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Völlig OT: Kennst sich jemand mit Umschulungen aus?

15. Dezember 2016 um 15:17

Mein Mann möchte eine neue Ausbildung als Erzieher machen. Er ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel (und hat auch eine abgeschlossene Ausbildung zum Stukkateur).

Nun hat er schon seit je her Gelenk- und Knochenprobleme (u. a. Hüftdysplasie Bandkapselschwäche, Hypermobilität der Gelenke) jetzt wurde auch eine Arthrose an den Füßen und ein Knochenüberstand an den Füßen diagnostiziert. Er hat beim Stehen und Laufen Schmerzen, eigentlich seit Jahren, wird aber immer schlimmer - lange Zeit konnte man mit speziellen Schuhen und Einlagen was machen, aber nun wirds immer schlimmer.

Z Zt. ist er arbeitslos (nach 12 Monaten Elternzeit und Saisonvertrag). Er möchte nun ab September 2017 eine Ausbildung zum Erzieher machen (da würde er aber 2 Jahre kein Geld verdienen) - nun ist die Überlegung eine Berufsunfähigkeit zu beantragen und evtl. eine Umschulung zu machen (hat er schon 2001 von Stukkateur auf Kaufmann gemacht)

Kennt sich jemand aus? Hat er eine Chance das genehmigt und finanzielle Unterstützung zu bekommen? Bekommt man eine zweite Umschulung bezahlt, wenn man schon vor 15 Jahren eine hatte? Kann es Probleme geben, dass er dann ausgerechnet Erzieher werden will, d. h. kann es heissen, dass der Beruf mit seinem Krankheitsbild auch ungeeignet ist????

Wo kann man sich zu dem Thema beraten lassen?

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15. Dezember 2016 um 16:19

Das war auch meine erste Überlegung, sorry.
es gibt doch kaum einen Beruf in dem man noch mehr knien, in der Hocke sein, sich bücken und auf zu kleinen Stühlen sitzen muss als als Erzieher.
also mit der Vorgeschichte denke ich dass es weder Sinn macht, noch bezahlt wird 

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15. Dezember 2016 um 16:21

Das ist ja die Frage?!?!? Kann er mit Schmerzen in den Füßen Erzieher werden??? Warum nicht? Er muss da ja nicht den ganzen Tag stehen auf den Füßen

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15. Dezember 2016 um 16:30

knien, hocken, bücken... macht ihm wenig Probleme.... 

Stehen (in seiner alten Arbeit musste er 10 - 12 Std. täglich stehen auf einem harten Boden) und das Tragen von engen (Sicherheits-)Schuhen ist das größte Problem. Er die letzten 6 Jahre im Lager tätig.

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15. Dezember 2016 um 16:46

Also, als Erzieher hat man schon den ganzen Tag Action.
Wenn ich mir die Leute in unserem Kiga so ansehe, die sind eigentlich ständig auf den Beinen und auch Tragen ist keine Seltenheit.

Kann dein Mann nicht zunächst ein Praktikum absolvieren, um das man live auszutesten?

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15. Dezember 2016 um 16:56

Er macht nächste Woche ein Dreitagespraktikum, aber selbst dafür bekommt er dann sein ALG gestrichen, da es ja "nicht nötig wäre, da er ja einen Beruf habe und da arbeiten könne".... außerdem ist er seit Oktober einmal die Woche ehrenamtlich zwei Std. in der Kinderbetreuung von Kindern U3 tätig........

Auch ist das Tragen kein Problem, unsere Tochter wiegt 14 kg und wenn es sein muss, trägt er sie mehrere Kilometer weit auf dem Arm....

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16. Dezember 2016 um 13:37

Kann dazu nur sagen,  dass mir die Füße vom vielen in die Hocke gehen müssen, auf kleinen Stühlen sitzen etc schmerzten. Also hab da Achillessehnenprobleme gehabt.
Aber man muss natürlich nicht 8 Stunden am Stück stehen. Viel auf dem Boden sitzen jedoch.Denke da hilft erstmal nur ein Praktikum um das auszuprobieren. Aber 3 Tage ist da ja nix. Die wuppt man ohne Probleme. Denke die Belastung merkt man erst nach etwas längerer Zeit.
Gibt es denn vom Arbeitsamt nicht wen der berät? 

