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Wann in die Schule gehen lassen?

20. Juli 2018 um 13:03

Vielleicht könn ihr mir hierzu was sagen: meine älteste Tochter wird Mitte Oktober 5 und ich überlege, sie nächstes Jahr, also mit fast 6, einzuschulen.

Meine Argumente pro:
- sie ist sehr groß (1,20m derzeit, mit 4 Jahren ) und körperlich sehr weit, also fährt seit fast zwei Jahren Fahrrad, läuft und klettert gerne und kann schon einigermaßen schwimmen
- sie interessierrt sich für Buchstaben und kann auch schon einige davon.
- sie kann alle Zahlen von 1 bis 30
- sie ist allgemein sehr wissbegierig, fragt viel und versteht auch schon sehr viel. Wenn sie englische Wörter hört fragt sie immer gleich nach was das auf deutsch heißt.
- sie spielt gerne mit (deutlich) älteren Kindern, aber auch mit gleichaltrigen oder jüngeren Kindern. Ihre beste Freundin ist aber schon 6 und kommt nach den Ferien in die Schule.

Meine Argumente contra:
- sie ist noch sehr verspielt (OK, sie ist ja auch erst 4 ahre alt, bis zur Schule wäre ja noch mehr als 1 Jahr Zeit)
- sie wäre halt immer die jüngste
- wir hätten schon 1 Jahr früher den Betreuungsstress mit den vielen Ferien und so

Wie seht ihr das? Ich selber wurde mit fast 7 eingeschult und fand die Grundschule furchtbar langweilig weil ich das meiste schon konnte. Das würde ich ihr gerne ersparen. Andererseits wird auf dem Gymnasium dann ja deutlich angezogen, da finde ich es dann ganz gut wenn die Kinder nicht mehr ganz so jung sind . Von ihren Kindergärtnerinnen sagen alle es wäre kein Problem, ebenso befreundete Grundschullehrerinnen. Ich will aber gar nicht wissen ob es ein Problem ist, sondern was besser für mein Kind ist. Was meint ihr?

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20. Juli 2018 um 14:52

Wir haben das gleiche Problem. Ziemlich gleich und wollen später einschulen. Ehrlich gesagt, weil es mit der Betreuung eben so schwer wird und er unser Erstgeborener ist.

Damit Kind sich nicht langweilt, soll er jetzt die zwei Jahre vor Schule ein Instrument lernen.

Im Endeffekt gibt es bei keiner Entscheidung Garantien, daher entscheiden wir einfach so, wie es am einfachsten für uns alle ist.

Wäre er nicht der Erstgeborene, würde ich evt. aber auch früher einschulen. So aber nicht.

 

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20. Juli 2018 um 17:22

Meine mittlere kommt erst in 2 Jahren in die Schule. 
Sie hat Ende November Geburtstag.
Als das mal Thema im Kindergarten war, haben mich die anderen Mütter angeguckt, als sei ich bekloppt.
Die wollen alle früher einschulen lassen.

Aber mal ehrlich, keiner dankt es ihr später. Mit einem Meter ist sie klein für 4 und wird schon im Kindergarten entsprechend von anderen Kindern behandelt. Das Püppchen. 
Dazu geht meine Brut auf eine Montessori Schule. 
Dort steht ihr nach Belieben auch der Stoff der höheren Klassen zur Verfügung, oder sie kann eigene Projekte gestalten, sollte sie sich langweilen. 
Kognitiv wäre eine frühere Einschulung kein Problem. Auch ihre Freundinnen kommen alle jetzt zur Schule, aber da hängt eben auch mehr dran. 

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20. Juli 2018 um 18:07

Zum Thema sich langweilen in der Grundschule:
Wir achten daher bewusst darauf, dass wir Buchstaben oder Zahlen lernen von uns aus, absolut nicht fördern.
Wir fördern lieber andere (kognitive) Fähigkeiten.

Leider lernen die Kinder aber inzwischen das auch viel im KiGa... ich finde das blöd, weil die Kinder dann echt in der Schule sitzen und sich langweilen bis sie schlimmstenfalls den Anschluss verlieren....
Total unnötig.

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20. Juli 2018 um 19:20

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

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20. Juli 2018 um 20:27

Das waren auch meine Erfahrungen als Kind: Grundschulzeit super langweilig da spät eingeschult, und auf dem Gymnasium habe ich dann den Zeitpunkt verpasst ab dem ich hätte lernen müssen. Ich war zwar nie versetzungsgefährdet, aber leistungsmäßig in vielen Fächern dann nur im Mittelfeld.

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20. Juli 2018 um 20:29
In Antwort auf kreuzunge

Wir haben das gleiche Problem. Ziemlich gleich und wollen später einschulen. Ehrlich gesagt, weil es mit der Betreuung eben so schwer wird und er unser Erstgeborener ist.

Damit Kind sich nicht langweilt, soll er jetzt die zwei Jahre vor Schule ein Instrument lernen.

Im Endeffekt gibt es bei keiner Entscheidung Garantien, daher entscheiden wir einfach so, wie es am einfachsten für uns alle ist.

Wäre er nicht der Erstgeborene, würde ich evt. aber auch früher einschulen. So aber nicht.

 

Das mit dem Intrument ist eine gute Idee, das haben meine Eltern damals auch gemacht. ich durfte also schon mit 4 Jahren Blockflöte lernen und mit 7 Jahren dann Klavier. Vielleicht überlege ich auch was in die Richtung zu machen, wobei meine Große halt eher eine Sportlerin ist.

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20. Juli 2018 um 20:30

Zweimal ja

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20. Juli 2018 um 20:33
In Antwort auf adenin

Meine mittlere kommt erst in 2 Jahren in die Schule. 
Sie hat Ende November Geburtstag.
Als das mal Thema im Kindergarten war, haben mich die anderen Mütter angeguckt, als sei ich bekloppt.
Die wollen alle früher einschulen lassen.

Aber mal ehrlich, keiner dankt es ihr später. Mit einem Meter ist sie klein für 4 und wird schon im Kindergarten entsprechend von anderen Kindern behandelt. Das Püppchen. 
Dazu geht meine Brut auf eine Montessori Schule. 
Dort steht ihr nach Belieben auch der Stoff der höheren Klassen zur Verfügung, oder sie kann eigene Projekte gestalten, sollte sie sich langweilen. 
Kognitiv wäre eine frühere Einschulung kein Problem. Auch ihre Freundinnen kommen alle jetzt zur Schule, aber da hängt eben auch mehr dran. 

