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Wann in die Schule gehen lassen?

20. Juli um 13:03

Vielleicht könn ihr mir hierzu was sagen: meine älteste Tochter wird Mitte Oktober 5 und ich überlege, sie nächstes Jahr, also mit fast 6, einzuschulen.

Meine Argumente pro:
- sie ist sehr groß (1,20m derzeit, mit 4 Jahren ) und körperlich sehr weit, also fährt seit fast zwei Jahren Fahrrad, läuft und klettert gerne und kann schon einigermaßen schwimmen
- sie interessierrt sich für Buchstaben und kann auch schon einige davon.
- sie kann alle Zahlen von 1 bis 30
- sie ist allgemein sehr wissbegierig, fragt viel und versteht auch schon sehr viel. Wenn sie englische Wörter hört fragt sie immer gleich nach was das auf deutsch heißt.
- sie spielt gerne mit (deutlich) älteren Kindern, aber auch mit gleichaltrigen oder jüngeren Kindern. Ihre beste Freundin ist aber schon 6 und kommt nach den Ferien in die Schule.

Meine Argumente contra:
- sie ist noch sehr verspielt (OK, sie ist ja auch erst 4 ahre alt, bis zur Schule wäre ja noch mehr als 1 Jahr Zeit)
- sie wäre halt immer die jüngste
- wir hätten schon 1 Jahr früher den Betreuungsstress mit den vielen Ferien und so

Wie seht ihr das? Ich selber wurde mit fast 7 eingeschult und fand die Grundschule furchtbar langweilig weil ich das meiste schon konnte. Das würde ich ihr gerne ersparen. Andererseits wird auf dem Gymnasium dann ja deutlich angezogen, da finde ich es dann ganz gut wenn die Kinder nicht mehr ganz so jung sind . Von ihren Kindergärtnerinnen sagen alle es wäre kein Problem, ebenso befreundete Grundschullehrerinnen. Ich will aber gar nicht wissen ob es ein Problem ist, sondern was besser für mein Kind ist. Was meint ihr?

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22. Juli um 12:34

Hallo,

ich wollte nur kurz was einwerfen: Ich bin selber Grundschullehrerin und habe etwas Erfahrung damit. Es gibt seltsamerweise große Unterschiede zwischen verschiedenen Ortschaften. In meinem Wohnort tendieren viele Eltern, ihre Kinder möglichst zurückstellen zu lassen, bestimmt 10%. In meinem Schulort hingegen gibt es kaum Eltern, die eine Rückstellung wünschen, im Gegenteil haben wir in jeder Klasse vorzeitig eingeschulte, sogenannte KANN-Kinder.
Was für das jeweilige Kind besser ist, lässt sich schwer sagen. Es gibt Kinder, für die ist es wirklich ein Segen, etwas jünger schon in die Schule zu kommen. Klar bietet ein guter Kindergarten auch viel Förderung, keine Frage. Aber es gibt halt auch Kinder, die sich schon sehr für schulische Inhalte, wie Lesen, Schreiben, Rechnen, interessieren. Und wenn ich es total spannend finde, lesen zu lernen, wird mich Klavierunterricht nicht davon abhalten. Natürlich gibt es auch Kinder, die jung in die Schule kommen, was für sie aber nicht von Vorteil ist, es ist mehr der Wunsch ihrer Eltern...

