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Was für Konsequenzen habt ihr, wenn eure Kinder nicht hören?

15. Januar 2015 um 18:55 Letzte Antwort: 16. Januar 2015 um 8:03

Hallo alle,

Unsere Tochter ist sehr willensstark und manchmal komme ich echt an meine Grenzen. Ich frage mich immer mal wie andere jetzt reagieren würden bzw. was das richtige Verhalten in bestimmten Situationen wäre.
Mal so als kleines Beispiel:
Ihr seid auf dem Spielplatz und sagt, dass es gleich nach hause geht (also z.b. "noch einmal schaukeln, dann gehen wir nach hause"...). Nun ist es soweit, nur das Kind kommt nicht mit. Und selbst wenn es nen Stück mitkommt, rennt es zwischendurch wieder zurück oder bleibt einfach stehen und rührt sich nicht von der Stelle.
Was macht man da am Besten? Also vorallem, wenn reden oder erklären usw nix bringt?
Schnappt ihr euch da das kind nach ner bestimmten Zeit und "schleift" es da weg oder was für Möglichkeiten hat man da?
In dem Beispiel könnte meine Tochter da 30 Minuten stehen und nix ausser nen paar kleine Anfälle passieren.
Weg tragen, alla 'der stärkere gewinnt' kann ja nicht richtig sein.

Ich hoffe, ihr versteht was ich meine. Wenn alles reden nichts bringt, wie handelt man dann konsequent?
Unsere Tochter wird bald 3.
Solche Situationen haben wir immer mal wieder bei verschiedenen Sachen. Mal klappts mit Anweisung, Erklärung etc, aber immer mal auch absolut nicht.
Da fällt mir als Beispiel auch das Auto fahren ein. Manchmal möchte sie nicht, aber wir müssen. Doch wenn sie nicht will, bekomme ich sie partout nicht in den Autositz.
Was wäre da das richtige Verhalten ihr gegenüber?

Wie löst ihr solche oder ähnliche Situationen bei so kleinen Kindern?

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15. Januar 2015 um 19:20

Derjenige dem es besser
Geht richtet sich nach demjenigen dem es nicht so gut geht.
Wenn ich eegen starken Kopfschmerzen nach Hause wollte, war es kein Problem das durchzusetzen, genauso, wie wenn ich nichts vor hatte, meine tochter noch spielen wollte, durfte sie das natürlich...
LG

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15. Januar 2015 um 19:51

Das Härteste
was ich je durchgezogen hab war letzte Woche. Da wollten wir in den Tierpark, sind mit Auto da hin und haben geparkt. Meine Tochter war den ganzen Tag schon maulig und zickte rum. Erst wollte sie auf den Arm, dann runter, dann war der Brotbeutel ihr plötzlich zu schwer und sie schmiss den wütend und ohne Grund bockig auf den Boden . Alles lag verstreut mitten auf dem Fußweg! Ich sagte dann " so das hebst du jetzt aber wieder auf " ihre Reaktion: "nee das mach ich nicht" und schmiss sich auch auf den Boden.
Hab dann 10 Minuten mit ihr diskutiert und sie schimpfte und schimpfte. Hatte dann so die Faxen dicke das ich das Brot eingesammelt hab, die Tüte einem kleinen Jungen zum Tiere füttern in die Hand gab und meine Tochter schnappte und zurück zum Auto ging. Ich sagte ihr das sich der Tierpark jetzt erledigt hat denn wenn sie so zickig ist macht es keinen Späß!
Joar bin dann nach hause gefahren.
Gab im Auto natürlich total Theater aber in dem Moment war ich echt sauer.
Als wir zuhause waren bockte sie eine weile, kam denn plötzlich zu mir, drückte mich und sagte entschuldigung Mama.
Hab dann meine Tränen verdrückt und alles war wieder gut!

LG

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15. Januar 2015 um 20:15

Bei uns ist das leider
fast unmöglich sie dann angeschnallt zu bekommen. Sie hat dann eine unbändige Kraft und wehrt sich mit aller Macht. Bisher hab ich Gott sei Dank nach 10 Minuten hinbekommen sie drin zu haben.

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15. Januar 2015 um 20:17

Ja, im Treppenhaus
mache ich besonders am morgen auch kurzen Prozess. Das kann ich den Nachbarn nicht antun

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15. Januar 2015 um 20:20

Das ist eine gute Idee
Das mit der Polizei probiere ich mal aus.
Wenn ich z.b. sage es regnet, wir müssen uns beeilen damit wir nicht nass werden, klappt das auch gut und sie "vergisst" ihren Willen.
Vielleicht klappt es so ja, insofern ich ihr Geschrei in dem Moment übertönen kann

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15. Januar 2015 um 20:26
In Antwort auf honori_12160777

