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Wenn andere kinder weinen...

20. August 2014 um 13:46

Hallo zusammen!

Meine Tochter reagiert extrem empfindlich auf das Weinen anderer Kinder. Weint ein anderes Kind, bedeutet das für sie Stress, sie wird nervös, es überfordert sie und sie versteckt/vergräbt sich zB in meinem Schoss... je lauter das andere Kind weint/schreit desto schlimmer ist es für sie. Wenn ich da bin, ist das nicht wirklich ein Problem, auch wenn es mir jeweils leid tut, dass sie das so an "sich ran lässt", zumal es ja selten um was schlimmes geht.

Nun besucht sie (schon länger und auch sehr gerne) eine Spielgruppe einmal wöchentlich und zur Zeit werden neue Kinder eingewöhnt - was natürlich auch mal Tränen gibt. Nun hat mir die Erzieherin erzählt, dass es für meine Tochter eher stressig war heute, weil zweimal ein anderes Kind geweint hatte und sie sich logischerweise nicht um das weinende Kind und meine Tochter gleichzeitig kümmern konnte. Ich habe vorhin mit meiner Tochter in Ruhe darüber gesprochen und ihr erklärt, dass es nicht schlimm ist, wenn ein anderes Kind weint... aber irgendwie würde ich ihr das ganze gerne etwas vereinfachen.

Kennt eine von euch das Problem? Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Oder hat jemand eine Idee, wie ich ihr verständlicher machen könnte, dass sie keine Angst zu hsben braucht, wenn ein anderes Kind weint?

Danke im Voraus für eure Antworten und liebe Grüsse
Löffel

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20. August 2014 um 15:36

Meine Tochter
reagiert auch auf jedes weinen.
Sie kommt sowas an und macht in ganz traurigem ton "oh, mama, oh oh..." und möchte unbedingt, dass ich was mache. Sie ist sehr empathisch. Ich erkläre es ihr jetzt immer kurz. z.b. Wenn ein kind auf dem Spielplatz weint und die Mutter etc hingehen, dann sage ich ihr "alles gut, guck mal, die mami tröstet es" oder "alles gut, das Mädchen ist traurig, aber da ist der papa..." und dann lenke ich sie ab.
Ich finde es gut, dass ihr das auffällt und sie drauf reagiert. Zeigt ja eine Seite ihres Charakters. Seit ich es ihr erkläre und Wörter wie gut etc verwende, geht sie damit besser um uns hängt dann nicht mehr an mir. Sie kann es mittlerweile besser differenzieren bzw. weiss wie geholfen wird.

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20. August 2014 um 18:05

Das problem ist...
...dass sie richtig angst bekommt, es ist ihr dann zu laut, sie wird unsicher und sie ist dann echt überfordert mit ihren gefühlen, wird auch "wütend". sir bräuchte dann eigentlich die volle aufmerksamkeit der betreuungsperson, was ja auch nicht immer geht... wahrscheinlich gibt es ausser immer wieder erklären nichts hilfreiches... ich habe heute nachmittag in einer ruhigen situation das ganze auch mit ihr besprochen. sie versteht das mit ihren drei jahren ja eigentlich schon recht gut...

ich danke euch beiden für eure antworten!

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20. August 2014 um 21:31

Ohje
die arme Maus!

Das ist bestimmt unglaublich schwer fuer euch. Man mag sein Kind ja auch nicht so leiden sehen.

Ich bin trotzdem immer fasziniert von solchen Kindern. Ich bin echt erstaunt von dem Mitgefuehl, dass manchmal schon die Kleinsten aufbringen. Ich finde eichtig, dass es solche Herzensmenschen gibt. Von mir aus duerften es noch mehr werden!

Uebrigens finde ich es gar nicht gut, dass in der Gruppe der Kleinen (zeitweise?) nur eine Betreuerin ist. Im Kiga meines Sohnes gibts immer min. 2, mestens sogar 3, bei 10 Kindern. Was ist denn, wenn z. B. sich zwei gleichzeitig weh tun o. ä.?

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20. August 2014 um 22:20
In Antwort auf shisha_12084166

Das problem ist...
...dass sie richtig angst bekommt, es ist ihr dann zu laut, sie wird unsicher und sie ist dann echt überfordert mit ihren gefühlen, wird auch "wütend". sir bräuchte dann eigentlich die volle aufmerksamkeit der betreuungsperson, was ja auch nicht immer geht... wahrscheinlich gibt es ausser immer wieder erklären nichts hilfreiches... ich habe heute nachmittag in einer ruhigen situation das ganze auch mit ihr besprochen. sie versteht das mit ihren drei jahren ja eigentlich schon recht gut...

ich danke euch beiden für eure antworten!

