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Wie bereitet ihr euch auf schwierige Gespräche vor?

9. November 2015 um 15:27

Ich muss heute abend etwas mit meinem Mann besprechen und mir ist jetzt schon schlecht wenn ich daran denke.
ich weiß ich werde noch vor dem erst Satz los heulen, was alles nur schwieriger macht.
also gebt mir mal Tips, damit ich nicht wieder einen Rückzieher mache vor Nervosität!

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9. November 2015 um 15:31

Wenn
Es so gravierend ist vielleicht auf Papier schreiben und ihm geben? manchmal kann man sich so besser ausdrücken

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9. November 2015 um 15:36

Vielleicht
schilderst du grob, um was es geht. Find es sonst schwierig, dir zu helfen

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9. November 2015 um 15:37

Grundregeln
1. Bereite ihn vor. Sag rechtzeitig dass du etwas besprechen willst, auch schon grob worum es geht und vereibare einen zeitpunkt wo ihr allein und ungestört reden könnt 2. Rede nur von dir. Also Ich-Botschaften, was du denkst, fühlst, beobachtest, vermutest 3. Gib ihm die Gelegenheit seine Sicjt der Dinge darzustellen 4. Habe einen Lösungsvorschlag aber sei offen für Alternativen Alles Gute

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9. November 2015 um 16:02

Danke schonmal
Also eigentlich wollte ich es nicht so explizit schreiben, hatte mir sogar mal überlegt einen Zweitnick anzulegen, aber gut.
Es geht um mich und meine psychische Verfassung, mir geht es sehr sehr schlecht, habe (vermutlich) Depressionen und leider teilweise auch Selbstmordgedanken. Nixht dass ich es wirklich machen würde, aber dennoch.
Ich habe daher beschlossen mein Studium abzubrechen, mit dem ich eigentlich längst hätte fertig sein MÜSSEN. Aber ich kann es nicht mehr, ich kriege es nicht hin und muss nun einfach zugeben, dass ich gescheitert bin!
Viele Jahre und viel Geld für nichts und das zu zugeben fällt mir sehr schwer zumal ich auch nicht weiß wie er reagiert!

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9. November 2015 um 16:12

Ja.. angstpipi
Muss ich IMMER wenn ich nervös bin. .

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9. November 2015 um 16:24

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt

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9. November 2015 um 16:26
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt

Also iich gglaube kaum, dass es mit zusammenreißen getan ist
Aber gut... das tue ich schon sehr sehr lange und es hat mich erst in diese Lage gebracht!

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9. November 2015 um 16:28
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt

Da
ist es ja Das "reiß dich mal zusammen"

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9. November 2015 um 16:30
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt

Achso und ich hoffe mein Mann reagiert etwas menschlicher
Also du hier.. ich erpresse damit niemanden und habe das auch nicht vor!

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9. November 2015 um 16:30
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt


Also wirklich Du kannst doch überhaupt nicht beurteilen, wie schlecht es ihr geht, wie ernst die Gedanken sind usw.
Und das mit dem Studium ist keine spontane Idee, die ihr heute Morgen beim Frühstück kam. Glaube, da knabbert sie schon länger mit rum

Dein Posting macht ihr jetzt sicher richtig Mut....

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9. November 2015 um 16:31

Würde psychische Hilfe in Anspruch nehmen...
Lass dich vom Psychologen krankschreiben und dann versuchst es im nächsten Jahr zu beenden. Würde nicht aufgeben so kurz vorm Ziel

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9. November 2015 um 16:32
In Antwort auf schnuki850

Würde psychische Hilfe in Anspruch nehmen...
Lass dich vom Psychologen krankschreiben und dann versuchst es im nächsten Jahr zu beenden. Würde nicht aufgeben so kurz vorm Ziel

Scheiss Korrektur!
Psychologische Hilfe soll es natürlich heißen

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9. November 2015 um 16:33

Ja aber versuch es doch
auch gerne mit professioneller Hilfe. Aber es nützt nichts wenn du es nicht beendest. Das wird immer ein schwarzer Fleck in deinem Lebenslauf bleiben.

Mach doch ein halbes Jahr Pause und ein ähnliches Praktikum. Damit du Zeit für dich hast. Ohne Druck. Manche brauchen halt länger zum Studieren. Können nicht alle überfliegen sein.

