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Was ist das Beste für mein Baby und mich?

7. April 2013 um 17:43 Letzte Antwort: 15. April 2013 um 23:57

Hallo Ihr Lieben,

ich bin im Moment total überfordert und weiß einfach nicht mehr weiter. Ich hoffe hier Leute zu finden, die vielleicht in einer ähnlichen Situaton sind oder sogar etwas ähnliches durchlebt haben und mir von ihren Erfahrungen berichten können.

Zu meiner Situation:

Ich bin 20 Jahre alt in der 38 Woche schwanger und habe gerade erst mein 1. Semester erfolgreich beendet.
Ich habe von meiner Schwangerschaft erst spät etwas bemerkt, da ich noch Blutungen hatte und bis ich dann mal zum Arzt gegangen bin, war ich bereits in der 29 SSW. Ich wollte es einfach nicht wahrhaben und habe vor mich hin gelebt als wäre nichts, obwohl ich die Bewegungen gespürt habe. Man hat es mir auch nicht angesehen, da ich kaum einen Bauch hatte und auch sonst keine Probleme in den ersten Monaten hatte. Ich habe bis es nicht mehr ging damit gewartet es meinen Eltern und meinem Freund zu erzählen. Natürlich waren alle geschockt aber nach einiger Zeit haben meine Eltern alles für mich getan und mich bei allem unterstützt damit das mit dem Baby klappt.
Mein Freund hat anders reagiert. Er will kein Kind und fühlt sich auch nicht bereit dafür, da er so wie ich studiert und nicht wirklich reif für sein Alter (23) ist.

Nun ja vorerst wurde dann alles durchgeplant ich habe mir eine Wohnung in meiner Heimatstadt gesucht, in der auch meine Eltern wohnen, bin aus der gemeinsamen Wohnung mit meinem Freund ausgezogen, da er nicht wollte, dass wir zusammen das Kind großziehen und es auch für mich nicht in Frage kam in einer anderen Stadt zu leben, da ich am Anfang viel Hilfe von meinen Eltern brauchen werde.
Da die Wohnung nicht im Besten zustand war musste sehr viel renoviert und neu besorgt werden. Wie sich jeder denken kann habe ich als Studentin keine sonderlich großen Rücklagen und mein Vater hat Kosten sowie auch die Renovierungsarbeiten übernommen.

Es war alles sehr stressig für mich und ich habe von allen Seiten Druck gehabt, mir wurde gesagt was ich noch alles für Behördengänge machen muss und so weiter.

Eines Tages hatte ich dann einen Traum, in dem ich mein Kind zur Adoption freigegeben habe. Ich war vorerst total verwirrt, doch dann habe ich angefangen mal bei google zu stöbern. Ich habe angefangen mich zu fragen wäre das eine Option für mich?

Ich erzählte meinem Freund davon und wir machten spontan einen Termin beim Jugendamt um uns erstmal anzuhören wie sowas überhaupt ablaufen würde.
Die Dame vom Jugendamt informierte uns und nach unserer Meinung könnte eine Adoption reibungslos ablaufen. Also machten wir weitere Termine mit ihr und schliesslich lernten wir auch ein sehr nettes Paar kennen, welches unser Baby adoptieren möchte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber meinen Eltern noch nichts von unserem vorhaben erzählt. Ich hatte so Angst davor, weil sie so viel für mich getan haben um mir zu ermöglichen das Kind aufzuziehen.

Aber meine Gedanken haben sich mit der Zeit immer mehr verändert. Ich habe das Gefühl, dass ich zu dem baby in meinem Bauch gar keine Bindung habe und ich freue mich im Moment auch überhaupt nicht darauf. Mein Traum ist es mein Studium zu beenden und dann in dem Bereich zu arbeiten. Ich habe die Bendenken das ich es mit dem Kind auf keinen Fall schaffen werde, da ich sehr viel für mein Studium lernen muss (Biologie). Ich wäre eine alleinerziehende Mutter, die alleine mit ihrem Kind in einer Wohnung haust, denn mein Freund wäre nur am Wochenende da. Und wirklich Lust darauf hat er auch nicht das weiß ich und spüre ich. Es wäre nichtmal sicher, das ich mein Studium weiterführen kann, denn ich habe gehört es ist sehr schwer einen Krippenplatz zu kriegen und ich müsste an der Uni hier erstmal angenommen werden, was auch nicht sicher gestellt ist. Ich möchte einfach nicht das ich meinen Traum aufgeben muss und deswegen immer unglücklich sein werde und das auch auf das Kind übertrage. Ich bin einfach auch so mental garnicht bereit für das Kind, denn es war nicht geplant und ich habe mir eigentlich nie Kinder gewünscht.

