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Verzweifelt wegen Umgang

30. April 2014 um 8:27

Guten Tag liebe Mamis,

ich habe hier ja schon einmal geschrieben, als ich mich trennen wollte bzw. als ich mich gefragt habe ob das richtig ist.
Wir lebten zusammen mit ihrem Vater in Schleswig-Holstein. Er hat mich vor meiner Tochter angebrüllt, schwer beschimpft und beleidigt und wurde sehr aggressiv. Ich durfte nichts. Fühlte mich so klein, aber das anbrüllen überschritt für mich eine Grenze - das kann ich der Kleinen nicht antun... Das ist ja nur der erste Schritt. Wer, zur Lösung meines Problems, die ganze Vorgeschichte kennen muss, kann ja den Tread lesen "Mann brüllt mich vor Baby an".

Naja, obwohl er eigentlich wenig interesse an seiner Tochter hat, kommt er auf anraten seiner Mutter (von der er sehr abhängig ist) jedes zweite Wochenende. Vor eine Weile drohte er sogar, er will das alleinige Sorgerecht, hat aber jetzt davon abgelassen.
Das Problem ist: seine Mutter fordert extrem ein dass sie meine Tochter sieht. Er wohnt im Norden, wir in der Mitte und seine Eltern 2 Stunden südlich von uns. Nun verlangt er von mir, alle 2 Wochenenden mit meiner nun 8 Monate alten Tochter zu seinen Eltern zu fahren und auch dort zu übernachten (getrennt haben wir uns als sie 3-4 Monate alt war). Das Ziel ist dann sie ohne mich mitzunehmen - was ich auf keinen Fall zulassen werde. Denn dort kümmert er sich um alles, nur nicht um seine Tochter. Da geht er lieber Auto waschen oder bastelt an irgendeinem Fahrrad... Dann sehe ich auch keinen Sinn dahin, ständig zu seinen Eltern zu fahren. Aber er möchte nicht von seinen Eltern ständig zu uns fahren sagt er.... Keine ahnung was ich davon halten soll... ich fühle mich sehr unter Druck gesetzt... wir wären soooo glücklich, wenn seine Mutter und er nicht ständig wollten, dass wir dahin fahren. Die können doch mal kommen und ihren Vater werde ich meiner Tochter nicht vorenthalten. Aber dabei sein will ich immer, wegen den ausrastern... Die kleinen werden ja noch viel viel anstrengender (Trotzphase)
Ich fühle mich einfach nicht frei.
Es fühlt sich immer noch an als müsste ich alles tun was er und seine mutter will.... aber genau deswegen habe ich mich ja getrennt! Ich habe mich getrennt, weil er nicht der gute Mann und Papa ist als den er sich gerne hinstellt. Und trotzdem kann er noch Macht über uns ausüben (oder seine Mutter) und uns Drohen und immer müssen wir parat stehen und ihm entgegen kommen... Das macht mich unendlich traurig...

Was würdet ihr tun?
Das alleinige Sorgerecht bekomm ich doch eh nie... also müssen wir ewig unterdrückt leben? Uns unterordnen und deren Willkür ausgesetzt sein? Wir wären wirklich glücklich ohne diesen Druck... und wenn er kein Interesse hat, soll er uns doch einfach in Ruhe lassen........

Danke euch... ich musste mich einfach mal ausheulen...

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30. April 2014 um 8:59

Umgangsrecht
Hallo,

Doch leider weiss ich aus eigener erfahrung, dass auch grosseltern ein -einklagbares- umgangsrecht haben. Allerdings nur, wenn sie eine wichtige Bezugsperson für das kind sind.

Kann man denn mit der oma reden? Ich würde dann auch versuchen konpromisse zu schliessen. Vielleicht hat sie eigentlich nur angst ihre enkeltochter nicht mehr zu sehen.

LG

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30. April 2014 um 9:24
In Antwort auf hedwig2010

Umgangsrecht
Hallo,

Doch leider weiss ich aus eigener erfahrung, dass auch grosseltern ein -einklagbares- umgangsrecht haben. Allerdings nur, wenn sie eine wichtige Bezugsperson für das kind sind.

Kann man denn mit der oma reden? Ich würde dann auch versuchen konpromisse zu schliessen. Vielleicht hat sie eigentlich nur angst ihre enkeltochter nicht mehr zu sehen.