Wäre meine Große etwas kleiner oder ein paar Wochen später geboren würde ich da auch nicht groß nachdenken. So ist sie halt keine zwei Wochen über den Stichtag, und körperlich ist sie eben auch schon sehr weit. Ich wette sie wird auch sehr früh in die Pubertät kommen, da kann es dann nervig sein wenn um einen rum nur lauter "kleine" Kinder sind.

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20. Juli 2018 um 20:38
In Antwort auf kreuzunge

Zum Thema sich langweilen in der Grundschule:
Wir achten daher bewusst darauf, dass wir Buchstaben oder Zahlen lernen von uns aus, absolut nicht fördern.
Wir fördern lieber andere (kognitive) Fähigkeiten.

Leider lernen die Kinder aber inzwischen das auch viel im KiGa... ich finde das blöd, weil die Kinder dann echt in der Schule sitzen und sich langweilen bis sie schlimmstenfalls den Anschluss verlieren....
Total unnötig.

Sehe ich auch so. Wenn sie nach bestimmten Zahlen oder Buchstaben fragt beantworte ich ihr das, aber auch nicht mehr. Wir erklären ihr lieber wie Dinge funktionieren oder welche Folgen unser Konsumverhalten hat und ermuntern sie in Zusammenhängen zu denken. So ist das halt mit Ingenieuren als Eltern

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20. Juli 2018 um 20:48
In Antwort auf juppiduh

Wäre meine Große etwas kleiner oder ein paar Wochen später geboren würde ich da auch nicht groß nachdenken. So ist sie halt keine zwei Wochen über den Stichtag, und körperlich ist sie eben auch schon sehr weit. Ich wette sie wird auch sehr früh in die Pubertät kommen, da kann es dann nervig sein wenn um einen rum nur lauter "kleine" Kinder sind.

Ja. Das ist halt sehr individuell. 
Wären wir in vertauschten Rollen, würde ich vermutlich auch viel mehr darüber grübeln, ob eine frühere Einschulung nicht sinnvoller wäre.

Man kann es nicht vorhersagen, wie es tatsächlich sein wird. 
Nur abschätzen und das tun, was man für aussichtsreicher hält. 

Was sagt denn so grundsätzlich dein Bauchgefühl? 

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20. Juli 2018 um 20:54

Ja, ich bin ja auch sehr am grübeln ob wir sollen oder nicht und bei welcher Option man später weniger Probleme hat. In der Pubertät ist aber wohl eh kaum ein Kind besonders strebsam in der Schule
Ich überlege auch schon in Sachen Hobbies. Wir wohnen halt nur sehr ländlich, da ist die Auswahl nicht so groß.

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20. Juli 2018 um 20:58
In Antwort auf adenin

Ja. Das ist halt sehr individuell. 
Wären wir in vertauschten Rollen, würde ich vermutlich auch viel mehr darüber grübeln, ob eine frühere Einschulung nicht sinnvoller wäre.

Man kann es nicht vorhersagen, wie es tatsächlich sein wird. 
Nur abschätzen und das tun, was man für aussichtsreicher hält. 

Was sagt denn so grundsätzlich dein Bauchgefühl? 

Vom Bauchgefühl her würde ich sie eher einschulen lassen, insbesondere auch weil meine späte Einschulung nicht optimal war. Ich kann sie mir einfach in zwei Jahren nicht mehr im Kindergarten vorstellen, sie ist einfach schon so groß und wirkt in vielem recht reif. In manchen Dingen aber auch noch nicht und das sind dann die Momente wo ich wieder ins grübeln komme.

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20. Juli 2018 um 21:21
In Antwort auf juppiduh

Vom Bauchgefühl her würde ich sie eher einschulen lassen, insbesondere auch weil meine späte Einschulung nicht optimal war. Ich kann sie mir einfach in zwei Jahren nicht mehr im Kindergarten vorstellen, sie ist einfach schon so groß und wirkt in vielem recht reif. In manchen Dingen aber auch noch nicht und das sind dann die Momente wo ich wieder ins grübeln komme.

Ich habe ein Novemberkind, der sicher auch locker hätte eingeschult werden können. Der rechnete und las auch ganz früh. Und auch von der Konzentration, der sozialen und emotionalen Entwicklung wäre das alles ok gewesen.

Für mich kam das aber nicht in Frage. Wieso ein Jahr unbeschwerte Kindheit nehmen? Wofür? Es gibt so viel, mit dem man Kinder beschäftigen kann, dass ihnen nicht langweilig wird. Natur(wissenschaften) z.B. oder auch die hier genannten Musikinstrumente, Experimente usw. usf. Die Kinder brauchen keine Schule um geistig ausgelastet zu werden.

Außerdem ist es schwer immer die/der Jüngste zu sein. Ich kam mit ganz frischen 6 Jahren in die Schule. Vom Stoff her war das kein Problem, aber je weiter es ging, desto mehr bemerkte man das fehlende Jahr. Besonders, als es Richtung Pubertät ging.

Mein Junior langweilte sich übrigens nicht in der ersten Klasse. Sicher konnte er schon mehr, als die meisten anderen. Aber Schule beinhaltet auch so viel mehr, als Lesen, Rechnen etc. Und wenn man zeigen kann was man schon kann, ist das auch gar nicht schlecht für das Selbstbewusstsein.

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20. Juli 2018 um 23:36

Meine Tochter ist 5 und wird im August eingeschult, eine Woche vor ihrem 6 Geburtstag.
Ich find das auch sehr früh......
Sie freut sich ungemein und kann es kaum erwarten. Die Erzieher sagten sie ist soweit und würde sich in der Kita noch langweilen und beim Arzt war auch alles bestens.
Was sagen denn deine Erzieher? Ich denke im Zweifelsfall würde ich es vor allem davon abhängig machen. Sie können deine Kleine viel neutraler einschätzen. Ansonsten gibt es ja eine ganze Reihe von Tests ob Kinder soweit sind, auch vom körperlichen her. 
Zu früh einschulen oder zu spät, beides wäre Käse 

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21. Juli 2018 um 8:21
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

Meiner ist da auch ähnlich.
Auch rechnen tut er schon kleine Aufgaben.

Aber genau dieses: Muss ich sofort können - da schule ich lieber später ein. Denn das ist für die Schule genau eine nicht so gute Eigenschaft, finde ich.
Darum wollen wir das mit dem Instrument auf alle Fälle probieren. Da lernen die Kinder im Idealfall auch etwas das dranbleiben und dass man das nicht "gezeigt bekommt und kann"

Was man nicht unterschätzen darf ist auch das Stillsitzen. Als mir das mal bewusster wurde, war mir klar, ich tu mir das selbst nicht an. Wie gesagt Betreuungszeiten etc. 