Das Härteste
was ich je durchgezogen hab war letzte Woche. Da wollten wir in den Tierpark, sind mit Auto da hin und haben geparkt. Meine Tochter war den ganzen Tag schon maulig und zickte rum. Erst wollte sie auf den Arm, dann runter, dann war der Brotbeutel ihr plötzlich zu schwer und sie schmiss den wütend und ohne Grund bockig auf den Boden . Alles lag verstreut mitten auf dem Fußweg! Ich sagte dann " so das hebst du jetzt aber wieder auf " ihre Reaktion: "nee das mach ich nicht" und schmiss sich auch auf den Boden.
Hab dann 10 Minuten mit ihr diskutiert und sie schimpfte und schimpfte. Hatte dann so die Faxen dicke das ich das Brot eingesammelt hab, die Tüte einem kleinen Jungen zum Tiere füttern in die Hand gab und meine Tochter schnappte und zurück zum Auto ging. Ich sagte ihr das sich der Tierpark jetzt erledigt hat denn wenn sie so zickig ist macht es keinen Späß!
Joar bin dann nach hause gefahren.
Gab im Auto natürlich total Theater aber in dem Moment war ich echt sauer.
Als wir zuhause waren bockte sie eine weile, kam denn plötzlich zu mir, drückte mich und sagte entschuldigung Mama.
Hab dann meine Tränen verdrückt und alles war wieder gut!

LG

Find ich gut

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15. Januar 2015 um 20:26

Na dann hoffe ich mal,
dass es bald besser wird

Danke dir und euch allen.
Beruhigt zu wissen, dass ich es nicht ganz falsch mache.

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15. Januar 2015 um 20:28

Ja, das kenne ich gut.
Da fragt man sich was man nur falsch macht.
Aber die Ausdauer und Kraft von so kleinen ist echt der Hammer.

Wenigstens gehts nicht nur mir so

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15. Januar 2015 um 20:33

Ich habe auch ein willensstarkes kind...
...welches sich noch dazu nicht erpressen oder verlocken lässt. Sprüche wie "wenn du nicht hörst gehen wir nach hause!" führen bei ihm nur dazu, das er sich von selbst anzieht und wir gehen. Nur um zu sehen ob ich es wirklich mache. Und er geht lieber, anstatt nachzugeben. Und ich mache es dann auch wirklich.

Ich trete ihm mit ruhiger konsequenz entgegen, überlege mir die Konsequenzen aber gut, denn allzu oft fordert er deren Durchführung ein. Ich versuche zu erreichen, das die Konsequenzen im Zusammenhang mit dem "falschen verhalten" stehen, und natürlich sind diese nicht "fies" oder ähnliches. Ich erkläre auch immer kurz, warum ich so handle. Schon das alleine hilft oft.

Ich habe das Gefühl, je mehr Druck ich ausübe, desto mehr mauert mein kind. Kann ich ihm erklären, warum ich dieses und jenes will oder nicht will, geht es meist gut. Sobald er versteht warum ich etwas möchte oder nicht möchte, handelt er freiwillig danach. Ganz ohne Druck. Dieser erzeugt nur Gegendruck. Das kann bei anderen Kindern aber anders sein....auf jeden Fall ist es sehr anstrengend da ich sehr stark "mit ihm arbeiten muss" und das fordert mich sehr.

Es wird aber auch immer besser, je mehr er versteht. Er ist nun drei jahre alt.

Den klassischen Trotzanfall meistere ich, indem ich das mit Humor nehme. Wenn er sich hinschmeißt, sag ich nur noch das ich ihn so beim besten willen nicht ernst nehmen kann....und frage ihn grinsend, ob er es schafft jetzt nicht zu lachen...meist steht er dann einfach auf und dann ist due Situation geklärt. Peinlich vor anderen, wenn es draußen passiert, ist mir das nicht. Lachen und damit vom Frust ablenken hilft auch oft mehr als starres erziehen nach Schema F.

Und manchmal versuche ich die Welt mit seinen Augen zu sehen, und das ist mehr als interessant: gestern warf er die klorolle in die Toilette, ich stand direkt daneben und warnte ihn, das er das nicht machen sollte da die Rolle dann nass wird und kaputt geht. natürlich machte er es doch und ich schimpfte... Er weinte, aber sehr verzweifelt... Ich fragte ihn, ob er das unbedingt ausprobieren musste. Er sah mich mit großen Augen an, und sagte: ja Mama. Ich wollte es genau sehen. Ich zeigte ihm nochmal die Rolle die ich vom klo ins Waschbecken verfrachtet hatte, und er meinte nur noch: jetzt ist sie wirklich nass und kaputt. Ich sagte ihm, daß er ja nun weiß, was passiert und er fiel mir ins Wort und sagte, nochmal macht er das nicht. Als ich ihn anschaute und sagte, okay dann ist ja jetzt wieder gut, fiel er mir um den Hals, schaute mich an und ich sah ihm an das er froh war das ich ihn verstand. irgendwie war mir da mal wieder klar, das er die welt einfach mit anderen Augen sieht.

