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Was passiert mit meinem KInd wenn mir jetzt was zustoßen sollte

13. März 2009 um 9:35 Letzte Antwort: 13. März 2009 um 15:28

Hallo,

diese Frage beschäftigt mich schon länger. Ich lebe mit dem Vater meines Kindes zusammen, sind aber nicht verheiratet. Ich habe das alleinige Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Wenn mir jetzt was zustoßen sollte und ich wäre tot, würde das ja mein Partner bekommen. Nur er geht ja Voll arbeiten könnte sich also gar nicht ums Kind kümmern.
Habe ihn mal auf das Thema angesprochen, er meinte er würde wieder in die Nähe seiner Mutter und Oma ziehen und die könnten sich ja dann ums Kind kümmern

Das entsetzt mich total, ich WILL nicht das DIE BEIDEN, MEIN Kind erziehen!!!!!
(ich habe wirklich trifftige Gründe, z.B trinkt seine Mutter gerne mal einen über den Durst, qualmt die ganze Bude voll, geht gerne weg usw....)

Ausserdem hat er ein nicht ganz so gutes verhältnis zu meiner Familie, und ich weiß er würde ihnen unser Kind dann vorenthalten, sie würden mein Kind wahrscheinlich nie mehr zu Gesicht bekommen
Das macht mich so traurig, das ich jetzt schon wieder mit den Tränen kämpfen muss, nur weil ich da hier schreibe.

Kann ich mich da irgendwie jetzt schon absichern? Kennt sich da jemand aus?
Kann ich das in einem z.B. Testament festhalten? Also Auflagen die mein Partner zu erfüllen hat, wenn ich mal nicht mehr bin.

Wäre nett wenn ihr mir antwortet wenn ihr was dazu sagen könnt.

Danke euch


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13. März 2009 um 9:43

Muss
man da richtig zum Notar und so?
Oder reicht es wenn ich selbst was schreibe und das meiner Mutter gebe.?

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13. März 2009 um 9:45

Zuallererst
wird immer geschaut, dass der Kindsvater das Kind bekommt und aufzieht. In eurem Fall, da ihr ja ein Paar seid und er das Kind "kennt" sowieso.
Du kannst ein Schreiben aufsetzen, wenn du möchtest, dass dein Kind bei deiner Familie afwächst.
Ob das allerdings was nutzt, weiß ich nicht, da der Vater ja einen Bezug zu dem Kind hat.
Ich bin alleinerziehend, der Kindsvater kümmert sich nicht wirklich. Sollte mir etwas zustoßen, wird auch in meinem Fall zuerst der Kindsvater geprüft als Sorgeberechtigter.
Da ich das aber auf keinen Fall will, riet mir das Jugendamt eben ein solches Schreiben aufzusetzen, dass der Kleine zu meiner Mutter kommt. Da der Kindsvater sich nicht kümmert, hätten wir gute Chancen mit so einem Schreiben.
Erkundige dich doch einfach bei deinem Jugendamt. Die sind total nett da, das meine ich jetzt ernst!

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13. März 2009 um 9:50

Ich kenne...
...mich zwar nicht aus, aber hab ne idee: investiere doch 100 euro und lass dich mal ein stündchen von nem rechtsanwalt für familienrecht beraten! lohnt sich bestimmt.
lg lichi

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13. März 2009 um 9:50

...
Das Schreiben ist nicht mehr wert wenn du es bei einem Notar hinterlegst. Wie es allerdings mit einem Testament aussieht weiß ich nicht.
Aber man kann auch in einem Testament nicht bestimmen zu wem das Kind geht. Es werden immer zuerst die nächsten Angehörigen geprüft und zuerst immer der Vater des Kindes.
Sollte es zu Streitereien kommen, dann ist ein Scheiben auf jeden Fall hilfreich und zeigt Fakten auf.

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13. März 2009 um 9:57

@mandarin
Auch wenn die Frau das alleinige Sorgerecht hat wird nach ihrem Tod zuerst der Kindsvater geprüft.
Dann wird nach dem Wohl des Kindes entschieden, aber manchmal sind die Handlungen der Ämter unergründlich...

Also lass dich wirklich am besten beraten, habe ich auch getan. Sowas ist immer am hilfreichsten.

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13. März 2009 um 10:04

Du kannst "bestimmen" ..
Hallo,

tja, vor dieser Thematik sind wir alle nicht gefeit. Ich kenne mich grad nicht allzu groß darin aus (Rechtskunde war nie so wirklich mein Fach), deshalb auch nur in Laiensprache ...

Der Ratschlag zum Notar / Rechtsanwalt und Jugendamt zu gehen kann ich nur zustimmen

Ansonsten .. da du ja das alleinige Sorgerecht usw. hast, darfst auch du "bestimmen". Vater ist nicht gleich Vater ...
Habt ihr denn die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben? Wenn ja, ist es leichter, dass der Vater des Kindes das Kind bekommt, wenn dir etwas zustösst.
Ansonsten sind es die nächsten Verwandten; also deine Eltern, deine Geschwister usw.
Und das Kind kommt erst nach der "Vaterprüfung" zu deinem Vater - wenn deine Eltern / Geschwister (wo das Kind eben dann ist) damit einverstanden sind UND wenn das Jugendamt damit einverstanden ist.

Zusätzlich dazu wird "nach dem Wohl des Kindes" entschieden ...
Kennt z.B. das Kind deine Mutter sehr gut, war der Kontakt häufig da, könnte sich deine Mutter problemlos um das Kind kümmern und hättest du auch noch zusätzlich ein Testament aufgesetzt, dass sich deine Mutter um dein Kind kümmert .. tja, dann ist die Sache klar: dein Kind kommt zu deiner Mutter.

musst du dir echt gut überlegen ... denn alles hat Vor- und Nachteile.
Aber lass dich beraten!

Und einfach so etwas schreiben .. das kannst du zwar machen, wird aber vor dem Richter nicht immer anerkannt ... das musst du schon alles notariell beglaubigen lassen.

lg, Alamea

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13. März 2009 um 15:28

Ich habe
eine testamentarische Verfügung abgegeben als ich noch nicht verheiratet war und nur meine Große hatte. Das habe ich für rund 60 Euro beim Notar gemacht und das ist beim Standesamt hinterlegt. Die Verfügung sieht vor, dass meine Tochter im Falle meines Todes zu meiner Mutter kommt. Und auf keinen Fall zu ihrem leiblichen Vater...Das geht unkompliziert und ist UNBEDINGT bindend. Juama

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