Hast du dich schon mal an deine Uni gewandt? Dort gibt es doch so ein Studentenhilfswerk?

Meine Cousine hatte das auch. Die Pause hat ihr sehr gut getan. Heute fragt keiner mehr danach

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9. November 2015 um 16:34

Gerade wenn du depressionen haben solltest...
...würde ich nichts unüberlegtes tun, wie das Studium abbrechen. Mit Medikamenten und einer Therapie kann man sehr viel ausrichten, was dir jetzt vielleicht unvorstellbar erscheint. Rede ganz ruhig mit deinem Mann. Tränen sind nix schlimmes, aber sei offen. Und morgen früh holst du dir Hilfe. Pausiere vielleicht einfach ein Semester, bis es dir etwas besser geht und du Kraft schöpfen konntest! Alles Gute!

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9. November 2015 um 16:38

Ich sag auch, dass
du dich zusammen reißen sollst, aber NICHT bei der Sache an sich. Selten so einen unsensiblen Scheiß gelesen wie von der vorhangstange... Aber ich finde es wichtig, dass du wenigstens versuchst, dich bei dem Gespräch zusammen zu reißen.
Also nicht sofort in Tränen ausbrechen, wenns geht. Mein Freund würde dem völlig hilflos gegenüber stehen und glauben, es wäre jemand gestorben, wenn ich schon weinend ein Gespräch beginne.
Und ansonsten...sei ehrlich; schonungslos offen und vertrau darauf, dass dein Mann genau richtig reagiert; es vielleicht sogar schon ahnt und erleichtert ist, dass du dir Hilfe suchst!
Also tiiiief einatmen und raus damit! Du packst das!

Im übrigen wird deine bisherige Leidensfähigkeit und das 'reiß dich mal zusammen' Gelabere genau der Grund sein, aus dem du eben nicht mehr kannst und deswegen ist der Schritt, sich Hilfe zu holen und eine Atempause einzufordern von dir genau richtig!

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9. November 2015 um 16:44
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt


Das ist doch nicht dein Ernst, was du da geschrieben.

Dein erster Absatz ist wirklich die Höhe... "reiss dich doch mal zusammen" na wenn das für depressive Menschen sooo einfach wäre, dann wäre diese Krankheit bei weitem nicht so schlimm, wie sie es ist.
"Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist" - na herzlichen Glückwunsch. Damit hast du einen Menschen, der in diesem Moment nichts dringender brauch, als deine Hilfe und Unterstützung und Liebe, geradewegs in den Tod geschickt.

Bei solch einer Ansicht ist es nicht verwunderlich, dass noch zu viele Betroffene einfach vor sich hin schweigen

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9. November 2015 um 16:54

Ja danke dir!
Also mit dem Studium ist es eine sehr lange Geschichte aber ich merke immer mehr, dass es momentan der Auslöser für alles ist. Da gibt es natürlich noch mehr aber der Schritt muss nun kommen. Was ich danach mache, mal sehen. Ich arbeite ja auch, so ist es nicht.
Ich muss nun erstmal psychologische Hilfe in Anspruch nehmen und dann weitersehen was die Zukunft bringt!

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9. November 2015 um 16:56
In Antwort auf kamala_11901399

Ich sag auch, dass
du dich zusammen reißen sollst, aber NICHT bei der Sache an sich. Selten so einen unsensiblen Scheiß gelesen wie von der vorhangstange... Aber ich finde es wichtig, dass du wenigstens versuchst, dich bei dem Gespräch zusammen zu reißen.
Also nicht sofort in Tränen ausbrechen, wenns geht. Mein Freund würde dem völlig hilflos gegenüber stehen und glauben, es wäre jemand gestorben, wenn ich schon weinend ein Gespräch beginne.
Und ansonsten...sei ehrlich; schonungslos offen und vertrau darauf, dass dein Mann genau richtig reagiert; es vielleicht sogar schon ahnt und erleichtert ist, dass du dir Hilfe suchst!
Also tiiiief einatmen und raus damit! Du packst das!

Im übrigen wird deine bisherige Leidensfähigkeit und das 'reiß dich mal zusammen' Gelabere genau der Grund sein, aus dem du eben nicht mehr kannst und deswegen ist der Schritt, sich Hilfe zu holen und eine Atempause einzufordern von dir genau richtig!


