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Wer hat Erfahrung mit Bereitschaftspflege?

6. Februar 2006 um 11:47

hallo, eigentlich wollten mein Mann und ich neben noch nicht vorhandenen Kindern ein bis zwei Pflegekinder aufnehmen.
Nach einem Gespräch beim Jugendamt hat man uns Bereitschaftspflege angeboten, da ich eine pädagogische Ausbildung + Studium habe.
Wer kann von Erfahrungen berichten?
Wir wissen, dass es eine Hammer-Herausforderung ist, wollen uns dieser aber gerne stellen.
Eingeladen zu einem Seminar sind wir schon.........
freue mich über Nachrichten

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5. März 2006 um 20:11

Gut überlegen!
Hallo, wir selbst haben einen kleinen Jungen in Pflege aufgenommen, er war knapp 3 Monate alt und ging mit 17 Monaten wieder in seine Herkunftsfamilie zurück. Am Anfang dachte ich, das wäre gut zu verkraften, aber die Rückführung war sehr, sehr schwierig, für das Kind am meisten, denn, erkläre mal einem so kleinen Kind, dass es nicht bei Dir bleiben kann, weil Du Pflegemutter bist. Er begann sich selbst zu verletzen, als er merkte, dass es bei uns gar nicht so sicher war (viele Besuche wurden bei seinen leiblichen Eltern angeordnet), der Junge wurde distanzlos, nahm nicht mehr zu, bekam Schreiattacken nachts, die nicht enden wollten, er war psychisch am Ende, bekam Depressionen. Für usnere Familie war dies sehr, sehr schwierig, denn letztendlich konnten wir dem kleinen Bub nicht helfen, das Gericht gab ihn zurück in seine Herkunftsfamilie (sehr zweifelhaft, ob er auf Dauer dort bleiben kann, aber unser Jugendamt arbeitet sehr stark auf Rückführung). Überlegt Euch gut, ob Ihr wirklich Bereitschaftspflege machen wollt, denn dieses ist eine sehr gro0e Herausforderung. Informiert Euch unter moses-online.de, agsp.de, Pflegeelternschule in Baden-Württemberg hat sehr gute Kursangebote, weiß allerdings nicht, ob Stuttgart nicht zu weit für Euch ist, denke mal, es gibt auch andere Pflegeelternschulen in Deutschland, Suchbegriff im Internet eingeben. Falls Ihr einen Beistand braucht (es kann sehr schwierig werden, denn die Zusammenarbeit mit Jugendamt und leiblichen Eltern ist eine große Herausforderung), wendet Euch an die Pflegeelternschule in Baden-Württemberg, fordert dort auch mal eine Broschüre an, sehr gute erfahrene Leute mit sehr guten Kursangeboten: Tel: 0711-6645793. Wünsche Euch für die Zukunft alles Gute und wenn Du Fragen hast, ich bin öfters im Forum.

Liebe Grüße Maria
P.S.:
Ich, als erfahrene Pflegemutter würde Euch raten, Euch vorab zu informieren, bei oben genannten Stellen, was es bedeutet, sowohl praktisch als auch seelisch als Bereitschaftspflegeeltern zu arbeiten. Ich habe da Zweifel, ob dies für Euch der richtige Weg ist, zumal Ihr noch keine Kinder habt. Es ist wirklich eine Hammer-Herausforderung und ein totales Wechselbad der Gefühle.

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6. März 2007 um 18:01

Bereitschaftspflege oder Dauerpflege, das ist ein grosser Unterschied
Hallo, ich bin seid 1,5 Jahren Pflegemutter und bin mit Leib und Seele dabei. Babys bis 6 Monate nehme ich auf und zwar in Form von Bereitschaftspflege. Das heisst, die Kinder kommen von heute auf Morgen zu mir und ich behalte sie solange bis geklärt wird, wo sie später verbleiben. Ob sie zun den Eltern zurück gehen, zu Dauerpflegeeltern oder in manchen Fällen auch zur Adoption frei gegeben werden. Bereitschaftspflege heisst in der Regel man bekommt ein Kind für einen Zeitraum von 2-3 Monaten, wenn es Schwierigkeiten gibt, kann es auch mal ein halbes Jahr werden.
Für mich ist es eine erfüllende Aufgabe, die Kinder bekommen in dieser Zeit viel Geborgenheit und Liebe. Egal wie kurz oder lang sie auch bleiben, der Trennungsschmerz ist immer der Gleiche. Das ist das Schwerste an der ganzen Sache.....Finde es jedenfalls super, wenn es noch mehr Menschen machen würden, denn die Hilfe wird dringend benötigt.....

