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Was tun? Meine Schwägerin ist ein Jammerlappen

12. September 2012 um 13:07

Ich glaube, ich brauch mal ein paar Meinungen aus anderen Blickwinkeln... ich selbst bin in dieser Sache einfach schon zu verbohrt und irgendwie nur noch genervt.

Meine Schwägerin ist ein totaler Jammerlappen.
Sie hat zwei kleine Kinder und ist irgendwie immer... naja nicht überfordert.... aber irgendwie immer beschäftigter als andere.
Ihre Kinder sind anstrengender, sind aktiver, sind fordernder als alle anderen... Sie bekommt generell weniger Hilfe und hat weniger Zeit...

Ich versuche die ganze Sache echt objektiv zu betrachten, aber leider kann ich diese "Mehrbelastung", die sie angeblich hat nirgends entdecken.

Und ich bin nur noch genervt von ihr ... und genau das tut mir dann unheimlich leid.
Ich mag sie wirklich gern und in der Zeit, als wir noch keine Kinder hatten waren wir echt dicke Freundinnen.
Und inzwischen will ich schon gar nicht mehr ans Telefon gehen, wenn sie anruft.
Weil ich das Gejammer nicht mehr hören mag!

Ansprechen? mmmhhmmm.... ich befürchte, dass sie mich nicht versteht und es nicht nachvollziehen kann...

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12. September 2012 um 13:42

Hmmm... weiß nicht.
Das könnte schon irgendwie sein

Bei mir ist es leider so, dass ich sie umso weniger beachte, je mehr sie jammert.
Teufelskreis...

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12. September 2012 um 13:46

Hmmm
vielleicht kann sie sich einfach schlecht organisieren???kanst du sie darüber erreichen?also in so einem gespräch mal sagen: wie wäre es wenn du es so und so machst????also lösungsvorschläge machen????oder ist das alles schon durch???
ansonsten muss ich sagen das es ja immer leute gibt die müssen jammern,sonst sind sie nicht glücklich
eventuell wartete sie auf bestätigung das sie das doch alles gut meistert...vielleicht fehlt ihr das von anderer seite...

carina

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12. September 2012 um 13:57

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen....
ich denke mir auch bei einigen "warum jammerst du denn? wo liegt denn jetzt wieder das problem?", aber bei manchen ist die belastungsgrenze einfach auch niedriger (hat mir meine schwiegermama mal gesagt, weil meine schwägerin auch immer so viel jammert und mich nerven kostet)...

Da mich solche leute auch sehr nerven, finde ich es aber dennoch wirklich wichtig, mit ihnen mal richtig zu reden. Hinfahren, tasse kaffee oder zwei, kuchen mitbringen, quatschen - gerade auch, wenn ihr euch mal so gut verstanden habt... wer weiß, ob noch etwas anderes dahintersteckt??
Und dann würde ich ihr, wenn du merkst, dass sie "übertreibt" auch mal ganz ehrlich sagen, dass sie übertreibt (natürlich nett ) und gemeinsam überlegen, wo das genaue problem liegt...

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12. September 2012 um 14:00

Ich suche den Grund...
hab aber leider das Gefühl, dass ich schon zu genervt bin, um ihre Situation objektiv einschätzen zu können.

Ich denke, ihre Kinder sind nicht anders/ anstrengender als andere Kinder auch. Hilfe bekommt sie auch (Oma wohnt gleich nebenan) und ihr Mann arbeitet "normal viel", allerdings selbständig...
Wie gesagt, ich sehe da keine außerordentliche Belastung drin.

Vielleicht fehlt ihr wirklich - wie Carina oben auch geschrieben hat - Bestätigung...

Vielleicht sollte ich mal über meinen Schatten springen und ihr sagen, dass sie ihre Sache doch gut macht und eine prima Mami ist...

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12. September 2012 um 16:13

Ausnahmen finden
Liebe Xurmel,

als Coach und Motivationsexperte habe ich mich intensiv mit dem Thema Jammern beschäftigt. Jeder von uns hat einen kleinen Jammerlappen zwischen den Hirnwindungen und wenn wir ihn nicht selber zähmen, dann nimmt er immer mehr Raum ein. Und das ist genau der Knackpunkt: Wir können ihn nur selber zähmen und sonst niemand anderes.

Nachdem wie du die Lages beschreibst, wird es nichts bringen deiner Schwägerin "ins Gewissen" zu reden. Für sie ist die Welt gerade rabenschwarz, selbst wenn 100 Freundinnen sagen, dass sie nur leicht angegraut ist. Sie ist gerade vollkommen in ihrem Film. Sie konzentriert sich nur auf das Negative.

Hier ein Weg, der aus meiner professionellen Erfahrung hilft, um ihren Blick wieder auf die positiven Aspekte ihre Lebens zu lenken:
Du fragst sie mal, was gerade gut in ihrem Leben läuft und was unbedingt so bleiben soll. Worauf ist sie gerade stolz? Und wenn sie schnell mit "Nichts!" antwortet, frag nach mit den Worten "Angenommen es gäbe doch etwas. Vielleicht nur eine Klitze-Kleinigkleit. Was könnte das sein?" Lass ihr dann Zeit zum Überlegen, selbst wenn sie nochmal "Nichts!" erwiedert, schaust du sie nur freundlich an und sagst nichts. Wirklich nichts. Die Stille musst du dann aushalten. Schon nach kurzem wird sie zögerlich Dinge nennen, die wirklich gerade positiv sind. Und du fragst dann einfach immer wieder freundlich nach, ob es nochetwas gibt, was gut läuft und so bleiben soll.

Du kannst sie auch fragen, wie sie es schafft trotz ihrer Belastung morgens aufzustehen und den Tag zu meistern. Durch diese Frage wird sie über ihre Ressourcen und Fähigkeiten nachdenken und kommt in einen positiven, lösungsorientierten Zustand.

Ich hoffe, du kannst mit meinen Vorschlägen etwas anfangen. Ansonsten frag gerne nach.

Beste Grüße
Mathias

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