Home / Forum / Mein Baby / Wichtig thema impfen

Wichtig thema impfen

15. August 2011 um 9:26

hi,

mein schatz ist nun ja zehn wochen alt und nun stellt sich mir die fragen fürs impfen. Ich werde ihn sicher impfen lassen, aber ich weiss noch nicht wann genau, deswegen wär ich froh, wenn mir viele antworten könnten

Ist die 6fach eine lebend oder eine totimpfung?

Stimmt es, dass im letzten schwangerschaftsdrittel alle impfungen und alle meine immunstoffe auf das baby übergehen und diese 6 monate dort verbleiben?

habt ihr geimpft, ja was? wann?

habt ihr nicht geimpft? warum nicht? was nicht?

ich weiss gibt viele threads zu dem thema, aber beschäftigt mich grad sehr danke

lg matrizze

Mehr lesen

15. August 2011 um 10:14


danke werds mir auf jeden bestellen,

welche impfungen findest du unnötig und warum? was lässt du impfen?

ich bin sehr unsicher, klar die krankheiten gibts nicht mehr, aber sicher auch nur deswegen, weil eben flächendeckend geimpft wird, auf der anderen seite...hmmm auf so einen impfschaden hab ich auch keine lust ...

lg matrizze

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2011 um 10:19


tim wurde bereits das dritte mal geimpft, ihm geht's wunderbar. glaube zur u3 die erste, dann zur u4 und letzte woche., sechsfach hat er bekommen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2011 um 11:05

Ich habe nur die grundimpfungen impfen lassen
wie tetanus,hepatitis usw. aber die rotaviren ect. nicht.
ich habe nicht mal darüber nachgedacht es nicht machen zu lassen, weil es einfach dazugehört heutzutage. Für mich stellt die Impfung eine Schutz dar und basta.
Informier dich doch bei deinem Artzt oder Bücher ect. das kann dir wesentlich weiter helfen als dieses Forum.

grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2011 um 11:08


Also ich lass meine auch erst so mit 16 monaten gegen tetanus impfen!!
Die 6 fach ist schwachsinn denn warum zb gegen hep b in dem alter!!
Wie unten schon geschrieben gibt es gleichviele pro und contras!!
Ich würde nen arzt suchen der da eher ktitosch ist aber nicht dagegen!! Das hat mir geholfen zu entscheiden das nur tetsnus u im kiga alter masern geimpft wird!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2011 um 12:01

Hallo,
d
anke erstmal für die vielen antworten

ihr hab recht, es gibt viele pros und contras,

vielleicht kann mir noch jemand folgende Frage beantworten:

Wenn ich 2006 gegen alles was so kreucht und fleucht geimpft wurde, reicht es dann meinen Sohn erst mit sechs Monaten impfen zu lassen, weil er meine Immunabwehr hat?

Er kommt jetzt dann, entweder dieses oder nächstes Monat zur Tagesmutter, ist es dann ratsam ihn doch schon jetzt impfen zu lassen?

WEnn die 6fach doch eh ein Totimpfstoff ist, dann kann es doch gar net zu einer Impfreaktion kommen, oder?

sorry für die vielen fragen, aber iwie find ich keinen Arzt hier, der sich mal ordentlich zeit für meine Fragen nimmt , bzw sind die ärzte sowieso dazu angehalten zum impfen zu raten, zumindest bei uns in österreich hier.

danke lg matrizze

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. September 2011 um 14:26

Immer auf dem Teppich bleiben!
Ich würde mich gern auch einmal zum Thema Impfen äußern. Unsere Tochter ist gerade in die 16. Woche gekommen und wurde heute mit der 5-fach Impfung geimpft.

