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Verzweifelt

9. Oktober 2017 um 1:08

Habs schon in einem andeeem Forum gepostet... meine Eltern haben für sich, meine Geschwister und mich ein Haus mit einer Wohnung für jeden gebaut. Wir sind schon seit 5 Jahren an dem Projekt dran, haben uns das so gewünscht und ich war meinen Eltern so dankbar. Eigentlich waren wir immer eine Bilderbuchfamilie, nach und nach wird mir nun aber klar, dass das nicht stimmt... absolut nicht. Wir drei können/konnten uns ganz schwer von meiner Mutter lösen. Ich bin 7 bzw 13 Jahre älter als meine Schwestern. Ich bin mit 20 ausgezogen, meine Schwestern nicht. Ich bin jetzt 32. wir haben Defizite was Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit angegeht, sehr viele Ängste. Meine Schwestern so sehr (gepaart mit übertriebener Fürsorge), dass sie bis heute nichts machen müssen bzw minimal ohne Ehrgeiz studieren und von meinen Eltern leben. 
Ich hab mich so gefreut mit meiner Familie unter einem Dach zu wohnen, aber jetzt merke ich, dass ich das absolut nicht will. Mein Leben lang hab ich mir eine eigene Familie gewünscht, ich bin verheiratet und habe eine 2jährige Tochter. Wir sind "gezwungener" Maßen jetzt schon sehr viel zusammen und ich finds schrecklich. Ich wünsche mir für meine Tochter natürlich eine tolle Beziehung zu unserer Familie aber inzwischen fühl ich koch so als wärs ihr Kind. Grade meine Schwester mit der ich einige Probleme hab (Sehr viel aus meiner Kindheit auch) würde meine Tochter liebsten bei sich wohnen haben, immer da sein (wenn es ihr genehm ist), nennt sie nur "mein Schatz", auch meine Mutter übertreibts. Das jlingt jetzt nicht so. Aber sogar meinem Mann fällts auf. Und auch wenn ich mir wünsche dass sie ein gutes Verhältnis haben und ich weiß, dass diese Konstelation viele Vorteile für alle hat und meine Tochter geborgen aufwächst, wünsche ich mir grad einen "sicheren" Ort nur für mich und meine Familie. Das ist so egoistisch. Ich "muss" hier mein restliches Leben leben. Wie schaffe ich es hier glücklich zu werden und alles zu meistern? Ich bin grad so verzweifelt. 

Danke schonmal für euren Rat!!!
ps entschuldigt wenn ich mich kompliziert odr unklar ausgedrückt habe 

ich muss noch dazusagen dass ich mich eigentlicg mit meiner schwester verstehe, mich stört aber generell oft ihre verzogene art und es muss ein Gefühl aus meiner Kindheit mitspielen, ich fühle (bzw hab angst)  nämlich dass sie mir "alles wegnimmt" und ganz viel dass ich nicht beschreiben kann. Die tatsache dass sie es übertreibt und übergriffig ist ( in jeder hinsicht) ist trotzdem eine Tatsache

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9. Oktober 2017 um 10:59

Ich würde dir auch raten, auszusiehen...so nett das ganze Konstrukt auch ist. Du wirst früher oder später richtig unglücklich werden und dann kannst du nur noch mit deiner Familie brechen, womöglich hält dein eigenes Kind dann aber zu den anderen, weil es schon so von denen vereinnahmt worden ist und du stehst dann ganz allein da (schlimmster Fall). Wenn du es jetzt schaffst, mit deiner eigenen Familie im Guten zu gehen, dann könnt ihr bestimmt ein schönes Familienverhältnis zu Oma und Tante aufrecht erhalten. Nur, weil du mit deiner Schwester und Mutter nicht leben willst, heißt das ja nicht, dass du sie nicht liebst. Allein die Distanz hilft oft schon, das Konfliktpotenzial zu senken, auch wenn eure Probleme damit nicht behoben sind.
Außerdem könntest du überlegen, eine Therapie zu machen, allerdings würde ich vorerst von einer Familientherapie abraten, da ich denke, dass deine Schwester und Mutter ziemlich uneinsichtig sein werden, da sie in ihrer Konstellation bequem leben können, sie müssten sich dann ungewollt aus ihrer Komfortzone bewegen, das führt immer zu Ärger. Du musst sie nehmen, wie sie sind...aber dabei ein Maß für dich finden. Du entscheidest, was zu viel ist und was nicht, denn du musst dich damit auch gut fühlen können.
Ich finde übrigens nicht, dass du "egoistisch " bist...ganz im Gegenteil...ich finde, dass deine Mama und deine Schwester egoistisch sind, weil sie einfach über deine Grenzen gehen, damit sie sich gut fühlen können.

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9. Oktober 2017 um 13:14

Das klingt für jemanden wie mich zum Davonrennen. Das klingt zu nah, zu wenig Grenzen. 
Ich finde Dein Gefühl völlig normal, Dich abgrenzen zu wollen, ein eigenes Leben zu wollen. UND DAS DARFST DU! Ich denke das ist ganz wichtig, dass Du Dir das selbst erlaubst.
Du hast jetzt eine eigene Kernfamilie, kümmere Dich um dich selbst und Deine Familie!!

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