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Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Vater zur Arbeit zwingen???

5. Januar 2010 um 10:11

Heute muss ich einfach Meinung von völlig Außenstehenden hören,
weil ich einfach nicht weiter weiß...

Also ich habe mir mein Kind absolut gewünscht und es eigentlich genau geplant.
Dazu muss ich sagen, dass ich und mein Freund Studenten sind. Ich bekomme Bafög, womit ich quasi die Familie ernähre, er bekommt gar nichts, dafür hat er eine abgeschlossene Ausbildung im IT-Bereich. Er ist 26 und ich bin 21.

Mein Traum war es Kind und Studium zu vereinen. Ich habe jede Menge Prüfungen mehr gemacht, um im ersten Lebensjahr meines Kindes nur ein oder zwei schreiben zu müssen. Aber wie es aussieht schaff ich nicht mal die. Ich hab leider keinen guten Schläfer. Momentan ist er wieder alle zwei Stunden wach und schläft auch tagsüber nur 3mal ne halbe bis dreiviertel Stunde.

Ich komme sogar manchmal zum Lernen, aber mein Gedächnis ist wie ein Sieb. Der Arzt sagt es liegt an der Cortisolausschüttung, die einen die Schmerzen der Geburt usw. vergessen lassen soll.

So das Problem ist, wenn ich mich nicht ranhalte, schaffe ich die Prüfungen nicht. Und das heißt ergo kein Bafög mehr. Ich stehe also ziemlich unter Druck.

Mein Freund dagegen hat eine abgeschlossene Ausbildung und könnte arbeiten. Oder was ich auch gut finden würde - auf meine Kosten zu Hause bleiben bis der Kleine reif für den Kiga ist (ich kann ihn jetzt einfach noch nicht abgeben, weil er sehr auf uns bezogen ist und bei den Omas schnell weint, wenn ich oder Papa nicht da sind). Dann würde er nicht den ganzen Tag an der Uni rumlungern und ich hätte mehr Zeit zum Lernen.

Ich muss dazu sagen, mein Freund ist faul. Er ist so der Typ, der nach dem Abi nicht richtig wusste was er wollte und ne simple ausbildung bei der Telekom gemacht hat. Er studiert jetzt Etechnik und das ist echt schwer und ich glaube auch nicht dass er es wirklich packt. Aber er meint er hat nur noch jetzt die Chance dann sei er zu alt.

Ich würde mir so sehr mehr finanzielle Ruhe im Leben wünschen, ein bisschen Rückhalt - aber er scheint sich nicht dafür zu interessieren was mich sehr traurig macht. Alles liegt an mir und das macht mich verrückt.

Ich überlege jetzt mein Studium (meine Erstausbildung!) abzubrechen und mir vielleicht irgendeine vergütete Ausbildung zu suchen. Dann muss der Kleine halt zu Oma. Aber wenigstens wäre ich ein Vorbild und würde sicheres Geld nach Hause bringen.

Man!!! Was soll ich nur mit diesem Kerl tun??? Er ist faul, er schenkt mir nie Blumen, er ist kein sonderlich gutes Vorbild für den Kleinen und interessiert sich auch nicht wirklich für Kindererziehung und dergleiche Themen, aber trennen kann ich mich nicht... Irgendwie lieb ich ihn oder denke es... Ach Man... ich fühl mich echt so mies... Was soll ich tun? Ich würde alles für meinen Sohn tun... Gegen Hartz4 sträube ich mich momentan noch

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5. Januar 2010 um 10:51

Also...
... mein Zwerg ist vier Monate und kam zwischen dem 2. und 3. Semester... Laut Bafög muss ich jetzt bald den Leistungsnachweis bringen...

Also ich 21 Jahre 3. Semester, Er 26 Jahre 1. Semester...

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5. Januar 2010 um 11:09

DANKE DANKE DANKE
Für deine Antwort... Es weckt wieder ein bisschen den Kämpferinstinkt bei mir...

Hast du dein Studium trotz der Geburt begonnen? Wahnsinn!

Ich würde ja ein Jahr pausieren - aber ich hab Angst kein Alg2 zu bekommen bzw. zu wenig

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5. Januar 2010 um 11:15

Ein
Kind geplant während des Studiums auf die Welt zu bringen ist natürlich eine große Verantwortung und von vornherein mit Problemen belastet. Zumindest mehr als in einer Familie in der ein oder beide Elternteile einen festen Job haben. Aber ihr habt doch beide dieses Kind geplant, oder? Ihr habt doch sicherlich darüber gesproche wie es weitergehen soll wenn das Kind da ist. Was ist aus diesen Plänen geworden? Lena war ungeplant, wir haben beide einen festen Job und verdienen zusammen auch nicht schlecht, aber das erste was wir gemacht haben nach dem positiven Test ist, darüber zu sprechen wie das Elternjahr aussehen soll.

Du schreibst, du sträubst dich momentan noch gegen Hartz4...ihr studiert doch nicht beide, um dann vom Staat zu leben, oder?
Du schreibst daß dein Freund faul ist und einer der Typen sei, die nach dem ABI nicht wussten was sie machen sollen und irgendeine Ausbildung gemacht hat. Hm, ich wusste auch nach dem ABI nicht was ich machen sollte und habe eine 08/15 Ausbildung gemacht um erstmal was in der Tasche zu haben. Jetzt habe ich einen gut bezahlten Job, bin auf der Karriereleiter ein Stück nach oben geklettert, arbeite schon seit zehn Jahren und muß mir keine Soregn machen. DAS ist für mich sinnvoller, als irgendein Studium anzufangen, danach keinen Job zu bekommen und mit Mitte/Ende 20 von Hartz4 zu leben. Ist nur mal ein kleiner Denkanstoß für dich nicht so arrogant über Leute zu denken die nach dem ABI nicht studieren wollen. Vielleicht hast. du dich auch nur unglücklich ausgedrückt und es kam falsch bei mir an.

Zurück zum Thema: egal was, aber ihr müsst euch überlegen wie es weitergehen soll. Einer von euch muß arbeiten gehen. Die Zeiten, in denen Studienabgänger mit Jobangeboten überschüttet wurden, sind vorbei. Also zusammensetzen und einen Zukunftsplan aufstellen, sonst steht ihr in fünf Jahren immernoch da wo ihr jetzt seid. Gibt er denn in seinem Studium Gas oder nicht? Nur weil ein Studiium schwer ist, heißt das ja noch nicht daß er es nicht schaffen kann. Wie sind die Jobaussichten wenn er es schafft?

LG Julia

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5. Januar 2010 um 11:17
In Antwort auf suzie_12316342

Ein
Kind geplant während des Studiums auf die Welt zu bringen ist natürlich eine große Verantwortung und von vornherein mit Problemen belastet. Zumindest mehr als in einer Familie in der ein oder beide Elternteile einen festen Job haben. Aber ihr habt doch beide dieses Kind geplant, oder? Ihr habt doch sicherlich darüber gesproche wie es weitergehen soll wenn das Kind da ist. Was ist aus diesen Plänen geworden? Lena war ungeplant, wir haben beide einen festen Job und verdienen zusammen auch nicht schlecht, aber das erste was wir gemacht haben nach dem positiven Test ist, darüber zu sprechen wie das Elternjahr aussehen soll.

Du schreibst, du sträubst dich momentan noch gegen Hartz4...ihr studiert doch nicht beide, um dann vom Staat zu leben, oder?
Du schreibst daß dein Freund faul ist und einer der Typen sei, die nach dem ABI nicht wussten was sie machen sollen und irgendeine Ausbildung gemacht hat. Hm, ich wusste auch nach dem ABI nicht was ich machen sollte und habe eine 08/15 Ausbildung gemacht um erstmal was in der Tasche zu haben. Jetzt habe ich einen gut bezahlten Job, bin auf der Karriereleiter ein Stück nach oben geklettert, arbeite schon seit zehn Jahren und muß mir keine Soregn machen. DAS ist für mich sinnvoller, als irgendein Studium anzufangen, danach keinen Job zu bekommen und mit Mitte/Ende 20 von Hartz4 zu leben. Ist nur mal ein kleiner Denkanstoß für dich nicht so arrogant über Leute zu denken die nach dem ABI nicht studieren wollen. Vielleicht hast. du dich auch nur unglücklich ausgedrückt und es kam falsch bei mir an.

Zurück zum Thema: egal was, aber ihr müsst euch überlegen wie es weitergehen soll. Einer von euch muß arbeiten gehen. Die Zeiten, in denen Studienabgänger mit Jobangeboten überschüttet wurden, sind vorbei. Also zusammensetzen und einen Zukunftsplan aufstellen, sonst steht ihr in fünf Jahren immernoch da wo ihr jetzt seid. Gibt er denn in seinem Studium Gas oder nicht? Nur weil ein Studiium schwer ist, heißt das ja noch nicht daß er es nicht schaffen kann. Wie sind die Jobaussichten wenn er es schafft?

LG Julia


Bitte fehlende Buchstaben und sonstige Rechtschreibfehler ignorieren....habe eine knapp Einjährige am Bein hängen die jetzt was zu essen bekommt armes Kind

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5. Januar 2010 um 11:58

Ich kann dir mal unser Modell vorstellen:
Ich studiere, mein Freund ist mit dem Kleinen zuhause.

Unser Sohn ist jetzt 8 Monate alt, seit er 4 Monate ist, bin ich schon wieder unterwegs, anfangs aber immer nur kurz, mittlerweile mehrere Stunden.

Wir haben diese Aufteilung aus einem bestimmten Grund gewählt:
Wenn ich einen Abschluss habe (was allerdings auch schon bald sein wird, musste nur noch zwei Semester nach der Geburt machen) werde ich entscheidend mehr verdienen, als mein Freund, würde er sich jetzt einen Job suchen.

Dafür habe ich jetzt einen kleinen Kredit aufgenommen und mein Freund bekommt anteilig ALG II. Leider nicht so viel, weil ich noch etwas Vermögen habe.

Naja, ich kann dir sagen, wir haben auch einen schlechten Schläfer, und mein Gedächtnis ist kein Sieb, es ist ein schwarzes Loch
Obwohl mein Freund den "Kinddienst" nachts übernimmt. Es ist also trotzdem sehr anstregend, auch wenn der Partner das Kind betreut.

Zum Bafög:
Wie schon weiter unten jemand schrieb, du kannst beantragen, den Leistungsnachweis später zu erbringen, du hast mit Kind einen triftigen Grund. Mit Kind verlängert sich ja auch die Baföghöchstzahlungsdauer. Da müssen sie auch mit dem Leistungsnachweis kulant sein.

Ich würde euch raten, einer beurlaubt sich vom Studium. Und der andere studiert voll weiter. Und weil du schon weiter im Studium bist, solltest du auch erstmal weitermachen, dein Freund zuhause bleiben. Er hat schließlich schon eine Qualifikation.

Ich würde es zumindest nicht so laufen lassen wie jetzt. Dadurch zieht sich dein Studium nur unnötig in die Länge.

Alles Gute!

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5. Januar 2010 um 12:03

Vielleicht
solltest du meinen Text nochmal richtig lesen. Ich habe geschrieben daß es eine große Verantwortung ist, während des Studiums ein Kind zu bekommen und nicht, daß es unverantwortlich sei. Zudem habe ich ihr Fragen gestellt um zu helfen und um ihr Denkanstöße zu geben. Was willst du eigentlich? Wo habe ich sie angegriffen und auf einer Babyplanung rumgehackt? Bist du hier die Studenten-Babyplanungsstasi oder was? Ich find`s unglaublich, auf was für Kommentare DU kommst! Und den Zeigefingersmiley kannste stecken lassen.

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