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Wie ist das Leben als Alleinerziehende?

7. Januar 2008 um 9:52

Ich bin bisher noch mit meinem Partner zusammen, aber immer wieder recht unglücklich, weil er erstens mit anderen Frauen smst, auch schon mal eione Affäre hatte, des öfteren lügt, ich kann mich selten auf ihn verlassen und er ist v.a. unter der Woche und auch samstags so gut wie nie da.
Funktionell fühle ich mich sowieso halb alleinerziehend.

Aber auch wenn sich das doof anhört:
Ich habe einfach Angst vor ner finanziellen Katastrophe
Wir leben ganz gut (große Altbauwohnung, mehrere Autos, schöne Wohngegend, in der auch alle meine Freunde wohnen...usw)

Wie war bei Euch die Trennung und wie habt ihr es geschafft
Was hat Euch geholfen ?
Habt ihr Tips?

Irgendwie ist mir mein Leben einfach zu schade, dass es so unfroh dahinplempert!





LG

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7. Januar 2008 um 12:28

Nicht einfach...
...würde ich mal sagen.

Die Trennung an sich war nicht das Problem. Eher schon die Zeit davor, bis man den Mut hat, Neues unbedingt zu wollen und Altes aufzugeben.
Dazu gehören wohl für die Meisten auch finanzielle Einbußen/Schwierigkeiten. War bei uns auch so.

Vorher Haus, Autos, keine finanziellen Probleme - dafür aber Unzufriedenheit, das Gefühl, trotz Partner alleine zu sein usw.
Danach viel kleinere Mietwohnung, kein Auto (Fahrradfahen ist auch toll), finanzielle Probleme - dafür aber ein unheimlich gutes und befreiendes Gefühl.

Wir haben alles Materielle und auch unsere "Freunde" aufgegeben und sind in eine andere Stadt gezogen. An weniger Geld gewöhnt man sich und von den "Freunden" sind einige wenige geblieben, zu denen wir trotz der Entfernung noch Kontakt haben. Die Anderen kann man sich sowieso schenken.

Am Schwierigsten ist wohl, wenn man Kinder hat, denen einigermaßen einfühlsam, aber bestimmt klarzumachen, warum und weshalb man diesen Schritt einfach machen musste.
Und der ganze Bürokratiekram, der unter Umständen auf einen zukommt. Kommt ja auch immer darauf an, ob man im Berufsleben steht, eine Kinderbetreuung braucht usw.

Ich kann nur von mir sagen, daß ich trotz der finanziellen Probleme wesentlich ausgeglichener bin als vorher und meiner Tochter wohl auch eine "bessere" Mutter bin. Eben weil ich ausgeglichen und viel zufriedener bin.

Weitere Fragen - immer her damit.

Das Leben ist zu schade! Ich hab aus dem Bauch heraus entschieden und es war für uns richtig.

lg
lscam

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12. Januar 2008 um 19:32

Ich kann dich so verstehen
da ich in genau der gleichen situation stecke.

bei mir ist etwas anders, bin ziemlich schwanger und wollte mich im oktober trennen, da er einen kontrollzwang hatte, krankhaft eifersüchtig und sehr viel zu viel alkohol trank.

wir haben uns berappelt, denn mit kind überlegt man ja 3x, aber es hat sich fast nichts geändert. ach ja doch, mittlerweil interesseirt er sich nicht mal mehr für die schwangerschaft, lässt mich aufs übelste hängen, alles alleine machen, einkäufe ins DG tragen etc. gut, denke ich mir. das kann ich auch alleine, bzw besser, denn dann bin ich mental frei

momentan funktioniere ich so vor mich hin, bin hundsunglücklich und liebe ist da überhaupt keine mehr. die ist von streit zu streit und bruch zu bruch verschwudnen.

finanziell stehe ich gleich da wie jetzt, da ich sowieso alles selbst bezahle, ich trage ja schon lange die trennungsgedanken mit mir rum, und will mir nicht noch sagen lassen, er habe mich ausgehalten.

ich weiss ich werde mich trennen, nur nicht soo knapp vor der geburt. ich habe eine komplizierte schwangersch. gehabt und möchte die geburt einfach in ruhe hinter mich bringen.

kann daher nur sagen, siehe beitrag unten: egal ob weniger geld etc, denn seelenfrieden, innere ruhe und eigene freiheit kann man nicht bezahlen. nie aus finaziellen gründen bei einem mann bleiben! freunde, klar. das braucht zeit, aber ich habe schon in 4 städten berufs- und studienbedingt neu angefangen, und es hat immer gut geklappt.

man braucht dann glaube ich auch einfach eine neue stadt, ich würde die auf jeden fall dann auch wechseln, wenns soweit ist.

dein letzter satz kommt mir so bekannt vor, daher sage ich dir: hör auf deinen bauch. was für visionen hast du, wenn du ein, zwei jahre weiter denkst? alleine, glücklich? oder immer noch bei deinem partner?

hör mal ganz tief in dich rein.

liebe grüße

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21. Januar 2008 um 20:20

Aller Anfang ist schwer...
Ich greife mal sofort deinen letzten Satz auf: Leben zu schade...unfroh dahinplempert.

Unsere Tochter war damals knapp 3 Jahre alt als ich mich zum ersten Mal fragte: Soll das alles sein?? Will ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen? Alle Gedanken sofort wieder verworfen...!!!Mir eingeredet dass es immer mal Höhen und Tiefen gibt. Also, weiter funktioniert als Hausfrau, Mutter und Ehefrau. Finanziell sorgenfrei, tolle Wohnung, 2 Autos, nette Schwiegereltern, Freunde in der Nähe. Was will Frau mehr? Doch meine Unzufriedenheit konnte ich nicht mehr verbergen. Immer wieder Streit, Uneinigkeiten auch was unsere Tochter betrifft. Er war nicht der Mann fürs Leben.

Doch wie geht es weiter? Ich habe Nächte lang wach gelegen...ins Kissen geweint...Angst vor dem was kommt.
Ich will dir an dieser Stelle nicht von unserer Trennung erzählen und auch nicht was danach passiert ist.
Wichtig ist, dass du jemanden an der Seite hast dem du dich anvertrauen kannst und der zu Dir steht( bei mir wars die Mama) Bloß nicht von Freunden beeinflussen lassen. Den kann man es eh nicht recht machen (eigene Erfahrung)Ich bereue bis heute nicht, dass ich mich getrennt habe, auch wenn es finanziell nicht immer so rosig aussieht. Aber man wächst mit den Aufgaben. Ich wohne wieder in ner schickenWohnung(lebe nicht auf Apfelsinenkisten), habe ein kleines Auto (liebevoll "Rollschuh" von meiner Tochter genannt) Fühle mich besser denn je...freier...ich kann wieder ICH sein. Und das allerschönste: Ich bin stolz es ALLEINE geschafft zu haben. Habe mehr Zeit für meine Tochter...wir meistern alles prima...auch ohne Papa und Mann.

Info: Dein Partner/Mann ist unterhaltspflichtig für das Kind (kostenlose Beratung beim Anwalt, dort erfährst du alles. Auch wie es generell weitergeht. War mein erster Gang.

Wenn du magst dann mail mir: male76@web.de

Liebe Grüße

PS: Manchmal ist es klüger auf den Kopf zu hören als auf das Herz....

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21. Januar 2008 um 21:38

Och mann!!!!
jetzt hab ich dir ne riesenlange pn geschickt und sie wurde nicht gesendet. alles weg. grrr...

hast du e-mail?? vielleicht magst du mir deine mail-adresse senden??

liebe grüsse!

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27. Januar 2008 um 12:56

Stecke in ähnlicher Situaton
Lebe seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen in seinem Haus, wo wir oben wohnen und die Eltern unten. Uns geht es finanziell auch recht gut. Haben einen tollen Garten und einen See direkt vor der Nase.

Schon vor 2 Jahren merkte ich hin und wieder, daß die Beziehung nicht wirklich das ist, was ich möchte. Oft Streiterei... irgendwie hatte jeder immer andere Ansichten. Dann ging es mal wieder mehrere Monate gut.