Deine spielplatzsituation hätte ich tatsächlich so geklärt, das ich mein kind weggetragen hätte. Hatte ich auch schon....kind unterm arm und buggy geschoben... Da kommt Freude auf...aber, ich versuche es für ihn dennoch würdevoll zu machen, also kein hinterherschleifen am Handgelenk... Das sehe ich oft und ich mag es gar nicht.. Aber klar, durchsetzen muss ich mich ja...und ich sitze keineswegs "stundenlang" neben meinem bockenden Kleinkind...es gibt ja doch meistens gründe warum man los will..


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15. Januar 2015 um 21:11

Das ist schwierig...
Die Sache mit dem Anschnallen kenne ich. Wir haben damals in einer Sackgasse mit kaum Verkehr bzw. nur Anwohner und der Postbote kam hin
Ich hab sie dann schreien lassen und bin langsam losgefahren. Zwischen 5-10 km/h, dass im Fall der Fälle nichts passiert. Aus dem "ich will nicht im Sitz bleiben" wurde gaaanz schnell ein "Mama, schnall mich an!"
Aber dazu muss man sein Kind einschätzen, nicht jedes wird so reagieren. Danach hatten wir das NIE wieder!

Die Sache mit dem Spielplatz... da habe ich versucht, Kompromisse einzugehen. Sie durfte sich noch aussuchen, was sie spielen möchte und ich hab die Zeit, z.B. auf 5 Minuten oder bis zum nächsten Glockenschlag gesetzt. Nebenan ist ein Kirchturm.
In extremen Fällen habe ich sie mir aber tatsächlich gepackt und sie getragen. V.a. wenn solche Situationen im Straßenverkehr auftauchten.

LG

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15. Januar 2015 um 21:31
In Antwort auf honori_12160777

Das Härteste
was ich je durchgezogen hab war letzte Woche. Da wollten wir in den Tierpark, sind mit Auto da hin und haben geparkt. Meine Tochter war den ganzen Tag schon maulig und zickte rum. Erst wollte sie auf den Arm, dann runter, dann war der Brotbeutel ihr plötzlich zu schwer und sie schmiss den wütend und ohne Grund bockig auf den Boden . Alles lag verstreut mitten auf dem Fußweg! Ich sagte dann " so das hebst du jetzt aber wieder auf " ihre Reaktion: "nee das mach ich nicht" und schmiss sich auch auf den Boden.
Hab dann 10 Minuten mit ihr diskutiert und sie schimpfte und schimpfte. Hatte dann so die Faxen dicke das ich das Brot eingesammelt hab, die Tüte einem kleinen Jungen zum Tiere füttern in die Hand gab und meine Tochter schnappte und zurück zum Auto ging. Ich sagte ihr das sich der Tierpark jetzt erledigt hat denn wenn sie so zickig ist macht es keinen Späß!
Joar bin dann nach hause gefahren.
Gab im Auto natürlich total Theater aber in dem Moment war ich echt sauer.
Als wir zuhause waren bockte sie eine weile, kam denn plötzlich zu mir, drückte mich und sagte entschuldigung Mama.
Hab dann meine Tränen verdrückt und alles war wieder gut!

LG

Nee also
irgendwann is auch mal schluss. Man muss sich nicht den ganzen Tag auf der Nase rum tanzen lassen und sie hatte echt ein Mega Theater da abgezogen. Bin den ganzen Tag ruhig geblieben aber da hatte sie das Fass zum überlaufen gebracht. Und ich bin dazu auch noch im 9. Monat schwanger.
Leid tat sie mir auch aber ich dachte mir wenn ich jetzt nen Rückzieher mache wars das komplett

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16. Januar 2015 um 8:03


Die Zeit löst das Problem ja meistens von allein. Meine ist grad zwei geworden und hatte schon mit einem Jahr Tobsuchtsanfälle, dass mir alles verging...Und alle anderen in dem Alter waren für mich gefühlte Mäuschen
Ich hab sie meistens auf den Gang gestellt und gesagt, sie soll wieder reinkommen, wenn sie sich beruhigt hat. Das ging auch von Mal zu Mal besser. Ganz am Anfang hab auch ich den Raum verlassen.
Mittlerweile ist es hier noch entspannter als zuvor, weil ich kaum noch Pläne mache und meistens zwei Termine pro Woche das Maximum sind und seitdem ich nicht mehr jeden Tag Programm anbiete und sie Zeit für sich zum Spielen hat (oder mit mir eher), kommen die Trotzanfälle extrem selten vor, und wenn, dann weiß ich, dass sie eigentlich schon Hunger hat

Situation am Spielplatz: Ich hab immer angekündigt, was mir jetzt machen (heim zum Kater etc- irgendwas, was auch begehrt war, und dann wurde es auch schnell weniger mit den Anfällen. Und im Zweifelsfall zähl ich bis drei, wiederhole währenddessen nach jeder Zahl, was ich von ihr will, und bei drei ziehe ich das durch und nehm sie auch einfach so mit, aufn Arm, fertig. Bedeutet halt Geschrei. Da sie aber mittlerweile weiß, was bei 1,2,3 kommt, brauch ich nicht mehr bis 3 zählen, 2 reicht.

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