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Verzweifelt - Einschlafverhalten meiner Tochter

5. Juni 2016 um 21:41

Hallo ihr lieben! Ich lese schon lange still bei euch mit. Ich hab mich nun angemeldet, weil ich im moment einfach nicht mehr weiter weiß. Meine tochter ist knapp 16 Monate alt und das einschlafen ist seit wochen eine qual für uns beide. So viel habe ich schon probiert, aber ohne erfolg. Jetzt sitze ich hier nach drei stunden kampf und mir laufen die tränen. Sie kommt einfach nicht zur ruhe. Sie war schon immer ein energiebündel mit starkem willen, das ist auch alles gut so. Aber ich muss noch den ganzen haushalt erledigen, die blumen gießen und den rasen sprengen. Und das ist nur das nötigste. Ich brauche einfach die zeit abends. Ich werde mal unseren ablauf abends beschreiben. Vielleicht mache ich ja irgendwas falsch oder jemand hat einen tipp für mich. Wenn sie nach dem abendbrot müde wird, räumen wir schnell zusammen, gehen hoch in ihr zimmer und dann ziehe ich sie um und sie bekommt eine neue windel. Nebenbei mache ich ganz leise entspannungsmusik an. Dann lesen wir noch ganz ruhig ein buch. Dann setze ich mich mit ihr auf einen Schaukelstuhl neben ihrem bett und singe ihr leise etwas vor. Normalerweise ist sie spätestens nach einer halben stunde eingeschlafen. Aber mittlerweile wird jedesmal kurz bevor sie einschläft rumgewackelt. Erst die füße, dann die hände. Und zwar wirklich doll. Sie strampelt richtig ubd schlägt irgendwann um sich. Dann dreht und windet sie sich in einer tour. Streckt sich durch und schreit. Runter will sie dann aber auch nicht. Sobald ich sie in ihr eigenes bett lege, steht sie auf und kaspert rum oder pult an den schrauben vom bett. Ich habe schon oft versucht, das ganze einfache auszusitzen, also nach dem motto: irgendwann schläft sie schon. Dann habe ich mich vors bett gelegt und so getan, als ob ich schlafe. Keine chance. Auch nicht mit köpfchen streicheln. Wenn ich rausgehe, fängt sie panisch an zu schreien. Das wird also auch nichts. Festhalten wenn sie strampelt hat mal geholfen, das klappt aber mittlerweile auch nicht mehr und sie wehrt sich mit aller kraft. Wenn sie irgendwann einschläft, ist sie klitschnass geschwitzt. Sie tut mir auch einfach furchtbar leid. Man sieht ihr an, wie müde sie ist. Genug ausgepowert hat sie sich den tag über auch. Puh, es hat schon mal gutgetan, das aufzuschreiben. Achso, mein mann fällt die nächsten zwei jahre komplett aus, was das ins bett bringen an geht. Der geht um 6 uhr aus dem haus, kommt um 20 uhr wieder und muss dann lernen. Ich danke euch schon mal fürs lesen. Vielleicht hat ja jemand einen rat.

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5. Juni 2016 um 21:56

Vielen Dank für deine Antwort
Sie schläft manchmal zwischen 8 und 9 Uhr eine halbe Stunde und dann macht sie gegen 13 Uhr Mittagsschlaf. Der kann eine halbe Stunde gehen, im optimalfall schläft sie 1 1/2 Stunden. Sie schläft nachts auch deutlich besser, wenn sie tagsüber gut schläft. Im Moment haben wir tagsüber aber das gleiche Theater beim einschlafen. Heute haben wir um 18.15 mit dem Abendprogramm begonnen. Ich habe Angst, dass sie dann nach einer Stunde putzmunter aufwacht, wenn ich sie noch früher ins Bett bringe.

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5. Juni 2016 um 22:07

Ich würde...
Ich würde das Einschlafritual deutlich verkürzen, denn im Moment bringt es ja eh nix. Ich würde eine kurze Geschichte (Pixi-Buch, max. 8 Minuten) vorlesen und sie dann hinlegen. Hampelt und zappelt sie rum, dann das Lesen abbrechen. Zappelndes Kind festhalten und lesen gleichzeitig geht schlecht und ist auch nicht Sinn der Sache.

Wenn sie dann aufsteht, dann immer wieder hinlegen. Begleitet von einer kurzen Info: "Nein, jetzt wird geschlafen!" Immer wieder und wieder. Bis sie liegen bleibt.

Alternativ könntest du sie 30 oder 60 Minuten später hinlegen, vielleicht wird es dann besser?

Und den Papa würde ich trotzdem einspannen. Nicht jeden Abend, aber ab und an und am Wochenende. Dann lernt er eben 30 Minuten später, ist ja immerhin auch sein Kind. Und die Kleine freut sich sicher ihren Papa auch mal zu Gesicht zu bekommen.

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5. Juni 2016 um 22:52

Ja,
Das habe ich auch schon überlegt. Allerdings steht sie teilweise gegen 05.30 Uhr auf, spätestens um 06.30 Uhr. Oft ist sie nachts auch wach. Dann sitze ich teilweise 1 1/2 Stunden mit ihr auf dem Schaukelstuhl bis sie wieder schläft... Der Schlaf fehlt ihr natürlich am nächsten morgen. Dann hält sie meistens nicht bis mittags durch. Entweder ist sie dann so müde, dass sie sich mit ihrem Kuscheltuch auf den Fußboden legt und nur noch hinfällt. Oder sie dreht dann so auf, dass sie gar nicht mehr zur Ruhe kommt und der Mittagsschlaf dann meistens nur aus einer halben Stunde besteht. Dann ist die Nacht meistens auch eine Katastrophe. Aber ich werde es nochmal langsam probieren. Vielleicht braucht sie einfach noch mehr Zeit für die Umstellung. Vielen Dank für den Tipp. War dein Tochter beim einschlafen auch so unruhig? Mich verunsichert dieses strampeln einfach so. Sie hat dann auch oft schon die Augen zu und schreckt dann hoch und ist wieder wach.

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5. Juni 2016 um 23:02
In Antwort auf fusselbine

Ich würde...
Ich würde das Einschlafritual deutlich verkürzen, denn im Moment bringt es ja eh nix. Ich würde eine kurze Geschichte (Pixi-Buch, max. 8 Minuten) vorlesen und sie dann hinlegen. Hampelt und zappelt sie rum, dann das Lesen abbrechen. Zappelndes Kind festhalten und lesen gleichzeitig geht schlecht und ist auch nicht Sinn der Sache.

Wenn sie dann aufsteht, dann immer wieder hinlegen. Begleitet von einer kurzen Info: "Nein, jetzt wird geschlafen!" Immer wieder und wieder. Bis sie liegen bleibt.

Alternativ könntest du sie 30 oder 60 Minuten später hinlegen, vielleicht wird es dann besser?

Und den Papa würde ich trotzdem einspannen. Nicht jeden Abend, aber ab und an und am Wochenende. Dann lernt er eben 30 Minuten später, ist ja immerhin auch sein Kind. Und die Kleine freut sich sicher ihren Papa auch mal zu Gesicht zu bekommen.

Auch dir vielen Dank für deine Antwort!
Also das Einschlafritual dauert eigentlich nicht lange. Wir gucken ein kleines Bilderbuch durch. Das dauert maximal 5 Minuten. Und dann ist sie normalerweise auf meinem Arm eingeschlafen, während ich auf dem Schaukelstuhl geschaukelt habe. Dann habe ich noch 10 min gewartet und konnte sie ins Bett legen. Wenn ich sie ins Bett lege und lese, dann müsste ich sie mit Gewalt festhalten. Alles andere habe ich schon versucht. Heute habe ich fast drei Stunden lang immer wieder "hinlegen" gesagt. Es bringt nichts. Gestern habe ich sie später ins Bett gebracht - das gleiche Spiel. Der Papa hat sie eine Zeit am Wochenende ins Bett gebracht, aber da dauert es noch länger. Sie will dann mit ihm spielen. Drückt auf seine Nase und macht "tuuut", will ihm ihren Schnuller schenken usw. Man müsste sie mit Gewalt festhalten und das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Hach, es ist zum Mäuse melken...