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16. Dezember 2016 um 19:20

Nö Olympia braucht man nicht.  Die Frage ist nur ob es ihm damit wirklich besser geht. 
Zumal er ja extra noch ne neue Ausbildung braucht, Prüfungen, kein Geld etc.
Kann er denn wirklich nicht  aufs Büro? Wenn er ne kaufmännische Ausbildung hat, gibt es da doch sicher auch viele Möglichkeiten etwas zu arbeiten wo man nicht 8 Std stehen muss. Oder ist das schwierig weil  in einer Branche tätig war?

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16. Dezember 2016 um 19:46

Nur weil das Amt während des Praktikum nicht zahlt, ist es kein Indiz dafür, dass die Umschulung nicht gezahlt werden würde. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. 
während des Praktikums steht man einfach nur dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und deswegen zahlt das amt auch nicht. 

was die ausbildung zum erzieher angeht, weiß ich nicht, ob das einfach so möglich wäre. Ich kann mich auch nicht einfach so zur erzieherin ausbilden, dafür müsste ich entweder erstmal kinderpflegerin werden, oder 900h praxisarbeit zb im kiga vorweisen, um von der Schule angenommen zu werden. Wie das allerdings in anderen Bundesländern gehandhabt wird, weiß ich nicht, kann jetzt nur von nrw reden

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17. Dezember 2016 um 12:12

Er muss, wenn er die Ausbildung machen will, eh ein 6-wöchiges Praktikum vorher machen (die 3 Tage soll ja nur zur Orientierung und zum Kennenlernen dienen).....

Büro ist keine Alternative für ihn, dass ist so garnichts für ihn....... da stirbt er vor Langeweile....

Erzieher war schon immer sein Wunschberuf, aber als Jugendlicher hat er sich das nicht getraut, da wird man ja ausgelacht, ausserdem haben ihn seine Eltern dabei nicht unterstützt......

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17. Dezember 2016 um 12:12

Er muss, wenn er die Ausbildung machen will, eh ein 6-wöchiges Praktikum vorher machen (die 3 Tage soll ja nur zur Orientierung und zum Kennenlernen dienen).....

Büro ist keine Alternative für ihn, dass ist so garnichts für ihn....... da stirbt er vor Langeweile....

Erzieher war schon immer sein Wunschberuf, aber als Jugendlicher hat er sich das nicht getraut, da wird man ja ausgelacht, ausserdem haben ihn seine Eltern dabei nicht unterstützt......

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18. Dezember 2016 um 6:29

Die ausbildenden Schulen  können euch sagen welche Voraussetzungen er haben muss um aufgenommen zu werden.
Früher war es so ,dass man ein einjähriges Praktikum in dem Bereich brauchte. Noch lieber wurde Fachabi mit integriertem Praktikum gesehen. Wie das heute ist, weiß ich nicht.
Wir hatten auch welche mit abgeschlossener Ausbildung in der Klasse. Was die zusätzlich benötigten oder nicht, weiß ich nicht.

Ob man überhaupt eine 2. Umschulung bekommen kann, müsste doch das Arbeitsamt wissen.
 Denke aber das ist schwierig, weil es denen egal sein wird ob er auf dem Büro sitzen will oder nicht. Die schauen bei ner Umschulung doch nur ob es gesundheitlich machbar ist oder??
Wenn es sein Traumberuf ist, er das nach dem Praktikum immer noch so sieht, und ihr das finanziell wuppen könnt,  würde ich es wagen. Sonst wirft er sich später immer vor es nicht versucht zu haben. Wie alt ist er denn jetzt?

Ich hoffe für euch, dass er die Aufnahmekriterien erfüllt oder schnell nachholen kann.

Achso: also man muss nirgends Probleme mit den Gelenken etc angeben. Also nicht für die ausbildende Schule als für spätere Stellen. Er hat ja  Schwerbehindertenausweiß.

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18. Dezember 2016 um 10:25
In Antwort auf pustewind79

Die ausbildenden Schulen  können euch sagen welche Voraussetzungen er haben muss um aufgenommen zu werden.
Früher war es so ,dass man ein einjähriges Praktikum in dem Bereich brauchte. Noch lieber wurde Fachabi mit integriertem Praktikum gesehen. Wie das heute ist, weiß ich nicht.
Wir hatten auch welche mit abgeschlossener Ausbildung in der Klasse. Was die zusätzlich benötigten oder nicht, weiß ich nicht.

