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Wer hat ab der 17.Woche schon zugefüttert und vor allem was?(Stillkind)

12. Mai 2008 um 19:48

Hallo ihr!
Mich würd mal interssieren ob einer von euch nach der 17.Lebendswoche schon Brei oder so zugefüttert hat??Und was für einen??
Würde gern dann mit zufüttern beginnen, aber es scheiden sich ja die Geister bei dem Thema, viele sind nämlich der Meinung das Voll Stillen bis zum 6. Monat das Richtige wäre!!
LG Juli mit Leo (14 1/2 Wochen alt)

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12. Mai 2008 um 19:55

Hi Juli,
also ich persönlich habe ab dem 6. Monat angefangen und zwar mit Pastinake. Danach kamen die anderen Komponenten dazu (erst Kartoffeln, dann Fleisch).
Also genau nach Plan
Einfach um sicher zu gehen. Der Darm der Kleinen ist ja sehr empfindlich.
Im Nachhinein bin ich auch froh drüber, dass ich so "spät" angefangen habe. Die Stillzeit kommt nie wieder u. das Einführen der Beikost ist gar nicht so einfach.

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12. Mai 2008 um 21:42

Hier für alle Beikost-Starter!!!
Also:

Wann anfangen?

Bereitschaft zur Beikost signalisiert das Baby, wenn:

*es in der Lage ist aufrecht zu sitzen
der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, sich abgeschwächt hat,
*es Bereitschaft zum Kauen zeigt,
*es selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken kann und sich dafür interessiert,
* es ein gesteigertes Stillbedürfnis zeigt, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.

Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später.



Welche Mahlzeit zuerst?/Wie gehts dann weiter?

Es gibt kein Gesetz, mit welcher Mahlzeit man beginnt, jedoch ist davon abzuraten mit der Morgen- oder Abendmahlzeit zu beginnen.
Morgens, weil das Kind meist sehr hungrig ist und meist nicht daran interessiert ist etwas auszuprobieren und abends empfiehlt man nicht, weil der junge Darm damit überfordert ist und das zu Schlafproblemen führen kann. Es ist auch ein verbreiteter Irrtum, dass durch die Gabe eines stärkehaltigen Abendbreis das heißersehnte Durchschlafen einsetzt. Das hat etwas mit der Reife zu tun, nicht mit der Mahlzeit.

Daher empfiehlt sich zuerst die Mittags-, Vor- oder Nachmittagsmahlzeit zu ersetzen.

Vor dem Stillen/Fläschchen ein paar Löffel, eventuell vorher ein wenig Milch, damit das Baby vor Hunger nicht quengelig wird, aber satt sollte es noch nicht sein. Wenn es nach einigen Tagen mehr will, soll es die auch bekommen dürfen. Am Ersten genügen wirklich ein paar.

Welches Gemüse zuerst?

Mit einem Gemüsebrei startet man vor allem wegen der guten Verträglichkeit:
Pastinake*
Kürbis**
Fenchel
Zucchini
Brokkoli
Romanesco (enthält viel Vitamin C)
Steckrüben

*(mittlerweile haben viele Hersteller darauf reagiert und die meisten bieten das heute an. wirkt bei manchen auch stopfend),

**Kombination Kürbis-Reis (gibts in Gläschen mittlerweile von Alnatura, Hipp und Alete (nennt sich da "Kürbisgemüse") kann bedenkenlos zu Anfang gefüttert werden. Der Reis ist nur drin, weil der Kürbisbrei sonst eher Kürbissuppe wäre, und Reis ist extrem allergienarm.)



Karotten

Allergiegefährdete Kinder sollten zu Beginn auf Möhren verzichten. Besteht keine Allergiegefahr, darf sie gegeben werden sie gut vertragen wird. (Karotte stopft, ebenso wie Pastinake) Das ideale Startgemüse ist es jedoch nicht!
Sie sind günstig und schmecken süß deshalb werden sie gerne für den Beikoststart empfohlen. Früher waren sie wegen dem fehlenden VitA in der Flaschenmilch auch nötig. Heute ist das nicht mehr der Fall