Wir schauen bei uns an der Schule, was die Kindergartenerzieherinnen berichten, diese können die Situation oft auch sehr gut einschätzen, immerhin kennen sie die Kinder schon seit Jahren. Natürlich schauen wir uns auch die Kinder an und achten darauf, ob das Kind auch sozial bereit ist für die Schule, also kann es mit Fremden (z. B. zu mir als Lehrerin) Kontakt aufnehmen, kann es auf Fragen antworten, wie macht es in der Gruppe mit (wir haben immer ein Schulspiel bei der Schulanmeldung, also eine kleine Unterrichtssequenz von 20-30 Minuten mit einer Kleingruppe von 6-8 Kindern)? Kann das Kind Arbeitsaufträge erfassen und verstehen? Wie ist die motorische Entwicklung, sowohl fein- als auch grobmotorisch? Ganz wichtig: Scheint das Kind wirklich selber interessiert an neuen Inhalten - oder wurde es vielleicht nur von zu Hause "gedrillt" um schon früh Buchstaben oder Zahlen zu lernen?
Es gehört also viel mehr zur Schulreife, als das Kennen von Buchstaben und Zahlen. (Mal nebenbei gesagt, nur weil ein Kind Buchstaben und Zahlen kennt und benennen kann, hat das noch GAR nichts mit Lesen- und Rechnenlernen zu tun. Dazu muss man nämlich auch verstehen, was dahintersteckt. Mein Sohn z. B. fand schon als  Kleinkind Buchstaben interessant, warum auch immer. Er konnte tatsächlich mit gut zwei Jahren alle Buchstaben benennen - lesen gelernt hat er allerdings ganz regulär mit sechs Jahren in der Schule. Zahlen haben ihn im Kindergartenalter auch interessiert, da war aber auch wirklich tiefergehendes Interesse vorhanden, so dass er bis zur Einschulung schon bis 100 grob rechnen konnte, ohne dass wir ihn dazu gedrängt hätten.)

Ich würde wirklich sehr stark auf die Einschätzung der Erzieherinnen und auch der Schule hören - und auch auf mein Gefühl.

Auf jeden Fall ist es oft eine schwierige Entscheidung und letztendlich weiß man es erst 2-3 Jahre später wirklich, ob sie  richtig war.

LG

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21. Juli um 12:14

aber ist das nicht auch ein bissl problem unserer gesellschaft?
klar, kinder sind unterschiedlich. große kinder finden alle toll und es gibt auch welche, die mit kleineren nichts anfangen können.
aber dass dann ein kind das ein jahr jünger ist schon als "nicht mehr ebenbürtig" angesehen wird, betrachte ich als eher problematisch.
klar, wenn das fast 7-jährige schon sehr weit ist und das fast 6-jährige weit zurückhängt, dann vielleicht.

vielleicht bin ich da auch verwöhnt, weil meine tochter - auch wenn sie größere bevorzugt - auch mit kleineren spielt. also zumindest wenn sie nicht mehr als 2 jahre jünger sind. auch mein mittlerer spielt gern mit dem kleinen bruder.

ich denk es wird vielleicht eher ein problem, wenn dann tatsächlich die beste freundin (und vielleicht auch die beiden anderen kinder, mit denen sich das eigenen gut verstand) auf die schule gehen und dann nur das eine zurückbleibt. das würd ich dann auch berücksichtigen bei der entscheidung.
genauso, wenn alle freundin im kiga zurückbleiben, (dann fühlt es sich vielleicht noch länge rim kiga wohl) oder das kind gar keine richtigen freunde im kiga hat. (dann kann auf die schule kommen für das kind schöner sein, wenn es da vielleicht endlich einen guten freund findet)

ich finde es sind so viele faktoren, die da reinspielen.
(das kann die nächste sache sein: macht es dem kind richtig spaß, nachzudenken? oder ists ihm auch egal, wenn es die lösung nicht kennt, oder ist ihm vielleicht sogar die anstrenung das ergebnis nicht wert?)

ich denke auch, die meisten kinder sind einfach normal, oder durchschnitt. auch wenn (fast) jede mami ihren sproß für besonders schön, klug und gewitzt hält.
deswegen sind so ausnahmeregelungen meiner meinung nach auch eher was für ausnahme-kinder.

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20. Juli um 13:57

schwere entscheidung. das kind wird man auch nicht richtig nach seiner meinung fragen könne, das will bestimmt mit der freundin los.
vielleich tkannst du ja mal in der schule nachfragen. deine situation schildern udn nach ihren erfahrungen fragen.

von einer bekannten das kind kam erst mit knapp 7 und wurde dann vor langeweile verhaltensauffälig und zum problemkind abgestemelt. sie hat ein ziemliches hickhack, sonderaufgaben will das mädchen auch nicht lösen, weil dann muss man ja mehr schaffen, als die anderen.

auf der anderen seite: wenn es geistig und motorisch schon so fit ist, hat es vielleicht anderswo defizite. vielleicht wirklich "zu" verspielt, kann nicht lange stillsitzen/sich konzentrieren? oder sozial nicht sehr weit, kommt schlecht mti frust klar?

