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Völlig OT, ABER Amazon unterstützt die NPD!!!

7. Juni 2009 um 18:44

Amazon die rote Karte zeigen!
[Jetzt bei Amazon beschwerden und die Nazis rauskicken!]

Amazon unterstützt direkt die rechtsextreme NPD

Traurig aber wahr: Amazon-Deutschland zahlt der NPD jeden Monat viel Geld. Wie jetzt bekannt wurde, hat Amazon die NPD in ihr Partner-Programm aufgenommen und zahlt der Nazi-Partei für jedes über deren Webseite verkaufte Buch eine dicke Provision. Schlimmer noch: Amazon bietet sogar einige Neonazi-Bücher aus dem NPD-Verlag auf seiner Webseite zum Kauf an. Auf Nachfrage eines Journalisten hieß es lediglich Es gibt eine Nachfrage dafür, die wollen wir befriedigen.

Genauere Infos gibt es hier:

Artikel aus dem Tagesspiegel
www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Rechtsextremismus-Amazon;art12 2,2814745

Taz-Artikel
www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/buecher-von-npd-verlag-bei-ama zon

Höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Das klappt aber nur, wenn sich möglichst viele Leute bei dem Versand-Riesen beschweren. Wenn wir gemeinsam richtig Druck machen, muss Amazon die Nazis rausschmeißen. Also hilf mit, der NPD die Tour zu vermasseln. Das geht ganz einfach!

Es gibt zwei Möglichkeiten sich bei Amazon zu beschweren: Anrufen oder Brief schreiben.

Möglichkeit 1: Du rufst direkt (und kostenlos!) bei Amazon.de an

Die gebührenfreie Telefonnummer ist: 08 00-2 62 96 63
Montag bis Freitag von 7:30 bis 20:00 Uhr und am Wochenende von 10:00 bis 18:00 Uhr

Dort hört man erst eine Computerstimme, die fragt was man genau möchte, dann einfach die 1 drücken oder Eins sagen. Danach wirst du mit einem Kundenbetreuer verbunden.
Bitte denk daran: Immer nett und freundlich, aber trotzdem bestimmt reden und Dich nicht abwimmeln lassen, bis du eine klare Auskunft hast oder sie versprechen sich zurückzumelden. Einfach nur Pöbeln bringt nichts.

Wenn Du schon mal bei Amazon bestellt hast, sagst du:
Hallo meine Name ist XY, ich bin Kunde bei Ihnen. Ich habe gehört, dass ihre Firma Geld an die NPD zahlt. Stimmt das wirklich? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. (weiter gehts unten).

Hast du kein Amazon-Konto, noch besser. Dann einfach sagen:
Hallo meine Name ist XY, ich wollte jetzt das erste Mal bei Ihnen etwas bestellen ABER ich habe gehört, dass ihre Firma Geld an die NPD zahlt. Stimmt das wirklich? Ich kann mir das gar nicht vorstellen.

(Falls die so tun, als wüssten sie nicht worum es geht, darauf hinweisen, dass die NPD im Amazon-Partner-Programm ist und dafür Provisionen von Amazon.de kassiert)

Wahrscheinlich wird der Kundenbetreuer dann erstmal versuchen auszuweichen in etwa so: Ja, da kann ich Ihnen jetzt leider nichts genaues zu sagen, das wird gerade geprüft, blablabla

Dann muss man sofort nachhaken und sagen:
Aber was gibt es da zu prüfen? Ich möchte einfach von Ihnen wissen, ob Amazon in Zukunft weiterhin mit der NPD zusammenarbeiten wird oder nicht. Die Frage können sie doch einfach mit Ja oder Nein beantworten.

Wahrscheinlich wird der dann sagen: Dazu können wir uns derzeit nicht äußern oder so ähnlich. Wenn das passiert sofort sagen: Aber ihre Presseabteilung hat sich doch vor kurzem geäußert. Die haben doch einem Journalist von NPD-Blog.info gesagt ich zitiere Es gibt eine Nachfrage dafür, die wollen wir befriedigen.

Anschließend kannst du noch sagen: Ich brauche einfach eine ganz klare Information von Ihnen: Arbeitet Amazon weiterhin mit der NPD zusammen oder nicht? Falls ja muss ich nämlich ab sofort meine Bücher woanders kaufen.