Er würde das sicher packen.
Aber haben tun die Kinder davon nur, dass sie ein Jahr früher arbeiten anfangen können und damit in der "Tretmühle" sind.

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21. Juli 2018 um 8:27

Achso das mit dem langweilen im KiGa ist bei uns kein Thema, da unser KiGa die Kinder ziemlich fördert und fordert. Darum fällt dieser Punkt bei uns weg.

Und wie hier aucb erwähnt. Man kann Kinder auch abseits der Schule so viel fordern, dass sie sich nicht langweilen. Wenn das überhaupt ein Thema ist.

Mein Gefühl ist ja ein bisschen, das Langweilen hat auch viel mit Konzentration zu tun. Ich habe mich auch oft gelangweilt. Ich fand immer spannender, was die Kinder anderer Klassen machten etc. Aber in Wahrheit nicht, weil ich so superschlau war, sondenr ich hatte eher kein Sitzfleisch...

Das zeigte sich bei mir dann auch beim Sprung in's Gymnasium. Leider bin und war ich jemand, der nicht im Unterricht gelernt hat - außer Fächer, die mich so richtig fesselten. Ich musste immer für mich alleine alles lernen. Einfach, weil mir die Konzentration abging, wenn mich ein Thema nicht ansprach...

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21. Juli 2018 um 10:55

Also jetzt mal im Ernst... wieso sollte sich ein 5 oder 6jähriges Kind im Kindergarten langweilen? Dann stimmt was mit dem Kindergarten nicht.... oder das Kind ist seinen Altersgenossen SEHR sehr weit voraus.

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21. Juli 2018 um 11:38
In Antwort auf alphabetiker

Also jetzt mal im Ernst... wieso sollte sich ein 5 oder 6jähriges Kind im Kindergarten langweilen? Dann stimmt was mit dem Kindergarten nicht.... oder das Kind ist seinen Altersgenossen SEHR sehr weit voraus.

Das ist gar nicht so ungewöhnlich. Der Sohn von Freunden war so ein Kandidat. War dann im Kindergarten auffällig. Psychologe, IQ Test, und dann die Entscheidung ihn früher einschulen zu lassen da chronisch unterfordert. Nicht zu unterschätzen dass Kann -Kinder im letzten Kitajahr die ältesten sind. Wenn sie sich zuvor eher mit den älteren abgegeben haben, haben sie im letzten Kitajahr weniger ebenbürtige Freunde.

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21. Juli 2018 um 12:41

Da gebe ich Dir absolut recht, dass es letztendlich immer aufs Kind ankommt. Ich wehre mich nur gegen die oft aufkommende Behauptung, den Kindern soll doch noch 1 Jahr mehr Kindheit gegönnt werden. Wo doch gerade in diesem Thread schon mindestens 2 Userinnen meinten, dass ihnen dieses Abwarten eher geschadet hat, da sie somit in der Grundschule unterfordert waren und sie das Lernen nicht gelernt haben.

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21. Juli 2018 um 12:51
In Antwort auf waldmeisterin1

Da gebe ich Dir absolut recht, dass es letztendlich immer aufs Kind ankommt. Ich wehre mich nur gegen die oft aufkommende Behauptung, den Kindern soll doch noch 1 Jahr mehr Kindheit gegönnt werden. Wo doch gerade in diesem Thread schon mindestens 2 Userinnen meinten, dass ihnen dieses Abwarten eher geschadet hat, da sie somit in der Grundschule unterfordert waren und sie das Lernen nicht gelernt haben.

Ich glaube das kann man aber nicht mehr vergleichen... früher und heute. In Kindergärten wird doch inzwischen so viel mehr getan. Und vielleicht gehört dazu auch die Freude am Lernen zu lernen. In meiner Kindheit war ein Kindergarten noch mehr Aufbewahrungsstätte.

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21. Juli 2018 um 13:23
In Antwort auf alphabetiker

Ich glaube das kann man aber nicht mehr vergleichen... früher und heute. In Kindergärten wird doch inzwischen so viel mehr getan. Und vielleicht gehört dazu auch die Freude am Lernen zu lernen. In meiner Kindheit war ein Kindergarten noch mehr Aufbewahrungsstätte.

Da hast Du wiederum auch recht. Nichtsdestoweniger glaube ich schon, dass gerade bei kleinen Kitas schwierig wird, wenn 1 oder 2 knapp 6-jährige für den Vorschuljahrgang übrig bleiben, denen ein adäquates Programm zu bieten - gerade wenn deren Freundeskreis eingeschult wurde und sie dann aufgrund des Stichtags zurückbleiben.

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21. Juli 2018 um 15:29
In Antwort auf waldmeisterin1

Das ist gar nicht so ungewöhnlich. Der Sohn von Freunden war so ein Kandidat. War dann im Kindergarten auffällig. Psychologe, IQ Test, und dann die Entscheidung ihn früher einschulen zu lassen da chronisch unterfordert. Nicht zu unterschätzen dass Kann -Kinder im letzten Kitajahr die ältesten sind. Wenn sie sich zuvor eher mit den älteren abgegeben haben, haben sie im letzten Kitajahr weniger ebenbürtige Freunde.

Ja, genau das sind so Punkte die mir auch zu denken geben

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21. Juli 2018 um 16:28

Also wegen KiGa habe ich gar keine Bedenken. Aber wie gesagt, mein Sohn ist auch in einem "besonderen" KiGa wo wirklich extrem viel mit den Kindern gemacht wird. Da ist das langweilen weniger ein Thema.

Das war z.B. bei meinem Bruder damals schon ziemlich ein Thema. Der wurde früher eingeschult und das war gut so.

Ich finde gar nicht, dass man ein Jahr Kindheit dem Kind nimmt. Aber ich persönlich finde die Betreuung ab Schule so mies, dass ich mir das nicht freiwillig früher antun will. Wäre die Betreuung ideal würde ich wahrscheinlich auf alle Fälle früher einschulen.

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21. Juli 2018 um 16:34
In Antwort auf waldmeisterin1

Da gebe ich Dir absolut recht, dass es letztendlich immer aufs Kind ankommt. Ich wehre mich nur gegen die oft aufkommende Behauptung, den Kindern soll doch noch 1 Jahr mehr Kindheit gegönnt werden. Wo doch gerade in diesem Thread schon mindestens 2 Userinnen meinten, dass ihnen dieses Abwarten eher geschadet hat, da sie somit in der Grundschule unterfordert waren und sie das Lernen nicht gelernt haben.

ja, aber das heißt imo nicht, dass später einschulen das auf alle Fälle verhindert hätte...

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21. Juli 2018 um 17:00
In Antwort auf juppiduh

Vielleicht könn ihr mir hierzu was sagen: meine älteste Tochter wird Mitte Oktober 5 und ich überlege, sie nächstes Jahr, also mit fast 6, einzuschulen.

Meine Argumente pro:
- sie ist sehr groß (1,20m derzeit, mit 4 Jahren ) und körperlich sehr weit, also fährt seit fast zwei Jahren Fahrrad, läuft und klettert gerne und kann schon einigermaßen schwimmen
- sie interessierrt sich für Buchstaben und kann auch schon einige davon.
- sie kann alle Zahlen von 1 bis 30
- sie ist allgemein sehr wissbegierig, fragt viel und versteht auch schon sehr viel. Wenn sie englische Wörter hört fragt sie immer gleich nach was das auf deutsch heißt.
- sie spielt gerne mit (deutlich) älteren Kindern, aber auch mit gleichaltrigen oder jüngeren Kindern. Ihre beste Freundin ist aber schon 6 und kommt nach den Ferien in die Schule.

Meine Argumente contra:
- sie ist noch sehr verspielt (OK, sie ist ja auch erst 4 ahre alt, bis zur Schule wäre ja noch mehr als 1 Jahr Zeit)
- sie wäre halt immer die jüngste
- wir hätten schon 1 Jahr früher den Betreuungsstress mit den vielen Ferien und so

Wie seht ihr das? Ich selber wurde mit fast 7 eingeschult und fand die Grundschule furchtbar langweilig weil ich das meiste schon konnte. Das würde ich ihr gerne ersparen. Andererseits wird auf dem Gymnasium dann ja deutlich angezogen, da finde ich es dann ganz gut wenn die Kinder nicht mehr ganz so jung sind . Von ihren Kindergärtnerinnen sagen alle es wäre kein Problem, ebenso befreundete Grundschullehrerinnen. Ich will aber gar nicht wissen ob es ein Problem ist, sondern was besser für mein Kind ist. Was meint ihr?

Ich bin pro später einschulen. Ich finde die Kids müssen mittlerweile schon sehr früh enormen Leistungsdruck aushalten und das muss nicht sein. 
Ich finde das deine Pro-Argumente jetzt nicht unbedingt daraufhin deuten das sie "unbedingt" eingeschult werden müsste. Das sind alles ganz normale Dinge. Die Größe ist meines erachtens auch kein Argument. Dann würden viele Kinder erst mit 9 oder 10 eingeschult werden. Und ich wäre wohl mit 3 eingeschult worden.  Alles andere, Fahrradfahen, laufen, klettern, sind alles ganz normale Dinge die ein Kind in dem Alter gut können sollte, nur können das immer weniger Kinder. 
Ich finde ehrlich gesagt, dass bei euch nicht wirklich etwas dafür spricht. Sollte sie sich langweilen kann man doch, wie hier schon geschrieben wurde, gucken das man sie zum Musikunterricht schickt (falls das finanzeill und zeitlich passt) oder in einen Verein. Das sollte sie mehr als genug auslasten und fördert nochmal die Motorik. 

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21. Juli 2018 um 17:05
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

Dann würde ich ihn aber erst recht nicht einschulen. Sozialverhalten ist sehr wichtig und das er ein bisschen ausdauer beweist auch. Das wären für mich k.o kriterien. Denn letztendlich bringt es ihm nichts wenn er Brüche im Kopf ausrechnen kann aber nichtmal die Konzentration und den Willen hat um die Aufgabe abzuschreiben. Das sind das auch leider manchmal die Kinder denen dann gewisse Dinge diagnostiziert werden, obwohl sie ganz normale Kinder sind. Das sind aber auch keine positiven Dinge: Ehrgeiz und durchhaltevermögen machen oftmal Intelligenz wett, wenn man aber Intelligent ist und kein durchhaltevermögen hat, klappt das in der Regel nie. 

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21. Juli 2018 um 17:14
In Antwort auf bella171903

Dann würde ich ihn aber erst recht nicht einschulen. Sozialverhalten ist sehr wichtig und das er ein bisschen ausdauer beweist auch. Das wären für mich k.o kriterien. Denn letztendlich bringt es ihm nichts wenn er Brüche im Kopf ausrechnen kann aber nichtmal die Konzentration und den Willen hat um die Aufgabe abzuschreiben. Das sind das auch leider manchmal die Kinder denen dann gewisse Dinge diagnostiziert werden, obwohl sie ganz normale Kinder sind. Das sind aber auch keine positiven Dinge: Ehrgeiz und durchhaltevermögen machen oftmal Intelligenz wett, wenn man aber Intelligent ist und kein durchhaltevermögen hat, klappt das in der Regel nie. 

Du schreibst sehr viel wahres.

Überhaupt Lesen und Rechnen als Vorschüler, da sind viele Eltern so stolz (und erpicht drauf - kommt mir manchmal hier wie eine Art Sport vor) sind für mich gar nicht Anzeichen für Begabung oder Intelligenz. Die meisten Kinder könnten imo auch vom kognitiven her früher einschulen.

Aber da fehlt dann anderes... Eben das "Sitzfleisch" die Konzentration etc. Und der Wille und Biss dran zu bleiben. Das ist viel wichtiger für die Schule.

Bei Wille und Biss ist mein Sohn aktuell auch noch die Sorte: "Mama, heute lernst du mir mal Lesen, Schreiben Rechnen". Aber der schafft mit Müh und Not eine Schwungübung, dann ist ihm das schon zu anstrengend. Da fehlt es bei ihm noch - Durchhalten und Feinmotorik...

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21. Juli 2018 um 17:27
In Antwort auf kreuzunge

Du schreibst sehr viel wahres.

Überhaupt Lesen und Rechnen als Vorschüler, da sind viele Eltern so stolz (und erpicht drauf - kommt mir manchmal hier wie eine Art Sport vor) sind für mich gar nicht Anzeichen für Begabung oder Intelligenz. Die meisten Kinder könnten imo auch vom kognitiven her früher einschulen.

Aber da fehlt dann anderes... Eben das "Sitzfleisch" die Konzentration etc. Und der Wille und Biss dran zu bleiben. Das ist viel wichtiger für die Schule.

Bei Wille und Biss ist mein Sohn aktuell auch noch die Sorte: "Mama, heute lernst du mir mal Lesen, Schreiben Rechnen". Aber der schafft mit Müh und Not eine Schwungübung, dann ist ihm das schon zu anstrengend. Da fehlt es bei ihm noch - Durchhalten und Feinmotorik...

Haha, meiner ist genauso. Eben deswegen tendiere ich ja auch zum späteren Einschulen. Und das Interesse an Zahlen und Buchstaben habe ihm auch nicht eingetrichtert, das kam von ihm aus, als wir diese Themen beiläufig streiften.

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21. Juli 2018 um 19:26

Klar meiner interessiert sich auch dafür. Ich sage auch nicht, dass alle Eltern das so machen. Oder Kinder nur deswegen vor der Schule lesen/schreiben lernen (die meisten aber imo schon deswegen)
Aber ich mache da nur, was notwendig ist. Sprich, was er fragt, sage ich ihm, mehr nicht.
Ich kenne eben in meinem Umfeld so viele Eltern, die sind da extrem stolz und ich finde, die drillen ihre Kinder. Das war teilweise echt dauernd ein Thema. Ich lehre meinen Kindern lieber andere Sachen.

Zahlen machen die aber wohl viel im KiGa, denn inzwischen kann er die Zahlen recht gut.
Ich nehme an, dass sie auch rechnen, denn er kann Grundrechnen im kleinen Zahlenraum.

Ich glaube die Vorschüler machen dann auch einiges beim Schreiben.

Meiner bräuchte ja vor allem eher Schulung in Feinmotorik. Sprich in Richtung Schwungübungen und Co.

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21. Juli 2018 um 22:23
In Antwort auf kreuzunge

Klar meiner interessiert sich auch dafür. Ich sage auch nicht, dass alle Eltern das so machen. Oder Kinder nur deswegen vor der Schule lesen/schreiben lernen (die meisten aber imo schon deswegen)
Aber ich mache da nur, was notwendig ist. Sprich, was er fragt, sage ich ihm, mehr nicht.
Ich kenne eben in meinem Umfeld so viele Eltern, die sind da extrem stolz und ich finde, die drillen ihre Kinder. Das war teilweise echt dauernd ein Thema. Ich lehre meinen Kindern lieber andere Sachen.

Zahlen machen die aber wohl viel im KiGa, denn inzwischen kann er die Zahlen recht gut.
Ich nehme an, dass sie auch rechnen, denn er kann Grundrechnen im kleinen Zahlenraum.

Ich glaube die Vorschüler machen dann auch einiges beim Schreiben.

Meiner bräuchte ja vor allem eher Schulung in Feinmotorik. Sprich in Richtung Schwungübungen und Co.

So machen wir es auch, Zahlen und Buchstaben und Dinge die auf jeden Fall in der Grundschule drankommen versuchen wir auszuklammern und gehen nur darauf ein wenn unsere Kinder uns explizit danach fragen.
Meine Cousine hat mit ihrem Sohn von Klein auf Lesen, Schreiben und Rechnen geübt. Sie hat zwar immer behauptet "das Kind wolle das", aber man hat deutlich gesehen dass da ganz viel Erwartungshaltung der Eltern gegenüber dem Kind war. Der Junge hat dann auch direkt die erste Klasse übersprungen und galt als "hochbegabt", aber er hat riesige Defizite im sozialen und motorischen Bereich und wird ewig Außenseiter bleiben. Nur weil die Eltern so dämlich ehrgeizig waren 
Der Stichtag 30.9. ist halt recht willkürlich. Wäre meine Tochter zwei Wochen eher auf die Welt gekommen, wie beispielsweise ihre jüngere Schwester, so wäre sie noch ein MUSS-Kind. Und ich finde es ist durchaus ein Argument, wenn ganz viele Eltern mittlerweile ihre KANN-Kinder früher einschulen und dann das eigene Kind quasi als letztes "großes" Kind ein weiteres Jahr im Kindergarten bleibt, dass das recht frustrierend für das Kind sein kann.
Von der Betreuung her würde ich ganz klar sagen: so gut wie mit Kindergarten hat man es später sicher nicht, also ist aus Elternsicht länger im Kindergarten lassen meist die angenehmere Variante
Ich versuche nächste Woche noch mal mit den Erzieherinnen zu sprechen.

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22. Juli 2018 um 2:01

Wie gesagt, ich mache kein Geheimnis draus, dass bei uns das Hauptargument die bessere Betreuung ist.
Denn der Hort nach der Schule ist eher eine Aufbewahrungsanstalt in meinen Augen. Das will ich meinem Sohn noch "ersparen"... Ich fürchte momentan, dass er sich da eher langweilen wird, als jetzt im KiGa. Da ist die Qualität der Betreuung eben eine ganz andere.
Daher sage ich ja auch: Wäre die Betreuung besser, würde ich auch tendenziell früher einschulen.

Ich muss aber dazu sagen, dass mein Eindruck hier rundum ist, dass die Eltern eher nicht früher einschulen. Im Gegenteil. Ich war lange eher pro früher einschulen und da bekam ich ganz viele Kommentare eher in Richtung: Das arme Kind oder Warum wir uns das Leben selber schwer machen. Also von mir jetzt polemisiert natürlich - so flapsig sagt es ja kaum jemand

Im KiGa, wenn ich nach früher einschulen frage, werde ich auch eher vertröstet. Ich meine, ich müsste dieses Jahr dann ja aktiv werden. Aber mein Eindruck ist, dass rundum davon abgeraten wird. Jetzt nicht wegen meinem Sohn, sondern weil es eher so gesehen wird, dass man dann zu einem Vorschuljahr eher raten würde. Nur ein Vorschuljahr kommt für mich auch absolut nicht in Frage. Das ist für mich eher etwas für Kinder, die einfach noch nicht schulreif sind. Vorteil für meinen Sohn gäbe es keine und dafür hätte ich alle Nachteile von Schule.


Und genau so etwas, wie du von deiner Cousine erzählst, meine ich.

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22. Juli 2018 um 7:52

Meine Tochter war damals 14 Tage nach dem Stichtag geboren und ich hab auch laaange überlegt, was ich machen soll - sie war auch sehr reif und wissbegierig, aber verspielt und noch etwas verträumt - ich konnte sie mir aber auch nicht mehr wirklich weiter im Kita vorstellen, zudem sie dort schon sehr früh und lange hinging und damit einfach durch war.
Ich hab lange überlegt, mich mit ihren Erziehern unterhalten und auch nderen nahestehenden Betreuungspersonen, letztendlicj hab mich dann für die frühere Einschulung entschieden und das war gut so. Sie kommt gut mit, kann sich durchsetzen und ihr gefällt die Schule sehr. Körperlich uns geistig merkte man kaum einen Unterschied zwischen älteren und jüngeren Kindern. Mittlerweile sind wir umgezogen in ein Land, wo die frühe Einschulung üblich ist und da fällt es eh nicht mehr auf.

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22. Juli 2018 um 12:34

Hallo,

ich wollte nur kurz was einwerfen: Ich bin selber Grundschullehrerin und habe etwas Erfahrung damit. Es gibt seltsamerweise große Unterschiede zwischen verschiedenen Ortschaften. In meinem Wohnort tendieren viele Eltern, ihre Kinder möglichst zurückstellen zu lassen, bestimmt 10%. In meinem Schulort hingegen gibt es kaum Eltern, die eine Rückstellung wünschen, im Gegenteil haben wir in jeder Klasse vorzeitig eingeschulte, sogenannte KANN-Kinder.
Was für das jeweilige Kind besser ist, lässt sich schwer sagen. Es gibt Kinder, für die ist es wirklich ein Segen, etwas jünger schon in die Schule zu kommen. Klar bietet ein guter Kindergarten auch viel Förderung, keine Frage. Aber es gibt halt auch Kinder, die sich schon sehr für schulische Inhalte, wie Lesen, Schreiben, Rechnen, interessieren. Und wenn ich es total spannend finde, lesen zu lernen, wird mich Klavierunterricht nicht davon abhalten. Natürlich gibt es auch Kinder, die jung in die Schule kommen, was für sie aber nicht von Vorteil ist, es ist mehr der Wunsch ihrer Eltern...

Wir schauen bei uns an der Schule, was die Kindergartenerzieherinnen berichten, diese können die Situation oft auch sehr gut einschätzen, immerhin kennen sie die Kinder schon seit Jahren. Natürlich schauen wir uns auch die Kinder an und achten darauf, ob das Kind auch sozial bereit ist für die Schule, also kann es mit Fremden (z. B. zu mir als Lehrerin) Kontakt aufnehmen, kann es auf Fragen antworten, wie macht es in der Gruppe mit (wir haben immer ein Schulspiel bei der Schulanmeldung, also eine kleine Unterrichtssequenz von 20-30 Minuten mit einer Kleingruppe von 6-8 Kindern)? Kann das Kind Arbeitsaufträge erfassen und verstehen? Wie ist die motorische Entwicklung, sowohl fein- als auch grobmotorisch? Ganz wichtig: Scheint das Kind wirklich selber interessiert an neuen Inhalten - oder wurde es vielleicht nur von zu Hause "gedrillt" um schon früh Buchstaben oder Zahlen zu lernen?
Es gehört also viel mehr zur Schulreife, als das Kennen von Buchstaben und Zahlen. (Mal nebenbei gesagt, nur weil ein Kind Buchstaben und Zahlen kennt und benennen kann, hat das noch GAR nichts mit Lesen- und Rechnenlernen zu tun. Dazu muss man nämlich auch verstehen, was dahintersteckt. Mein Sohn z. B. fand schon als  Kleinkind Buchstaben interessant, warum auch immer. Er konnte tatsächlich mit gut zwei Jahren alle Buchstaben benennen - lesen gelernt hat er allerdings ganz regulär mit sechs Jahren in der Schule. Zahlen haben ihn im Kindergartenalter auch interessiert, da war aber auch wirklich tiefergehendes Interesse vorhanden, so dass er bis zur Einschulung schon bis 100 grob rechnen konnte, ohne dass wir ihn dazu gedrängt hätten.)

Ich würde wirklich sehr stark auf die Einschätzung der Erzieherinnen und auch der Schule hören - und auch auf mein Gefühl.

Auf jeden Fall ist es oft eine schwierige Entscheidung und letztendlich weiß man es erst 2-3 Jahre später wirklich, ob sie  richtig war.

LG

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22. Juli 2018 um 13:16
In Antwort auf juppiduh

Vielleicht könn ihr mir hierzu was sagen: meine älteste Tochter wird Mitte Oktober 5 und ich überlege, sie nächstes Jahr, also mit fast 6, einzuschulen.

Meine Argumente pro:
- sie ist sehr groß (1,20m derzeit, mit 4 Jahren ) und körperlich sehr weit, also fährt seit fast zwei Jahren Fahrrad, läuft und klettert gerne und kann schon einigermaßen schwimmen
- sie interessierrt sich für Buchstaben und kann auch schon einige davon.
- sie kann alle Zahlen von 1 bis 30
- sie ist allgemein sehr wissbegierig, fragt viel und versteht auch schon sehr viel. Wenn sie englische Wörter hört fragt sie immer gleich nach was das auf deutsch heißt.
- sie spielt gerne mit (deutlich) älteren Kindern, aber auch mit gleichaltrigen oder jüngeren Kindern. Ihre beste Freundin ist aber schon 6 und kommt nach den Ferien in die Schule.

Meine Argumente contra:
- sie ist noch sehr verspielt (OK, sie ist ja auch erst 4 ahre alt, bis zur Schule wäre ja noch mehr als 1 Jahr Zeit)
- sie wäre halt immer die jüngste
- wir hätten schon 1 Jahr früher den Betreuungsstress mit den vielen Ferien und so

Wie seht ihr das? Ich selber wurde mit fast 7 eingeschult und fand die Grundschule furchtbar langweilig weil ich das meiste schon konnte. Das würde ich ihr gerne ersparen. Andererseits wird auf dem Gymnasium dann ja deutlich angezogen, da finde ich es dann ganz gut wenn die Kinder nicht mehr ganz so jung sind . Von ihren Kindergärtnerinnen sagen alle es wäre kein Problem, ebenso befreundete Grundschullehrerinnen. Ich will aber gar nicht wissen ob es ein Problem ist, sondern was besser für mein Kind ist. Was meint ihr?

Hallo,
kann dir nur von uns berichten.
Meine Tochter ist von Ende September, sprich sie musste in die Schule da der Stichtag der 31.09 ist.
Sie ist dann mit 5 in die Schule gekommen.
Ich hab mir gar keine Gedanken gemacht, weil sie immer fit war, ein gutes Sozialverhalten hat und echt taff im Umgang mit anderen Kindern.

Ja nun in der Schule überlegen wir die ganze Zeit, ob wir sie nicht doch ein Jahr zurück setzen lassen. Sie schafft alles aber ist dann doch noch sehr verspielt, verdusselt vieles und hat manchmal einfach kein Bock.
Sie ist mit die jüngste und körperlich auch kleinste, manche sind fast 1 Jahr älter als sie.
Sie kommt jetzt in die 3. Kasse und ist dann noch 7 Jahre alt. In dem Alter werden halt manche erst eingeschult.

Ein wirklich Rat wird dir hier leider keiner richtig geben können. Aber ich persönlich würde, wenn das Kind nicht der absolute Überflieger wäre noch ein Jahr warten.

Alles Gute...

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23. Juli 2018 um 17:09

Sehe ich anders. Ein Jahr macht in dem Altern beim Sitzfleisch wirklich viel aus.

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24. Juli 2018 um 12:37

Also ich sehe auch bei meinem Sohn, dass sich da einiges tut. Noch vor einem halben Jahr, hat er beim Ausmalen eine kleine Fläche lustlos irgendwie ausgemalt. Dann war ihm die Lust schon vergangen. Einfach fehlende Geduld dafür.
Inzwischen malt er ein komplettes Bild in den korrekten (das ist ihm inzwischen total wichtig) Farben aus, und bleibt dran. Meistens schneidet er dann noch Bilder aus.

Ergo: Klar kann sich in einem Jahr da extrem viel tun. Sollte man nicht unterschätzen.

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25. Februar um 19:00

Ixh finde es immer wieder interessant. Hier bei mir in Spanien gibt es diese Optionen garnicht und klappt trotzdem alles Hier wird im September alles eingeschult, was in dem Jahr 6 geworden ist oder noch wird. Bei Problemen kann dann halt die erste KLasse wiederholt werden. Die Option gefällt mir besser, weil man ja eine Basis hat, dass es nicht geklappt hat und nicht auf Vermutungen basiert.
Es gab bei der Kindergartengruppe meiner Tochter auch einen Fall, wo das Mädchen das letzte Kindergarten/Vorschuljahr nochmal wiederholt hat, anstatt in die Schule zu gehen. Da ging es aber um ein adoptiertes Mädhcen aus Russland, die da dann grad das zweite Jahr hier war und auch ein paar Baustellen hatte und noch hat. Das war halt sonnenklar, das sie noch Zeit braucht.
 

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25. Februar um 19:31

Ich würde ihn zurück stellen. Ein Jahr im Kiga Kindheit geschenkt.

Für Langeweile muss man sich was einfallen lassen. Instrument, Sport ect.

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25. Februar um 20:07
In Antwort auf vanessaworth

Ixh finde es immer wieder interessant. Hier bei mir in Spanien gibt es diese Optionen garnicht und klappt trotzdem alles Hier wird im September alles eingeschult, was in dem Jahr 6 geworden ist oder noch wird. Bei Problemen kann dann halt die erste KLasse wiederholt werden. Die Option gefällt mir besser, weil man ja eine Basis hat, dass es nicht geklappt hat und nicht auf Vermutungen basiert.
Es gab bei der Kindergartengruppe meiner Tochter auch einen Fall, wo das Mädchen das letzte Kindergarten/Vorschuljahr nochmal wiederholt hat, anstatt in die Schule zu gehen. Da ging es aber um ein adoptiertes Mädhcen aus Russland, die da dann grad das zweite Jahr hier war und auch ein paar Baustellen hatte und noch hat. Das war halt sonnenklar, das sie noch Zeit braucht.
 

Erste Klasse wiederholen ist hier aber wirklich worst case.

Das würde ich meinem Kind auf alle Fälle ersparen wollen. Ich weiß schon, dass man das den betroffenen Eltern nicht so sagen darf und dass die Eltern selber, das auch nicht so beim Namen nennen - verständlich.
Aber ich kann hier ja ehrlich schreiben.

Wenn ich alleine denke, wie das in meienr Schulzeit war. Mein Gott, wir anderen Kinder wussten doch, wer da sitzenblieb und das schon in der ersten Klasse...

Dann lieber echt später einschulen.


In Spanien ist das vielleicht ja anders. Ich kann nur für hier sprechen.

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25. Februar um 23:22
In Antwort auf kreuzunge

Erste Klasse wiederholen ist hier aber wirklich worst case.

Das würde ich meinem Kind auf alle Fälle ersparen wollen. Ich weiß schon, dass man das den betroffenen Eltern nicht so sagen darf und dass die Eltern selber, das auch nicht so beim Namen nennen - verständlich.
Aber ich kann hier ja ehrlich schreiben.

Wenn ich alleine denke, wie das in meienr Schulzeit war. Mein Gott, wir anderen Kinder wussten doch, wer da sitzenblieb und das schon in der ersten Klasse...

Dann lieber echt später einschulen.


In Spanien ist das vielleicht ja anders. Ich kann nur für hier sprechen.

Oje, hänseln die in der 1. Klasse schon?
Also hier hab ich das so noch nciht erlebt... 1 oder 2 marrokanische Kinder, speziell Jungs, machen hier pro Jahrgang die 1. Klasse 2x und da machen die Kameraden kein Ding draus. Wobei das Problem bei denen so gelagert ist, dass auch ein Jahr warten und später in die Schule auch nichts helfen würde... 

Ich musste mich damit auseinandersetzen, meine Tochter vorversetzen zu lassen und hab mich aus ähnlichen Gründen, wie Ihr Kann-Kinder noch ein Jahr Zeit gebt, dagegen entschieden. Kann also die Gedanken nachvollziehen!
Sie ist die KLeinste und Schmächtigste, wird sicherlich spät in die Pubertät kommen, und ich wollte sie nicht herausstechen lassen...

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26. Februar um 8:01
In Antwort auf vanessaworth

Ixh finde es immer wieder interessant. Hier bei mir in Spanien gibt es diese Optionen garnicht und klappt trotzdem alles Hier wird im September alles eingeschult, was in dem Jahr 6 geworden ist oder noch wird. Bei Problemen kann dann halt die erste KLasse wiederholt werden. Die Option gefällt mir besser, weil man ja eine Basis hat, dass es nicht geklappt hat und nicht auf Vermutungen basiert.
Es gab bei der Kindergartengruppe meiner Tochter auch einen Fall, wo das Mädchen das letzte Kindergarten/Vorschuljahr nochmal wiederholt hat, anstatt in die Schule zu gehen. Da ging es aber um ein adoptiertes Mädhcen aus Russland, die da dann grad das zweite Jahr hier war und auch ein paar Baustellen hatte und noch hat. Das war halt sonnenklar, das sie noch Zeit braucht.
 

Naja aber im Prinzip ist es ja genau das gleiche, nur das der Stichtag der 31.12. ist. Also alle Kinder, die bis dahin 6 werden, werden eingeschult. Diesen Stichtag gibt es hier auch, ich meine in Berlin. Schön ist natürlich, dass es in ganz Spanien einheitlich geregelt wird. Hier braut ja jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. In Hamburg ist es beispielsweise der 30.6., 5 km weiter in Schleswig-Holstein der 30.9. Man hat also Glück oder Pech, je nachdem wo man wohnt. Sitzenbleiben wurde hier komplett abgeschafft. Das finde ich auch gut so. Es gibt mMn für ein Kind nichts schlimmeres. Natürlich sollte dafür gesorgt sein, dass jedes Kind das Klassenziel erreicht und nicht nur mitgeschleift wird. Zumindest unsere Schule bekommt das mit vielen, verschiedenen Förderangeboten gut hin.

