Home / Forum / Mein Baby / Was würdet ihr machen?

Was würdet ihr machen?

19. Februar 2015 um 10:41 Letzte Antwort: 19. Februar 2015 um 15:12

meine arbeitskollegin hat mir gestern erzählt, wie sie ihr kind verloren hat... ich hoffe ich krieg das jetzt noch richtig zusammengefasst.

sie war in der 24 woche, als der frauenarzt feststellte das die fruchtblase einen riss hat, dem kind ging es da soweit gut. sie wurde dann sofort mit blaulicht ins kh gefahren. dort musste sie ewig warten bis man sie untersuchte , man gab entwarnung, es wär jetzt nicht so dramatisch ...man könnte das kleben? oder verschliessen... aber man möchte noch abwarten... weil man erst die spritze für die lungenreife geben wollte. sie hat wehenhemmer gekriegt , obwohl sie da keine wehen hatte. am nächsten tag bekam sie blutungen ,die schwestern hielten sie hin , das wär normal... wieder kam keiner der ärzte...erst 5 stunden später, der sofort veranlasste das sie in den kreissaal kommt, da ihr blutdruck durch die wehenhemmer hoch ging und auch das kind probleme bekam.da ging die geburt schon los, man sagte ihr sie soll pressen , sie meinte sie spürt keine wehen , egal sie sollte pressen. das kind lag wohl auch falsch... bis auf den kopf war es wohl dann auch raus, dann ging nichts mehr, sie spürte auch das es lebt... und dann wurde ne not op gemacht. das kind war danach tot....
vor der geburt hiess es das kind wär kräftig und in ordnung...
sie hatte wohl auch nach einem ks gefragt, aber die meinten wär nicht nötig.

sorry falls nicht alles ganz verständlich ist, hatte nicht soviel zeit zum nachfragen auf arbeit...das ist jetzt das was noch so halbwegs hängengeblieben ist. würdet ihr 2 jahre danach noch zum anwalt gehen? geburtsbericht hat sie...ihre neue frauenärztin sagt, das kann nicht sein was da passiert ist...egal wem sie es bisher erzählt hat, schüttelt nur den kopf. klar ein kind mit 24 wochen ist noch sehr klein und das risiko besteht nun mal , das es schief geht...aber irgendwie hört es sich schon so an , als hätten die ärzte die situation nicht ernst genommen.

mein erster impuls war ihr zu raten, einen anwalt aufzusuchen.

übrigens hat in dem zeitraum eine 21 jährige einen ks und hat diesen voll mitgekriegt. obwohl sie schrie das sie alles spürt, hat man weitergemacht und sie wohl nicht ernst genommen. diese hat vor gericht gewonnen , also zumindest in dem fall , waren die ärzte schuld.

Mehr lesen

19. Februar 2015 um 10:56

Ok
ich seh sie erst nächste woche, dann werd ich ihr das mal so anraten. sie hat damit gar nicht richtig abgeschlossen. nach der totgeburt, hatte ihre schwägerin und zugleich beste freundin einen schlaganfall , wo sie wochen im künstlichen koma lag und es auch um leben und tod ging.
kurz darauf fing sie wieder vollzeit an zu arbeiten,also abschalten und zur ruhe kommen war nicht... es beschäftigt sie aber immer noch.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 11:12

Ja
der job fordert sie extrem, hatte gestern auch ein gespräch mit dem bezirksleiter...eben weil er meint sie wär überfordert. er will sie vielleicht versetzen... damit sie nicht kaputt geht. das war auch der grund , das wir überhaupt auf das thema gekommen sind. sie hatte erst letztens eine magenschleimhautentzündung, der arzt meinte durch stress... da ist sie 2 wochen ausgefallen... kam wieder und der marktleiter wurde krank, sie macht seine vertretung. letzte woche war dann auf arbeit sehr chaotisch und der bezirksleiter kriegte das dann natürlich mit... und denkt jetzt sie wär überfordert.
sie sagt auch selbst sie hätte letztes jahr oft geheult auf arbeit, weils einfach zuviel war... zum glück , ist der marktleiter ok , aber er kann auch nicht wunder bewirken und den stress mindern. ich kann das nicht so wirklich beurteilen,weiss natürlich was da alles los war , weil ich erst seit dezember in dem laden bin. aber stressig ist es schon oft...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 11:14
In Antwort auf ano100

Ja
der job fordert sie extrem, hatte gestern auch ein gespräch mit dem bezirksleiter...eben weil er meint sie wär überfordert. er will sie vielleicht versetzen... damit sie nicht kaputt geht. das war auch der grund , das wir überhaupt auf das thema gekommen sind. sie hatte erst letztens eine magenschleimhautentzündung, der arzt meinte durch stress... da ist sie 2 wochen ausgefallen... kam wieder und der marktleiter wurde krank, sie macht seine vertretung. letzte woche war dann auf arbeit sehr chaotisch und der bezirksleiter kriegte das dann natürlich mit... und denkt jetzt sie wär überfordert.
sie sagt auch selbst sie hätte letztes jahr oft geheult auf arbeit, weils einfach zuviel war... zum glück , ist der marktleiter ok , aber er kann auch nicht wunder bewirken und den stress mindern. ich kann das nicht so wirklich beurteilen,weiss natürlich was da alles los war , weil ich erst seit dezember in dem laden bin. aber stressig ist es schon oft...

Weiss natürlich
NICHT was da alles los war

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 11:16

Weiss ich
unserer rechtsstreit hat sich fast 1,5 jahre gezogen und am ende haben wir verloren ...obwohl wir zig beweise hatten.
hab sie natürlich wegen rechtschutzversicherung gefragt... hat sie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 11:22

Geld ist wohl zweitrangig
es geht ihr mehr darum damit abzuschliessen. es beschäftigt sie , was eben schief gelaufen ist bzw ob es an den ärzten lag oder das kind bei sofortigem handeln überlebt hätte. das kind wird wohl im geburtskanal erstickt sein, es hat ja gelebt...sie hat es ja gespürt. mit ks wär das wahrscheinlich nicht passiert bzw hätten die sofort was unternommen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 15:11

Ohje
ich hatte gerade total Gänsehaut. Das hört sich ja schrecklich an.
Ich weiß nicht, was ich machen würde. Vermutlich würde ich nicht klagen, weil es ein sehr nervenaufreibender Aufwand ist. Das Geld, was sie danach vielleicht erhält, kann ihr Kind nicht wieder lebendig machen. An ihrer Stelle würde ich meine Energie in die Zukunft stecken und eine Therapie machen um das zu verarbeiten. Konnte sie sich denn verabschieden oder hat sie da vielleicht auch noch Bedarf? Hat sie einen Ort (Grab), wo sie hingehen kann?
Recht und Recht sind leider oft zwei paar Schuhe, deshalb würde ich mir diesen Kampf nicht antun und statt dessen die Zeit und Energie in mich selbst stecken. Was nicht heißt, dass ich das Krankenhauspersonal in Schutz nehmen möchte.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
19. Februar 2015 um 15:12

Achje
Das tut mir so unendlich leid und ich kann da mehr als gut mitfühlen. Ich bin damals auch vom Frauenarzt direkt ins KH gekommen, Verdacht auf "hoher Blasebsprung" in der 26 SSW. Ich wurde untersucht, aufgenommen und knapp eine Woche wurde alles unternommen, dass das Kind noch möglichst lange im Bauch bleibt. Von Lungenreife über Antibiotikum bis hin zu Gesprächen mit der Kindernotärztin war alles dabei. Gott sei dank konnte ich nach 1 Woche wieder nach Hause weil sich der Verdacht nicht bestätigte. Ob allerdings jetzt nach 2 Jahren es noch etwas bringt Klage einzureichen bezweifel ich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Teste die neusten Trends!
experts-club