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Was ist das? Hilfe!!!

26. April 2012 um 14:27

Hallo,

ich versuche mich kurz zu fassen. Am 07.04.2012 habe ich (nach fast 10 Jahren unerfülltem Kinderwunsch) einen gesunden Sohn zur Welt gebracht, er ist also ein Wunschkind. Geklappt hat es aber erst, als wir mit dem Kinderwunsch endgültig abgeschlossen haben
Die Schwangerschaft war nicht so schön wie ich es mir immer vorgestellt habe, demzufolge konnte ich auch keine Bindung zu meinem Bauch und dem Zwerg darin, aufbauen. Zudem habe ich seit Beginn der Schwangerschaft KEINE Gefühle mehr für meinen Partner und die habe ich auch jetzt nicht, er nervt mich nur noch, ich mag seine Nähe nicht mehr und ich empfinde teilweise sogar Ekel Dabei gibt er sich so viel Mühe, kümmert sich super toll um den Lütten, das hätte ich mir nie träumen lassen. Er nimmt mir viel Arbeit ab und unterstützt mich wo er nur kann aber dennoch bin ich ihm gegenüber immer gereizt, wir streiten wegen Kleinigkeiten und zwar jeden Tag, ich verletze ihn ständig und lasse keine Nähe zu und dennoch hält er meine Launen aus, lobt mich, hilft mir und hält es eben aus, auch wenn es ihm schwer fällt. Er hofft dass sich das wieder ändert und ich ihn irgendwann wieder lieben kann
Zu unserem Sohn habe ich auch ein gespaltenes Verhältnis, auf der einen Seite liebe ich ihn und auf der anderen Seite "nervt" es mich Mama zu sein und ständig für ihn da zu sein. Ich kann mich nur schwer damit abfinden dass mein altes Leben jetzt "futsch" ist. Nachts höre ich ihn nicht schreien (er liegt direkt neben mir) so dass mich mein Partner wach machen muss, dann reagiere ich wieder genervt und schnauze ihn an . Ich habe irgendwie keinen Antrieb mehr, mir wird alles zu viel, ich bin gleichzeitig über- und unterfordert, könnte ständig heulen...kurz: ICH WEIß NICHT WAS MIT MIR LOS IST!!!
Hängt das vielleicht mit der Schilddrüse zusammen (habe ne Unterfunktion, wird aber behandelt) oder ist es wegen der, für mich, wirklich traumatischen Geburt?!

Ich wünsche mir nichts sehnlicher als mit meinem Partner eine harmonische Beziehung zu führen, ihn zu lieben und für meinen Sohn eine gute Mama zu sein. Aber ich bin extrem gefühlskalt geworden und weiß nicht woran es liegt und was ich dagegen tun kann.
Bitte verurteilt mich jetzt nicht...ich möchte es ja ändern, deshalb wende ich mich ja an euch...
Ich kenne mich so selber nicht, normalerweise bin ich sehr emotionsgeladen aber seit der SS ist alles anders.

Sorry dass es doch so ein langer Text geworden ist, ich hoffe ich bekomme trotzdem ein paar Antworten.

Danke

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26. April 2012 um 16:16

Lass dir helfen....
hallo,
erstmal gluckwunsch zur geburt.ich bin sehr traurig gewordenals ich deine geschichte gelesen habe.mich betrifft das ganze nicht aber ich habe eine bekannte bei der es genauso war.bei denen hat es nach acht jahren endlich geklappt(sie war mitlerweile schon 38) und als das baby dann da war hatte sie depressionen..wir standen gemeinsam vor dem bettchen der kleinen und sie sagte nur......."und das ist es jetzt?darauf habe ich solange gewartet?"sie hat auch depressionen gehabt aber das soll gar nicht so selten sein.sprich mit deinem mann über deine gefühle und hole dir hilfe von deinem arzt.das wird sicher wieder vergehen.du musst jetzt stark sein für dich und deine familie und darfst nicht aufgeben!!!!
ich wünsche dir viel glück und das du wieder lachen kannst

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16. Mai 2012 um 13:28

Du bist nicht allein!
hallo
vielleicht klingt es ist seltsam, aber du bist wirklich damit nicht allein! mir gehts ziemlich ähnlich undzwar schon seit 5 jahren! Ich hatte auch eine horror SS + geburt. keine bindung aufgebaut bzw. alle möglichen bindungen verloren, sogar zum eigenen körper. hatte NACH dem ich abgestillt habe täglich alkohol getrunken um die negativen emotionen runterzuspühlen und mich zu beruhigen, damit das baby nicht negatives mitbekommt (es kann ja nix dafür!)
ich tue mein bestes, hatte sogar schon unmengen an geld in therapien reingesteckt, die von der kasse nicht übernommen werden (eine therapeutin ist sehr gut, kann ich empfehlen, wenn du lust hast. sie führt auch gespräche über skype, damit man selbst in einer vertrauten umgebung bleiben kann).
es wie ein parabelflüg: man denkt "es kommt, ja, es wird kurz besser" weil man sich immer versucht vor augen zu halten "das kind ist gesund, patner toll, liebt einen, kümmert sich", und doch folgt der absturz und man fragt sich "wann hört es auf" oder "was ist überhaupt noch der sinn des lebens", "werde je glücklich sein/werden".
was mich ab und an rettet ist eine gute ablenkung: weggehen mit freunden (allein! ohne partner und kind oder irgendwas, was daran erinnert, dass ich "mutti" bin!), für sich ein tag frei nehmen (ohne dass man da termine oder haushalt am hals hat) und raus - spazieren, schoppen, irgendwas für figur und schönheit tun, ja - und der anspruch auf arbeit (bestätigung, dass man von erwachsenen unabhängigen leuten noch gebraucht und geschätzt wird).
trotz der vielseitigen hilfe ist nichts mehr wie früher. aber ich versuche mich irgendwie durchzuziehen in erwartung dass die jahre bis das kind gross und selbständig ist schnell vergehen.
versuche es mit therapie und/oder mit den sachen wie ich sie oben erwähnt habe. und du kannst mir natürlich gern schreiben.
wünsche, trotz allem, alles gute und auch wenn nicht besserung, dann trotzem eineige helle momente, welche du dir schaffen solltest und auch daran halten solltest!
LG Lina

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30. Mai 2012 um 1:04


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