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26. Februar um 8:08
In Antwort auf vanessaworth

Oje, hänseln die in der 1. Klasse schon?
Also hier hab ich das so noch nciht erlebt... 1 oder 2 marrokanische Kinder, speziell Jungs, machen hier pro Jahrgang die 1. Klasse 2x und da machen die Kameraden kein Ding draus. Wobei das Problem bei denen so gelagert ist, dass auch ein Jahr warten und später in die Schule auch nichts helfen würde... 

Ich musste mich damit auseinandersetzen, meine Tochter vorversetzen zu lassen und hab mich aus ähnlichen Gründen, wie Ihr Kann-Kinder noch ein Jahr Zeit gebt, dagegen entschieden. Kann also die Gedanken nachvollziehen!
Sie ist die KLeinste und Schmächtigste, wird sicherlich spät in die Pubertät kommen, und ich wollte sie nicht herausstechen lassen...

Hänseln gibt es von klein auf. Da sollte man sich als Eltern nichts vormachen und besser aktiv gegensteuern.

Ich kann nur sagen, es war bei uns ein Thema. Die Eltern nehmen das aber oft nicht so wahr und ich unterstelle mal plump, weil sie es oft nicht wollen.

Wobei ich nicht sagen möchte, dass es immer für die Kinder schlimm sein muss, aber nunja...

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26. Februar um 8:09

Achso ergänzen möchte ich noch, dass man in dem Fall die Schullaufbahn schon mal mit etwas negativen beginnt. Klar man kann versuchen das wegzureden, aber ich weiß nicht... ich hätte da schon einen Knacks weg gehabt, auch wenn ich das nie gezeigt hätte.

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26. Februar um 12:49
In Antwort auf missesq

Naja aber im Prinzip ist es ja genau das gleiche, nur das der Stichtag der 31.12. ist. Also alle Kinder, die bis dahin 6 werden, werden eingeschult. Diesen Stichtag gibt es hier auch, ich meine in Berlin. Schön ist natürlich, dass es in ganz Spanien einheitlich geregelt wird. Hier braut ja jedes Bundesland sein eigenes Süppchen. In Hamburg ist es beispielsweise der 30.6., 5 km weiter in Schleswig-Holstein der 30.9. Man hat also Glück oder Pech, je nachdem wo man wohnt. Sitzenbleiben wurde hier komplett abgeschafft. Das finde ich auch gut so. Es gibt mMn für ein Kind nichts schlimmeres. Natürlich sollte dafür gesorgt sein, dass jedes Kind das Klassenziel erreicht und nicht nur mitgeschleift wird. Zumindest unsere Schule bekommt das mit vielen, verschiedenen Förderangeboten gut hin.

Schleswig-Holstein hat auch den 30.06. als Stichtag...aber prinzipiell schon richtig, es ist total behämmert, dass jedes Bundesland da sein eigenes Ding macht.

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26. Februar um 14:19
In Antwort auf katzus2010

Schleswig-Holstein hat auch den 30.06. als Stichtag...aber prinzipiell schon richtig, es ist total behämmert, dass jedes Bundesland da sein eigenes Ding macht.

Stimmt, sorry, mit Niedersachsen verwechselt. Habe auch nochmal nachgelesen, Berlin hat mittlerweile den 31.12. als Stichtag abgeschafft und den 30.9. eingeführt. 

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27. Februar um 22:58

Ach ja, hier in Spanien sind die Marrokaner halt die "Einwanderer/Ausländer" natürlich muslimisch, Aische kann kein spanisch auch nach 10 Jahren nicht und Achmed arbeitet aufn Bau, aber 5 Kinder  
Vom kleinen Mohamed wird also auch nur maximal aufm Bau erwartet und die Töchter heiraten ja eh... Die Erziehung schulisch und auch sozial, (speziell die Jungs dürfen sich alles erlauben, kennen sie ja von Papa so) schludert also sehr und ist denen also nicht so wichtig. Mutti könnte auch garnicht helfen wenn sie wollte.

Wenn die mit 3 dann hier in die Vorschule gehen (Kiga ist von 0-3 kostenpflichtig, dann Vorschule 3-6 gratis und dann Schule ab 6), sind die nie von Mutti getrennt gewesen (kiga kostet ja was und Aische arbeitet eh net) und da gibts ein Gezeter wie sonstwas! Alle anderen Kinder gehen lieb und ohne "Eingewöhnung" in die Vorschule, weil die halt schon mindestens das letzte Kindergartenjahr hatten und es halt kennen.

Wobei es da auch Ausnahmen gibt, mein ehemaliger Pferdepfleger ist hier im Ort der "Scheff" der Marokkaner, seine Frau spricht ganz gut, seine Töchter waren sogar auf der Weiterführenden...Der zieht seinen Enkeln die Ohren lang, wenn die frech sind. Aber wiegesagt, eine Ausnahme.

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28. Februar um 10:47
In Antwort auf missesq

Stimmt, sorry, mit Niedersachsen verwechselt. Habe auch nochmal nachgelesen, Berlin hat mittlerweile den 31.12. als Stichtag abgeschafft und den 30.9. eingeführt. 

Inzwischen darf man hier in NS wieder selbst problemlos entscheiden, ob bzw wann man sein Kind einschult. Meiner wird nächstes Jahr im August 6 und wenn ich meine, er geht erst ein Jahr später, dann geht er ein Jahr später (wüsste nicht warum aber ich habe diese Entscheidung).

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28. Februar um 11:01
In Antwort auf skadiru

Inzwischen darf man hier in NS wieder selbst problemlos entscheiden, ob bzw wann man sein Kind einschult. Meiner wird nächstes Jahr im August 6 und wenn ich meine, er geht erst ein Jahr später, dann geht er ein Jahr später (wüsste nicht warum aber ich habe diese Entscheidung).

Ist das so? Meine Freundin, die in Lohne wohnt, hätte im letzten Jahr liebend gerne ihren Sohn -der im August 6 geworden ist- zurückgestellt, ist damit aber leider nicht durchgekommen.

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28. Februar um 12:48
In Antwort auf missesq

Ist das so? Meine Freundin, die in Lohne wohnt, hätte im letzten Jahr liebend gerne ihren Sohn -der im August 6 geworden ist- zurückgestellt, ist damit aber leider nicht durchgekommen.

Ja, seit letztem Jahr. Vielleicht ist es noch Landkreisabhängig? 

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