Herbst 06 kam dann unser Sohn auf die Welt und seitdem ist alles nur noch blöder geworden. Ich finde alles blöd. Irgendwie nervt mich an ihm alles. Er ist einer der sich nie rumtreibt, mit uns etwas unternimmt und auch mal im Haushalt mit hilft. Trotzdem hat er eine Art an sich, die mich total aufregt. Und ich vermisse das Gefühl jemanden zu lieben und mich bei ihm anzukuscheln. All dies gibt es in dieser Beziehung nicht mehr, weil "ich" es vermeide. Man kann auch leider nicht mit ihm darüber reden. Er denkt ist nur ne Phase von mir, wenn ich ständig über Auszug nachdenke.

Ach ich möchte auch so gern wieder zufrieden sein. Andererseits habe ich aber auch total Angst allein überfordert zu sein und den Schritt dann doch zu bereuen.
Mir wäre es fast schon lieber er würde Schluss machen und mich rauswerfen. Das würde die Sache vereinfachen.

Ich bin mir total unschlüssig, auch um das hier (den kleinen Luxus) aufzugeben. Aber dann bleibt definitiv die
Zufriedenheit und das Glück auf der Strecke.

Ich weiss echt nicht weiter.

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27. Januar 2008 um 13:21

Was ist denn besser?
ich kann deine bedenken verstehen, doch was ist denn besser? das du ein schönes leben führst(finanziell) oder das dein kind darunter leidet, denn die merken immer wenn es der mama nicht gut geht, egal ob ihr vor eurem kind steitet oder nicht. ich bin selber ein scheidungskind und meine mutter dachte auch immer sie tut uns was gutes doch ich habe immer gemerkt und gespürt das es ihr nicht gut geht dabei. ich bin auch alleinerziehend,klar hat man angst,aller anfang ist auch schwer. ich habe eine 5 jährige tochter und steck mitten in der ausbildung, doch ich finde das alles ist besser,wie der psychische streß.

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1. Februar 2008 um 10:26

Kann dich gut verstehen...
ich war in einer ähnlichen situation.. und ich hab die trennung geschafft. es war alles nicht leicht... er war auch kaum daheim, hat sich nur für seinen spaß interessiert und mich mit allem hängen lassen.. haushalt, kind(er), lebensplanung.. hat das geld mit vollen händen rausgeworfen für sein vergnügen und ich musste rechnen und hatte manchmal angst, am ende des monats nicht mehr genug geld für windeln für den kleinen über zu haben.. trotzdem hab ich den mann geliebt.. ich war lange zeit unglücklich und hab immer gehofft, vielleicht ändert er sich... wir schaffen das... aber irgendwann kam der punkt, da ging es einfach nicht mehr.. es gab mal wieder einen streit wegen einer nichtigkeit, der so ausgeartet ist, dass er mich mit unserem 6 monate alten sohn quasi vor die tür gesetzt hat..
dann bin ich auch gegangen.. er hat es bereut, hat mir das blaue vom himmel versprochen, dass er sich ändern wird, wenn wir nur zu ihm zurückkommen.. aber das hatte er schon so oft und nichts ist passiert.. also bin ich dieses mal standhaft geblieben.. ich bin mit dem kleinen erstmal zu meinen eltern gezogen... meine familie hat mich aufgefangen und mich unterstützt... und ich weiß, es war das beste so.. auch wenn die ersten monate schwer waren.. sehr schwer.. ich hab mich oft gefragt, ob es das richtige war, dass ich mich getrennt habe.. inzwischen bin ich mir sicher, dass es das war...
ich war kreuzunglücklich... es war nicht im entferntesten das leben, das ich mir gewünscht habe.. und ich wusste und weiß, dass er sich nie ändern würde.. das heißt, es wär immer so weiter gegangen..
ich habe auch gemerkt, dass der kleine extrem darunter gelitten hat, dass es mir nicht gut ging.. wir haben uns nicht vor dem kleinen gestritten, auch wenn er noch so klein war.. trotzdem hat er es mitbekommen...
jetzt geht es uns besser... ich bin für meinen sohn da.. und ich liebe ihn über alles..
finanziell ist es sicher auch nicht leicht... aber man kommt über die runden.. du wirst nicht im reichtum schwimmen, aber ihr werdet sicher auch nicht hungern müssen... ich kann dir nur raten, wenn du den schritt gehst, geh zu menschen, die hinter dir stehen und dich auffangen.. denn leicht wird es nicht..
ich wünsche dir viel kraft.

lg
casy

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