es geht ja nicht nur drum buchstaben zu können, wenn es in die schule geht.

noch eine alternative wäre ein alternative schulform, in der auf das persönliche lerntempo mehr eingegangen wird, die kinder aber auch noch verspielter sein dürfen.

ich tendiere dazu, dass die kinderheit besser ein bissl länger dauert.
was man ja aber nciht will ist, dass das kind sich dann langweilt. noch ne möglichkeit: von buchstaben und zahlen ablenken und irgend ein anderes hobby beginnen?

wenn sie jett in die schule kommt und nicht klarkommt, find ich das halt auch nicht so prikelnd und ich glaub das problem ist, dass man erst weiß, ob die entscheidung richtig war, wenn man sie getroffen hat.

lg

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20. Juli um 14:02

Was sagt denn Deine Tochter? Will sie denn schon in die Schule? Wie sieht es mit ihren Freundinnen aus, wären sie dann in ihrer Klasse oder wäre sie ganz "alleine"?

Ich kann jetzt nur von mir berichten, was mir dazu so einfällt.
Ich wurde erst mit 7 Jahren eingeschult (Geburtstag im Sommer) und ich fand es nicht so toll. Ich habe mich die letzten Jahre im Kiga sehr gelangweilt und wollte eigentlich auch unbedingt in die Schule, aber durfte eben noch nicht.

Ich konnte mit 5 schon lesen und zählen bis 50 und als ich dann mit 7 endlich in die Schule kam, war ich total enttäuscht und hab mich zu Tode gelangweilt. Meine Freundinnen waren auch nicht mit mir in der Klasse, die wurden alle früher eingeschult. Die ganze Grundschulzeit über habe ich mich gelangweilt (und ich war trotzdem noch sehr verspielt und wollte nicht stillsitzen, auch mit 7 noch) und habe nur Blödsinn gemacht, meine Mutter musste ständig antanzen.

Dann kam ich auf's Gymnasium und bin von einem Tag auf den anderen überhaupt nicht mehr klar gekommen, weil ich es überhaupt nicht gewohnt war, was tun zu müssen. War total überfordert, habe nach wenigen Wochen schon den Anschluss verpasst und habe mich dann mit richtig schlechten Noten irgendwie durchgehangelt (jedes Jahr war die Versetzung gefährdet) bis ich in der 7. Klasse dann schließlich sitzen geblieben bin.

Also, so vom Gefühl her würde ich sagen: Wenn sie so weit ist und es selber auch will (!) würde ich persönlich wohl schon dazu tendieren.

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20. Juli um 14:52

Wir haben das gleiche Problem. Ziemlich gleich und wollen später einschulen. Ehrlich gesagt, weil es mit der Betreuung eben so schwer wird und er unser Erstgeborener ist.

Damit Kind sich nicht langweilt, soll er jetzt die zwei Jahre vor Schule ein Instrument lernen.

Im Endeffekt gibt es bei keiner Entscheidung Garantien, daher entscheiden wir einfach so, wie es am einfachsten für uns alle ist.

Wäre er nicht der Erstgeborene, würde ich evt. aber auch früher einschulen. So aber nicht.

 

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20. Juli um 17:22

Meine mittlere kommt erst in 2 Jahren in die Schule. 
Sie hat Ende November Geburtstag.
Als das mal Thema im Kindergarten war, haben mich die anderen Mütter angeguckt, als sei ich bekloppt.
Die wollen alle früher einschulen lassen.

Aber mal ehrlich, keiner dankt es ihr später. Mit einem Meter ist sie klein für 4 und wird schon im Kindergarten entsprechend von anderen Kindern behandelt. Das Püppchen. 
Dazu geht meine Brut auf eine Montessori Schule. 
Dort steht ihr nach Belieben auch der Stoff der höheren Klassen zur Verfügung, oder sie kann eigene Projekte gestalten, sollte sie sich langweilen. 
Kognitiv wäre eine frühere Einschulung kein Problem. Auch ihre Freundinnen kommen alle jetzt zur Schule, aber da hängt eben auch mehr dran. 

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20. Juli um 18:07

Zum Thema sich langweilen in der Grundschule:
Wir achten daher bewusst darauf, dass wir Buchstaben oder Zahlen lernen von uns aus, absolut nicht fördern.
Wir fördern lieber andere (kognitive) Fähigkeiten.