Danach werden die Kundenbetreuer deinen Namen und Mail-Adresse notieren, damit sich sie Dir ihre Antwort mailen können.

(Falls die sofort eine Antwort parat haben, interessiert uns das natürlich. Kannst uns gerne deine Erfahrungsberichte an info@keinbockaufnazis.de schicken.)


Möglichkeit 2: Du schickst einen Brief an Amazon

Das ist die ganz einfache Lösung. Einfach folgenden Brief in ein Worddokument reinkopieren. Deine Absenderadresse und Datum hinzufügen. Eintüten. 55-Cent Briefmarke drauf und abschicken. (Den Brief kannst du auch schicken, wenn du kein Konto bei Amazon.de hast. Die Überprüfen das ja nicht, weil es viel zu viel Aufwand wäre)

Hier der Musterbrief:

----------
Amazon.de
Kundenbetreuung
Moosacher Str. 51
80809 München


Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung habe ich gestern in verschiedenen Medien Artikel über ihren Versand gelesen. Darin ging es um die Verbindungen zur rechtsextremen NPD. In den Texten wurde darauf hingewiesen, dass Amazon.de die NPD in sein so genanntes Partnerprogramm aufgenommen hat und große Summen an Provisionen für verkaufte Bücher an diese verfassungsfeindliche Partei zahlt.

Laut dem NPD-Watchblog NPD-Blog.info war Ihre bisherige Reaktion auf Kritik daran: Es gibt eine Nachfrage dafür, die wollen wir befriedigen.

Als langjähriger Kunde Ihres Portals bin ich ziemlich überrascht und erschrocken, dass sie einer Partei, die eine menschenverachtende und ganz klar anti-demokratische und rassistische Ideologie vertritt so ein Forum bieten und direkt finanziell in ihrer Arbeit unterstützen.

Ich möchte Sie bitten mir mitzuteilen, ob Amazon.de weiterhin seine Zusammenarbeit mit einer verfassungsfeindlichen Partei fortführen wird. Falls diese Information stimmt, werde ich in Zukunft keine Bestellungen mehr bei Ihnen tätigen und auch allen meinen Freunden und Bekannten davon abraten!

Bitte schicken Sie mir sobald wie möglich eine Antwort auf meine Nachfrage zu.

Mit freundlichen Grüssen

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7. Juni 2009 um 19:10


das ist echt doof, aber ich glaube unterschriften bringen nichts. die hätten sie nicht rein nehmen müssen. aber ich werde wie schon immer bei amazon nichts bestellen. so toll find ich die nämlich gar nicht
lg steffi

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7. Juni 2009 um 19:49

Hm
grundsätzlich gebe ich dir Recht daß man so etwas nicht unterstützen sollte. ABER Amazon ist ein wirtschaftlich arbeitendes Unternehmen und befriedigt Angebot und Nachfrage. Da sie nur Artikel verkaufen die nicht verfassungswidrig sind sehe ich das recht entspannt....
Bei großen und bekannten Unternehmen wird gerne mal kräftig auf die Pauke gehauen wenn so etwas in der Art ist, letztendlich wird alles nicht so heiß gegessen wie gekocht
Ich find`s aber trotzdem gut daß du dich dafür einsetzt (soll nicht gönnerhaft klingen, sondern wirklich ernst gemeint).

LG Julia

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7. Juni 2009 um 19:50


Danke für die Info. Hab denen grade mal ne Email geschickt, mal sehen was die antworten.
Eigentlich habe ich dort immer gerne und viel gekauft...damit ist jetzt Schluß. Weiß zufällig jemand eine gute Alternative?

LG

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7. Juni 2009 um 22:58

Kauft doch einfach keine NPD-Bücher!
Hallo!

Amazon ist eine Plattform, die sich nach Angebot und Nachfrage richtet.
Die NPD bekommt (übrigens wie jeder andere Autor bzw. Verlag) ausschließlich eine Provision für die von ihnen - hier über Amazon - verkauften Bücher. Kauft diese Bücher einfach nicht und schon bekommt die NPD auch keine Provision!

Ich möcht die NPD in keinem Fall beschönigen oder verteigen - aber wisst Ihr, wer hinter all den anderen Verlagen steckt oder ob der jeweilige Autor in Ordnung ist?!?

Liebe Grüße
märzkind

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