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Was kann ich nur tun?

15. Januar 2014 um 19:52

Hallo!
Ich bin neu hier. Ich lese schon seit längerer Zeit still mit und jetzt hab ich mich endlich mal angemeldet!

So, nun zum eigentlichen...ich warne euch schonmal vor. Es wird etwas länger und geht um meine beste Freundin.

Also, meine beste Freundin hat ein Kind, sie ist im Oktober 2 geworden. Und ich es ist so schlimm mit ihr geworden, sie kümmert sich fast gar nicht mehr.

Die kleine ist echt ein Sonnenschein. Und sie war ein absolutes Wuschkind. Sie und ihr Mann hatten viele Rückschläge und dann war sie endlich Schwanger!

Aber dann... das baby war da und auf einmal ein komplettes Desinteresse Ihrerseits. Das Baby war den ganzen Tag alleine in seinem Bettchen. Es wurde gefüttert, die Windeln gewechselt und dann wieder ins Bett gelegt. Als ich sie mal frage was das soll, sie ist doch wach und kann doch am Familienleben teilnehmen und kuscheln mit Kind ist so toll hab ich als Antwort bekommen: Ich werde mein Kind nicht verwöhnen! ich nur so
Aber nun gut, kann jeder handhaben wie er will.
Sie wurde größer und entwickelte sich zum Schrei Kind. Es wurde alles abgeklärt, sie war Kerngesund. Je älter und mobiler sie wurde um so ausgeglichener wurde sie auch.

Ihr Mann ist schon immer auf Montage. Wenn er Freitag Nachmittag heimkommt kriegt er sofort das Kind in die hand gedrückt. Er muss sich dann das ganze Wochenende um Kind und Haushalt kümmern.

Mit nem Jahr ist das Kind dann in die Kita gekommen und sie hat auf Stundenbasis gearbeitet. Ab da war das KInd nur noch in der Kita. Sie hat sie frühs um 6 hin gebracht und holt sie erst um 5 ab! Und da hat sie nur 10 Stunden die Woche gearbeitet.
Seit ein paar Wochen hat sie ihre stunden erhöht und es ist noch schlimmer geworden. Wenn sie spätschicht hat passt ihre Mutter auf die kleine auf und sie weint nur nach ihrer Mama. Sie bekommt sie auch nicht ins Bett bevor ihre Mama heim kommt! Teilweise geht sie erst um 23 Uhr ins Bett und wird von ihrer Mutter um 5 geweckt das sie pünktlich um 6 im Kiga ist. Sie geht dann heim und schläft bis Arbeitsantritt.

ich hab schon so oft mit ihr geredet. Sie sagt immer sie will sich jetzt ändern. Das sie weiß das die kleine so schwierig ist weil sie so wenig Zeit mit ihr verbringt.

Die kleine verbringt ja ihren kompletten Tag im Kindergarten.

Und jetzt der Hammer...ihre Mutter rief mich heute an, total fertig. Die Kigaleiterin hat mit ihr gesprochen. Sie wollen jetzt das Jugendamt einschalten weil sie eine Kindeswohlgefährdung sehen. Sie meinen das Kind ist in der Entwicklung sehr zurück und das sie eine Unsicher-ambivalente Bindung zu ihrer Mutter habe.

Mensch wie kann ich sie nur Wach rütteln?
Sie hat sich doch nichts sehnlicher gewünscht als ein Kind und nun?
Habt ihr Ideen wie ich das gemeinsam mit ihr in den Griff kriegen könnte?

Danke schonmal an alle die bis hierher gelesen haben. Ich hoffe ich hab mich halbwegs verständlich ausgedrückt!

Und danke schonmal für die Hoffentlich hilfreichen Tipps. Es ist meine beste Freundin und ich will ihr so gerne helfen!

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15. Januar 2014 um 20:04

Ich fürchte,
da kannst du gar nichts machen
Wenn sie das alles sieht, aber weder den Verstand noch die notwendigen Gefühle für ihr Kind hat, dann bringt auch alles zureden nichts.
Sie wird wohl die Konsequenzen tragen müssen, wenn der Kiga seine Ankündigung wirklich umsetzt. Vielleicht wird sie dann merken, was sie an ihrer Tochter hat....

Wenn der Mutter das Kind so gleichgültig ist, dann liegt oft nicht (nur) Bequemlichkeit oder Desinteresse vor, sondern etwas anderes.
Möglicherweise hat sie ein Trauma, Depressionen, welche auch aus einer Wochenbett-Depression entstehen können, oder sie hat etwas in der Vergangenheit erlebt, was ihr einen Beziehungsaufbau zum Kind behindert oder erschwert.
In die Richtung würde ich eher nachhaken....

Wobei...ob sie dir das anvertrauen wird, ist die andere Frage. Zudem wird sie, wenn das Jugendamt ins Spiel kommt, möglicherweise auch eine Therapie oder eine Behandling bekommen. Sie ist ja nicht die einzige....

Es tut einem natürlich leid für die Kleine....Vielleicht könntest du mit ihrem Mann sprechen, was sagt er denn dazu?

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15. Januar 2014 um 20:05

An Psychische Hilfe hab ich
auch schon gedacht und ihr auch vorgeschlagen! Da durfte ich mir was anhören! Was mir einfällt und ich soll nicht so einen scheiß erzählen.
Aber ich mach mir nun auch sorgen um die Kleine. Sie soll sich ja auch ordentlich entwickeln.
Ich nehm sie auch ab und an mal am Nachmittag wenn ich Zeit hab. Bei mir ist sie immer so lieb! Ich kann also auch das worüber sie immer schimpft nicht richtig Nachvollziehen!