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5. Juni 2016 um 23:16
In Antwort auf liebesbisschen

Auch dir vielen Dank für deine Antwort!
Also das Einschlafritual dauert eigentlich nicht lange. Wir gucken ein kleines Bilderbuch durch. Das dauert maximal 5 Minuten. Und dann ist sie normalerweise auf meinem Arm eingeschlafen, während ich auf dem Schaukelstuhl geschaukelt habe. Dann habe ich noch 10 min gewartet und konnte sie ins Bett legen. Wenn ich sie ins Bett lege und lese, dann müsste ich sie mit Gewalt festhalten. Alles andere habe ich schon versucht. Heute habe ich fast drei Stunden lang immer wieder "hinlegen" gesagt. Es bringt nichts. Gestern habe ich sie später ins Bett gebracht - das gleiche Spiel. Der Papa hat sie eine Zeit am Wochenende ins Bett gebracht, aber da dauert es noch länger. Sie will dann mit ihm spielen. Drückt auf seine Nase und macht "tuuut", will ihm ihren Schnuller schenken usw. Man müsste sie mit Gewalt festhalten und das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Hach, es ist zum Mäuse melken...

Nein, nicht festhalten
Festhalten ist keine Option. Aber sie hinlegen, wenn sie wieder aufsteht. Immer wieder. Notfalls in 30 Sekundenabständen. Das ist nervig, aber wie soll die Maus sonst verstehen, dass hinlegen eben liegen bleiben bedeutet? Um das auszudiskutieren ist sie noch viel zu klein.

Ich würde auch nachts nicht spielen oder schaukeln, wenn sie wach wird. Nachts wird geschlafen oder zumindest liegen geblieben.

In dem Alter kann man den Kids prima alles mögliche angewöhnen, was man schwer wieder los bekommt. Deshalb würde ich damit gar nicht erst anfangen bzw. gleich wieder gegen lenken. Wenn sie nachts wach wird und schreit, dann hingehen, beruhigen und wieder hinlegen. Wenn nix ist (volle Windel etc.) würde ich sie gar nicht aus dem Bett nehmen.

Vielleicht wäre auch ein Hörspiel (Bob der Baumeister, Benjamin Blümchen etc.) am Abend eine Option?

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6. Juni 2016 um 6:34

Huhu
Hast du schon mal versucht den schlafort und somit das Ritual zu verändern ? wenn mein Zwerg wirklich nicht schlafen kann , ändere ich oft den einschlafen Ort und in 90 Prozent der Fälle schläft er dann innerhalb von 10 min. zur zeit darf er zum Beispiel im Wohnzimmer aufm Sofa einschlafen wenn es im Bett nicht klappt. ansonsten wäre es vil. noch eine Möglichkeit sie abends in eine leichte Decke zu wickeln so das ihre Arme und Beine nicht ganz so heftig zucken, bei Babys nennt man es pucken , wir haben das auch teilweise noch nach dem 1 Geburtstag gemacht , es gab ihm einfach ein Gefühl von Sicherheit. Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg. Ps: die Angewohnheit sie aus dem Bett raus zu nehmen wenn sie nachts aufwacht würde ich auch versuchen ihr abzugewöhnen. du kennst es bestimmt selber , wenn du nachts wach wirst und aufsteht fällt das einschlafen danach schwerer als wenn man liegen bleibt.

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6. Juni 2016 um 7:02

Um wieviel uhr
bringst du sie denn ins Bett? Kann es nicht sein, dass sie bereits eher müde ist? Für mich hört sich dies etwas danach an, als wäre sie bereits drüber und deswegen so aufgedreht.

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6. Juni 2016 um 12:56

Kurzes Update
Vielen Dank für eure ganzen Ratschläge. Als sie heute Nacht wach wurde, habe ich sie im Bett immer wieder hingelegt und nach 40 Minuten ist sie tatsächlich eingeschlafen. Sie wurde kurze Zeit später zwar wieder wach, aber da habe ich nur ein paar Minuten gebraucht, bis sie eingeschlafen ist. Den Vormittagsschlaf haben wir heute weggelassen. Es gab zwar den ein oder anderen müdigkeitsbedingten Wutanfall, aber wir haben es bis 11.30 Uhr geschafft. Und nach einer halben Stunde konsequentem Hinlegen schläft sie nun. Ich bin euch sehr dankbar, manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht

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