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Wie erkläre ich ihr, dass sie Krebs hat

20. Januar 2015 um 22:20

Hallo Mädels,

meine fünfjährige Tochter hat (noch) Krebs. Sie ist vor vier Jahren daran erkrankt.

Nun kommt es jetzt immer häufiger bei der Nachsorge dazu, dass sie Fragen stellt. Was sie hat, ob sie auch so schlimm krank ist / war wie die anderen Kinder auf der Onko usw..

Ich habe ehrlich gesagt nie so genau darüber nach gedacht.

Einfach aus dem Bauch raus habe ich ihr von Anfang an immer die Wahrheit gesagt. Also dass es weh tun wird zB.
Umso älter sie wurde, um so mehr habe ich dann erklärt. Also dass sie zB lang schlafen wird (Narkose) und beim Ultraschall zB dass wir schauen, wie groß ihr Bauchbewohner ist.

Nur jetzt geht das natürlich nicht mehr. Und bevor sie von jemand anderem erfährt, was Sache ist, will ich das jetzt tun.

Sie weiß natürlich bereits, dass sie mal sehr sehr krank war und dass wir lange Zeit in der Kinik gewohnt haben (es ist ja ihr zweites Zuhause und das merkt sie unbewusst auch). Ich hab ihr auch gesagt, dass wir immer wieder in die Klinik müssen, damit wir sicher gehen, dass es ihr nach wie vor gut geht.

Aber die Kinder auf der Onko machen ihr Angst. Und ehrlich gesagt auch mir, je mehr Abstand ich gewinne. Man sieht den Kindern einfach an, dass sie um ihr Leben kämpfen. Es lässt sich auch nicht vermeiden, dass sie Tränen und Schmerzen dort sieht. Dass sie auch mal ein Kind sieht, das Blut spuckt. (detailierter möchte ich jetzt nicht drauf eingehen).

Wie kann ich ihr die Angst nehmen vor der Zukunft? Wie kann ich der Krankheit ein Gesicht geben, dass auch sie versteht und mit dem sie trotzdem klar kommt?

VG

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20. Januar 2015 um 22:47


Ich hänge mich mal dran. Meine Tochter wurde im Oktober 5.

Alles Gute euch!

Lg A-K mit Emma (ALL Diagnose 09/11), Leah und Philipp

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20. Januar 2015 um 22:59

Darf ich ehrlich sein?
Ich habe seit der Diagnose genau einmal mit einer Psychologin gesprochen.

Ihren Wortlaut weiß ich heute noch so, als wäre es gestern gewesen:
"Hallo, mein Name ist xyz und ich bin die Psychologin der Station."
Dann drehte sie sich zur Ärztin um und meinte "die sieht nicht gefährdet aus. Wir müssen uns erst um die kümmern, die nicht mehr leben wollen."
Dann drehte sie sich wieder zu mir, wünschte uns alles Gute und verschwand.

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20. Januar 2015 um 23:16
In Antwort auf wowwowwubbzy

Darf ich ehrlich sein?
Ich habe seit der Diagnose genau einmal mit einer Psychologin gesprochen.

Ihren Wortlaut weiß ich heute noch so, als wäre es gestern gewesen:
"Hallo, mein Name ist xyz und ich bin die Psychologin der Station."
Dann drehte sie sich zur Ärztin um und meinte "die sieht nicht gefährdet aus. Wir müssen uns erst um die kümmern, die nicht mehr leben wollen."
Dann drehte sie sich wieder zu mir, wünschte uns alles Gute und verschwand.

.
Ich wünsche deiner kleinen tapferen Maus alles gute. Schließe mich der Meinung über mir an. Kann doch nicht sein das dich da nie jmd drauf angesprochen hat bin echt sprachlos was für (entschuldige den Ausdruck) für beschissenes Fachpersonal dort rumlaufen. Ein Kind das so eine Krankheit durchmacht hat es sowieso schon schwer genug und braucht eine kinderfreundliche Umgebung.. Bei solchen Menschen platz mir jeder Anstandsfaden..

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20. Januar 2015 um 23:23

Ja
damals war mir noch nicht klar, was auf uns noch zukommen wird und mit was ich mich noch auseinander setzen muss.

Die Kinderärztin verwies mich an eine Psychologin. Die meinte, dass ich es ihr bereits super erklärt hätte und sie jetzt keinen "Knacks" (salopp gesagt) bei meiner Tochter feststellen kann. Und solange sie nicht auffällig ist, soll ich sie damit nicht belasten und es eher beiseite schieben.

Es ist ja an sich nie Thema von ihr aus, aber wenn wir dann wieder einen Termin in der Klink haben, dann gerät ihre Welt eben doch ins wanken.

Ich bin so froh, dass sie keine Berührungsängste hat und auch die anderen Kinder und Eltern immer noch reagieren.

Aber letztes Mal zB spuckte ein anderes Kind Blut und kollabierte dann. Wie erkläre ich ihr das?

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20. Januar 2015 um 23:26
In Antwort auf wowwowwubbzy

Ja
damals war mir noch nicht klar, was auf uns noch zukommen wird und mit was ich mich noch auseinander setzen muss.

Die Kinderärztin verwies mich an eine Psychologin. Die meinte, dass ich es ihr bereits super erklärt hätte und sie jetzt keinen "Knacks" (salopp gesagt) bei meiner Tochter feststellen kann. Und solange sie nicht auffällig ist, soll ich sie damit nicht belasten und es eher beiseite schieben.

Es ist ja an sich nie Thema von ihr aus, aber wenn wir dann wieder einen Termin in der Klink haben, dann gerät ihre Welt eben doch ins wanken.

Ich bin so froh, dass sie keine Berührungsängste hat und auch die anderen Kinder und Eltern immer noch reagieren.

Aber letztes Mal zB spuckte ein anderes Kind Blut und kollabierte dann. Wie erkläre ich ihr das?

Das sollte heißen
..dass die anderen Kinder und Eltern immer noch ganz offen reagieren...

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20. Januar 2015 um 23:28
In Antwort auf mironcik

.
Ich wünsche deiner kleinen tapferen Maus alles gute. Schließe mich der Meinung über mir an. Kann doch nicht sein das dich da nie jmd drauf angesprochen hat bin echt sprachlos was für (entschuldige den Ausdruck) für beschissenes Fachpersonal dort rumlaufen. Ein Kind das so eine Krankheit durchmacht hat es sowieso schon schwer genug und braucht eine kinderfreundliche Umgebung.. Bei solchen Menschen platz mir jeder Anstandsfaden..

Danke
Ja man muss sich teilweise echt beherrschen, dass man nicht die Fassung verliert.

Ich halte mir dann immer vor Augen, dass mein Kind ja alles mitbekommt und es das auch nicht besser macht. Man muss mit den Leuten dort ja "zusammen arbeiten", Wobei ich schon sagen muss, dass die Schwestern ganz große Klasse sind und ihren Beruf leben. Das macht vieles wieder gut

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20. Januar 2015 um 23:28
In Antwort auf emma20092011


Ich hänge mich mal dran. Meine Tochter wurde im Oktober 5.

Alles Gute euch!

Lg A-K mit Emma (ALL Diagnose 09/11), Leah und Philipp

Danke
euch auch alles Gute!!

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21. Januar 2015 um 1:17

Es gibt ganz tolle Kinderbücher,
Die erklären was Krebs ist und was z.b. bei den Behandlungen gemacht wird. Also schon ehrlich, aber auch kindgerecht. Wenn sowas für dich in frage kommt, kannst du ja mal die Schwestern auf station fragen, ob sie dir was empfehlen können. Aber einen kimderpsychologen würde ich auf jeden Fall mit ins Boot holen. Gerade wenn fragen kommen, kann dieser besser antworten. Ich glaube ich müsste immer erst ewig überlegen was ich darauf antworte. Aber ich finde es gut, dass du immer ehrlich antwortest. Ich wurde damals oft angelogen und habe natürlich ganz genau gemerkt, dass etwas nicht stimmt.
Alles gute deiner Tochter und ganz viel kraft wünsche ich euch!

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Von: wowwowwubbzy
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