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Wann fühle ich mich endlich wieder "normal"??

31. August 2016 um 14:21

Hallo liebe Mamis,

ich weiß gar nicht, wie ich meine Situation kurz beschreiben soll..

Mein Sohn ist jetzt fast 6 Monate alt. Ich hatte, abgesehen von böser Migräne in den ersten 16 Wochen eine wunderbar unkomplizierte Schwangerschaft. Die Geburt war auch unkompliziert, wenn auch echt heftig, aber das hab ich irgendwie schon alles vergessen.
Ich hab einen wahnsinnig tolles Söhnchen, der von Anfang an ganz unkompliziert war. Zwar hatten auch wir mal Bauchschmerzen und Blähungen, aber er hat bisher immer viel und gut geschlafen, selten richtig geweint, ist ein fröhliches, munteres, gesundes Baby das ich mehr liebe als ich es eigentlich sagen kann.

Das einzig Schwierige war von Anfang an das Stillen. Erst wollte er nicht an die Brust, da hab ich tagelang fast nur gepumpt. Im 3 Stunden- Takt mit anschließendem Desinfizieren, Füttern, Wickeln usw. Mit viiiel Geduld hat es dann irgendwann mit dem voll Stillen geklappt, aber es gab immer wieder schwierige Phasen. 3 mal hatte ich einen Milchstau, mehrfach hat der Kleine die Brust in Schubphasen verweigert, dann war es wieder zu wenig MIlch, es war ein ständiges Hin und Her. Vor einigen Wochen habe ich angefangen, zuzufütttern, weil meine Nerven einfach nicht mehr mitgemacht haben. Seitdem ist der Druck weg, der KLeine wird 3x am Tag gestillt und 2x wird zugefüttert und ich bin schon etwas entspannter.

Soweit alles prima. Aber ich hab immernoch das Gefühl, dass mein Körper verrückt spielt. Ich bin einfach so unglaublich schlapp, ausgelaugt, habe dauernd Kopfschmerzen, mir ist übel, ich kann morgens kaum laufen weil meine Füße total weh tun, bin genervt, könnte meinen Mann auf den Mond schießen, kämpfe immernoch mit den netten Begleiterscheinungen von 2 Stunden Presswehen und gehe echt auf dem Zahnfleisch.

Meine Blutwerte sind prima, bis auf die Schilddrüse, die spielt total verrückt. Ich rutsche ständig von Über- in Unterfunktion, musste schon 4x die Dosis ändern usw. Ich will einfach mal wieder Energie haben, mich wohlfühlen, ausgeglichen und nicht genervt sein.

Natürlich gibt es auch so viele schöne Momente, wenn mein Spatz mich morgens im Bettchen anstrahlt usw. Dann könnte ich platzen vor Glück..

Aber wann wird es denn körperlich endlich besser? Kann ich auf eine Besserung nach dem Abstillen hoffen? Hat sich da bei euch nochmal was verändert?

Vielleicht ist es auch einfach nur die Umstellung in meinem Leben, aber ich bin einfach körperlich soooo fertig.

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31. August 2016 um 14:42

Ich kann dir natürlich nichts konkretes orakeln
aber ich möchte meine geschichten mit dir teilen, einfach, weil ich weiss, dass es einem gut tut zu hören, dass andere ähnliche päkchen zu tragen haben und hatten.

also meine tochter (auch alles ganz unkompliziert verlaufen, auch ein unkompliziertes baby) war auch schwierig beim stillen. sie trank nie richtig, es war alles sehr frustrierend, hab oft gepumpt, hab mich nicht wohl gefühlt, die schmerzen in den füssen kenn ich zur genüge, konnte zeitweise kaum auftreten, so sehr tat es weh.... die brustwarzen taten mir auch extrem weh, die kleine klemmte sehr stark... hab mit 7 wochen schon angfangen pre milch zuzufüttern und mit 12 wochen war sie dann ganz abgestillt, von da an hab ich mich dann erst so richtig angefangen wohl in meiner neuen rolle zu fühlen und die zeit als babymama zu geniessen. auch die körperlichen beschwerden verschwanden relativ zügig. das einzige was blieb, als sich mein menstuationszyklus nach der geburt wieder einstellte: pms. das kannte ich vor der schwangerschaft nie.

