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Wie dem Kind vom Tod der Uroma erzählen?

16. Juni 2016 um 14:04

Meine Tochter ist 7 und sehr sensibel bei dem Thema, wenn jemand, der nahe stand, gestorben ist.
Vor etwa 2 Stunden kam der Anruf, dass die Oma ihren Papas heute Vormittag für immer eingeschlafen ist. Sie hatte Krebs und hat den Kampf jetzt verloren. Natürlich weiss meine Tochter darüber Bescheid und weiss auch, dass es deshalb nicht sehr gut um ihre Uroma stand. Meine Tochter hat ihre Uroma sehr gemocht.
Ihr Vater und ich wollen ihr das zusammen erklären, fragt sich nur wie?
Genauso stellt sich auch schon die Frage in mir auf (weil ihr Papa und ich schon die Diskussion hatten), sie mitnehmen zur Beerdigung oder nicht? Ich persönlich halte das für keine gute Idee um ehrlich zu sein. Ich hab Angst, dass sie das dann noch mehr in die Tiefe reisst. Ich finde sie einfach noch zu jung dafür. Sie soll ihre Uroma so in Erinnerung behalten, wie wir sie das letzte mal gesehen haben....

Scheisse..... ich weiss auch nicht.....

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16. Juni 2016 um 14:33

Hmm schwierig
Aber erstmal mein herzliches Beidleid

Du kennst deine Tochter ja und kannst das besser beurteilen als wir hier . Aber ich würde sie mit zur Beerdigung nehmen .

Ich glaube es ist am besten wenn du es ihr ganz normal erklärst was passiert ist mit der Uroma . Lass sie doch selbst entscheiden ob sie zur Beerdigung möchte und Abschied nehmen will .

Wenn du sie jetzt von dir aus da fern hältst könnte es sein das du das thema sterben und Tod noch beängstigender für sie machst .

Der Tod ist so natürlich wie die Geburt aber natürlich sehr traurig und für jeden beängstigend.

Meine kleine war demletzt bei meinem Opa mit auf der Beerdigung ,mit ihren 2 jahren hat sie da ja nicht viel mitbekommen . ..Ich habe auch hin und her überlegt aber ich denke mein Opa ,oder allgemein der oder die Verstorbene würde sich wünschen das die ganze Familie da ist.

Eine Beerdigung ist ja nichts schlimmes nur sehr traurig .. und gut um Abschied zu nehmen von der geliebten Person.

Ich wünsche euch alles Liebe



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16. Juni 2016 um 20:21

Wir haben es gemacht
Als die Mutter meines Mannes starb haben wir unsere Tochter (damals 4) mit zur Beerdigung genommen. Sie durfte anziehen was sie wollte (ein weißes Kleid das sie von ihrer geliebten Oma als letztes geschenkt bekam), wir haben bei der Trauerfeier ihr Lieblingslied aus dem Kindergarten gesungen und am Grab durfte sie ein selbstgepflücktes Sträußchen auf den Sarg werfen und sie hat das Körbchen mit den Streublüten gehalten und am Ende den Rest der Blüten ins offene Grab gestreut. Davon erzählt sie jetzt, nach fast 2 Jahren immer noch und dadurch dass wir sie so in die Zeremonie mit eingebunden haben hat sie den Tag relativ positiv in Erinnerung. Wir haben sie auch aufgeklärt, dass dort viele Menschen sind die schwarz angezogen sind und viel weinen und dass sie auch weinen darf wenn ihr danach ist. Das war auch völlig ok für sie. Ich hatte meine Mutter da, als Backup-Bezugsperson, falls irgendwas schief gelaufen wäre. Aber es war, den Umständen entsprechend, eine sehr schöne Erfahrung und ich denke im Nachhinein wäre es für sie schlimmer gewesen nicht dabei gewesen zu sein.

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16. Juni 2016 um 22:03

Meine Tochter
weiss das jetzt mit ihrer Uroma. Ihr Papa hat ihr das heute Nachmittag gesagt. Gott ich musste so weinen als sie so aufgelöst war. Das tat mir sehr weh
Wir haben sie auch gefragt, sie möchte mit zur Beerdigung. Im leblosen Zustand wird sie ihre Uroma sowieso nicht sehen, da sie, wie ich noch erfuhr, verbrannt wird.

Ich danke euch auf jedenfall für die tröstenden Worte und die Tipps.

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17. Juni 2016 um 13:55
In Antwort auf emianxx0812

Meine Tochter
weiss das jetzt mit ihrer Uroma. Ihr Papa hat ihr das heute Nachmittag gesagt. Gott ich musste so weinen als sie so aufgelöst war. Das tat mir sehr weh
Wir haben sie auch gefragt, sie möchte mit zur Beerdigung. Im leblosen Zustand wird sie ihre Uroma sowieso nicht sehen, da sie, wie ich noch erfuhr, verbrannt wird.

Ich danke euch auf jedenfall für die tröstenden Worte und die Tipps.

Ja, wenn sie das selbst auch möchte,
solltet ihr sie mit zur Beerdigung nehmen.

Als mein Opi starb, war ich auch sieben. Die Beerdigung hat mir damals sehr bei der Bewältigung der Situation geholfen. Kinder sollten auch sehen dürfen, wie die Erwachsenen trauern. Versucht also nicht, eure Tränen zu unterdrücken, nur weil eure Tochter dabei ist.

Zur Trauerfeier durften wir Kinder aber nicht mit, damit kann man ja nicht viel anfangen in dem Alter.

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17. Juni 2016 um 14:16

Ich finde es wichtig das auch junge Kinder sind verabschieden dürfen
Ich war auch auf der Beerdigung meiner Uroma und war noch sehr jung. Der Tod gehört zum Leben dazu und ein Abschluss in Form einer Beerdigung/Trauerfeier ist auch für die Kleinen die das ganze verstehen wichtig.
Rede mit ihr vorher wie das ganze ungefähr ablaufen wird, frag sie ob sie vielleicht etwas auf der Trauerfeier sagen möchte oder der Uroma einen Brief schreiben will der an das Grab gelegt wird. So weiß sie was auf sie zu kommt an dem Tag und kann vielleicht noch etwas machen mit dem sie sich besser fühlt.
Alles Gute

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