LG


also das kind war bei trennung 3/4 monate alt. die schwiegereltern lebten weit weg vom wohnort. denke nicht das zu diesem zeitpunkt ein intensiver umgang herrschte der es veranlassen würde so ein umgangsrecht für die großeltern zu erlassen.

denke da müssen die großeltern wirklich schon fast täglich am leben des kindes beteiligt gewesen sein.

nun gut.

ich würde an deiner stelle auch nicht zu seinen eltern fahren und schon 3 mal nicht dort übernachten.
dein ex hat natürlich ein umgangsrecht. was er dann damit macht sei mal dahingestellt. ich weis nicht wie sowas geregelt ist. ob er das baby mehrere tage haben kann um mit ihm beispielsweise zu seinen eltern zu fahren.
ich vermute einfach mal das dies nicht so einfach möglich ist in diesem alter.

du könntest natürlich guten willen zeigen und die großeltern zum beispiel mit bildern ihres enkelkindes auf dem laufenden halten. immer mal ne mail mit bildern und kleinen videos.
so haben sie vielleicht auch nicht das gefühl völlig aussen vor zu sein. lass sie am leben des enkelkindes teilhaben.

das er von dir verlangt, das du alleine mit kind zu seinen eltern fährst... also echt. dem würd ich den vogel zeigen. das geht einfach nicht. warscheinlich selber zu faul mal runterzukommen um sein kind zu sehen und dann solche forderungen stellen. geh da nicht drauf ein.

such dir vielleicht rat bei einer familienhilfe oder beim jugendamt. vielleicht wissen die auch noch einen rat für dich.

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30. April 2014 um 9:30

Ich
Würde dir auch einen info-termin am jugendamt empfehlen. Die kennen sich um deren rechte, deine pflichten (? Falls es sowas gibt) und alle möglichkeitdn doch am besten aus. Ich wünsche dir sehr, dass sich das zu deinen gunsten regelt und ihr wieder unbeschwert sein könnt!

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30. April 2014 um 16:23

Danke für die Antworten
Ja, bei der Trennung war sie ca. 3 bis 4 Monate alt. Ich bin dann von der Ostsee hier her gezogen, da hier meine Heimat ist. Wir sind beide beruflich bei der Bundeswehr und waren beide an der Ostsee stationiert. Ich hätte nach der Elternzeit meine Stelle ohnehin verloren, also haben sie mich nach der Trennung gleich heimatnah versetzt und nun bleibe ich hier bis ich nächstes Jahr ohnehin aus dem Dienst ausscheide. Er hat auch hier schon den Antrag für den Kita-Gutschein (Berlin) schon unterschrieben. Der Umzug ist für ihn nicht anfechtbar, auch ist er noch bei seinen Eltern gemeldet die ja (bei kürzester Route über Landstraße) 'nur' 120km von hier weg wohnen.

Ich habe schonmal versucht mit dem Jugendamt zu sprechen, aber die meinen immer, dass nur er sich wegen dem Umgang beschweren kann und nicht ich. Die meinen die kümmern sich wenn er sich über die Regeln beschweren will die ich aufstelle - wenn es ihn nicht stört, dann brauchen sie ja nichts machen.

Problematisch ist nur, dass ich mich immer von denen (und ich schließe immer gezielt seine Eltern mit ein, weil die IMMER dahinter stecken und ihn beeinflussen) unter Druck setzen lasse...
Ich war eigentlich schon so stark, als ich den Schritt gemacht habe ihn zu verlassen, aber ich habe einfach Angst, dass wenn ich nicht mache was sie wollen und sie nicht zufriedenstelle, ihnen meine Tochter irgendwann in absehbarer Zeit allein überlassen muss... Das traue ich niemandem zu und dem Vater schon gar nicht.

Noch stille ich voll, also sie isst mit ihren 8 Monaten noch nicht wirklich Brei - es ist mehr ein kosten.
Außerdem ist es, meiner Meinung nach, auch ner 2 oder 3 Jährigen nicht zuzumuten alle zwei Wochenenden so weit weg von ihrer Mama zu schlafen, bei Leuten die sich mit ihr nicht auskennen, die sie nur der Nachbarschaft vorzeigen wollen und das wars...

Ein weiteres Problem ist, dass die ganze Nachbarschaft und Verwandtschaft nichts von der Trennung weiß... ich muss da immer so mitspielen (habe auch nie die gelegenheit das offen kundzutun - ist ja auch nicht meine Familie). Aber das macht die ganze Sache noch um einiges unangenehmer... aber offen redet mit mir drüber keiner.
Ich habe schon oft mit seiner Mutter geredet. Vor mir tut sie sehr verständnissvoll, aber sie nimmt mich kein Stück ernst. Für sie bin ich ein kleines unselbständiges Kind - wie ihr Sohn. Sie nimmt mich nicht für voll, sagt nur immer ja und hinter meinem Rücken klingt das alles anders... Sie setzt ihren Sohn auch mit Tränen unter Druck.
Als wir Anfang April nur 4 Stunden zwischen den beiden Schläfchen meiner Tochter da waren, hat sie danach wohl geweint, weil wir länger bleiben sollten. Er sagte mir am nächsten Tag, dass er sich immer geflenne von ihr anhören muss wenn wir nicht kommen und nicht über Nacht bleiben... da sieht man wieder, dass er uns bzw die Kleine nur seiner Mama präsentieren will...

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30. April 2014 um 13:32
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