Leider lernen die Kinder aber inzwischen das auch viel im KiGa... ich finde das blöd, weil die Kinder dann echt in der Schule sitzen und sich langweilen bis sie schlimmstenfalls den Anschluss verlieren....
Total unnötig.

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20. Juli um 19:20

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

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20. Juli um 19:45
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

mein mittlerer ist anfang ja geboren und wird dann mit 6,5jahren gehen.
buchstaben udn zahlen interessieren ihn auch. er kann auch etwas rechnen. hat aber null geduld fürs schreiben. die übungen in vorschulheften strengen ihn an, seine schrift ist furchbar.
groß ist er auch und er hat sehr viel geduld.

ich kann mir nicht vorstellen, dass meiner sich langweilen wird, wenn er normal in die schule kommt. ist halt alles nicht einfach mit dem stichtag.

ich war auch bald 7 bei der einschulung. ich kam gut mit, ohne was tun zu müssen. nur das lesenlernen viel mir schwer, da erinner ich mich an viele leseversuche (und ich hatte den direkten vergleich mit meiner schwester, die in meiner klasse war und der es viel einfacher fiel)

also auch meine schwestern kamen in dem alter in die schule und das hat gut gepasst.
in meiner schwiegerfamilie wurden kinder auch zurückgestellt. die eine nichte kam nun mit 7,5 in die erste klasse und auch das passt gut.

meine eigene tochter war grad 6 und sie ist eben auch noch sehr verspielt und lässt sich viel ablenken. aber sie ist eh ne träumerin.

ich kenn das aus dem bekanntenkreis nicht, dass es für irgendein kind schlimm war, später eingeschult zu werden.

ich kann jetzt auch nicht sagen, ob das nie-was-tun-müssen ein problem ist.
ich hab auch nie was getan, alles lief gut. auf auf der real hab ich nix getan. und als ich dann aufs gymi bin, dann hats auch bei mir voll reingehauen. aber ich war einfach der typ "faules kind". ich denk ein früheres einschulen hätte bei mir nicht bedeutet, dass die noten direkt schlecht gewesen wären. zumindest nicht, dass ich dann plötzlich ein fleißiges kind geworden wäre.

ich würd das mit dem instrument mal probieren. ich evrsuche für meienn mittleren auch grad einen kurs zur musikalischen frühfürderung zu finden, weil ich denke, dass das genau das richtige für ihn sein könnte.
oder ihr such tein anderes hobby. ein sport oä. vielleicht passt das besser? ich würds halt auch davon abhängig machen, was zum kind passt.

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20. Juli um 20:27
In Antwort auf -nikita-

Was sagt denn Deine Tochter? Will sie denn schon in die Schule? Wie sieht es mit ihren Freundinnen aus, wären sie dann in ihrer Klasse oder wäre sie ganz "alleine"?

Ich kann jetzt nur von mir berichten, was mir dazu so einfällt.
Ich wurde erst mit 7 Jahren eingeschult (Geburtstag im Sommer) und ich fand es nicht so toll. Ich habe mich die letzten Jahre im Kiga sehr gelangweilt und wollte eigentlich auch unbedingt in die Schule, aber durfte eben noch nicht.

Ich konnte mit 5 schon lesen und zählen bis 50 und als ich dann mit 7 endlich in die Schule kam, war ich total enttäuscht und hab mich zu Tode gelangweilt. Meine Freundinnen waren auch nicht mit mir in der Klasse, die wurden alle früher eingeschult. Die ganze Grundschulzeit über habe ich mich gelangweilt (und ich war trotzdem noch sehr verspielt und wollte nicht stillsitzen, auch mit 7 noch) und habe nur Blödsinn gemacht, meine Mutter musste ständig antanzen.

Dann kam ich auf's Gymnasium und bin von einem Tag auf den anderen überhaupt nicht mehr klar gekommen, weil ich es überhaupt nicht gewohnt war, was tun zu müssen. War total überfordert, habe nach wenigen Wochen schon den Anschluss verpasst und habe mich dann mit richtig schlechten Noten irgendwie durchgehangelt (jedes Jahr war die Versetzung gefährdet) bis ich in der 7. Klasse dann schließlich sitzen geblieben bin.