Leider ist es so das sich im Internet fernab von allen Normalverläufen aller Babys in einem Jahrgang immer nur die Negativschlagzeilen von Impfgegnern und Impfbefürwortern sammeln und diskutiert werden. Ich dachte mir deswegen mal etwas zu schreiben damit man sich nicht polarisieren lässt von den teilweise gebetsmühlenartigen Predigten von Leuten die es an sich selbst schätzen anderen ihr Leben zu dramatisieren (egal ob dabei Impfen befürwortet oder abgelehnt werden). Heute vor der Impfung ging im Wartebereich des Arztes genau dieses Thema um wie ein Lauffeuer, da einige Eltern zur I1 gekommen waren und einige waren vor Angst blas und das kann es ja so auch nicht sein.

In meiner Familie gibt es glücklicher Weise 2 Ärzte in 2 Generationen. Eine ist Kinderärztin seit der tiefsten DDR-Zeit, die Andere ergriff den Beruf in der Nachwendezeit. Ich bin also in dem glücklichen Umstand sehr viel über das Leben und den Menschen als solches zu erfahren.

Das Thema Gesundheit des Menschen ist mitnichten dafür ausgelegt experimentell oder spirituell in irgend welchen wilden Fantasien unserer Wohlstandsgesellschaft verbogen zu werden, sondern man muss als aller erstes begreifen das der Mensch heute nicht mehr in dem Umfeld lebt, für welches ihn die Natur einst geschaffen hat. Einerseits führte der Fortschritt und die Medizin (laut Impfgegnern ja alles nutzloser Kram) dazu, das wir heute auf eine Überbevölkerung zusteuern, andererseits erschlägt uns die Fülle an täglichen Eindrücken, wie Fernsehen und Smartphones usw. so dermaßen, dass wir mit den wirklich existenziellen Dingen nur noch selten in Berührung kommen und damit gern auf den Zug aufspringen, wenn jemand mal was ganz dramatisches zu erzählen hat.
Krankheiten gibt es in der Natur nicht umsonst. Nicht nur die Nahrungskette, sondern auch die Krankheiten bestimmten das Überleben der stärkeren Gattungen und sorgt für eine natürliche Selektion, der sich der Mensch seit fast 200 Jahren erfolgreich (zum Großteil) entzieht. Alleine hier liegt schon der erste Beweis dafür, dass moderne Medizin also irgendwie funktioniert. Das alter hergebrachtes oder alternatives evtl. besser funktioniert in einigen Bereichen steht dabei nicht zur Debatte. Es steht die Frage wie man ernsthaft Leuten Glauben schenken kann, die sich in Foren daran erfreuen anderen Impf- und Pharmakatastrophen zu beschreiben, die gern allzu oft als ärztliche Beratung fehlinterpretiert werden. Dabei ist es gar nicht so schwer sich selbst eine Meinung auf Fakten zu bilden.

Um nun nicht als Impfbefürworterin markiert zu werden möchte ich dazu sagen, dass es sicher eine Menge Impfen gibt, die man nicht benötigt (das gilt leider auch für viele Medikamente) aber daraus darf man auf keinen Fall ableiten das das für das komplette Impfwesen zutrifft. Ich nehme die Medizin in Anspruch die eben unsere Welt besser gemacht hat und dafür nehme ich die deutlichst niedrigeren Risiken gern in Kauf denn wie gesagt, was viele der vergessenen Krankheiten auslösen können entspricht im Durchschnitt nicht einmal ansatzweise den Gefahren einer Impfe.

Meine ältere Familienärztin brachte das Thema einmal passend auf den Grund und das sollte meiner Meinung nach für alle eine Leitfaden dafür sein wie man mit dem Thema Impfung und Gesundheit umgeht:

In der heutigen, modernen Gesellschaft ist der Tod und die Gefahr verdrängt und wirklich gefährliche und dezimierende Krankheiten sind so weit in den Hintergrund getreten, dass viele von ihnen den Schrecken verloren haben. Da sitzen bleiche Eltern bei mir in der Sprechstunde und bangen darum, dass ich jetzt ihr Kind vergifte, ohne zu wissen wie klein eigentlich Impfreaktionen oder gar bleibende Schäden sind im Gegensatz zu dem was die wirklich gefährlichen Krankheiten auslösen können. Nur weil heute durch die DDR-Impfpflicht und die Immunität der Erwachsenen keine offenen Epidemien mehr in den neuen Bundesländern herrschen, bedeutet das nicht, das man Impfschäden im Promillebereich hochstilisiert als wöllte uns die Pharmaindustrie tatsächlich vergiften wollen.

Am Ende zählen nur die Fakten:
Hier mal der typische Fakt: Wer in Indonesien Urlaub machen will, der muss sich z.B. bei der Impfberatung dramatische Geschichten über Japanische Enzephalitis und über Würmer anhören, die in den Körper wandern und in der Leber eine Menge Schaden anrichten können (Elefantenkrankheit). Nicht selten überlegt es sich die Familie anders und fliegt lieber nach Griechenland.
Gegenfakt: In Deutschland herrscht akute Gefahr vor Zecken (FSME und Borreliose), genau interessiert aber fast keinen. Die Ärztin fragt sogar sehr oft, wer von Ihnen hat eine Zeckenzange dabei? Hm, komisch, über Impfschäden jammern aber keinen aktiven Schutz vor wirklichen alltäglichen Gefahren haben.

Anderes Beispiel: Um Himmel Willen, wir machen Urlaub in Afrika, da brauchen wir unbedingt für 1000 Euro Malariatabletten (die im Sinne der Medizingegner allesamt nutzlos sind) aber dabei vergessen, das die stinknormale Grippe jedes Jahr in Deutschland zwischen 7000 und 30000 Toten. So viele Tote gab es seit der Erfindung der Impfung nicht zusammen.

Und um auf das Thema Kinder zurück zu kommen:

Hier Gefahren der Impfungen:

-Die Gefahr einer tödlichen Impfreaktion liegt im Promillebereich und liegt an der Art der Impfe und nicht am Serum. Es gab auch schon Tote, die zur Ohrprophylaxe an Salzwasserlösung gehangen wurden.
-Die Gefahr einer dauerhaften Impfschädigung liegt noch immer im 0,0X Bereich
-Mittelschwere Impfreaktionen, wie schweres Fieber oder Autoimmunreaktionen liegen im 0,X bis 1,X Bereich
-Häufige Impfreaktionen wie Schreiben oder Zappeln liegen statistisch unter 10%.
-Ein Impfschutz ist niemals so hoch wie der einer durchgemachten Krankheit aber schützt im Falle dessen die Krankheit doch ausbrechen sollte besser, weil der Körper bereits den Erreger kennt. Die Fälle verlaufen also nicht so schwer und komplikativ.

Jetzt die Gefahren der Kinderkrankheiten:

Polio:
-In ungeimpften Regionen kommen auf 100.000 Erkrankte ca. 33% Tote und 30% dauerhaft geschädigte Patienten.
- Es kann oft zu asymptoten Verläufen kommen die allesamt zu dauerhaften Schwerstbehinderungen führen können. Gefahr über 50% durch Parallelinfektionen.

Tetanus:

-Die Sterblichkeit liegt bei 25%
-Über 90% maschinelle Beatmung notwendig

Keuchhusten:

-Für Säuglinge unter 6 Monaten Lebensgefährlich
-Für Kinder bis 1,5 Jahre mit mind. 2 wöchigem Krankenhausaufenthalt verbunden und extrem Kräfteraubend.
-Bei Parallelerkrankungen in der kalten Jahreszeit potentiell Lebensgefährlich.
-Parallelerkrankung 15 bis 20% Lungenentzündung
-Dauerschädigung (z.B. Gehirn) ca. 0,4%
-Sterblichkeitsrate bei Säuglingen unter 6 Monaten 0,1%

HIB:

-Potentiell größte Gefahr: Zu spät erkannt führt die Erkrankung zu einer eintrigen Gehirnentzündung mit einer Sterblichkeit von ca. 60%
-Ca. 5% aller Erkrankten behalten eine dauerhafte Behinderung

Diphterie

-Potentielle Dauergefahr durch Erstickungstod
-Ca. 15% Herzmuskelentzündungen
-Ca. 5% Polineuritis (Nervenentzündungen)
-Lungenentzündung als Spätfolge


So, jetzt an dieser Stelle, im Vergleich der Zahlen und Gefahren, (die sich jeder auch selbst zusammen suchen kann) muss sich jeder nur 2 Fragen beantworten:

1.Glaube ich den Impfkritikern das wirklich alle Impfen nutzlos sind? Bestätigt das die moderne Medizin?

2.Welche Gefahr wiegt für mich schwerer: Die Gefahr durch Impfschäden oder die Gefahr durch die Krankheiten und deren aktuelle Verbreitung in Deutschland?

Ich habe für mich gewählt, dass die Gefahren durch das Impfen deutlichst niedriger sind als die Gefahren der Krankheiten, egal ob diese auch extrem selten sind oder nicht. Ich habe auch immer eine Zeckenzange dabei, weil man das Risiko einer Erkrankung in den ersten 7 Stunden nach Stich in den 0,X% Bereich senkt (voraus gesetzt man entfernt die Zecke korrekt).

In meiner Familie gab es einen leichten und einen schweren Impfschaden in den letzten 25 Jahren.
1.Purpura Schönlein Hennoch nach einer Grippeschutzimpfung (wurde nicht als Impfschaden anerkannt). Keine Dauerschäden, 2 Wochen Krankenhaus, Kortison Therapie. Weiblicher Erkrankter 23 Jahre alt.
2.Omnipräsente Oberarm Muskelschwellung und Muskelabbau, sowie Entzündung. Ein Teil des Muskels wurde operativ entfernt, keine Dauerschäden. Männlicher Erkrankter, 49 Jahre alt.

-Meine Oma verstarb im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung nach einer Grippe
-Mein Großvater verstarb durch Medikamenten Missbrauch (durch seine schwere Arbeit, oft Schmerzmittel usw.) im Alter von 70 Jahren nach Leukämie

Ich esse aus dem Wald übrigens auch keine ungewaschenen Blaubären oder sonst etwas, weil der Jäger bei uns im Ort leider elendig am Fuchsbandwurm zu Grunde gegangen ist. Das ist übrigens auch eine ständige einheimische Gefahr (Sterblichkeit 100%), die so gut wie jeder Deutsche ignoriert, sich aber durch die dramatischen Impfreaktion wie 3 Tage Schreien nach Impfung an den Kreislaufkollaps bibbert.

Selbst wer mit mir keiner Meinung ist sollte mir zumindest im Punkt zustimmen das sachliches Abwiegen der Risiken unweigerlich zum Ergebnis führt und man sollte immer genau hinsehen ob man nicht viel größere Gefahren tagtäglich ignoriert.


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. September 2011 um 15:34
In Antwort auf lesia_12720523

Immer auf dem Teppich bleiben!
Ich würde mich gern auch einmal zum Thema Impfen äußern. Unsere Tochter ist gerade in die 16. Woche gekommen und wurde heute mit der 5-fach Impfung geimpft.

Leider ist es so das sich im Internet fernab von allen Normalverläufen aller Babys in einem Jahrgang immer nur die Negativschlagzeilen von Impfgegnern und Impfbefürwortern sammeln und diskutiert werden. Ich dachte mir deswegen mal etwas zu schreiben damit man sich nicht polarisieren lässt von den teilweise gebetsmühlenartigen Predigten von Leuten die es an sich selbst schätzen anderen ihr Leben zu dramatisieren (egal ob dabei Impfen befürwortet oder abgelehnt werden). Heute vor der Impfung ging im Wartebereich des Arztes genau dieses Thema um wie ein Lauffeuer, da einige Eltern zur I1 gekommen waren und einige waren vor Angst blas und das kann es ja so auch nicht sein.