Ja, ist schwierig
Aber du kannst nur versuchen ihr beizubringen wie man damit umgeht und dass das alles nichts schlechtes ist.
So lernt sie sich selbst zu beruhigen. Ist im Kindergarten natürlich schwierig, wenn sie keiner in der Situation begleiten kann. Aber wenn sie es in deinem Beisein lernt, klappt es auch mit der zeit allein.
Wahrscheinlich ist sie sich auch selbst in diesen Momenten zu viel. Mir geht es selbst so, wenn es um Mitgefühl geht. Dann geht es nicht mehr um das eigentliche sondern um die Mischung meiner Gefühle mit der der anderen und das ist alles zu viel. Sie muss nun lernen eie sie damit umgehen kann und sich selbst beruhigen bzw aus der Situation nehmen kann.
Sowas braucht allerdings Zeit. Gut ist aber, wenn du auf sie eingehst, ihr die Situation aufzeigst, erklärst, das Thema insgesamt aber natürlich nicht zu gross machst.
Ist natürlich beim kind wrsentlich schwieriger umzusetzen als beim erwachsenen. Aber die Übung macht den Meister!

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20. August 2014 um 22:27

Außer erklären
fällt mir auch nicht viel anderes ein....

Viel viel viel reden, denn sie scheint mir ja den Eindruck zu machen, dass sie ziemlich feine Antennen hat und auch wirklich schon viel versteht.

Nicht einfach, wenn ein Kind so empathisch ist...

Ich würde aber in dem Fall einfach betonen, dass es mit ihr nichts zu tun hat. Klar, ein schmaler Grat, denn es ist ja schön, dass sie so auf andere reagiert. Aber vielleicht kann man es eher umlenken in "ich helfe dem anderen Kind nicht, wenn ich mitheule, sondern ich versuche es mitzutrösten"?
Klappt leider auch nicht immer und das ist der Haken an der Sache...

Aber rede mit ihr darüber, viel und immer wieder.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es aufnehmen kann und dann auch ihren Weg findet!

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21. August 2014 um 7:31
In Antwort auf sfsp

Ja, ist schwierig
Aber du kannst nur versuchen ihr beizubringen wie man damit umgeht und dass das alles nichts schlechtes ist.
So lernt sie sich selbst zu beruhigen. Ist im Kindergarten natürlich schwierig, wenn sie keiner in der Situation begleiten kann. Aber wenn sie es in deinem Beisein lernt, klappt es auch mit der zeit allein.
Wahrscheinlich ist sie sich auch selbst in diesen Momenten zu viel. Mir geht es selbst so, wenn es um Mitgefühl geht. Dann geht es nicht mehr um das eigentliche sondern um die Mischung meiner Gefühle mit der der anderen und das ist alles zu viel. Sie muss nun lernen eie sie damit umgehen kann und sich selbst beruhigen bzw aus der Situation nehmen kann.
Sowas braucht allerdings Zeit. Gut ist aber, wenn du auf sie eingehst, ihr die Situation aufzeigst, erklärst, das Thema insgesamt aber natürlich nicht zu gross machst.
Ist natürlich beim kind wrsentlich schwieriger umzusetzen als beim erwachsenen. Aber die Übung macht den Meister!


"sie ist sich selbst in diesen momenten zu viel", das trifft es GENAU auf den punkt. sie weiss nicht wohin mit soviel emotionen, verkrampft sich oftmals auch extrem...

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21. August 2014 um 7:35
In Antwort auf mamam2013

Ohje
die arme Maus!

Das ist bestimmt unglaublich schwer fuer euch. Man mag sein Kind ja auch nicht so leiden sehen.

Ich bin trotzdem immer fasziniert von solchen Kindern. Ich bin echt erstaunt von dem Mitgefuehl, dass manchmal schon die Kleinsten aufbringen. Ich finde eichtig, dass es solche Herzensmenschen gibt. Von mir aus duerften es noch mehr werden!

Uebrigens finde ich es gar nicht gut, dass in der Gruppe der Kleinen (zeitweise?) nur eine Betreuerin ist. Im Kiga meines Sohnes gibts immer min. 2, mestens sogar 3, bei 10 Kindern. Was ist denn, wenn z. B. sich zwei gleichzeitig weh tun o. ä.?