Also, so vom Gefühl her würde ich sagen: Wenn sie so weit ist und es selber auch will (!) würde ich persönlich wohl schon dazu tendieren.

Das waren auch meine Erfahrungen als Kind: Grundschulzeit super langweilig da spät eingeschult, und auf dem Gymnasium habe ich dann den Zeitpunkt verpasst ab dem ich hätte lernen müssen. Ich war zwar nie versetzungsgefährdet, aber leistungsmäßig in vielen Fächern dann nur im Mittelfeld.

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20. Juli um 20:29
In Antwort auf kreuzunge

Wir haben das gleiche Problem. Ziemlich gleich und wollen später einschulen. Ehrlich gesagt, weil es mit der Betreuung eben so schwer wird und er unser Erstgeborener ist.

Damit Kind sich nicht langweilt, soll er jetzt die zwei Jahre vor Schule ein Instrument lernen.

Im Endeffekt gibt es bei keiner Entscheidung Garantien, daher entscheiden wir einfach so, wie es am einfachsten für uns alle ist.

Wäre er nicht der Erstgeborene, würde ich evt. aber auch früher einschulen. So aber nicht.

 

Das mit dem Intrument ist eine gute Idee, das haben meine Eltern damals auch gemacht. ich durfte also schon mit 4 Jahren Blockflöte lernen und mit 7 Jahren dann Klavier. Vielleicht überlege ich auch was in die Richtung zu machen, wobei meine Große halt eher eine Sportlerin ist.

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20. Juli um 20:30

Zweimal ja

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20. Juli um 20:33
In Antwort auf adenin

Meine mittlere kommt erst in 2 Jahren in die Schule. 
Sie hat Ende November Geburtstag.
Als das mal Thema im Kindergarten war, haben mich die anderen Mütter angeguckt, als sei ich bekloppt.
Die wollen alle früher einschulen lassen.

Aber mal ehrlich, keiner dankt es ihr später. Mit einem Meter ist sie klein für 4 und wird schon im Kindergarten entsprechend von anderen Kindern behandelt. Das Püppchen. 
Dazu geht meine Brut auf eine Montessori Schule. 
Dort steht ihr nach Belieben auch der Stoff der höheren Klassen zur Verfügung, oder sie kann eigene Projekte gestalten, sollte sie sich langweilen. 
Kognitiv wäre eine frühere Einschulung kein Problem. Auch ihre Freundinnen kommen alle jetzt zur Schule, aber da hängt eben auch mehr dran. 

Wäre meine Große etwas kleiner oder ein paar Wochen später geboren würde ich da auch nicht groß nachdenken. So ist sie halt keine zwei Wochen über den Stichtag, und körperlich ist sie eben auch schon sehr weit. Ich wette sie wird auch sehr früh in die Pubertät kommen, da kann es dann nervig sein wenn um einen rum nur lauter "kleine" Kinder sind.

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20. Juli um 20:38
In Antwort auf kreuzunge

Zum Thema sich langweilen in der Grundschule:
Wir achten daher bewusst darauf, dass wir Buchstaben oder Zahlen lernen von uns aus, absolut nicht fördern.
Wir fördern lieber andere (kognitive) Fähigkeiten.

Leider lernen die Kinder aber inzwischen das auch viel im KiGa... ich finde das blöd, weil die Kinder dann echt in der Schule sitzen und sich langweilen bis sie schlimmstenfalls den Anschluss verlieren....
Total unnötig.

Sehe ich auch so. Wenn sie nach bestimmten Zahlen oder Buchstaben fragt beantworte ich ihr das, aber auch nicht mehr. Wir erklären ihr lieber wie Dinge funktionieren oder welche Folgen unser Konsumverhalten hat und ermuntern sie in Zusammenhängen zu denken. So ist das halt mit Ingenieuren als Eltern

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20. Juli um 20:48
In Antwort auf juppiduh

Wäre meine Große etwas kleiner oder ein paar Wochen später geboren würde ich da auch nicht groß nachdenken. So ist sie halt keine zwei Wochen über den Stichtag, und körperlich ist sie eben auch schon sehr weit. Ich wette sie wird auch sehr früh in die Pubertät kommen, da kann es dann nervig sein wenn um einen rum nur lauter "kleine" Kinder sind.