In meiner Familie gibt es glücklicher Weise 2 Ärzte in 2 Generationen. Eine ist Kinderärztin seit der tiefsten DDR-Zeit, die Andere ergriff den Beruf in der Nachwendezeit. Ich bin also in dem glücklichen Umstand sehr viel über das Leben und den Menschen als solches zu erfahren.

Das Thema Gesundheit des Menschen ist mitnichten dafür ausgelegt experimentell oder spirituell in irgend welchen wilden Fantasien unserer Wohlstandsgesellschaft verbogen zu werden, sondern man muss als aller erstes begreifen das der Mensch heute nicht mehr in dem Umfeld lebt, für welches ihn die Natur einst geschaffen hat. Einerseits führte der Fortschritt und die Medizin (laut Impfgegnern ja alles nutzloser Kram) dazu, das wir heute auf eine Überbevölkerung zusteuern, andererseits erschlägt uns die Fülle an täglichen Eindrücken, wie Fernsehen und Smartphones usw. so dermaßen, dass wir mit den wirklich existenziellen Dingen nur noch selten in Berührung kommen und damit gern auf den Zug aufspringen, wenn jemand mal was ganz dramatisches zu erzählen hat.
Krankheiten gibt es in der Natur nicht umsonst. Nicht nur die Nahrungskette, sondern auch die Krankheiten bestimmten das Überleben der stärkeren Gattungen und sorgt für eine natürliche Selektion, der sich der Mensch seit fast 200 Jahren erfolgreich (zum Großteil) entzieht. Alleine hier liegt schon der erste Beweis dafür, dass moderne Medizin also irgendwie funktioniert. Das alter hergebrachtes oder alternatives evtl. besser funktioniert in einigen Bereichen steht dabei nicht zur Debatte. Es steht die Frage wie man ernsthaft Leuten Glauben schenken kann, die sich in Foren daran erfreuen anderen Impf- und Pharmakatastrophen zu beschreiben, die gern allzu oft als ärztliche Beratung fehlinterpretiert werden. Dabei ist es gar nicht so schwer sich selbst eine Meinung auf Fakten zu bilden.

Um nun nicht als Impfbefürworterin markiert zu werden möchte ich dazu sagen, dass es sicher eine Menge Impfen gibt, die man nicht benötigt (das gilt leider auch für viele Medikamente) aber daraus darf man auf keinen Fall ableiten das das für das komplette Impfwesen zutrifft. Ich nehme die Medizin in Anspruch die eben unsere Welt besser gemacht hat und dafür nehme ich die deutlichst niedrigeren Risiken gern in Kauf denn wie gesagt, was viele der vergessenen Krankheiten auslösen können entspricht im Durchschnitt nicht einmal ansatzweise den Gefahren einer Impfe.

Meine ältere Familienärztin brachte das Thema einmal passend auf den Grund und das sollte meiner Meinung nach für alle eine Leitfaden dafür sein wie man mit dem Thema Impfung und Gesundheit umgeht:

In der heutigen, modernen Gesellschaft ist der Tod und die Gefahr verdrängt und wirklich gefährliche und dezimierende Krankheiten sind so weit in den Hintergrund getreten, dass viele von ihnen den Schrecken verloren haben. Da sitzen bleiche Eltern bei mir in der Sprechstunde und bangen darum, dass ich jetzt ihr Kind vergifte, ohne zu wissen wie klein eigentlich Impfreaktionen oder gar bleibende Schäden sind im Gegensatz zu dem was die wirklich gefährlichen Krankheiten auslösen können. Nur weil heute durch die DDR-Impfpflicht und die Immunität der Erwachsenen keine offenen Epidemien mehr in den neuen Bundesländern herrschen, bedeutet das nicht, das man Impfschäden im Promillebereich hochstilisiert als wöllte uns die Pharmaindustrie tatsächlich vergiften wollen.