Ja.. das ist bei meinem Mann genauso! Er ist mit Tränen meinerseits schnell überfordert. Ich hoffe ich kriege zumindest halbwegs Tränen freie Sätze hin. Damit ich in der Lage bin alles zu erzählen und er mich dann auch vversteht!

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9. November 2015 um 17:08

Ach gott
mäuschen ich drücke dich mal ganz ganz Doll!!! dein mann wird dir nicht böse sein,wieso sollte er auch. es geht um deine Gesundheit um dein Wohlbefinden . kannst du eine pause einlegen?aussetzen? in der zeit psychologische Hilfe aufsuchen und schauen ob du es dann doch zu ende machen möchtest? bitte hör auf zu sahen dass du gescheitert bist, denn das bist du nicht! du hast eine Erfahrung gesammelt. und das ist wichtig. ich bin mir ganz ganz sicher dass dein mann dich in den arm nehmen wird und du überhaupt keine angst haben musst

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9. November 2015 um 17:08
In Antwort auf xvorhangstangex

Hallo
Also dass du reden wilst, ist sehr gut.

Aber reiss dich doch mal zusammen und zieh dein Studium durch. Und dass du dich umbringen willst, ist reine Erpressung und sehr egoistisch von dir! Wenn du meine Partnerin wärst, wüsstest du gleich, wo die Türe ist.

Ich würde ihm wirklich mal alles erzählen, was dir auf der Seele brennt.

Vielleicht hängst du ein Semester dran oder machst eines lang Pause?

Wenn du das nicht schmeisst,ist es ein anderer Job. Und wer stellt jeMandeln ein, der kurz vorm Ziel das Handtuch schmeißt?

Jetzt bist du so kurz vorm Ziel also Arschbacken zusammenkneifen und Endspurt

Meine Güte bist du eine unsensible
Person, du bist ja echt fürchterlich....
Noch nie so viel Müll gelesen, wobei von dir ist man es ja mittlerweile, leider gewohnt.
Und nein, Menschen die suizid Gedanken äussern tun das nicht weil sie andere damit erpressen wollen, solche dummen Aussagen wie die deine sind ein Grund dafür warum viele dieser Menschen lieber ihre Klappe halten statt sich zu offenbaren.
Meine Große Tochter hat vor nem halben Jahr eine Freundin durch Selbstmord verloren, das Mädchen war schwer depressiv und fand im Leben keine Erfüllung mehr.
Ihr letzter Gedanke für diesen Akt war wohl kaum ihre Eltern zu erpressen.
Wenn du schon keine Ahnung von der Materie hast, dann schweige einfach.
Du bist echt ein ganz schlimmer Mensch mit noch schlimmeren Aussagen.....

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9. November 2015 um 17:08

Danke für diesen Tipp
Auch an Elswedy unten.
ich bin mir unsicher ob ich das so kann... aber ich will nacher versuchen was aufzuschreiben, selbst wenn es mir nur im Gespräch als Gedankenstütze dienen sollte..

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9. November 2015 um 17:23

Nichts überstürzen
Es wurde schon gesagt und ich möchte es gern bestärken: Suche dir eine psychotherapeutische Unterstützung und treffe nachhaltige Entscheidungen AUSSCHLIEßLICH in einer stabilen Phase. Ich schreibe hier, weil ich ebenfalls schwer depressiv war (sogar Klinik etc.) und ebenfalls mein Studium beinahe abgebrochen hätte.
Mit dem Begriff "Überdrussgedanken" können sich azßenstehende meist besser identifizieren. Also sich hilflos zu fühlen, keine Zuversicht mehr zu haben, keinen Ausweg zu sehen bzw. keine Kraft für den möglichen Ausweg zu haben.

Zum Gespräch:
Überleg dir, was du dir von deinem Partner wünschst, wovor du Angst hast (was er z.b. tun oder sagen könnte). Ich denke nicht, dass in so einem Gespräch alles auf den Tisch muss und sollte. Dazu dient eine Therapie, Häppchenweise zu verdauen, auszukotzen und ggf. den Ernährungsstil zu ändern (im metaphorischen Sinne).

Aus meiner Erfahrung kann ich dir ziemlich sicher sagen, dass das Studium nicht Grund für deinen Gemütszustand ist. Vielleicht ist es nicht das richtige, möglich. Aber krank gemacht haben dich Muster damit umzugehen und vielleicht noch einige andere Dinge in deinem Leben.

Alles Gute!

