bzw. bräuchte ich dann ja auch einen Platz für seinen kleinen Bruder.... Zwei kitas abklappern jeden Tag kann ich einfach nicht.... Ich habe heute hier bei mir in der Gegend rumtelefoniert aber es ist echt aussichtslos. Die Plätze für dieses Jahr sind weg und noch dazu müsste ja das Alter beider Kinder dann noch zu eventuell freien Plätzen passen....

Er wird wohl oder übel dort bleiben müssen.

Mir graut es davor wenn ich wieder arbeiten gehe. Momentan lasse ich ihn ja nicht lange dort (9-maximal 15:30) und meist auch nur an 4 von 5 Tagen. Es ist nicht so das er sich komplett verweigert aber er sagt selbst ganz offen das es ihm zuviele Kinder sind, es ist ihm zu laut. Er wird dann überreizt und fängt an zu provozieren, hat zum Teil ärger mit den anderen Kindern und oft mit den Erzieherinnen, vermutlich weil er keinen Rückzugsort findet.

Weiß irgendjemand mehr wie man es ihm in solch einer großen kita angenehmer machen könnte?

LG

Mein sohn ist auch ein aspie
mittlerweile 11 Jahre alt. auch wenn du meinst, er brauch keine Therapie, mach bitte eine. damit erleichterst du deinem Kind viel, außerdem lernst du selbst mehr über diese Besonderheit. ich würde zu Einen i Helfer raten. die meisten haben noch nichts von asperger gehört, aber das würde ich nicht so schlimm finden. ich habe den i Helfer meines Sohns einfach aufgeklärt und auch seine Therapeutin hat sich dem i Helfer angenommen. mein Sohn ist zwar wirklich sehr unauffällig mittlerweile. , aber ohne dieses ganze Netzwerk an Therapeuten usw. hätte ich echt ein Problem....nein... mein Sohn hätte vermutlich das Problem. mach es deinem Kind leichter. glaube mir, es hilft. sein leben spielt sich ja zukünftig nicht nur zu Hause ab. lg

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10. Februar 2016 um 12:34
In Antwort auf 000ashni000

Rückmeldung: Wir haben die Diagnose gestern erhalten.
Mein Sohn hat tatsächlich eine Autismusspektrumstörung, mit ziemlicher Sicherheit Asperger Syndrom.

Er ist wie ich auch erwartet habe nicht so schlimm betroffen das es momentan einer Therapie bedarf, allerdings sind sie in der kita nun arg verunsichert. Fakt ist, eigentlich ist die kita in die er geht völlig ungeeignet. Es ist eine große kita mit 180 Kindern. Es sind dreißig Kinder in der Gruppe mit drei Erzieherinnen, es ist ihm einfach zu viel weswegen dort natürlich mehr Probleme auftauchen als Zuhause.. Es wird sich nun zeigen inwiefern man dort etwas für ihn tun kann....theoretisch ist es eine Kita die auch Integrationserzieher hat, ob diese sich mit Autismusspektrumstörungen auskennen ist fraglich. Auch daran das die Gruppenstärke zu hoch ist ändert das ja nichts.

Es ist leider so gut wie aussichtslos in einer kleinen kita oder in einem kinderladen einen Platz zu bekommen, bzw. bräuchte ich dann ja auch einen Platz für seinen kleinen Bruder.... Zwei kitas abklappern jeden Tag kann ich einfach nicht.... Ich habe heute hier bei mir in der Gegend rumtelefoniert aber es ist echt aussichtslos. Die Plätze für dieses Jahr sind weg und noch dazu müsste ja das Alter beider Kinder dann noch zu eventuell freien Plätzen passen....

Er wird wohl oder übel dort bleiben müssen.

Mir graut es davor wenn ich wieder arbeiten gehe. Momentan lasse ich ihn ja nicht lange dort (9-maximal 15:30) und meist auch nur an 4 von 5 Tagen. Es ist nicht so das er sich komplett verweigert aber er sagt selbst ganz offen das es ihm zuviele Kinder sind, es ist ihm zu laut. Er wird dann überreizt und fängt an zu provozieren, hat zum Teil ärger mit den anderen Kindern und oft mit den Erzieherinnen, vermutlich weil er keinen Rückzugsort findet.

