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Wer muss auch eine "geplatzte" Adoption verkraften?

28. Februar 2010 um 19:50

Ich suche Betroffene, die sich wie wir trennen mussten, weil die leibliche Mutter "das Kind" kurz nach der Geburt wieder zurückgenommen hat (der Kleine war schon ein paar wunderschöne Tage bei uns zu Hause). Wer kann uns helfen, über Anlaufstellen informieren, sich mit uns über das Erlebte unterhalten, uns einen Weg aus der Trauer aufzeigen? Danke für sämtliche Antworten,
trauriger Gruß, Ina

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18. März 2010 um 17:06

Das ist traurig
Liebe Ina,

vor einigen Jahren wollten wir ein Baby in Pflege nehmen. Im letzten Moment hat das Jugendamt leider eine andere Familie geeigneter gefunden. Das war sehr schmerzhaft.

Ich sende dir liebe Grüße

Mitja

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22. April 2010 um 19:16

Könnte es sein,
dass du keine Ahnung hast?
man adoptiert ein Kind um ihm was Gutes zu tun, aber man adoptiert doch "vielleicht sogar der wichtigere Aspekt" weil man ein Kind möchte, weil man es sich sooo wünscht und es nicht klappt.
Das Gefühl ist wie als wenn man sein Baby verliert.
Und das ist schrecklich.

Ich fühle mir euch..

lg Elena mit Lilly Marleen

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20. Juli 2010 um 11:32

Für dich mag das traurig sein
allerdings solltest du dich für den Kleinen freuen. Wenn keine wichtigen Gründe dagegen sprechen, ist der beste Platz für ein Kind an der Seite seiner leiblichen Mutter. Die ist ihm vertraut und da fühlt es sich am wohlsten. Das hat die Natur schon alles richtig eingerichtet. Deshalb hat seine Mutter jetzt auch die nätürlichen Instinkte entwickelt und ihn wieder zu sich genommen und von offizieller Seite scheint ja auch nichts dagegen zu sprechen...

Es ist sehr schlimm für ein Kind, mit dem Wissen zu leben, dass seine Mutter es weggegeben hat. Eine Freundin von mir wurde auch als Baby adoptiert und obwohl sie sehr gut Adoptiveltern hatte, die sehr liebevoll waren und ihr alles ermöglichten leidet sie bis heute darunter (Sie ist jetzt 33). Sie ist seit Jahren in psychologischer Behandlung. Sie sagt auch, sie im Unterbewußtsein immer wußte, das irgendetwas nicht stimmt, obwohl sie erst mit 15 erfahren hat, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind.

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3. Mai 2015 um 23:06

Hallo Ina,
ich sehe das dein Beitrag schon älter ist, möchte trotzdem darauf antworten, weil wir in einer ähnlichen Situation sind.
Es tut mir sehr leid was euch passiert ist. Klar muss man damit erstmal fertig werden. Ich denke man kann nicht pauschal sagen, das Kinder es bei leiblichen Eltern besser haben. Jedenfalls dann nicht wenn die Eltern zu Drogen greifen oder sonstiges. Und man darf bei sowas nicht vergessen das die kleinen Würmer dann schon zwei große Trennungen hinter sich haben. Die erste kurz nach der Geburt und die zweite, als sie wieder zur Herkunftsfamilie zurückkamen. Kinder sind kein Spielzeug welches man einfach so herumreichen kann. Auch leibliche Eltern sollten sich da mal genau Gedanken darum machen, was sie Ihren kleinen Würmern zumuten. Vorher das Gehirn einschalten hat noch keinem geschadet. Ich würde mich freuen, von Dir zu hören und hoffe das ihr den Schock überwunden habt.
Liebe Grüße

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19. Mai 2015 um 14:47

Re
Ich bin nicht der Meinung, dass es dem Kind immer in der leiblichen Familie besser geht, es gibt genug Beispiele, die das belegen. Vor allem, wenn die Familie sich bereits einmal gegen das Kind entschieden hat, dann läuft da ja wirklich nicht alles rund. Hätte sich die Familie nicht für die Adoption entschieden, wäre ja gar nicht zur Übergabe gekommen. Im Normalfall kommt ja bei keiner Frau /Familie kurz vor und nach der Geburt der Gedanke, das Kind wegzugeben.

Also, ich fühle mit.

Wir denken auch darüber nach, ein Pflegekind in unsere Familie aufzunehen, aber die mögliche Rückführung in die leibliche Familie hält uns noch ab. Es ist egal, ob ein Kind ein Tag, ein Monat, ein Jahr oder mehr bei den Ersatzeltern war, sie haben sich für ihn entschieden und bereits geliebt. Und allein der Gedanke, dass man sich trennen muss, ist sehr schmerzhaft.

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27. Juni 2016 um 1:26

Ich fühle mit Dir
Zwar waren wir noch nie so weit tatsächlich ein kleines Leben in den Armen halten zu dürfen, aber wir sollten schon dreimal eines vermittelt bekommen und die abgebenden Mütter haben sich immer vor Geburt wieder umentschieden. Das war für uns schon schlimm, da mag man sich gar nicht ausmalen wie es euch geht.

Ich hoffe ihr gebt nicht auf!
liebe Grüße Luzie

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