Ja. Das ist halt sehr individuell. 
Wären wir in vertauschten Rollen, würde ich vermutlich auch viel mehr darüber grübeln, ob eine frühere Einschulung nicht sinnvoller wäre.

Man kann es nicht vorhersagen, wie es tatsächlich sein wird. 
Nur abschätzen und das tun, was man für aussichtsreicher hält. 

Was sagt denn so grundsätzlich dein Bauchgefühl? 

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20. Juli um 20:54
In Antwort auf schnuckweide4

mein mittlerer ist anfang ja geboren und wird dann mit 6,5jahren gehen.
buchstaben udn zahlen interessieren ihn auch. er kann auch etwas rechnen. hat aber null geduld fürs schreiben. die übungen in vorschulheften strengen ihn an, seine schrift ist furchbar.
groß ist er auch und er hat sehr viel geduld.

ich kann mir nicht vorstellen, dass meiner sich langweilen wird, wenn er normal in die schule kommt. ist halt alles nicht einfach mit dem stichtag.

ich war auch bald 7 bei der einschulung. ich kam gut mit, ohne was tun zu müssen. nur das lesenlernen viel mir schwer, da erinner ich mich an viele leseversuche (und ich hatte den direkten vergleich mit meiner schwester, die in meiner klasse war und der es viel einfacher fiel)

also auch meine schwestern kamen in dem alter in die schule und das hat gut gepasst.
in meiner schwiegerfamilie wurden kinder auch zurückgestellt. die eine nichte kam nun mit 7,5 in die erste klasse und auch das passt gut.

meine eigene tochter war grad 6 und sie ist eben auch noch sehr verspielt und lässt sich viel ablenken. aber sie ist eh ne träumerin.

ich kenn das aus dem bekanntenkreis nicht, dass es für irgendein kind schlimm war, später eingeschult zu werden.

ich kann jetzt auch nicht sagen, ob das nie-was-tun-müssen ein problem ist.
ich hab auch nie was getan, alles lief gut. auf auf der real hab ich nix getan. und als ich dann aufs gymi bin, dann hats auch bei mir voll reingehauen. aber ich war einfach der typ "faules kind". ich denk ein früheres einschulen hätte bei mir nicht bedeutet, dass die noten direkt schlecht gewesen wären. zumindest nicht, dass ich dann plötzlich ein fleißiges kind geworden wäre.

ich würd das mit dem instrument mal probieren. ich evrsuche für meienn mittleren auch grad einen kurs zur musikalischen frühfürderung zu finden, weil ich denke, dass das genau das richtige für ihn sein könnte.
oder ihr such tein anderes hobby. ein sport oä. vielleicht passt das besser? ich würds halt auch davon abhängig machen, was zum kind passt.

Ja, ich bin ja auch sehr am grübeln ob wir sollen oder nicht und bei welcher Option man später weniger Probleme hat. In der Pubertät ist aber wohl eh kaum ein Kind besonders strebsam in der Schule
Ich überlege auch schon in Sachen Hobbies. Wir wohnen halt nur sehr ländlich, da ist die Auswahl nicht so groß.

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20. Juli um 20:58
In Antwort auf adenin

Ja. Das ist halt sehr individuell. 
Wären wir in vertauschten Rollen, würde ich vermutlich auch viel mehr darüber grübeln, ob eine frühere Einschulung nicht sinnvoller wäre.

Man kann es nicht vorhersagen, wie es tatsächlich sein wird. 
Nur abschätzen und das tun, was man für aussichtsreicher hält. 

Was sagt denn so grundsätzlich dein Bauchgefühl? 

Vom Bauchgefühl her würde ich sie eher einschulen lassen, insbesondere auch weil meine späte Einschulung nicht optimal war. Ich kann sie mir einfach in zwei Jahren nicht mehr im Kindergarten vorstellen, sie ist einfach schon so groß und wirkt in vielem recht reif. In manchen Dingen aber auch noch nicht und das sind dann die Momente wo ich wieder ins grübeln komme.