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8. März 2007 um 20:12

Alle Achtung!
Mein Kompliment für euer Engagement! Das ist bestimmt eine große Herausforderung. Ich habe immer großen Respekt vor Menschen,die sowas auf sich nehmen. Klasse!!!

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11. März 2007 um 13:31

Hallo
der beitag stammt ja schon aus dem letzten Jahr...danke für die Antworten...

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19. März 2007 um 15:54
In Antwort auf addie_12037508

Gut überlegen!
Hallo, wir selbst haben einen kleinen Jungen in Pflege aufgenommen, er war knapp 3 Monate alt und ging mit 17 Monaten wieder in seine Herkunftsfamilie zurück. Am Anfang dachte ich, das wäre gut zu verkraften, aber die Rückführung war sehr, sehr schwierig, für das Kind am meisten, denn, erkläre mal einem so kleinen Kind, dass es nicht bei Dir bleiben kann, weil Du Pflegemutter bist. Er begann sich selbst zu verletzen, als er merkte, dass es bei uns gar nicht so sicher war (viele Besuche wurden bei seinen leiblichen Eltern angeordnet), der Junge wurde distanzlos, nahm nicht mehr zu, bekam Schreiattacken nachts, die nicht enden wollten, er war psychisch am Ende, bekam Depressionen. Für usnere Familie war dies sehr, sehr schwierig, denn letztendlich konnten wir dem kleinen Bub nicht helfen, das Gericht gab ihn zurück in seine Herkunftsfamilie (sehr zweifelhaft, ob er auf Dauer dort bleiben kann, aber unser Jugendamt arbeitet sehr stark auf Rückführung). Überlegt Euch gut, ob Ihr wirklich Bereitschaftspflege machen wollt, denn dieses ist eine sehr gro0e Herausforderung. Informiert Euch unter moses-online.de, agsp.de, Pflegeelternschule in Baden-Württemberg hat sehr gute Kursangebote, weiß allerdings nicht, ob Stuttgart nicht zu weit für Euch ist, denke mal, es gibt auch andere Pflegeelternschulen in Deutschland, Suchbegriff im Internet eingeben. Falls Ihr einen Beistand braucht (es kann sehr schwierig werden, denn die Zusammenarbeit mit Jugendamt und leiblichen Eltern ist eine große Herausforderung), wendet Euch an die Pflegeelternschule in Baden-Württemberg, fordert dort auch mal eine Broschüre an, sehr gute erfahrene Leute mit sehr guten Kursangeboten: Tel: 0711-6645793. Wünsche Euch für die Zukunft alles Gute und wenn Du Fragen hast, ich bin öfters im Forum.

Liebe Grüße Maria
P.S.:
Ich, als erfahrene Pflegemutter würde Euch raten, Euch vorab zu informieren, bei oben genannten Stellen, was es bedeutet, sowohl praktisch als auch seelisch als Bereitschaftspflegeeltern zu arbeiten. Ich habe da Zweifel, ob dies für Euch der richtige Weg ist, zumal Ihr noch keine Kinder habt. Es ist wirklich eine Hammer-Herausforderung und ein totales Wechselbad der Gefühle.

Was ist aus allem geworden?
Wie geht es euch denn mittlerweile? Wie war der Kurs und habt ihr schon Pflegekinder aufgenommen?

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27. September 2007 um 16:15

Nur zu....
.... es ist eine wundervolle, aber auch sehr aufwühlende Arbeit. Du solltest dir immer im klaren sein, dass das Kind, das heute über deine Schwelle tritt oder getragen wird auch wieder geht. Wenn du das kannst, bist du für die Bereitschaftspflege richtig. Ich mache seit 8 Jahren Bereitschaftspflege.

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