Obstsorten/ Stuhlwirkung

Weil die Babys noch die süße Milch gewohnt sind, lassen sich am Anfang nicht alle vom Gemüse überzeugen. Es ist jedem überlassen, die Beikost mit Obst zu starten. Später kann in einen fertigen Gemüsebrei auch direkt etwas Obstmus untergehoben werden. So wird der Brei auch süßlich und das Kind ist schon mit Vitamin C versorgt. Bei einem eisenhaltigen Brei ist das Vitamin C ja sehr wichtig.
Obst ist gut verdaulich. Für den Anfang geeignet (Banane, Birne). Banane wirkt stopfend und Birne eher "lockernd". Obstmus eignet sich nach einigen Wochen auch gut für eine Vormittagsmahlzeit. (bitte beachten)

Fleisch

Nur eine Zutat am Anfang, Essmenge langsam steigern. Nach ca. einer Woche 1/3 der Menge an Kartoffeln (sie enthalten die meisten Vitamine auch geeignet: Reis) dazu. Nach 4-7 Tagen immer nur ein neues Gemüse dazu, damit man Unverträglichkeiten sofort erkennt. Bereits verwendete und gut vertragene Zutaten können ohne weiteres gemischt werden. Allerdings ist für Babys im ersten Lebensjahr noch keine riesige Abwechslung notwendig.



Öl/Fett

Ist wichtig für die Entwicklung des Gehirns. Daher darf es bei keiner Mahlzeit fehlen. Auch ist es wichtig für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (z.B. Vitamin C -> dieses wiederum begünstigt die Eisenaufnahme). Empfohlen wird ein gutes, geschmacksneutrales Pflanzenöl sein das reicht. Ob kalt oder Warmgepresst da streitet sich die Wissenschaft schon ewig drum.


Eine Mahlzeit ist dann ersetzt
wenn das Baby danach nicht mehr gestillt werden will. Ab diesem Zeitpunkt sollte man auch Tee oder Wasser anbieten
Wenn die Mittagsmahlzeit so gut wie ersetzt ist, kann auch Fleisch als neue Zutat dazu. Rindfleisch enthält das meiste Eisen. Wer sein Baby lieber fleischlos ernähren möchte, kann statt Fleisch auch Hirse hineinmischen. Wenn eine Fleischsorte vertragen wird ist das eine Freikarte für alle Fleischsorten.



Getränke

Wenn das Baby partout nicht trinken will - weder aus Fläschchen, noch Trinklerntasse, noch Becher - kann man Folgendes versuchen:

- Wasser löffeln
- In den Brei etwas mehr Wasser einrühren

Bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres müssen noch 2 Milchmahlzeiten pro Tag gegeben werden. Und die Kinder müssen noch nichts anderes trinken außer Muttermilch oder Premilch

. über Stärke

Das Problem mit den Kohlehydraten in der Folgemilch ist Folgendes:
Die zugesetzte Stärke macht zwar satt, enthält aber keine weiteren wichtigen Nährstoffe. Also nimmt das Kind unter Umständen, weil das natürliche Hungergefühl unterdrückt wird, sogar weniger Nahrung zu sich als es eigentlich bräuchte. Außerdem werden durch die Fütterung von zusätzlicher Stärke Fettzellen angelegt, die zwar noch "leer stehen", sich aber im späteren Leben füllen können und somit Übergewicht begünstigen.
In vielen Gläschen ist zusätzliche Stärke enthalten.

Beispiel Muttermilch, an deren Zusammensetzung altersgemäße Ernährung sich orientieren sollte:
Im ersten Lebensjahr des Kindes ist der Kohlenhydratgehalt der MuMi fast konstant.
Also besteht kein Grund, zusätzliche Stärke zu füttern. Erst ab dem 2. Lebensjahr steigt der Kohlenhydratgehalt der Milch, aber dann kann man idealerweise den erhöhten Bedarf mit gesünderen Kohlehydraten decken, die dann eben auch noch weitere wichtige Nährstoffe enthalten.

Daher empfehlen wir bei der Zubereitung von Getreide-Milch oder Getreide-Obst-Breien auf milchfreie Flocken zurückzugreifen. Die fertigen Milchbreie enthalten wieder Folgemilch.


Getreide-Milch-Brei
Flocken
Muttermilch- oder PRE-Milch
(wahlweise Obst)
Zugabe von Fett ist nicht nötig, da in der Milch bereits enthalten!