Am Ende zählen nur die Fakten:
Hier mal der typische Fakt: Wer in Indonesien Urlaub machen will, der muss sich z.B. bei der Impfberatung dramatische Geschichten über Japanische Enzephalitis und über Würmer anhören, die in den Körper wandern und in der Leber eine Menge Schaden anrichten können (Elefantenkrankheit). Nicht selten überlegt es sich die Familie anders und fliegt lieber nach Griechenland.
Gegenfakt: In Deutschland herrscht akute Gefahr vor Zecken (FSME und Borreliose), genau interessiert aber fast keinen. Die Ärztin fragt sogar sehr oft, wer von Ihnen hat eine Zeckenzange dabei? Hm, komisch, über Impfschäden jammern aber keinen aktiven Schutz vor wirklichen alltäglichen Gefahren haben.

Anderes Beispiel: Um Himmel Willen, wir machen Urlaub in Afrika, da brauchen wir unbedingt für 1000 Euro Malariatabletten (die im Sinne der Medizingegner allesamt nutzlos sind) aber dabei vergessen, das die stinknormale Grippe jedes Jahr in Deutschland zwischen 7000 und 30000 Toten. So viele Tote gab es seit der Erfindung der Impfung nicht zusammen.

Und um auf das Thema Kinder zurück zu kommen:

Hier Gefahren der Impfungen:

-Die Gefahr einer tödlichen Impfreaktion liegt im Promillebereich und liegt an der Art der Impfe und nicht am Serum. Es gab auch schon Tote, die zur Ohrprophylaxe an Salzwasserlösung gehangen wurden.
-Die Gefahr einer dauerhaften Impfschädigung liegt noch immer im 0,0X Bereich
-Mittelschwere Impfreaktionen, wie schweres Fieber oder Autoimmunreaktionen liegen im 0,X bis 1,X Bereich
-Häufige Impfreaktionen wie Schreiben oder Zappeln liegen statistisch unter 10%.
-Ein Impfschutz ist niemals so hoch wie der einer durchgemachten Krankheit aber schützt im Falle dessen die Krankheit doch ausbrechen sollte besser, weil der Körper bereits den Erreger kennt. Die Fälle verlaufen also nicht so schwer und komplikativ.

Jetzt die Gefahren der Kinderkrankheiten:

Polio:
-In ungeimpften Regionen kommen auf 100.000 Erkrankte ca. 33% Tote und 30% dauerhaft geschädigte Patienten.
- Es kann oft zu asymptoten Verläufen kommen die allesamt zu dauerhaften Schwerstbehinderungen führen können. Gefahr über 50% durch Parallelinfektionen.

Tetanus:

-Die Sterblichkeit liegt bei 25%
-Über 90% maschinelle Beatmung notwendig

Keuchhusten:

-Für Säuglinge unter 6 Monaten Lebensgefährlich
-Für Kinder bis 1,5 Jahre mit mind. 2 wöchigem Krankenhausaufenthalt verbunden und extrem Kräfteraubend.
-Bei Parallelerkrankungen in der kalten Jahreszeit potentiell Lebensgefährlich.
-Parallelerkrankung 15 bis 20% Lungenentzündung
-Dauerschädigung (z.B. Gehirn) ca. 0,4%
-Sterblichkeitsrate bei Säuglingen unter 6 Monaten 0,1%

HIB:

-Potentiell größte Gefahr: Zu spät erkannt führt die Erkrankung zu einer eintrigen Gehirnentzündung mit einer Sterblichkeit von ca. 60%
-Ca. 5% aller Erkrankten behalten eine dauerhafte Behinderung

Diphterie

-Potentielle Dauergefahr durch Erstickungstod
-Ca. 15% Herzmuskelentzündungen
-Ca. 5% Polineuritis (Nervenentzündungen)
-Lungenentzündung als Spätfolge


So, jetzt an dieser Stelle, im Vergleich der Zahlen und Gefahren, (die sich jeder auch selbst zusammen suchen kann) muss sich jeder nur 2 Fragen beantworten:

1.Glaube ich den Impfkritikern das wirklich alle Impfen nutzlos sind? Bestätigt das die moderne Medizin?