meine tochter ist jetzt drei jahre und drei monate

vor 15 monaten kam mein sohn zur welt. auch alles wieder ganz unkompliziert, die ersten vier monate war er das traumbaby schlecht hin: schrie nie, lachte nur, schlief super. stillen klappte von anfang an bestens und ohne probleme. dafür hatte ich bei meinem sohn mehrere milchstaus mit fieber und allem drum und dran. ok, nahm ich halt so hin. meine geburtsverletzung entzündete sich und ich musste drei wochen nach entbindung operiert werden. danach wurde es immer schlimmer mit der entzündung und ich musst 5 wochen nach der entbindung nochmal für 10 tage hospitalisiert werden. war alles recht schwierig und seither habe ich probleme mit meinem schliessmuskel (inkontinenz, bei magendarmgrippe muss ich zum beispiel windel tragen).
als mein sohn so 4 oder 5 monate war, wurde er auf einmal dauerkrank und schliess urplötzlich sehr sehr schlecht. wachte spätestens nach zwei stunden auf und musste wieder gestillt werden. er wollte nicht essen, flasche verweigerte er auch. mir gings mies. war selber enorm oft krank und hätte liebend gern abgestillt, ging aber nicht. meine stimmung war mega mies, war immer gereizt und sauer. als er 9 monate war hatte ich noch einmal einen milchstau mit fieber... irgendwann, als er ca 12 monate war, hatte ich ihn tagsüber abgestillt, er ass da ganz normal vom familientisch. stillte ihn immer noch nachts. meine stimmung wurde aber immer besser. wir hatten wieder längere phasen ohne krankheit und er schlies auch etwas länger als zwei stunden am stück. seit einer woche ist er jetzt komplett abgestillt und er hat die letzten vier nächte komplett durchgeschlafen. ich selber fühl mich mega gut, auch wenn ich erst recht sentimental war, als ich aufgehört hab zu stillen. ich bin seit einigen wochen sehr ausgeglichen und recht entspannt.
bester nebeneffekt nach dieser knapp 15 monatigen stillzeit: ich habe ein gewicht wie zuletzt mit ca 19/20. es macht richtig spass mich sommerlich zu kleiden.

alles in allem: in der babyzeit gab es bei mir bei beiden kindern aus ähnlichen und dennoch unterschiedlichen gründen grosse ups und downs, aber am ende musst du dir immer wieder sagen: die zeit ist vergleichsweise kurz und es kommt alles wieder gut! (ausser meine inkontinenz bei durchfall. da muss ich wahrscheinlich noch einmal operiert werden...)

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31. August 2016 um 15:07

Ich weiß genau was du meinst
Schon als ich den Titel gesehen habe musste ich an die Stillzeit mit meinem Großen denken.
Es war ganz ähnlich wie bei dir und leider muss ich dir sagen, dass es mir erst wieder richtig gut ging als ich nach Ca einem Jahr ganz abgestillt hatte. Ich war so froh als ich endlich wieder bei Kräften und Sinnen war und meine Nerven auch wieder etwas strapazierfähiger wurden.
Seltsamerweise geht es mir jetzt beim zweiten Kind ganz anders... Das Stillen war von Anfang an ganz einfach und ich bin fit wie nie und das obwohl ich hier jetzt zwei kleine Kinder rumzuspringen habe
Ich hatte diesmal vor der Geburt ernsthaft überlegt nicht zu stillen und jetzt ist irgendwie gar kein Ende in Sicht weil es so unkompliziert und praktisch ist. Es besteht also Hoffnung falls du noch weitere Kinder willst

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1. September 2016 um 18:19

Puh,
das ist ja wirklich sehr beruhigend, dass ich nicht alleine dastehe. Und dass dann doch noch Besserung in Sicht ist, ich hab mir schon Gedanken gemacht, wie ich SO jemals wieder zusätzlich auch noch arbeiten gehen soll..

NOCH kann ich mich nicht zum Abstillen überwinden. Erst war ich schon soweit aber irgendwie schaffe ich es doch nicht. Es ist ja auch so ein Stück weit ein "Loslassen". Vielleicht nimmt mir mein Sohn ja irgendwann die Entscheidung ab, es soll ja Kinder geben, die sich "selbst abstillen".

Ich bin auch echt froh, dass ich das hier mal so offen sagen darf. In meinem Umfeld höre ich immer nur: Was beschwerst du dich denn? Du bist zuhause in Elternzeit und hast keine anderen Kinder!! Da darf ich nichtmal müde aussehen und schon kommt ein Spruch. Und ständig heißt es: Ja, warum stillst du denn auch? Spar dir das doch! In meiner Familie und der meines Mannes hat NIEMAND gestillt und ich stoße da permanent auf Unverständnis, Muttermilch sei ja viel schlechter als das künstliche Zeug usw. Es ist soo mühsam sich da immer rechtfertigen zu müssen und immer das Gefühl zu haben, dass man sich nicht auchmal ausheulen darf..

Und zu den Treffen mit den Mädels aus meinem Geburtsvorbereitungskurs gehe ich schon nicht mehr. Da war immer bei ALLEN alles SUPER . Deren Kinder weinen natürlich nicht, haben nie Bauchweh, haben von Tag 1 an durchgeschlafen, sind totale Wunderkinder die alles als erste können usw.

waldschratt... : Unglaublich, was du da durch hast! Und ich finde die blöden Hämmoirrhiden schon unangenehm. Kann da eine OP den Normalzustand wieder herstellen?

fawkes: Ich bin bei einer Fachärztin.. Aber ich werde jetzt wechseln. Ich musste schon während der Schwangerschaft die Dosis von 75 auf 112,5 erhöhen und sollte die, laut ihrer Anweisung, während er gesamten Stillzeit weiternehmen und auch gar nicht zur Kontrolle kommen. Nach 6 Wochen bin ich von mir aus hingegangen, weil meine FÄ zufällig im Blutbild nen negativen TSH festgestellt hat. Also Dosis leicht reduziert. Nach 6 Wochen wieder Kontrolle, Dosis wieder reduziert. Nach der nächsten Kontrolle wieder rauf, das war wieder zu hoch, also wieder runter. Jetzt hänge ich so in der Unterfunktion wie noch nie, mein TSH ist auf 6 gerauscht, da war er noch NIE. Also Dosis wieder hoch. Furchtbar!!!

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