Du hast schon auch recht
was das mitgefühl angeht, aber sie ist mit den eigenen gefühlen ja bereits überfordert ich würde ihr halt gerne helfen, nicht am mitgefühl zu verzweifeln...

es ist nicht wirklich ein kiga, es ist nur einmal wöchentlich 3h und es sind lediglich vier kinder... ich bin aus der schweiz, das betreuungssystem ist hier etwas anders...

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21. August 2014 um 7:36
In Antwort auf paditax

Außer erklären
fällt mir auch nicht viel anderes ein....

Viel viel viel reden, denn sie scheint mir ja den Eindruck zu machen, dass sie ziemlich feine Antennen hat und auch wirklich schon viel versteht.

Nicht einfach, wenn ein Kind so empathisch ist...

Ich würde aber in dem Fall einfach betonen, dass es mit ihr nichts zu tun hat. Klar, ein schmaler Grat, denn es ist ja schön, dass sie so auf andere reagiert. Aber vielleicht kann man es eher umlenken in "ich helfe dem anderen Kind nicht, wenn ich mitheule, sondern ich versuche es mitzutrösten"?
Klappt leider auch nicht immer und das ist der Haken an der Sache...

Aber rede mit ihr darüber, viel und immer wieder.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es aufnehmen kann und dann auch ihren Weg findet!

Mittrösten ist auch ein guter ansatz...
werd ich mal versuchen... wahrscheinlich muss sie da aber zu nah an die "lärmquelle"

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21. August 2014 um 7:45

Wie wäre
Es mit Gehörschutz?
Vermutlich nist es nur der Lärm...
LG

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21. August 2014 um 11:46


hmm...schwierig. ich verstehe gut, dass es auch für die anderen Eltern nicht immer einfach ist, wenn ein kind so wie beschrieben reagiert.

was ich hingegen traurig finde ist, dass du dich ab den ÄNGSTEN anderer/von kinder nervst. ich finde ängste, egal ob im kindes- oder erwachsenenalter sollten etwas sein, wofür man sich nicht schämen muss. die realität ist da leider anders und offensichtlich fängt das bereits für kinder im kleinkindalter an... als mutter einer ängstlichen (auch in anderen bereichen) tochter macht mich das sehr traurig und ich hoffe sehr, ich kann sie noch möglichst lange vor genau solchen denkensweisen (von erwachsenen!) schützen kann und ihr später mit auf den weg geben kann, dass ängste nichts schlimmes sind.

was ich jedoch verstehe (und zwar voll und ganz) ist, dass du dich ab der mutter nervst. sie hat da wohl offensichtlich ganz falsch reagiert... wenn meine tochter auf das weinen anderer kinder so reagiert, dass es sich hochschaukelt und die anderen kinder dann wiederum auf meine tochter reagieren etc. ziehe ich mich mit meiner tochter zurück. verlasse den raum oder ähnliches. das ist für mich klar. genauso wie es für mich klar ist, dass sie das problem ist und nicht das andere kind... meine tochter wird aber selten selbst laut, sie verkriecht sich mehr... die anderen kinder sind meist unbeeindruckt davon

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21. August 2014 um 17:43

...
Naja, man kann die Ängste natürlich auch fördern bzw. züchten. Dass dich die Mutter nervt, das verstehe ich voll und ganz! und ich glaube ihr würde ich an deiner Stelle auch mal die Meinung diesbezüglich sagen, bzw. verstehe ich gut, dass dir die Lust vergeht Verabredungen zu treffen. Ich glaube nicht, dass die Situation bei uns genau die gleiche ist. Wenn ich dabei bin tangiert die Angst meiner Tochter andere kaum. Hat sie ein Problem, löse ich das mit ihr, sie sitzt dann entweder bei mir oder eben ich ziehe mich mit ihr kurz zurück. Ich glaube (und hoffe schwer ) dass wir nicht so mühsam sind wie deine Bekannte...

Aber was würdest du mir denn eigentlich raten? Irgendwie suche ich hier ja nach Rat und du sagst mir eigentlich nur Boah, deine Tochter würd mich nerven... irgendwie hilft mir das ja auch nicht weiter?

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21. August 2014 um 17:49

Gehörschutz...
finde ich schwierig, da es ja um normale alltagssituationen geht, mit denen sie lernen sollte umzugehen... wenn man an einen lauten ort geht, finde ich das voll ok. aber es wird immer wieder situationen geben, wo kein gehörschutz greifbar ist...

aber dass es eine frage der lautstärke ist, kann sehr gut sein... vielleicht muss ich ihr beibringen "auf distanz" zu gehen, wenn es ihr zu laut ist... aber beizubringen "wenn jemand weint suchst du einfach das weite" ist vielleicht auch nicht nur sinnvoll

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