Getreide-Obst-Brei (GOB)
Flocken mit abgekochtem Wasser anrühren (darf auch warm aus der Thermosflasche sein)
Etwas Fett
Obst (bitte darauf achten, dass keine Obstgläschen mit zusätzlicher Stärke verwendet werden. Am besten man nimmt einfache Obstkombinationen, z.b. Apfel/Banane, oder Birne etc.)
Selbstverständlich ist es auch in Ordnung nur Obst zu geben, vielen Kindern ist eine komplette Mahlzeit am Nachmittag zu viel.

... über Getreide
Geeignet für die Zubereitung von Getreidebreien sind zum Beispiel: Hirse (enthält viel Eisen), Dinkel, Weizen. Im ersten Jahr nur Flocken, keine frischen Körner.
Da eine Glutenunverträglichkeit angeboren ist gibt es eigentlich kein Argument glutenfrei zu ernähren


... über Milchprodukte
Mit Beginn der Beikost kann es vorkommen, dass das Kind keine Lust auf Milch hat. Diese ist aber im ersten Lebensjahr sehr wichtig. Alternativ kann auf Milchprodukte wie Joghurt (ab etwa 8 Monaten), Frischkäse (aber erst wenn das Kind richtig mitisst, so etwa mit 9-10 Monaten) zurückgegriffen werden. Das Milcheiweiß ist dort verändert. Meist handelt es sich nur um eine Phase. Nur bitte keine Vollmilch. Und eben nicht direkt am Anfang der Beikost.


Im ersten Lebensjahr bitte auf folgendes verzichten
Honig
Nüsse (auch Erdbeeren sind Nüsse, Schokolade und Backwaren enthalten oft auch Nüsse!)
Mandeln
Walnüsse
Voll-/Frischmilch (Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Frischkäse gehen auch im ersten Jahr, nur nicht gleich am Anfang),
Soja (Ausnahme: bei Kuhmilchunverträglichkeit)
Eier
Samen
Fisch
Zitrusfrüchte und sehr saures Obst,
Löffelbisquits, Kekse, Schokolade .
Keine frischen Körner wie Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen. Nur als Flocken geben. Bei den frischen Körnen geht es um die Schale. In der sitzen blutverdünnende Stoffe - Tannin) und das sollen die Kleinen noch nicht bekommen. (Vollkornbrot geht),
Kartoffelbrei ja, aber mit Wasser anrühren

Ab dem ersten Geburtstag darf das Kind im Prinzip alles mitessen, was die Eltern auch essen. Bei großer Allergiegefahr sollte man anfangs neue Lebensmittel noch ein paar Tage länger antesten, und bis zum 2. Geburtstag auf Nüsse und Fisch verzichten (Achtung, Nüsse finden sich gern versteckt in Schokolade und Backwaren!), um das Allergierisiko noch weiter zu senken. Bei Vorbelastung, starker Allergienneigung sollte im zweiten Jahr auch auf Tomaten verzichtet werden.

Vollmilch
Ab dem 1. Geburtstag darf das Kind auch Vollmilch trinken - allerdings sollten es pro Tag mit Vollmilch und Milchprodukten zusammen nicht mehr als 500 ml sein. Wenn das Kind also seinen Flüssigkeitsbedarf noch weitgehend über Milch deckt und nicht gestillt wird, sollte man noch bei Pre bleiben. Viele Kinder vertragen Vollmilch noch nicht sofort mit dem ersten Geburtstag - bei Durchfall u. ä. einfach nach ein paar Wochen noch mal antesten!

Mein Kind will nicht essen
Das Kind sollte unter keinen Umständen zum Essen gezwungen werden. Am besten vertraut man seinem Kind, es weiss, wann es satt ist.

Steht man unmittelbar am Anfang der Beikosteinführung ist es ganz klar, dass es zunächst einen verwirrten Eindruck macht, schließlich konfrontiert man ihn nicht nur mit einer völlig neuen Geschmacksrichtung und Konsistenz, sondern auch mit einer ganz neuen Art, der Nahrungsaufnahme. Das Kind allein bestimmt das Tempo.