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9. November 2015 um 17:23

Hey
Ich denk an dich. Er ahnts ja vielleicht schon. Er wird bestimmt nicht doof reagieren.
Und wenn du mich irgendwie brauchen kannst weisst du ja wo du mich findest.
Darfst dich gerne auch einfach mal ausheulen.
Alles Gute.
Fischli

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9. November 2015 um 17:46

Ach Katha...
Selbst wenn Du "gescheitert" bist in den Augen anderer, so hättest Du für Dich eine wichtige Erfahrung gemacht. Es ist alles eine Frage des Blickwinkels.

Zur Aussage unten: Zu einem depressiven Menschen zu sagen "reiß Dich zusammen" ist ähnlich wie bei einem Asthmatiker zu denken: "Reiß Dich zusammen, ist doch genug Luft zum Atmen da." Und? Nützt's was? Nö (außer vllt. sich selbst, weil man sich über denjenigen stellen kann und sich denken kann: Gott, was für ne Weichflöte)...

Und jetzt nochmal zu Dir, liebe Katha...

Nimm Dir die Zeit, Dich RICHTIG dolle auszuweinen. Es heilt und hilft. Wirklich. (Ich bin mittlerweile froh über jede Träne, die ich weinen kann - habe lange gebraucht, das wieder zuzulassen - da ist ja immer wieder der Gedanke "wer weint ist schwach")... Männer sind damit überfordert, ja, aber vllt. hilft es, vorher einen kleinen Zettel zu schreiben und Deinem Mann mitzuteilen, dass Du KEINE Ratschläge möchtest im ersten Moment (denn Ratschläge sind auch Schläge), sondern einfach mal "Freiraum" im Inneren schaffen. Ihm vorher mitzuteilen, dass Dir klar ist, dass es für ihn (so wie für die meisten Männer) schwer ist, die Frau weinen zu sehen - sie wollen da immer sehr schnell trösten oder ziehen es alternativ ins Lächerliche, einfach aus purer Überforderung, weil sie's nicht ertragen können (im Übrigen sehe ich das bei Menschen ähnlich, die sagen: "reiß Dich zsamm." Aus eigener Erfahrung heraus sagen das meist diejenigen, die sich keine Sekunde der vermeintlichen Schwäche zugestehen wollen und können und somit damit überfordert sind, wenn andere sich das zugestehen)... Dass Du Dir einfach "Luft" machen möchtest, und dass die Tränen die Seele mit reinigen können.
Mein Mann kam sehr lange nicht damit zurecht, mich weinen zu sehen... Mittlerweile nimmt er mich dann einfach in den Arm und lässt mich sonst in Ruhe, redet nicht, hört maximal zu, wenn er merkt ich möchte und kann reden (denn manchmal ist der Kloß gaaaaanz groß und reden geht auch gar nicht)...

Erstens finde ich nach wie vor nicht, dass Depressionen ein Zeichen von Schwäche sind, sondern eher ein Zeichen dessen, dass man zu lange krampfhaft versucht hat, stark zu sein. Das raubt unheimlich viel Energie und es ist einfach eine Schutzfunktion der Seele, bevor wir vor die Hunde gehen...

Und zweitens: zum Thema weinen... Habe ich heute einen wundervoll schnulzigen Text gefunden...

"Ein kleiner Junge fragt seine Mutter: Warum weinst du Mama?
Weil ich eine Frau bin, antwortet sie ihm.
Das verstehe ich nicht, sagte er.
Seine Mutter umarmte ihn und sagte: Das wirst du auch niemals.
Warum weint Mama scheinbar ohne Grund, fragte er seinen Vater.
Alle Frauen weinen ohne Grund, sagte dieser nur.
Er fragte Opa: Warum weinen Frauen so leicht?
Opa antwortete: Frauen sind etwas ganz besonderes. Ihre Schultern sind stark, um die Last der Welt zu tragen, doch sanft genug um Trost zu spenden.
Ihre innere Kraft ist so groß, um Geburten zu ertragen, wie auch die Zurückweisung die sie von ihren Kindern erfährt.
Sie hat Härte, die ihr erlaubt weiter zu machen, wenn alle anderen aufgeben und ihre Familien in Zeiten von Krankheit und Erschöpfung zu versorgen, ohne sich zu beklagen.
Sie hat solche Gefühlstiefe, mit der sie ihre Kinder immer und unter allen Umständen liebt, sogar wenn ihr Kind sie sehr schlimm verletzt hat.
Sie hat so viel Kraft, ihren Mann mit seinen Fehlern und seiner Härte zu ertragen.
Und sie hat Tränen zum vergießen.
Die sind ausschließlich nur für sie, damit sie davon Gebrauch machen kann, wann immer es nötig ist.
Siehst du: Die Schönheit der Frau ist nicht in der Kleidung die sie trägt, die Figur die sie hat oder wie sie ihr Haar trägt.
Die Schönheit einer Frau kann nur in ihren Augen erkannt werden, weil diese das Tor zu ihrem Herzen sind, der Ort an dem die Liebe wohnt.
Wenn du das in ihren Augen liest, weißt du, warum Frauen weinen."

Liebe Katha, welchen Weg auch immer Du letztlich wählst: Wichtig ist einzig, dass Du Dich dabei besser fühlst, als Du es jetzt tust. Denn der jetzige ist offensichtlich nicht Dein Weg, sonst ginge es Dir nicht so schlecht.

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11. November 2015 um 12:59

Du hast den größten Schritt getan
Du hast geschafft zu erkennen, dass Du eine Krankheit hast, die sich Depression nennt. Das ist ein Riesenschritt und er bedeutet dass Du stark bist.

Ich habe das auch hinter mir und "reiß dich mal zusammen" ist wirklich das am Wenigsten hilfreichste was man sagen kann. Nichts würde ein depressiver Mensch lieber tun als sich zusammenreißen, aber er kann es nicht, so wie ein Blinder nicht sehen kann.

Männer wollen immer helfen, etwas machen. Das Wichtigste wird also sein, ihm zu erklären was er tun kann um dir zu helfen. Es gibt Listen mit Tipps im Internet. Hier sind meine "Favoriten":

1. Niemals sagen "Reiß Dich zusammen"

2. Akzeptieren dass eine Depression eine Krankheit ist, niemand kann etwas dafür, niemand ist Schuld.

3. In einer Depression sagt man manchmal Dinge die man nicht so meint, man ist verletzlich und versucht sich zu schützen, manchmal in dem man verbal um sich schlägt und die Menschen verletzt die einem am Wichtigsten sind. Das auf keinen Fall persönlich nehmen.

4. Jemand der depressiv ist hat ein schwaches Selbstwertgefühl und Schuldgefühle aufgrund der Krankheit. Immer wieder sagen "Ich liebe dich" "Du machst das großartig" "Du wirst wieder gesund" Den Blick auf die positiven Dinge des Lebens lenken, die der Depressive gerade nicht sehen kann.

5. Sich selbst nicht überfordern. Auch eine "Pflegekraft" braucht mal eine Pause.

Viel Glück! Hoffe Du findest Hilfe. Denk dran, du kannst so viele kostenlose Erstgespräche mit Psychologen in Anspruch nehmen bis du jemanden gefunden hast dem du vertraust und mit dem du alles besprechen kannst. Das ist wichtig!

Alles Liebe!

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11. November 2015 um 13:09
In Antwort auf inaungeduld

Du hast den größten Schritt getan
Du hast geschafft zu erkennen, dass Du eine Krankheit hast, die sich Depression nennt. Das ist ein Riesenschritt und er bedeutet dass Du stark bist.

Ich habe das auch hinter mir und "reiß dich mal zusammen" ist wirklich das am Wenigsten hilfreichste was man sagen kann. Nichts würde ein depressiver Mensch lieber tun als sich zusammenreißen, aber er kann es nicht, so wie ein Blinder nicht sehen kann.

Männer wollen immer helfen, etwas machen. Das Wichtigste wird also sein, ihm zu erklären was er tun kann um dir zu helfen. Es gibt Listen mit Tipps im Internet. Hier sind meine "Favoriten":

1. Niemals sagen "Reiß Dich zusammen"

2. Akzeptieren dass eine Depression eine Krankheit ist, niemand kann etwas dafür, niemand ist Schuld.

3. In einer Depression sagt man manchmal Dinge die man nicht so meint, man ist verletzlich und versucht sich zu schützen, manchmal in dem man verbal um sich schlägt und die Menschen verletzt die einem am Wichtigsten sind. Das auf keinen Fall persönlich nehmen.