Weiß irgendjemand mehr wie man es ihm in solch einer großen kita angenehmer machen könnte?

LG

Oh gott, wie gemein!
Seltsam, eine Diagnose ohne Therapieempfehlung?

Das ist doch mist... Ich kenne Berlin etwas, ist sicher schwierig mir einem Kind, das stressempfindlich ist...

Ich habe gerade nachgedacht, was ich an deiner stelle tun würde... sag mal, wie sehr hängst du an berlin? Bist du da familiär sehr verwurzelt? Anderenfalls würde ich mich an deiner Stelle außerhalb Berlins bewerben. Vllt. Gibt es da Vorteile für dich - mehr gehalt, besseres wohnumfeld, bessere kita und schulmöglichkeiten?

Ist nur eine Idee, denn in deinen Trends denke ich immer, dass du dich wirklich bewundernswert anstrengt und doch recht wenig positive Begleitunstände hast, weshalb dein leben doch ziemlich schwer ist...

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10. Februar 2016 um 14:20

Waldorfschule für einen autisten?
niemals. genauso wie mintessori. die Konzepte sind tödlich für einen menschen, der Struktur braucht. außerdem sind diese Schulen alles andere als begeistert von solchen kindern...denn "nur in einem gesunden geist, steckt ein gesunder Körper " es ist wichtig einen i Status zu beantragen. mein Sohn kam in eine ganz normale Grundschule. durch seinen Status wurde die klasse aber kleiner gehalten. also anstatt 26 kinder, 20 kinder.

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10. Februar 2016 um 14:39

Schulbegleitung!
Unser Sohn ist ein Aspie und geht an eine große Regenschauer mit Schulbegleitung. Wir haben die seit der ersten Klasse und es klappt gut.
Wenn es zuviel wird, kann er mit der Schulbegleitung in den Nebenhaus gehen u d dort arbeiten.
Ich habe auch schon gehört, dass es solche I-Helfer auch für dorthin Kindergarten gibt. Frag doch mal nach.
Gier in Bayern ist der Bezirk bis zum Kindergarten zuständig, danach das Jugendamt.
Für sie Schule ist es echt eine sehr gute Sache, und wir hätten ohne Schulbegleitung niemals einen so guten Start in dortenie schule gehabt.
Wie schon mal erwähnt ist montesori für Autisten nicht wirklich gut, zu wenig Struktur um sich fest zu halten.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen
LG

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10. Februar 2016 um 14:50
In Antwort auf 000ashni000

Rückmeldung: Wir haben die Diagnose gestern erhalten.
Mein Sohn hat tatsächlich eine Autismusspektrumstörung, mit ziemlicher Sicherheit Asperger Syndrom.

Er ist wie ich auch erwartet habe nicht so schlimm betroffen das es momentan einer Therapie bedarf, allerdings sind sie in der kita nun arg verunsichert. Fakt ist, eigentlich ist die kita in die er geht völlig ungeeignet. Es ist eine große kita mit 180 Kindern. Es sind dreißig Kinder in der Gruppe mit drei Erzieherinnen, es ist ihm einfach zu viel weswegen dort natürlich mehr Probleme auftauchen als Zuhause.. Es wird sich nun zeigen inwiefern man dort etwas für ihn tun kann....theoretisch ist es eine Kita die auch Integrationserzieher hat, ob diese sich mit Autismusspektrumstörungen auskennen ist fraglich. Auch daran das die Gruppenstärke zu hoch ist ändert das ja nichts.

Es ist leider so gut wie aussichtslos in einer kleinen kita oder in einem kinderladen einen Platz zu bekommen, bzw. bräuchte ich dann ja auch einen Platz für seinen kleinen Bruder.... Zwei kitas abklappern jeden Tag kann ich einfach nicht.... Ich habe heute hier bei mir in der Gegend rumtelefoniert aber es ist echt aussichtslos. Die Plätze für dieses Jahr sind weg und noch dazu müsste ja das Alter beider Kinder dann noch zu eventuell freien Plätzen passen....

Er wird wohl oder übel dort bleiben müssen.

Mir graut es davor wenn ich wieder arbeiten gehe. Momentan lasse ich ihn ja nicht lange dort (9-maximal 15:30) und meist auch nur an 4 von 5 Tagen. Es ist nicht so das er sich komplett verweigert aber er sagt selbst ganz offen das es ihm zuviele Kinder sind, es ist ihm zu laut. Er wird dann überreizt und fängt an zu provozieren, hat zum Teil ärger mit den anderen Kindern und oft mit den Erzieherinnen, vermutlich weil er keinen Rückzugsort findet.

Weiß irgendjemand mehr wie man es ihm in solch einer großen kita angenehmer machen könnte?

LG

...
Ich schick dir mal ne pn.

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10. Februar 2016 um 16:39

Möchte
aus Erfahrung einwerfen dass wds für aspis mehr als ungeeignet sind und hier bei uns zb auch gar nicht genommen werden auch nicht mit Begleitung

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10. Februar 2016 um 16:40
In Antwort auf sl`ine_12956923

Waldorfschule für einen autisten?
niemals. genauso wie mintessori. die Konzepte sind tödlich für einen menschen, der Struktur braucht. außerdem sind diese Schulen alles andere als begeistert von solchen kindern...denn "nur in einem gesunden geist, steckt ein gesunder Körper " es ist wichtig einen i Status zu beantragen. mein Sohn kam in eine ganz normale Grundschule. durch seinen Status wurde die klasse aber kleiner gehalten. also anstatt 26 kinder, 20 kinder.

Unterschreibe
ich so.

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10. Februar 2016 um 19:39

Asperger
Wir sind in der gleichen Situation, bei uns hat es die Psychologin gemerkt. Meine Rettung, ich war echt am verzweifeln, weil alles was "richtig" war in der Erziehung meinen Sohn auf die Palme bringt
Auf Augenhöhe begeben, in nach seinen Gefühlen fragen und ruhig bleiben bringen ihn total auf 180.
Seit er nicht in den Kiga geht gehts es wieder besser. Vielleicht finden sich hier ja noch ein paar die in ähnlicher Situation sind. Ich fühle mich gerade ziemlich alleine damit, da mein Mann auch denkt das er Asperger hat.
Isabella

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10. Februar 2016 um 20:50

Hallo an alle
Also, ich versuche mich jetzt mal an einer Antwort die alles berücksichtigt was ihr geschrieben habt.

Also, rs hieß im SPZ er ist wohl nicht so sehr "auffällig" das er jetzt im Moment eine verhaltenstherapie bräuchte, er passt sich vor allem nach außen hin sehr an, ich behaupte mal auf den ersten Blick merkt es niemand. Wir sind auch viel unterwegs, treffen Freunde, auch andere Kinder und das klappt eigentlich gut. Seinen Bruder hat er besser akzeptiert als gedacht und sagt selbst von sich aus er hat ihn lieb. Obwohl es natürlich nicht ganz so problemlos ist wie rs jetzt klingt ... Ich bin wirklich noch unschlüssig was nun das beste ist.

Umziehen ist keine Option, wir sind hier sozial eingebunden, Freunde, Familie - alles hier und wichtig. Alleine mit beiden Kindern woanders wohnen kann ich mir nicht vorstellen.

Das Thema Schule, also er würde wohl ein Jahr vor schulantritt übers Jugendamt eine Betreuung bekommen, also jemanden der bei der schulwahl hilft, auch das Thema schulbegleiter kam auf. Ich bin leider bei der Wahl der schule nicht so flexibel, weil ja dann auch sein Bruder in die kita gehen wird und ich natürlich arbeiten.... Die schule muss also in der Nähe zur Kita/Wohnung sein. Due schule der wir zugeteilt wären ist leider genau so eine, mit 500 Kindern. Ich möchte nicht das er dort hin geht.

Kopfhörer, darüber hab ich tatsächlich heute vormittag auch nachgedacht.... Ob ihm das in der kita helfen könnte....

Ich bin gespannt was die Gespräche in der kita ergeben werden, und dann weiter sehen.... und klar, ich werde den i-status beantragen.



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2. September 2016 um 20:52

Schieb....
....aus aktuellem Anlass

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