Home / Forum / Mein Baby / Wer hat Erfahrung?

Wer hat Erfahrung?

25. Juni 2007 um 14:51

Habe vor 3 Wochen in der 30. SSW (1240 Gramm, 40 cm) Felix bekommen, nachdem ich einen vorzeitigen Blasensprung hatte. Ging alles furchtbar schnell, um 22.15 Uhr ist die Fruchtblase geplatzt, um 5.16 Uhr war er per KS da. vorher war wirlich alles okay. Lungenreifespritzen habe ich daher auch nicht bekommen.
Jetzt gehen wir jeden Tag mindestens einmal für mehrere Stunden zu unserem Sohn auf die Neugeborenenintensivstation um Felix zu besuchen.
Letze Woche jat er sich eine Infektion zugezogen (nen Hautkeim), inzwischen wird er nicht mehr geatmet, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass es nicht vorangeht. Noch hat Felix im Wesentlichen abgenommen und auch wenn es scheinbar stetig vorangeht, habe ich den Eindruck, dass die Zeit auf der Intensivstation nie endet. Kanguruhen können wir leider auch nicht jeden Tag, weil es oft genug heißt, dass Felix nicht stabil genug ist, jetzt hoffen wir jeden Tag aufs Neue, dass wir "wenigstens" das mal tun dürfen. aufbauend sind dabei wenigstens die superlieben Schwestern, die einem dann manchmal sehr stolt erzählen, dass Felix seine 2 ml aus dem Sauger statt durch die Sonde getrunken hat.

Wie ist es Euch dabei ergangen? Hat jemand vor Euch um die 30. SSW entbunden? Habt Ihr auch regelrechte "Heultage" gehabt?

Mehr lesen

26. Juni 2007 um 13:50

Hallo Tigger,
habe in der 32. Woche meine Tochter mit 1290 Gramm und 38 cm per Notkaiserschnitt entbunden. Das ist zwar schon zehn Jahre her, und dazwischen liegen zwei weitere Geburten (voll ausgetragen übrigens), aber ich kann dich trotzdem sehr gut verstehen, die Erinnerung ist noch ganz frisch. Ich war damals auch sehr fertig. Was ich am meisten vermisst habe, war eine psychologische Betreuung für uns Eltern (vor allem Mütter) - mir hätte es geholfen zu hören, dass es durchaus normal ist, wenn man mit seinem frühgeborenen Winzling nichts anfangen kann. (Ich hatte immer das Gefühl, das ist gar nicht mein Kind - als ob man mir einfach eins "andrehen" will - weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke). Die Schwestern waren sehr nett, ja, aber das hat mich irgendwie noch mehr fertig gemacht - etwa wie "die können dein Kind mehr lieben als du selbst". Unsere Kleine war acht Wochen im Krankenhaus und hat sich alles in allem stabil entwickelt. Unsere Beziehung zueinander kam trotzdem erst nach vielen, vielen Monaten richtig ins Geleise. Vielleicht hilft es dir zu hören, dass man Geduld haben muss, mit sich, dem Baby, der eigenen Situation, den Stimmungsschwankungen (die übrigens auch durch die Hormonachterbahn bedingt sind - schließlich war dein Hormonhaushalt noch gar nicht "geburtsreif") - es wird langsam, aber es wird. Klingt sicher ein bisschen bewölkt - so isses eben. Schreib ruhig, wenn du dich mal ausheulen willst.

Tiny

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. Juni 2007 um 10:56

Hallo!
Meine beiden sind in der 31. SSW auf Welt gekommen, weil ich das Hellp-Syndrom hatte. Sie haben eine Spritze für die Lungenreifung erhalten, weil die beiden schon am gleichen Tag noch geholt werden musste, da für uns drei Lebensgefahr bestand.
Ich hatte am Anfang auch solche Angst, hoffentlich ist alles in Ordnung, hoffentlich keine Spätschäden und so weiter. Es ging erst recht langsam voran, aber dann ging es immer besser. Erst als wir sie immer öfters zum Kängeruhen rausgekriegt haben, haben wir die Fortschritte gemerkt. Ich kann auch nur sagen, geht so oft wie möglich mit der Hand in den Inkubator, legt die Hand auf und redet mit eurem kleinen. Unsere beiden sind mittlerweile fast 7kg und 6,5kg schwer.
Ich hatte die Heultage auch und hab Sie immer noch, obwohl es schon fast 6 Monate her ist. Ich hoffe es wird besser!!

LG
Kerstin mit Abby und David

P.S. ich schreib Dir eine PN

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Juni 2007 um 16:13

Hallo Tigger,
ich habe auch ein Frühchen zuhause - allerdings schon sechs Jahre alt und sowas von aufgeweckt ...

Mein Sohn kam zwar mit 36SSW zur Welt, aber völlig unterentwickelt wegen unerkannter Plazentainsuffizienz und einiger anderer Probleme...
1600g, Schläuche am ganzen Körper, mir einfach innerhalb einer Stunde entrissen - ich konnte mich nicht damit abfinden, dass das mein Kind sein sollte...

Auch wir durften ihn in den ersten Wochen kaum anfassen, weil er eine schwere Sepsis bekam und sich selten stabil genug zum Känguruhen zeigte. Und wir sind jeden Tag 150km gefahren, weil zuhause unser erster Sohn auf uns wartete, damals keine 22 Monate alt...