Ob man überhaupt eine 2. Umschulung bekommen kann, müsste doch das Arbeitsamt wissen.
 Denke aber das ist schwierig, weil es denen egal sein wird ob er auf dem Büro sitzen will oder nicht. Die schauen bei ner Umschulung doch nur ob es gesundheitlich machbar ist oder??
Wenn es sein Traumberuf ist, er das nach dem Praktikum immer noch so sieht, und ihr das finanziell wuppen könnt,  würde ich es wagen. Sonst wirft er sich später immer vor es nicht versucht zu haben. Wie alt ist er denn jetzt?

Ich hoffe für euch, dass er die Aufnahmekriterien erfüllt oder schnell nachholen kann.

Achso: also man muss nirgends Probleme mit den Gelenken etc angeben. Also nicht für die ausbildende Schule als für spätere Stellen. Er hat ja  Schwerbehindertenausweiß.

Wir haben uns schon sehr gut informiert. Er muss die 6 Wochen Praktikum machen und dann kann er in die Ausbildung starten (also 6 Wochen anstatt das 1 Jahr Vorpraktikum, da er Ausbildung hat, bzw. kann sich da auch Elternzeit anerkennen lassen). Er muss 2 Jahre auf die Schule (bekommt kein Geld. kostet aber zum Glück auch kein Geld). und dann das Anerkennungsjahr.....

Die Dame vom Arbeitsamt hilft uns nicht weiter, sagt nur, ist doch nicht nötig...... Aber sie schickt uns einen Bogen (Antrag???) zum Ausfüllen deswegen mal zu. 

Schwerbehindertenausweis?? Nein, sowas hat er nicht.... Würde ihm das was bringen?????

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18. Dezember 2016 um 10:27
In Antwort auf villeneuve78

Wir haben uns schon sehr gut informiert. Er muss die 6 Wochen Praktikum machen und dann kann er in die Ausbildung starten (also 6 Wochen anstatt das 1 Jahr Vorpraktikum, da er Ausbildung hat, bzw. kann sich da auch Elternzeit anerkennen lassen). Er muss 2 Jahre auf die Schule (bekommt kein Geld. kostet aber zum Glück auch kein Geld). und dann das Anerkennungsjahr.....

Die Dame vom Arbeitsamt hilft uns nicht weiter, sagt nur, ist doch nicht nötig...... Aber sie schickt uns einen Bogen (Antrag???) zum Ausfüllen deswegen mal zu. 

Schwerbehindertenausweis?? Nein, sowas hat er nicht.... Würde ihm das was bringen?????

Ach so:

Und wenn er nach dem Praktikum (6 Wochen) die Ausbildung wirklich machen will, dann bekommten wird das notfalls auch so gestemmt.... Er hat mir mein Studium finanziert (also ist immer arbeiten gegangen, und wenn der Job noch so mies war) und jetzt eben umgekehrt...

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18. Dezember 2016 um 10:53

Dann würde ich einfach sagen, versucht euer Glück.
Vllt habt ihr ja Glück und bekommt die Umschulung.
Wobei ich jetzt mal vermuten würde, dass die Chancen da sehr gering sind, wenn er gesundheitlich fit genug für den Bürojob ist.
Und wenn ihr es so stemmen könnt, könnt ihr bei einer Ablehnung immer noch über die normale Ausbildung gehen.
2 Jahre gehen schneller rum, als man meint.

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18. Dezember 2016 um 12:59

Hat er Abitur? Dann könnte er auch überlegen, ob ein Lehramtsstudium etwas für ihn wäre. Oder, falls ihm auch das arbeiten mit jugendlichen liegt, in eine Berufsschule gehen.

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18. Dezember 2016 um 13:18
In Antwort auf waldmeisterin1

Hat er Abitur? Dann könnte er auch überlegen, ob ein Lehramtsstudium etwas für ihn wäre. Oder, falls ihm auch das arbeiten mit jugendlichen liegt, in eine Berufsschule gehen.

Er hat eigentlich nur einen Hauptschulabschluss. Aber durch seine Ausbildungen hat er sich eine der Mittleren Reife gleichgestellten Abschluss anerkennen lassen. Er möchte mit Kindern - am liebsten U3 - arbeiten.

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18. Dezember 2016 um 13:40

Ja die Ausbildung kostet nichts bis auf das Übliche, dass man manche Bücher selber kaufen muss.
Im Anerkennungsjahr verdient er.
Bei einem Schwerbehindertenausweiß muss man diesen, wenn er mindestens 50% hat ,soweit ich weiß angeben. Ich meinte das bezogen auf seine Füße etc. Also, dass er somit an der Schule nicht sagen muss, dass er gesundheitliche Probleme hat.

Ich würde es an Eurer Stelle machen. Ihr habt ein Kind was noch klein und somit nicht so teuer ist und Du scheinst gut zu verdienen. Außerdem suchen sich viele einen Nebenjob. Er könnte ja samstags was arbeiten oder mal in der Woche abends. 
Wenn es natürlich so geht, würde ich es ohne Nebenjob machen. 
 Auf ne Umschulung würde ich nicht hoffen. Die werden sagen wer als Erzieher arbeiten kann, kann auch auf m Büro tätig sein. 

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18. Dezember 2016 um 14:01
In Antwort auf pustewind79

Ja die Ausbildung kostet nichts bis auf das Übliche, dass man manche Bücher selber kaufen muss.
Im Anerkennungsjahr verdient er.
Bei einem Schwerbehindertenausweiß muss man diesen, wenn er mindestens 50% hat ,soweit ich weiß angeben. Ich meinte das bezogen auf seine Füße etc. Also, dass er somit an der Schule nicht sagen muss, dass er gesundheitliche Probleme hat.

Ich würde es an Eurer Stelle machen. Ihr habt ein Kind was noch klein und somit nicht so teuer ist und Du scheinst gut zu verdienen. Außerdem suchen sich viele einen Nebenjob. Er könnte ja samstags was arbeiten oder mal in der Woche abends. 
Wenn es natürlich so geht, würde ich es ohne Nebenjob machen. 
 Auf ne Umschulung würde ich nicht hoffen. Die werden sagen wer als Erzieher arbeiten kann, kann auch auf m Büro tätig sein. 

Der Kindergarten ist im Moment noch sauteuer. Knapp 500 Euro im Monat. Ab September wird es aber um 200 Euro billiger. Dann ist sie 3.

 Ich bin bis Juli befristet. Habe auch nur 2400 brutto.

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18. Dezember 2016 um 14:14

Wieso ist der sooooo teuer? Selbst für u3 ist da ja wucher....Pro Monat 500 €....Krass.

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18. Dezember 2016 um 14:14
In Antwort auf villeneuve78

Er macht nächste Woche ein Dreitagespraktikum, aber selbst dafür bekommt er dann sein ALG gestrichen, da es ja "nicht nötig wäre, da er ja einen Beruf habe und da arbeiten könne".... außerdem ist er seit Oktober einmal die Woche ehrenamtlich zwei Std. in der Kinderbetreuung von Kindern U3 tätig........

Auch ist das Tragen kein Problem, unsere Tochter wiegt 14 kg und wenn es sein muss, trägt er sie mehrere Kilometer weit auf dem Arm....

Also, das ist nicht mein Metier.

Aber wegen des ALG, was man ihm dann streichen würde - dann soll er halt kein Dreitage-Vollzeit-Praktikum machen, sondern drei Tage halbtags gehen, also pro Tag 4,5 Stunden.
Und dann, in der darauffolgenden oder besser übernächsten Woche nochmal das Gleiche.

Die Streichung des ALG kommt doch nur dann in Betracht, wenn der Leistungsbezieher wenigstens 15 Wochenstunden "beschäftigt" ist.
Da würde ich einfach darauf achten, dass er unterhalb dieser "Schwelle" bleibt, dann kann Euch das Amt gar nichts,

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18. Dezember 2016 um 14:21
In Antwort auf wachsperle3

Also, das ist nicht mein Metier.

Aber wegen des ALG, was man ihm dann streichen würde - dann soll er halt kein Dreitage-Vollzeit-Praktikum machen, sondern drei Tage halbtags gehen, also pro Tag 4,5 Stunden.
Und dann, in der darauffolgenden oder besser übernächsten Woche nochmal das Gleiche.

Die Streichung des ALG kommt doch nur dann in Betracht, wenn der Leistungsbezieher wenigstens 15 Wochenstunden "beschäftigt" ist.
Da würde ich einfach darauf achten, dass er unterhalb dieser "Schwelle" bleibt, dann kann Euch das Amt gar nichts,

Das hat mit den 15 std  nichts zu tun. Eher Willkür. Werden auf jeden Fall Widerspruch einlegen.

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18. Dezember 2016 um 14:22
In Antwort auf pustewind79

Wieso ist der sooooo teuer? Selbst für u3 ist da ja wucher....Pro Monat 500 €....Krass.

Ja. Ist aber so bei uns.

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18. Dezember 2016 um 14:34
In Antwort auf villeneuve78

Das hat mit den 15 std  nichts zu tun. Eher Willkür. Werden auf jeden Fall Widerspruch einlegen.

Der Blick ins Gesetz - Par. 137, 138 SGB III  - hilft hier vielleicht weiter.
Dort steht, dass man Anspruch auf ALG hat, wenn man arbeitslos ist (Par. 137).
Und arbeitslos ist man dann, wenn man - Par. 138 - nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht.
Als ein solches gelten Tätigkeiten ab min. 15 Wochenstunden (Par. 138 Abs. 3)

Die Dame hält sich einfach erst mal strikt an den entsprechenden Gesetzeswortlaut.
Dass sie eventuell die Möglichkeit hat, hier eine Ausnahmeregelung zu treffen, sei mal dahingestellt. 
Aber Willkür, weil man sich an den Gesetzestext hält?
Naja, wenn Ihr unbedingt streiten wollt, dann man los. Ginge aber eben auch anders.

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18. Dezember 2016 um 14:52
In Antwort auf villeneuve78

Mein Mann möchte eine neue Ausbildung als Erzieher machen. Er ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel (und hat auch eine abgeschlossene Ausbildung zum Stukkateur). 

Nun hat er schon seit je her Gelenk- und Knochenprobleme (u. a. Hüftdysplasie Bandkapselschwäche, Hypermobilität der Gelenke)  jetzt wurde auch eine Arthrose an den Füßen und ein Knochenüberstand an den Füßen diagnostiziert. Er hat beim Stehen und Laufen Schmerzen, eigentlich seit Jahren, wird aber immer schlimmer - lange Zeit konnte man mit speziellen Schuhen und Einlagen was machen, aber nun wirds immer schlimmer.

Z Zt. ist er arbeitslos (nach 12 Monaten Elternzeit und Saisonvertrag). Er möchte nun ab September 2017 eine Ausbildung zum Erzieher machen (da würde er aber 2 Jahre kein Geld verdienen) - nun ist die Überlegung eine Berufsunfähigkeit zu beantragen und evtl. eine Umschulung zu machen (hat er schon 2001 von Stukkateur auf Kaufmann gemacht)

Kennt sich jemand aus? Hat er eine Chance das genehmigt und finanzielle Unterstützung zu bekommen? Bekommt man eine zweite Umschulung bezahlt, wenn man schon vor 15 Jahren eine hatte? Kann es Probleme geben, dass er dann ausgerechnet Erzieher werden will, d. h. kann es heissen, dass der Beruf mit seinem Krankheitsbild auch ungeeignet ist????

Wo kann man sich zu dem Thema beraten lassen?

Um eine Umschulung zum Erzieher zu bekommen muss man für den Beruf tauglich sein hierzu wird das Arbeitsamt Ihren werten Gatten zum medizinischen Dienst schicken dort wird ein med. Gutachten erstellt. Erst wenn das vorliegt kann eine Beführwortung oder Ablehnung erfolgen. Ich beziehe mich mal auf Ihren Text  in bezugnehmend auf die Erkrankungen die Sie hier schildern eine Aus - Weiter oder gar Umschulung zum Erzieher zu machen ist ausgeschlossen, weil er eine gute bis sehr gute körperliche Fitniss mit bringen muss. Denn während der Ausbildung muss Ihr werten Gatte auch Sport machen und dieser Belatung auch stand halten. Ich glaube nicht das er den Sporttest mit den Gesunheitlichen Problemen überhaupt schaft bzw. schaffen kann. Bsp. 100 Meterlauf oder Schwimmen und das in einer ihm vorgegenen Zeit.

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18. Dezember 2016 um 15:21
In Antwort auf wachsperle3

Der Blick ins Gesetz - Par. 137, 138 SGB III  - hilft hier vielleicht weiter.
Dort steht, dass man Anspruch auf ALG hat, wenn man arbeitslos ist (Par. 137).
Und arbeitslos ist man dann, wenn man - Par. 138 - nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht.
Als ein solches gelten Tätigkeiten ab min. 15 Wochenstunden (Par. 138 Abs. 3)

Die Dame hält sich einfach erst mal strikt an den entsprechenden Gesetzeswortlaut.
Dass sie eventuell die Möglichkeit hat, hier eine Ausnahmeregelung zu treffen, sei mal dahingestellt. 
Aber Willkür, weil man sich an den Gesetzestext hält?
Naja, wenn Ihr unbedingt streiten wollt, dann man los. Ginge aber eben auch anders.

Sie hat gesagt, dass wenn er ein Praktikum in einem Kindergarten machen wolle, dann bekomme er dass Geld gestrichen, und wenn er nur 1 Tag dort Praktikum macht........

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18. Dezember 2016 um 15:22
In Antwort auf hanibal64

Um eine Umschulung zum Erzieher zu bekommen muss man für den Beruf tauglich sein hierzu wird das Arbeitsamt Ihren werten Gatten zum medizinischen Dienst schicken dort wird ein med. Gutachten erstellt. Erst wenn das vorliegt kann eine Beführwortung oder Ablehnung erfolgen. Ich beziehe mich mal auf Ihren Text  in bezugnehmend auf die Erkrankungen die Sie hier schildern eine Aus - Weiter oder gar Umschulung zum Erzieher zu machen ist ausgeschlossen, weil er eine gute bis sehr gute körperliche Fitniss mit bringen muss. Denn während der Ausbildung muss Ihr werten Gatte auch Sport machen und dieser Belatung auch stand halten. Ich glaube nicht das er den Sporttest mit den Gesunheitlichen Problemen überhaupt schaft bzw. schaffen kann. Bsp. 100 Meterlauf oder Schwimmen und das in einer ihm vorgegenen Zeit.

Sporttest als Erzieher???? Das ist mir nun aber mal was ganz neues!!!!!

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18. Dezember 2016 um 15:31
In Antwort auf villeneuve78

Sie hat gesagt, dass wenn er ein Praktikum in einem Kindergarten machen wolle, dann bekomme er dass Geld gestrichen, und wenn er nur 1 Tag dort Praktikum macht........

Das wäre dann Willkür.

Wie gesagt, ich würde auf Nummer sicher gehen, und die Praktikumszeit auf unter 15 Stunden drücken.
Und die gute Dame vorher noch an die genannten Normen erinnern und fragen, wie sie da zu einer Streichung kommt, wenn Dein Mann - bei unter 15 Stunden - ja immer noch als beschäftigunglos gilt.

Aber einfach 15 Stunden ableisten und das mit einem Widerspruch durchsetzen wollen - halte ich für wenig erfolgversprechend.

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18. Dezember 2016 um 19:24

Das Praktikum sollte morgen bis Mittwoch sein, wird eh erstmal auf Eis gelegt. Unsere Tochter ist krank, da muss er zuhause bleiben, und das Praktikum auf Januar verschieben. Wir werden nochmal mit der Agentur versuchen zu reden..........

Danke an alle für die Tipps bisher!!!

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19. Dezember 2016 um 6:32

Sporttest? Glaube ich nicht.

Ja man hat Sport ABER man muss nicht alles können. Klar muss man Rennspiele usw mitmachen auch mal Volleyball, bißchen Fußball,  liegt am Sportlehrer was der so macht und alles im Rahmen.
ABER wurden bei uns Böcke aufgebaut oder was mit Höhe und irgendeiner sagte, dass er das nicht kann, sich nicht traut, war das völlig ok. Motto unserer Sportlehrerin war: Du musst lernen wie man sowas aufbaut, wo die Unfallgefahren liegen und Du musst Kindern Hilfestellung geben können in dem man Kinder sichert, also neben den Bock stellen und das Kind halten. Du musst aber nicht selber drüber springen können! 
Also musste der jenige nicht selber springen aber alles andere machen und dann halt die Mitschüler "sichern". Lernen wo sicher ich usw. Das mussten natürlich alle machen.

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