Als ich dann meinen Eltern von der Adoption erzählt habe waren sie sehr geschockt, was ja auch verständlich ist... Meine Mutter hat meine Bedenken jedoch besser Vertanden als mein Vater. Er ist der Meinung ich muss dem Kind eine Chance geben und es erstmal versuchen. Nach einem halben Jahr oder Jahr kann ich es ja immernoch abgeben, wenn ich es wirklich nicht schaffe.
Aber meiner Meinung nach ist das total verantwortungslos, denn so wäre es ja noch schlimmer für das Kind und auch für mich es dann abzugeben.

Ich bin im Moment wirklich hin und her gerissen, denn diese Entscheidung betrifft nicht nur mein ganzes Leben sondern auch das von meinem Kind. Ich will das beste für mein Kind und möchte einfach nicht verantwortlich dafür sein, dass das baby es bei mir nicht gut hat und ich total überfordert bin und es nicht richtig erziehen kann...

So, das ist meine Situation und ich bin echt am Ende.. Hoffe jemand hat vllt Rat oder Erfahrungen und kann mir i.wie helfen,...

LG

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7. April 2013 um 20:38

Du solltest dir das wircklich
genaustens überlegen.. auch wenn du dich jetzt nicht freust und für dein leben andere pläne hast.. so eine adoption ist ein schwere schritt und kann irgendwann sehr belastend sein...ich hab leider gottes selber die erfahrung machen müssen. es gibt viele frauen die daran später kaputt gehen das wird dich dein ganzes leben verfolgen.. und glaub mir früher oder später wirst du es bereuen... alleine das kind zur welt zu bringen und dann alleine aus dem kh zu gehen ist nicht leicht... ich würde es machen wie dein vater es sagt probier doch erstmal es gibt 1000 andere frauen die schaffen es auch warum solltest du es nicht schaffen ?? und dein freund sorry das verhalten find ich von ihm richtig daneben... wie weit bist du denn jetz ??

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8. April 2013 um 16:18

@ hi
ich schreibe dir, weil mich deine Geschichte berührt und obwohl ich in der Situation bin und selbst ein Baby adoptieren möchte. Aber ich war vor 14 Jahren auch allein erziehend. Und ich hatte tolle Unterstützung von meinen Eltern und so wie es sich bei dir anhört kannst du auch auf deine Eltern zählen oder?? Ich würde es nicht tun an deiner Stelle! Auch Studierende können nebenbei Babys großziehen. Du kannst dir eine Tagesmutter nehmen, da kannst du dich glaub auch ans Jugendamt wenden oder wie gesagt deine Eltern helfen dir. Überlege es dir gut, ob du nur wegen deines Studiums und deines Alters dein Kind weg geben möchtest. Übrigens war ich damals auch 20 Jahre alt, als mein Sohn auf die Welt kam. Ich hab zwar nicht studiert aber musste auch sehr bald wieder arbeiten gehen.
Es geht und es gibt immer Hilfen und Lösungen!!

Trotzdem ist und bleibt es deine Entscheidung. Egal was du tust, leicht wird es auf keinen Fall!!


LG Nomi

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15. April 2013 um 23:57

Bravo fürs erfolgreiche erste Semester!
Liebe Bambi,

Wie geht es Dir, hast Du Dein Kindchen schon bekommen?

Toll, dass Du trotz SS das erste Semester in Angriff und auch erfolgreich beendet hast, das zeugt von Durchhaltewillen und Fleiß!

Ich würde Dir empfehlen, das Thema Adoption etwas auf die Seite zu schieben. Schau mal, wie es mit Deinem Kind wird, Du könntest Dich auch nachher noch fürs Weggeben entscheiden. Ich bin aber eigentlich der Meinung, dass das Studium ein guter Zeitpunkt sein kann, um ein Kind zu haben. Klar, nicht immer einfach, aber es lässt sich machen.

Gibt es spezielle Krippen für Studierende?

Ich Drücke Dich ganz fest,
honeymom2

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