Und ich kann Deine Heultage sehr gut nachvollziehen, immerhin ging es bei Dir und Felix so schnell, dass Du
Dich nicht damit befassen konntest...

Es tat mir damals weh, ihn so hilflos daliegen zu sehen und selbst auch so machtlos zu sein... Und ich beneidete die Schwestern, die ihm näher sein durften als ich. Und ich bangte jedesmal, wenn das Telefon klingelte. Und zuhause musste ich auch funktionieren.

Das alles war damals eine schlimme Zeit, aber ich möchte Dir Mut machen. Die Tage ziehen sich jetzt hin wie Kaugummi, das wird auch so bleiben, bis Du Felix endlich mitnehmen darfst... - aber es geht vorbei! Und wenn ich mir meinen kleinen Sohn anschaue, sind auch die letzten sechs Jahre ganz schön schnell vergangen ...

Ich habe eine Weile gebraucht, um damit fertig zu werden, aber jetzt bin ich mit unserem dritten Wunschkind schwanger, und wenn der liebe Gott es so will, wird Anfang September unsere Tochter geboren!

Der Weg dahin war lang, aber ich sage jetzt mal - wenn Du immer einen Fuß vor den anderen setzt und Dich über jeden Erfolg und jedes Gramm Gewicht und jeden getrunkenen Milliliter freust, dann kannst Du auch irgendwann nach hinten blicken und sagen:
"Okay, war schwer, wir hätten es uns anders gewünscht, aber es ist okay."

Ich schicke Euch die besten Wünsche!!!

Rebecca

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juni 2007 um 8:02
In Antwort auf birgit_11892245

Hallo Tigger,
habe in der 32. Woche meine Tochter mit 1290 Gramm und 38 cm per Notkaiserschnitt entbunden. Das ist zwar schon zehn Jahre her, und dazwischen liegen zwei weitere Geburten (voll ausgetragen übrigens), aber ich kann dich trotzdem sehr gut verstehen, die Erinnerung ist noch ganz frisch. Ich war damals auch sehr fertig. Was ich am meisten vermisst habe, war eine psychologische Betreuung für uns Eltern (vor allem Mütter) - mir hätte es geholfen zu hören, dass es durchaus normal ist, wenn man mit seinem frühgeborenen Winzling nichts anfangen kann. (Ich hatte immer das Gefühl, das ist gar nicht mein Kind - als ob man mir einfach eins "andrehen" will - weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke). Die Schwestern waren sehr nett, ja, aber das hat mich irgendwie noch mehr fertig gemacht - etwa wie "die können dein Kind mehr lieben als du selbst". Unsere Kleine war acht Wochen im Krankenhaus und hat sich alles in allem stabil entwickelt. Unsere Beziehung zueinander kam trotzdem erst nach vielen, vielen Monaten richtig ins Geleise. Vielleicht hilft es dir zu hören, dass man Geduld haben muss, mit sich, dem Baby, der eigenen Situation, den Stimmungsschwankungen (die übrigens auch durch die Hormonachterbahn bedingt sind - schließlich war dein Hormonhaushalt noch gar nicht "geburtsreif") - es wird langsam, aber es wird. Klingt sicher ein bisschen bewölkt - so isses eben. Schreib ruhig, wenn du dich mal ausheulen willst.

Tiny

"Hallo"
Inzwischen sind wieder einige Tage ins Land gegangen, unser kleiner hat anscheinend seine Infektion ausgestanden, zumindestens hatte er gestern abend sein Geburtsgewicht schon wieder fast erreicht. Wir haben ihn sogar zwischenzeitlich mal wieder zum Kanguruhen herausbekommen, auch wenn das ein ewiges Bangen ist ob es klappt. Jetzt hat er so wenig rote Blutkörperchen, dass er ganz schlapp und blass ist und nun gestern Blut bekommen hat. Hoffe, das schlägt an und er fängt jetzt so langsam an fit zu werden. Vorgestern abend war das ein elendes Gefühl, er sah so blass und schlapp aus und hatte ständig Atempausen und musste oft "angestupst" werden. Ich hatte echt Bedenken, er würde die Atemhilfe wieder brauchen. Ist aber glücklicherweise gestern nicht so gewesen. Trotz allem war er so stark, dass er ganze 3 ml (!! hurra!) aus der Flasche getrunken hat.
Aber ich habe halt auch das Gefühl, dass die Schwestern mein Baby mehr sehen und lieb haben dürfen als ich und mein Mann meinte neulich zu mir "Das ist Dein Baby, das gehört nicht der Klinik" als ich meinte, er könne das Baby doch nicht alleine zum Wickeln umdrehen. Er traut sich eh sehr viel mehr zu als ich und geht trotzdem er das Baby noch nie auf der Brust hatte, viel selbstverständlicher mit dem Kleinen um.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juli 2007 um 10:37

Hi tigger1177
ich habe auch nen früchen zuhause aus der 31+2 ssw sie war total unter entwickelt sie war 35cm und 995g sie musste zwei monate auf der intensiev liegen ich dachte auch es geht nie vorbei aber dann ging es auf einmal total schnell. leider musste sie mit sonde nachhause weil sie nicht trinken wollte und nun mit einem jahr kommt es langwamm mit dem trinken, sie froh um alles war er alleine trinkt und um alles was er alleine kann wirklich. geweint habe ich viel weil ich gar nicht realiesieren konnte das ich schwanger bin,war. und das eileen so früh kam. unsere hompage gucke doch mal vorbei ist. jule86.@oyla6.de

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram