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Wie hat sich nach der Geburt die Beziehung zu eurem Partner verändert?

29. September 2016 um 18:12

Hallöchen, ich bin seit 22.8. stolze Mama einer zuckersüßen kleinen Tochter. Am Anfang hatte ich ziemliche Probleme mit dem ganzen. Heißt, dass fing schon im Krankenhaus an, dass ich 3 tage und Nächte nicht geschlafen habe und zuhause einfach fix und fertig war.

Bin dann in eine leichte Depression verfallen. Konnte mit dem Baby nix anfangen und hab nur geheult. Mein Partner hatte sich dann frei genommen, da ich unheimliche Probleme mit dem Allein sein hatte. Ich musste erst so richtig in die Mama Rolle rein wachsen und hatte ständig das Gefühl, alles falsch zu machen. Zum Beispiel schrie sie bei mir immer wie am Spieß und mein Partner und gleichzeitig der Papa, hat sie immer ruhig bekommen.

Naja, dass hat sich ja zum Glück alles gelegt. Meine Kleine wird bald 6 Wochen und ich bekomme inzwischen alles allein hin und hab auch keine Probleme mehr.

Nun ist es so, dass mich der Papa nur noch an nervt, obwohl in der Schwangerschaft alles ok war und ich ihm am Anfang nach der Geburt so sehr gebraucht habe. Er war auch bei der Geburt dabei und ich hätte es ohne nicht nicht ausgehalten. Nun ist das alles ins Gegenteil umgeschwankt und ich bin manchmal richtig froh, wenn er an Arbeit ist.

Seine Nähe nervt mich, ich gehe manchmal schon wegen einer Kleinigkeit total an die Decke (was ich so nicht von mir kenne). Mir ist körperliche Zuneigung unangenehm und ich sehe ihn nun mehr als Papa anstatt als Partner.

Ich weiß nicht wieso. Ob es an der ganzen neuen Situation liegt. Ich liebe ihn, keine Frage aber wir streiten fast tgl. und ich hab Angst, dass es die beziehung zerstört.

Wir haben keine zeit mehr so richtig für uns, was ja klar war. Mein Kind geht immer vor, sogar vor dem Papa. Aber ich habe auch unheimlich Angst, dass ich mich noch mehr von ihm entferne und wir uns wirklich trennen. Er will absolut keine Trennung und glaubt an uns.

Wie war das denn bei euch? hat sich die beziehung stark verändert? Was macht ihr, um ein Paar zu bleiben? Habt ihr Tage, die ihr euch sozusagen "frei nehmt" und nur was als Paar unternehmt?

Wie geht ihr mit Konflikten um? Streitet ihr mehr, als vorher?

Liebe Grüße.

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29. September 2016 um 18:12

Hallöchen, ich bin seit 22.8. stolze Mama einer zuckersüßen kleinen Tochter. Am Anfang hatte ich ziemliche Probleme mit dem ganzen. Heißt, dass fing schon im Krankenhaus an, dass ich 3 tage und Nächte nicht geschlafen habe und zuhause einfach fix und fertig war.

Bin dann in eine leichte Depression verfallen. Konnte mit dem Baby nix anfangen und hab nur geheult. Mein Partner hatte sich dann frei genommen, da ich unheimliche Probleme mit dem Allein sein hatte. Ich musste erst so richtig in die Mama Rolle rein wachsen und hatte ständig das Gefühl, alles falsch zu machen. Zum Beispiel schrie sie bei mir immer wie am Spieß und mein Partner und gleichzeitig der Papa, hat sie immer ruhig bekommen.

Naja, dass hat sich ja zum Glück alles gelegt. Meine Kleine wird bald 6 Wochen und ich bekomme inzwischen alles allein hin und hab auch keine Probleme mehr.

Nun ist es so, dass mich der Papa nur noch an nervt, obwohl in der Schwangerschaft alles ok war und ich ihm am Anfang nach der Geburt so sehr gebraucht habe. Er war auch bei der Geburt dabei und ich hätte es ohne nicht nicht ausgehalten. Nun ist das alles ins Gegenteil umgeschwankt und ich bin manchmal richtig froh, wenn er an Arbeit ist.

Seine Nähe nervt mich, ich gehe manchmal schon wegen einer Kleinigkeit total an die Decke (was ich so nicht von mir kenne). Mir ist körperliche Zuneigung unangenehm und ich sehe ihn nun mehr als Papa anstatt als Partner.

Ich weiß nicht wieso. Ob es an der ganzen neuen Situation liegt. Ich liebe ihn, keine Frage aber wir streiten fast tgl. und ich hab Angst, dass es die beziehung zerstört.

Wir haben keine zeit mehr so richtig für uns, was ja klar war. Mein Kind geht immer vor, sogar vor dem Papa. Aber ich habe auch unheimlich Angst, dass ich mich noch mehr von ihm entferne und wir uns wirklich trennen. Er will absolut keine Trennung und glaubt an uns.

Wie war das denn bei euch? hat sich die beziehung stark verändert? Was macht ihr, um ein Paar zu bleiben? Habt ihr Tage, die ihr euch sozusagen "frei nehmt" und nur was als Paar unternehmt?

Wie geht ihr mit Konflikten um? Streitet ihr mehr, als vorher?

Liebe Grüße.

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29. September 2016 um 19:01

Hmm
einige Sachen ergingen mir ein wenig wie dir. ich brauchte tatsächlich auch erstmal Zeit mich meiner Tochter anzunähern und war deshalb auch sehr traurig bzw.verwirrt darüber. Mein Partner war von Anfang an da und hat eine sehr innige Verbindung zu unserer Tochter aufgebaut, was ich sehr schön finde- ich war aber gerade in der Anfangsphase auch eifersüchtig oder ein wenig neidisch deswegen. Für ihn stand oder steht unsere Tochter an 1. Stelle- das fand ich zwischenzeitlich sehr schwierig. HAtte das Gefühl wir sind nur noch Mama und Papa und kein leidenschaftliches Liebespaar mehr.

Geholfen hat, dass wir zusammen als Familie weggefahren sind, 3 Wochen zelten, raus aus dem Alltag- Das war sehr schön und seitdem sind wir wieder gefühlt auch ein Paar. Ansonsten unternehmen wir nicht so viel alleine, aber abends nehmen wir öfters die Zeit für uns beide. Gemeinsam ein Film schauen, zusammen kochen, über den Tag reden usw.

Ich denke, gerade am Anfang steht die Partnerschaft auf Probe und es gibt einige Momente wo der Partner einfach nur nervt bzw. man nicht so viel Liebe für ihn hat, weil die ganze Liebe und Energie für das Baby aufgebraucht wird.
Ich denke das ist einfach eine normale Phase, durch die Eltern durchgehen müssen- Geduld und Ausdauer !

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1. Oktober 2016 um 16:50

Kommt mir sehr bekannt vor.
Als unser Sohn zur Welt kam, war zwar meine Bindung zu dem kleinen Wesen sofort da. Ich hätte einerseits platzen können vor Liebe.
Mein Mann war total eifrig, hat sich Tag und Nacht um den Kleinen gekümmert, damit ich mich erholen konnte. Gefüttert und gewickelt, gekuschelt und geknuddelt.. Und was war ich? Eifersüchtig. Ich dachte, er will ihn mir wegnehmen, damit er nur zu ihm eine Bindung aufbaut. Ich hatte das Gefühl, ich müsste sofort immer erkennen, warum mein Baby schreit, was ich einfach nicht geschafft habe, und dachte, ich wäre eine schlechte Mama. Ich wollte einfach sofort alles perfekt machen, hab viel geweint, das Stillen klappte nicht richtig, was mir noch den Rest gegeben hat.. Und irgendwann hat mich mein Mann nur noch genervt. Seine bloße Anwesenheit, egal was er gesagt oder gemacht hat, ich hab es als Angriff verstanden und bin an die Decke gegangen. Ich konnte ihn einfach nicht mehr sehen, um es mal überspitzt auszudrücken. Nähe ging gar nicht, ich wollte nichtmal angefasst werden. Zudem hab ich mich wahnsinnig unter Druck gesetzt, dass das voll Stillen unbedingt klappen muss.

Heute, wo mein Schatz 6 Monate alt ist, weiß ich, dass das sehr viel mit den Hormonen, den Strapazen der Geburt, der neuen Lebenssituation und einfach Erschöpfung zu tun hatte. Es hat eine ganze Weile gedauert, aber es hat sich alles wieder normalisiert.

Bei mir war es so, dass ich viel geschluckt habe, ohne ihm offen zu sagen, was mich geärgert hat, damit er nicht denkt, ich sei undankbar für die viele Hilfe. DAs war aber ein Fehler. Nachdem ich ihm einige Sachen klar gemacht hatte, sind wir wieder besser ausgekommen. Dann wächst man ja auch irgendwann in die Mamarolle rein. Heute brauche ich meinen Sohn nur anzusehen und weiß, was er hat und braucht. Dadurch bin ich auch entspannter.

Ausschlaggebend war aber, dass ich weniger stille. Seitdem ich das nur noch morgens und abends mache, bin ich irgendwie ausgeglichener und nicht mehr so genervt.

Ab und zu gibt es schon noch Tage, an denen ich einfach meine Ruhe und ihn nicht sehen will. Aber unsere Wohnung ist groß genug, dann gehe ich ihm halt mal aus dem Weg und beschäftige mich mit irgendwas. Uns haben ausgedehnte Spaziergänge geholfen. der Kleine hat geschlafen und wir hatten einfach mal Zeit zu reden. Dann gehen wir ab und zu mal ins Kino, wenn der Kleine bei Oma ist.

Hab ein wenig Geduld, es dauert eben, bis sich die Hormone wieder eingespielt haben, man sich mit der neuen Situation arrangiert hat usw. Sprich doch mal mit deiner Hebamme.. ich hab damals so ein Aufbaumittel für Stillende bekommen, das hat mir auch geholfen. Außerdem hab ich viel Malzbier getrunken, da sind B- Vitamine drin, gut für die Nerven.

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