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War es die richtige Entscheidung? (Pflegekind)

23. März 2012 um 21:20

Hallo ihr lieben,

ich habe gesehen das hier im Forum reges treiben ist und mich gleich angemeldet, vielleicht könnt ihr mir helfen.

Ich habe seit 3,5 Jahre ein Pflegekind bei mir. Das Kind ist inzwischen 5 Jahre alt.
Er ist sehr verhaltensauffällig, verdacht auf ADHS, Seelische Probleme.... Dadurch ist er sehr agressiv, haut andere Kinder, bekommt "Anfälle", beleidigt sehr viel, usw!
Er war deswegen in einer Kinderpsychologischen Praxis, dort haben sie versucht, ihm spielerisch bei zu bringen sich sozialer zu verhalten.
Allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Daher riet die Praxis, das Kind in eine Pflegeeinrichtung zu geben wo immer Leute mit einer Ausbildung an seiner Seite stehen.
Jetzt wurde so eine Pflegestelle gefunden und ich habe der Sache zugestimmt, seine leibliche Mutter auch, sie besitzt das Sorgerecht für ihn.
Der Junge soll in einer Woche abgeholt werden! Jedoch habe ich einfach kein gutes Gefühl bei der Sache. Mir gefällt diese neue Einrichtung einfach nicht, zudem bin ich seit Tagen nur am weinen, grade wenn ich ihm erklären muss das er bald nicht mehr bei mir wohnen kann und er sagt: Mama ich will aber bei dir bleiben! Das zerreißt mir einfach das Herz... Ich versuche vor ihm stark zu bleiben und nicht zu weinen, damit er es nicht so mit bekommt. Ich habe ihn nun schon so lange und er sollte bei mir aufwachsen, jetzt kommt er in einer Woche weg & er wird nie wieder kommen. Ich darf ihn dort zwar nach einer gewissen eingewöhnungszeit regelmäßig besuchen, aber das ist doch nicht das selbe!
Vielleicht ist es für ihn und seine entwicklung besser, wenn er dort lebt, das weis man jetzt nocht nicht, aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen ohne ihn leben zu müssen.
Am liebsten würde ich nochmal mit seiner leiblichen Mutter und dem Jugendamt reden, ob er nicht doch bleiben darf! Aber ich denke das ich da wohl nicht viel ausrichten kann
Was soll ich nur machen?


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24. März 2012 um 21:08


Keiner??

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26. März 2012 um 21:53

Danke
für eure Antworten!
Als er zu mir kam war er "normal", wie Kinder in dem alter eben sind, es gab keine auffälligkeiten.
Das ging erst los als er ca. 3 Jahre alt war. Leider weis niemand warum. Es gab keine gravierenden Änderungen, Erlebnisse, oder ähnliches. Aber falls es ADHS sein sollte, dies entsteht ja auch ohne irgendwelche Gründe und seine Seelischen Probleme? Ja wenn ich das alles wüsste....

Ich habe keine eigenen Kinder, von daher kann ich nicht beurteilen ob ich in dem Fall anders handeln würde.

Ich selber wäre nie auf die Idee gekommen, ihn in eine Erziehungsstelle zu geben. Das kam eben durch die Verhaltenstherapie beim Psychologen. Die haben einen Bericht für das Jugendamt fertig gemacht mit der ausdrücklichen Empfehlung das er von Fachleuten groß gezogen werden muss, damit er die Chance auf eine normale Entwicklung hat.
Dies wurde seiner leiblichen Mutter mit geteilt, die sich dann dafür entschieden hat und das Jugendamt stimmte dem ganzen so oder so zu.
Natürlich möchte ich für den kleinen auch nur das beste. Vielleicht ist er in so einer Erziehungsstelle besser aufgehoben, aber mein Gefühl sagt mir einfach etwas anderes!!
Die allgemeine Problematik kann ich gerne mal kurz schildern: Er ist in seiner Entwicklung zurück geblieben (ca. 1,5 Jahre), behandelt seine Mitmenschen sehr herab lassend, er beleidigt oft ohne Grund (auch fremde Leute die nichts gemacht haben), er muss immer im Mittelpunkt stehen und versucht mit jedem Mittel und aller Macht die Aufmerksamkeit aller Menschen auf sich zu ziehen, er ist grundsätzlich gegen alles was man ihm sagt (egal ob bei mir zuhause oder zb im Kindergarten), er spielt oft Krankheiten vor damit ihn alle bemitleiden, er kann für andere kein Mitgefühl zeigen eher lacht er noch schadenfroh wenn jemand sich weh tut (er hat auch Spaß daran Tieren weh zu tun), er kann nicht verlieren und muss immer erster sein zb beim Essen, mehrmals die Woche bleibt er einfach stehen und fängt an wie wild seinen Kopf zu schütteln verdreht dabei die Augen und bekommt sich nicht mehr ein, seine Laune kann innerhalb von wenigen Minuten genau ins starke gegenteil wechseln, er bringt sich oft in Gefahr (rennt zb im Supermakrt mal eben raus, quer über Straßen).... Das fällt mir jetzt Spontan ein! Es gibt aber noch viele viele kleinigkeiten, die immer mal wieder im wechsel kommen!

Es ist schon nicht wenig, aber ich kann damit umgehen größtenteils. Natürlich gerate ich auch manchmal an einen Punkt wo ich ihn einfach nicht mehr in den Griff bekomme.

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