Es macht auch keinen Sinn, sich in Bezug auf die Essensmenge/Häufigkeit an die Herstellerangaben zu richten. Hipp und Co. kennen Ihr Kind nicht. Außerdem sind die natürlich daran interessiert möglichst viel Umsatz zu erzielen.

Nicht jedes Kind mag Brei mit feinen Stückchen das haben die Erfahrungen unserer vielen User gezeigt. Viele wollen entweder das Eine oder das Andere.

Gerade zu Beginn der Beikosteinführung, oder während Schubphasen kann es durchaus vorkommen, dass das Baby wieder mehr nuckeln möchte (ob nun an der Brust oder an der Flasche). Diesem Wunsch sollte nicht entgegengewirkt werden. Das Baby sucht dann nach vertrautem und Nähe, es hat nichts mit einem Entwicklungsrückschritt zu tun.

Buchtipp: Mein Kind will nicht essen (Carlos Gonzales) Unter dem Link lesen Sie einen Auszug daraus.

Salz/Zucker
Zucker und Salz sind kein Gift, sondern sogar überlebensnotwendig für den Körper. Nur die Menge ist entscheidend. Kekse sind Ansichtssache das Maß ist entscheidend.

Saft
Bis zum ersten Geburtstag hat Saft eigentlich nichts in der Kinderernährung zu suchen. Das gehört in die Kategorie Süßigkeiten. Säfte enthalten auch zu viel Zucker und Kalorien und viele Kinder trinken sich daran satt. Hat man es bis dahin geschafft die Kinder auf Wasser und Tee einzustellen braucht es die Säfte oft hinterher auch nicht.

Tipps zur Breizubereitung /Einfrieren/Aufwärmen/Mitnehmen/
Gemüse dünsten, pürieren (siehe Rezeptecke im Forum) anschließend schnell abkühlen.
Beliebt sind am Anfang Eiswürfelformen, so lassen sich leicht neue Lebensmittel ergänzen um auf die Verträglichkeit zu testen, außerdem lassen sie sich super dosieren. Wenn fertige Kombinationen bereits gut vertragen wurden, können diese selbstverständlich auch gemeinsam eingefroren werden. Tiefgekühlt sollten die Mahlzeiten nach 4-6 Wochen aufgebraucht werden. Selbstverständlich dürfen erfahrene Hausfrauen ihren Vorrat auch einkochen. Bitte auch hier auf die Keimfreie Zubereitung achten.



Wie lange sind angebrochene Gläschen haltbar?
Steht auf jedem Gläschen drauf. In der Regel 3 Tage im Kühlschrank. Bereits erwärmte Reste dürfen nicht noch einmal aufgewärmt werden.



Snacks
Geeignet für die ersten eigenständigen Essversuche:
Reiswaffeln, Dinkelstangen, Brot, Obst- und Gemüsesticks, (was bislang schon vertragen wurde).
Babykekse und auch Zwieback sind zwar sehr beliebt, aber eignen sich nicht als Zwischensnack, weil sie sehr viel Zucker enthalten, der nicht nur den Zähnen schadet. In gesunden Maßen können sie allerdings nicht schaden.



Quelle hebamme4u.net
hier finden sich auch frauen vom Fach, bei weiteren Fragen!!!

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12. Mai 2008 um 22:07

Ich
habe 6 Monate vollgestillt und dann erst mit Beikost angefangen (Zucchini).
Warum willst Du denn so früh anfangen?
Also meine Erfahrung ist, Beikostfüttern ist Sch... Man ist viiieeeel unflexibler als mit dem Stillen. Und wenn Du dann noch sone Esserin hast wie ich, die feste Nahrung nicht sonderlich mag und den ganzen Brei durch die Gegend prustet oder den Mund nicht aufmacht oder man froh ist, dass das Kind beim Füttern mal schreit, dann geht nämlich der Mund auf, das ist alles nicht schön. Leider muss meine Tochter mit 8 Monaten tagsüber stillunabhängig sein, da ich dann wieder arbeiten gehe, sonst würde ich wahrscheinlich wieder voll stillen. Ich habe jetzt noch 1 Woche, seit gestern klappt es wieder etwas besser.
Am geündestens für das Kind ist normlaerweise jedenfalls Vollstillen die ersten 6 Monate. Und stressfreier ist es auch.

LG
Morgaine

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