4. Jemand der depressiv ist hat ein schwaches Selbstwertgefühl und Schuldgefühle aufgrund der Krankheit. Immer wieder sagen "Ich liebe dich" "Du machst das großartig" "Du wirst wieder gesund" Den Blick auf die positiven Dinge des Lebens lenken, die der Depressive gerade nicht sehen kann.

5. Sich selbst nicht überfordern. Auch eine "Pflegekraft" braucht mal eine Pause.

Viel Glück! Hoffe Du findest Hilfe. Denk dran, du kannst so viele kostenlose Erstgespräche mit Psychologen in Anspruch nehmen bis du jemanden gefunden hast dem du vertraust und mit dem du alles besprechen kannst. Das ist wichtig!

Alles Liebe!

Nachtrag
Bei der Auswahl des Psychologen/der Psychologin drauf achten, dass sie "kognitive Verhaltenstherapie" anbieten. Die hilft sehr schnell. Eine Psychoanalyse hingegen (die andere Therapieform) dauert Jahre und wenn du Selbstmordgedanken hast brauchst du eher schnelle Hilfe.

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11. November 2015 um 13:45

Hallo Katha,
ich habe schon mal einen Thread von dir gelesen, in dem es um den Abschluss geht und dass du es nicht so wirklich schaffst es abzuschließen.

Ich kann so gut nachempfinden wie es dir geht. Mir ging es mit dem Aufbaustudium (Master) ähnlich. In den ersten zwei Semestern hatte ich wahnsinnig viel Elan. Hab viele Kurse belegt und war bereits nach der Hälfte der angesetzten Studienzeit scheinfrei. Es fehlten nur noch die Abschlussarbeit und die Prüfungen. Dann wurde ich schwanger. Ich schob ein Urlaubssemester nach dem anderen. Konnte mich in den drei Jahren Elternzeit nicht wirklich aufraffen. Das erste Jahr mit Schreibaby war hart. Die Jahre danach leichter, aber dennoch anstrengender als bei anderen Müttern mit Kind. Mein Mann wollte auch nicht, dass er vor drei fremd betreut wird. Es war schier unmöglich in der Zeit überhaupt eine Bibliothek zu betreten. Dann war der Große im Kindergarten, mit einer zweiten Schwangerschaft wollte es noch nicht so recht klappen und ich plante dann das Studium endlich abzuschließen. Ich nahm wieder Kontakt mit meinem Lehrstuhlinhaber auf und erfuhr, dass sich in den drei Jahren Erziehungsurlaub einiges geändert hat und ich noch Scheine nachmachen müsste. Ich dachte es wäre kein Problem. Aber ich kam einfach nicht mehr rein. Ich schaffte es vom Kopf her nicht mehr. Ich biss die Zähne zusammen und fing mit der Abschlussarbeit an. Aber es wollte einfach nicht so richtig voran gehen. Es belastete mich sehr. Zumal wenn ich sah, dass andere sich leichter taten und besser voran kamen. Mir fehlte die Motivation. Es wurde zu einem großen Klotz. Dann wurde ich wieder schwanger und lag wieder flach. In der Zeit brach ich das Studium ab. Mir wurde klar, dass die ganzen Mühen den Preis nicht wert waren. Wir leben hier allein ohne fremde Hilfe. Dass meine Mama während der Schwangerschaft bei uns war, war eine absolute Ausnahme. Haushalt, Umbau (bin bei uns die "Handwerkerin") Kinder und Uniabschluss kann ich allein nicht stemmen.
Manchmal habe ich schon den Gedanken, dass ich versagt habe und dass andere das ja auch schaffen. Jedoch musste ich auch erst erkennen, dass sie ganz andere Rahmenbedingungen haben. Im Grunde habe ich einfach meine Prioritäten neu gesetzt. Der Master-Abschluss wäre schön gewesen. Aber ohne ihn bin ich auch glücklich. Fast noch glücklicher. In dem Moment der Exmatrikulation fühlte mich sogar von einer großen Last befreit.

Wie schauts bei dir beruflich aus? Hast du auch ohne den Abschluss Jobmöglichkeiten? Wenn du ihn nicht zwingend brauchst, dann lass es bleiben und quäl dich nicht unnötig weiter. Das Leben ist zu schön um unnötigen Ballast mit sich zu tragen.

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Kinderkrankengeld bei Selbstständigkeit
Von: missesq
neu
11. November 2015 um 12:25
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