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Völlig OT aber ich kann nicht mehr ....

25. März 2012 um 23:16 Letzte Antwort: 25. März 2012 um 23:28

Hallo zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich mir hier einen Zweitnick angelegt habe. Warum? Weil mich einige hier kennen und ich möchte mit meinem Post anonym bleibe, ich bitte euch das zu berücksichtigen. Ich habe es noch nie jemandem erzählt Nicht meiner besten Freundin - nicht meinem Ex Freund, mit dem ich jahre lang zusammen war - Niemandem!

Ich kann einfach nicht mehr ... Ich wurde sehr früh ungeplant Mutter, natürlich wurde mir von meinem Ex Freund und auch meiner Mutter versprochen das sie mich unterstützen werden. Naja jetzt stehe ich alleine mit meinem Kind da - aber das ist nicht mein Problem. Mein Problem ist, dass ich noch bei meiner Mutter wohne. Ich werde bald mit meinem Kind ausziehen weil ich es einfach nicht mehr aushalte ... Sie ist alkoholsüchtig - Nein es ist nicht das Glas Rotwein am Abend. Sie trinkt fast jeden Tag eine ganze Flasche (!) Ramazotti Am Wochenende ist es besonders schlimm, da sie dann schon Mittags anfängt mit dem Trinken. Ich kann das nicht mehr! Ich ertrage das nicht mehr! Und ich weiss nicht was ich tun soll! Ich weiss das ich sie zu nix zwingen kann ...
Es gab Situationen in denen ich weg wollte mit meinem kleinen, einfach weg ... Aber sie liess mich nicht, hat mich geschubst und das obwohl ich mein Kind auf dem Arm hatte! Und da hört bei mir alles auf! Am nächsten Tag hatte sie durch mich überall blaue Flecken an den Armen. Und da tat sie mir wieder leid ... Und eigentlich ist sie gar keine schlechte Mutter - aber wenn sie getrunken hat ist sie wie ein anderer Mensch. Wir kommen aus einem kleinen Dorf, jeder kennt jeden, wir haben dazu noch eine Firma ... Wenn das rauskommen würde, dann wäre das ein Skandal. Deswegen hab ich ihr sozusagen jahrelang geholfen das zu verheimlichen. Irgendwann haben mein Onkel und seine Frau etwas gemerkt aber was sollte ich machen? Ich habe so getan als wäre alles in Ordnung. Naja das ist jetzt auch schon ein paar Jahre her und sie trinkt immer noch.

Es war schon immer so. Ich war die, die immer stark war. Gefühle? Sowas zeigt man bei uns nicht. Bei meinen Freunden war ich auch immer die starke, mit einer tollen Familie. Ich habe allen immer eine heile Welt vorgespielt. Ist ja leichter als die Wahrheit zu sagen. Aber jetzt kann ich nicht mehr. Ich will mit meinem Kind ein eigenes Leben anfangen, ich will mich um meine Zukunft kümmern ... und nicht mich immer um meiner Mutter sorgen müssen.

Ich will das sie davon los kommt. Mein Sohn hat keinen Kontakt zu seinem Vater und dessen Familie ... Er hat keinen Vater und nicht einmal eine Oma, die eine will nichts von ihm wissen und die andere ist alkoholkrank Am liebsten würde ich mit meinem kleinen irgendwo weit weg ein neues Leben anfangen aber das wäre ja ein Skandal. Und so werde ich weiter die heile Welt vorspielen - so war es die letzten Jahre und so wird es auch die nächsten Jahre sein.

Ich weiss nicht warum ich euch das schreibe aber ich musste das einfach mal loswerden. Und hier muss ich niemandem die heile Welt vorspielen. Es ist schon traurig dass ich das hier einem Forum anvertraue und sonst niemandem ....

Liebe Grüße und danke fürs lesen ....

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25. März 2012 um 23:28

Hmm
es ist wirklich toll von dir, und es zeichnet deinen Charakter aus, das du deiner Mutter so beistehst und ihr helfen willst. Aber ihr hilft nur eine ernste therapie und ein Entzug.

Vergiss nicht, so sehr wie man seine Familie auch liebt, dein Kind geht vor. Damit gehst auch DU vor. Du hast nur dieses eine Leben, vergeude es nicht indem du dich kaputt machst. Das hat dein Sohn auch nicht verdient, denn er wird das IMMER merken.

Wenn deine mutter sich nicht helfen lassen will, dann ist sie noch nicht an DEM Punkt -an den man ankommen MUSS- angekommen.

Du kannst neu anfangen, wenn du das für dich und dein Kind für das Beste hälst. Kein Gericht der Welt würde dich dafür verurteilen. Du kannst deiner Mutter immer beistehen indem du ihr deutlich machst, das du alles für sie tust und sie immer unterstützt wenn sie in Erwägung zieht sich helfen zu lassen.

Ich wünsche ihr und dir alles gute.

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