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20. Juli um 21:15

vielleicht auch mal die esu abwarten und dort mit dem arzt sprechen, was er für nen eindruck hat? der sieht die kinder ja reihenweise!?

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20. Juli um 21:21
In Antwort auf juppiduh

Vom Bauchgefühl her würde ich sie eher einschulen lassen, insbesondere auch weil meine späte Einschulung nicht optimal war. Ich kann sie mir einfach in zwei Jahren nicht mehr im Kindergarten vorstellen, sie ist einfach schon so groß und wirkt in vielem recht reif. In manchen Dingen aber auch noch nicht und das sind dann die Momente wo ich wieder ins grübeln komme.

Ich habe ein Novemberkind, der sicher auch locker hätte eingeschult werden können. Der rechnete und las auch ganz früh. Und auch von der Konzentration, der sozialen und emotionalen Entwicklung wäre das alles ok gewesen.

Für mich kam das aber nicht in Frage. Wieso ein Jahr unbeschwerte Kindheit nehmen? Wofür? Es gibt so viel, mit dem man Kinder beschäftigen kann, dass ihnen nicht langweilig wird. Natur(wissenschaften) z.B. oder auch die hier genannten Musikinstrumente, Experimente usw. usf. Die Kinder brauchen keine Schule um geistig ausgelastet zu werden.

Außerdem ist es schwer immer die/der Jüngste zu sein. Ich kam mit ganz frischen 6 Jahren in die Schule. Vom Stoff her war das kein Problem, aber je weiter es ging, desto mehr bemerkte man das fehlende Jahr. Besonders, als es Richtung Pubertät ging.

Mein Junior langweilte sich übrigens nicht in der ersten Klasse. Sicher konnte er schon mehr, als die meisten anderen. Aber Schule beinhaltet auch so viel mehr, als Lesen, Rechnen etc. Und wenn man zeigen kann was man schon kann, ist das auch gar nicht schlecht für das Selbstbewusstsein.

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20. Juli um 23:36

Meine Tochter ist 5 und wird im August eingeschult, eine Woche vor ihrem 6 Geburtstag.
Ich find das auch sehr früh......
Sie freut sich ungemein und kann es kaum erwarten. Die Erzieher sagten sie ist soweit und würde sich in der Kita noch langweilen und beim Arzt war auch alles bestens.
Was sagen denn deine Erzieher? Ich denke im Zweifelsfall würde ich es vor allem davon abhängig machen. Sie können deine Kleine viel neutraler einschätzen. Ansonsten gibt es ja eine ganze Reihe von Tests ob Kinder soweit sind, auch vom körperlichen her. 
Zu früh einschulen oder zu spät, beides wäre Käse 

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21. Juli um 8:21
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich lese mal interessiert mit. Unserer ist von Ende 2013 und wäre somit in 1 Jahr ein Kann-Kind. Er ist ein absoluter Theoretiker mit frühem Interesse an Buchstaben und Zahlen, er kann einfache Rechenaufgaben bewältigen. Zudem recht groß. Auf der anderen Seite ist er vom Sozialverhalten noch nicht so weit. Ich tendiere ihn regulär, also später einschulen zu lassen, befürchte aber er wird sich zu Tode langweilen. An ein Instrument hatten wir auch schon gedacht, aber er hat bei solchen Dingen nicht die Geduld um da länger dran zu bleiben - wenn etwas nicht auf Anhieb klappt ists uninteressant für ihn.

Meiner ist da auch ähnlich.
Auch rechnen tut er schon kleine Aufgaben.

Aber genau dieses: Muss ich sofort können - da schule ich lieber später ein. Denn das ist für die Schule genau eine nicht so gute Eigenschaft, finde ich.
Darum wollen wir das mit dem Instrument auf alle Fälle probieren. Da lernen die Kinder im Idealfall auch etwas das dranbleiben und dass man das nicht "gezeigt bekommt und kann"

Was man nicht unterschätzen darf ist auch das Stillsitzen. Als mir das mal bewusster wurde, war mir klar, ich tu mir das selbst nicht an. Wie gesagt Betreuungszeiten etc. 

Er würde das sicher packen.
Aber haben tun die Kinder davon nur, dass sie ein Jahr früher arbeiten anfangen können und damit in der "Tretmühle" sind.

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