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15. Januar 2014 um 20:09
In Antwort auf sunshinedaughter

Ich fürchte,
da kannst du gar nichts machen
Wenn sie das alles sieht, aber weder den Verstand noch die notwendigen Gefühle für ihr Kind hat, dann bringt auch alles zureden nichts.
Sie wird wohl die Konsequenzen tragen müssen, wenn der Kiga seine Ankündigung wirklich umsetzt. Vielleicht wird sie dann merken, was sie an ihrer Tochter hat....

Wenn der Mutter das Kind so gleichgültig ist, dann liegt oft nicht (nur) Bequemlichkeit oder Desinteresse vor, sondern etwas anderes.
Möglicherweise hat sie ein Trauma, Depressionen, welche auch aus einer Wochenbett-Depression entstehen können, oder sie hat etwas in der Vergangenheit erlebt, was ihr einen Beziehungsaufbau zum Kind behindert oder erschwert.
In die Richtung würde ich eher nachhaken....

Wobei...ob sie dir das anvertrauen wird, ist die andere Frage. Zudem wird sie, wenn das Jugendamt ins Spiel kommt, möglicherweise auch eine Therapie oder eine Behandling bekommen. Sie ist ja nicht die einzige....

Es tut einem natürlich leid für die Kleine....Vielleicht könntest du mit ihrem Mann sprechen, was sagt er denn dazu?

Der Mann ist ja nur
am Wochenende zu Hause und auch dementprechend überfordert mit Haushalt und Kind.
Ich glaube wenn die Kleine nicht wäre hätte er sich sicher schon getrennt

Ihre Kindheit war nicht so einfach. Ich kenne die Umstände in denen sie aufgewachsen ist. Sie sagt immer es war sehr schön aber das war es nicht. Ihre Eltern haben sich auch nicht wirklich drum geschert!
Nur ihr Bruder hat sich wirklich um sie gekümmert. Aber der wohnt jetzt weit weg.

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15. Januar 2014 um 20:10

Oh je
Mir sind beim Lesen echt die tränen gekommen...

Könnte man sich als Gemeinschaft mit ihr zusammen setzen und reden? Mit dem kiga zusammen und ihrer Mama. Auch erwähnen, dass man das JA einschalten möchte. Vielleicht wacht sie auf?
Psychische Hilfe wäre gut, aber dass muss sie als erstes selbst erkennen, sonst nutzt es wenig.
Vielleicht hilft es, wenn das JA eingeschaltet wird... Hoffentlich

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15. Januar 2014 um 20:13

Ich werd mich jetzt
am Wochenende nochmal mit ihr, ihren Mann und der Mutter zusammen setzen. Ich hoffe wirklich sie wacht auf!

Wenn sie sich nicht ändert ist es ja wirklich nicht gut für das Kind und ihre Mutter kommt mit der kleinen ja auch nicht so gut zurecht.

Jetzt muss endlich was passieren und ich hoffe ihr Mann macht mit Druck!

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15. Januar 2014 um 20:18
In Antwort auf spachtelwachtel

Ich werd mich jetzt
am Wochenende nochmal mit ihr, ihren Mann und der Mutter zusammen setzen. Ich hoffe wirklich sie wacht auf!

Wenn sie sich nicht ändert ist es ja wirklich nicht gut für das Kind und ihre Mutter kommt mit der kleinen ja auch nicht so gut zurecht.

Jetzt muss endlich was passieren und ich hoffe ihr Mann macht mit Druck!


Ich finde es toll, dass du dich auch um die Kleine kümmerst.
Und wenn sie nicht aufwacht...dann unterstützt den Kiga. Anders wird dem kleinen Mädchen nicht geholfen...du kannst ihr aber die Angst nehmen, wenn sie panisch werden sollte, und sagen, dass die Kleine ihr nicht weg genommen wird, sondern dass sie unterstützt wird.

Und ich würde auch vorsichtig sein, wenn sie anfängt Versprechungen zu machen und nicht wirklich was ändert oder nur kurze Zeit durchhält.... Das würde die Kleine noch mehr verwirren.

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15. Januar 2014 um 20:25

Oh je...
Also ich dachte auch zuerst an eine Wochenbett- Depression, die kann sich leider sehr manifestieren.

Bei mir hat es zwei Jahre gedauert bis sich der Hormonspiegel normalisiert hat und ich hatte in dieser Zeit sehr mit meinen Gefühlen zu kämpfen, was keiner geglaubt hätte.

Aber ich habe auch noch andere Schwierigkeiten und das vermute ich bei ihr, so wie du schreibst, auch!

Das Zusammensetzen ist gut.... Aber bedrängt sie nicht.... Fakten auf den legen mit realsitischen Lösungsmöglichkeiten, bloss nicht ohne....

Ich würde wahrscheinlich zum Hausarzt gehen mit der Verdachtsdiagnose und mich auf die Warteliste bei mehreren Therapeuten setzen, evtl passiert auf Grund der Dringlichkeit eher was....

Was ist denn mit dem Papa? Ich schätze das es ganz wichtig ist, das die Mutter erstmal entlastet wird und ja manchmal ist es dann besser wenn die Kinder in Obhut kommen.... Vllt könnte ja die Oma einspringen?!

Alles gute

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15. Januar 2014 um 20:36

Wirklich großes Dankeschön an euch!
Ich weiß die Situation ist sehr schwierig!
Danke für eure ehrlichen Worte und Ratschläge! Den Hausarzt mit einzubeziehen find ich gut.
Ich hoffe ich schaffe das mit ihr und ihrer Familie!
Ich werde euch auf dem laufenden halten wie es weiter geht!

Hoffentlich wendet sich alles noch zum guten!

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