2.Welche Gefahr wiegt für mich schwerer: Die Gefahr durch Impfschäden oder die Gefahr durch die Krankheiten und deren aktuelle Verbreitung in Deutschland?

Ich habe für mich gewählt, dass die Gefahren durch das Impfen deutlichst niedriger sind als die Gefahren der Krankheiten, egal ob diese auch extrem selten sind oder nicht. Ich habe auch immer eine Zeckenzange dabei, weil man das Risiko einer Erkrankung in den ersten 7 Stunden nach Stich in den 0,X% Bereich senkt (voraus gesetzt man entfernt die Zecke korrekt).

In meiner Familie gab es einen leichten und einen schweren Impfschaden in den letzten 25 Jahren.
1.Purpura Schönlein Hennoch nach einer Grippeschutzimpfung (wurde nicht als Impfschaden anerkannt). Keine Dauerschäden, 2 Wochen Krankenhaus, Kortison Therapie. Weiblicher Erkrankter 23 Jahre alt.
2.Omnipräsente Oberarm Muskelschwellung und Muskelabbau, sowie Entzündung. Ein Teil des Muskels wurde operativ entfernt, keine Dauerschäden. Männlicher Erkrankter, 49 Jahre alt.

-Meine Oma verstarb im Alter von 81 Jahren an einer Lungenentzündung nach einer Grippe
-Mein Großvater verstarb durch Medikamenten Missbrauch (durch seine schwere Arbeit, oft Schmerzmittel usw.) im Alter von 70 Jahren nach Leukämie

Ich esse aus dem Wald übrigens auch keine ungewaschenen Blaubären oder sonst etwas, weil der Jäger bei uns im Ort leider elendig am Fuchsbandwurm zu Grunde gegangen ist. Das ist übrigens auch eine ständige einheimische Gefahr (Sterblichkeit 100%), die so gut wie jeder Deutsche ignoriert, sich aber durch die dramatischen Impfreaktion wie 3 Tage Schreien nach Impfung an den Kreislaufkollaps bibbert.

Selbst wer mit mir keiner Meinung ist sollte mir zumindest im Punkt zustimmen das sachliches Abwiegen der Risiken unweigerlich zum Ergebnis führt und man sollte immer genau hinsehen ob man nicht viel größere Gefahren tagtäglich ignoriert.



Der Text spricht mir aus der Seele.
Ja, Impfen ist kein Spaß, mein Kleiner hat beide Male bitterlich geweint und wenn er wüsste, dass da nochmal hin muss, dann würden ihm wahrscheinlich schon jetzt die Tränen in die Augen steigen.
Ich denke aber auch, dass die Gefahren der Krankheiten, die Gefahren des Impfens überwiegen und hab mich deshalb gegen meinen Mann (und meine Schwiegermutter - Impfgegnerin) durchgesetzt und meinen Zwerg impfen lassen.
Beim ersten Mal war er ein wenig warm (nicht über 38) und beim zweiten Mal nur schlecht drauf für 2 Tage.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. September 2011 um 18:48


Soweit ich informiert bin ist die 6-fach Impfung ein Totimpfstoff.
Ich weiß nur dass das Kind durch die Muttermilch Antikörper aufnimmt, wie lange die allerdings anhalten weiß ich auch nicht.
Wir haben alles nach der normalen Impfempfehlung impfen lassen, zusätzlich haben wir auch gegen Rotaviren impfen lassen.
Soweit hat sie alles gut verkraftet. Ich werd nur nie wieder mein Kind impfen lassen wenn es verschnupft ist oder sonstiges obwohl mein Arzt meinte ohne Fieber wäre dass kein Problem. Es war eines, Kind war danach eine Woche richtig Erkältet

Gruß Simone

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper