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Verhaltensgestört oder normal?

11. Dezember 2011 um 19:41

Hey Mädels

ich muss euch wieder um hilfe bitten

Mein Sohn ist ein sehr sehr munteres Kind ( 16 monate )^^ er rennt den ganzen tag rum/spielt und ist schwer ruhig zubekommen... wenn er aber einmal ruhig ist, schläft er ganz schnell ein...

Nun zum eigentlichen Problem: wenn ihm etwas nicht passt, wirft er sich auf den boden und knallt mit dem hinterkopf auf den Boden bzw. er schlägt mit dem Kopf gegen harte Gegenstände oder Wände ich hab den eindruck, das es schlimmer geworden ist...ihn auf den arm nehmen o.ä. ist nicht drin - er wirft sich dann wieder nach hinten und er schaukelt sich noch mehr hoch...

Kennt hier jemand das problem und wie kann ich darauf reagieren? mach mir langsam gedanken ob es normal ist... die uromas schlugen schon ruhigstellen mit medis vor - sie meinten es wäre nicht normal und er wäre "gestört"

lg

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11. Dezember 2011 um 19:48


da bin ich schonmal beruhigt

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11. Dezember 2011 um 20:15

Frage.
Wie reagierst du wenn er sich so verhält?

Wenn er dadurch extra Aufmerksamkeit bekommt ists irgendwie klar das er das immer wieder macht. Ich würds in dem Fall mal mit ignorieren versuchen.

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11. Dezember 2011 um 20:16

Hallo
Würde sagen, Willkommen in der Trotzphase .

Meine Maus ist auch 16 Monate alt. Wenn ihr was nicht passt, wird sich brüllend auf den Boden geworfen oder zickig rumgestampft. Versuche ich sie in dem Moment zu beruhigen, indem ich sie hochnehme oder gar nur anfasse, verschlimmert das die ganze Situation. Dann windet sie sich unter den Berührungen und sie wirft sich einfach nach hinten.
In dem Falle sage ich ganz ruhig zu ihr, dass wenn sie sich beruhigt hat, zu mir kommen kann. Alles andere bringt bei ihr nichts. Ich ignoriere das in dem Moment, es sei denn sie droht sich ernsthaft wehzutun. Ich bleibe aber immer greifbar und verlasse in solchen Situationen nie den Raum. Wenn sie dann ein wenig runter gekommen ist, kommt sie auch immer zu mir um sich trösten zu lassen.
Sie entscheidet, wann dafür der richtige Zeitpunkt ist. Wenn sie dann auf meinem Schoß sitzt, erkläre ich ihr ruhig und kurz, warum sie zb. dies oder das nicht durfte. Oder wenn etwas nicht so geklappt hat wie sie es wollte, versuchen wir es gemeinsam nochmal.

Ein Heilmittel für Trotz gibt es mit Sicherheit nicht. Da muss jede Mutter durch. Wir können nur unseren Kindern unterstützend zur Seite stehen und sie durch diese Entwicklungsphase geleiten.

Die Aussage der Uroma empfinde ich als absolutes No-Go!
Jedes Kind ist charakterlich unterschiedlich und genauso unterschiedlich ausgeprägt sind auch die Trotzphasen . Bei dem einen stärker, bei dem anderen nicht so stark.

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11. Dezember 2011 um 20:19

13 Monate
und macht das auch Ich schau nur das er sich nicht ernsthaft verletzen kann, z.B. die Hand zwischen Kopf und Boden legen...

Was auch schon geschrieben wurde, nicht zuviel Aufmerksamkeit dem Geschehen schenken sondern wirklich da sein und sich selbst beruhigen lassen!

Wenn er sich allerdings richtig einsteigert, nehme ich ihn hoch trotz Gezappel und spreche ihn deutlich ( nicht böse) mit Namen an...das beruhigt ihn zwar nicht, aber er kommt kurzzeitig aus der Situation und hat "vergessen" das er sich grad den Kopf kaputt hauen wollte...meistens krabbelt er dann meckernt in sein Zimmer....

Aber als unnormal habe ich das noch nie betrachtet.....nur äusserst temperamentvoll^^

lg

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11. Dezember 2011 um 20:24

Aufmerksamkeit
er bekommt genug aufmerksamkeit kümmer mich ja den ganzen tag um den kleinen - muss ihn aber beim kochen ins laufgitter "stecken"...

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11. Dezember 2011 um 20:30


die meisten situation entstehen eben bei sachen , die er nicht darf...
er darf z.b. nicht auf stühle klettern oder nicht nicht gegen meine Aquarien schlagen...

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11. Dezember 2011 um 22:16

Beim kochen einbeziehen?
nein, also ich find das gefährlich wir haben nur eine kleine küche - was soll er denn da machen? wenn er mal mit in der küche ist, macht er den herd auf und spielt an schränken rum... er greift auch nach der heißen herdplatte oder nach töpfen ( von unten )...

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12. Dezember 2011 um 9:59

Hallo
hör nicht auf Deine Familie, die scheinen die Trotzphase ihrer eignen Kinder wohl schon wieder verdrängt zu haben oder hatten eben einfach nicht so temperamentvolle Kinder.

Viele Kinder haben diese Phase, wo sie sich auf den Boden werfen, meistens im 2. Lebensjahr, wenn sie ihre Persönlichkeit entdecken, sprachlich aber noch nicht so weit sind, um sich anders auszudrücken. Sie werden überrumpelt von ihren Gefühlen und wenn das "Böckchen" kommt, hängt es vom Temperament des Kindes ab, wie es damit umgeht. Die einen schmeißen sich halt auf den Boden, die anderen kreischen, dass die Gläser zerspringen und man nen Tinitus bekommt, manche Kinder hauen ihre Eltern... und dann gibt es eben noch das autoaggressive Verhalten, bei dem die Kinder vor Wut ihren Kopf irgendwo gegen schlagen, sich selbst hauen, beißen oder an den Haaren ziehen... Mein Sohn hat sich zB immer auf den Bauch geworfen und mit der Stirn auf den Boden geschlagen. Er wusste sich einfach nicht zu helfen in dem Moment bzw. wo er mit seiner Wut hinsollte.

Schimpfen bringt in dem Moment überhaupt nichts, trösten - je nach Kind - manchmal auch nichts Mein Sohn wurde nur noch wütender, wenn er in dem Moment vom Boden aufgehoben oder angefasst wurde. Ich habe anfangs immer daneben gesessen, geschaut, dass er sich nicht weh tut, und ihm ein Kissen hingelegt
Irgendwann, als er dann schon etwas älter war, habe ich aber gemerkt, dass er das "auf-den-Boden-schmeißen" durchaus auch taktisch einsetzte, um seinen Willen zu bekommen, so dass wir unsere Strategie ändern mussten. Ich habe irgendwann angefangen, dem Ganzen gar keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken, also auch keine negative a la "vorsicht, Du tust Dir weh", sondern bin aus dem Raum gegangen. Das hat ihn völlig verwirrt, denn so ohne Publikum war es enorm langweilig. Anfangs ist er mir hinterher gelaufen und wenn er der Meinung war "so, jetzt sieht sie mich wieder", hat er sich wieder theatralisch hingeschmissen. Durch das ständige Ignorieren wurde es immer weniger und heute - mit 2,5 Jahren - kommt es überhaupt nicht mehr vor. Sicherlich aber auch, weil er sich jetzt sprachlich ganz anders ausdrücken kann.

Er trotzt natütrlich immer noch, aber zum Glück nicht mehr so intensiv, allerdings lässt er sich bis heute nicht trösten, wenn er inmitten eines Trotzanfalls steckt, erst wenn sein Böckchen vorbei ist, lässt er sich in den Arm nehmen und dann kann man ihm auch wunderbar alles erklären.

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