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Wie kann ich meinem Sohn helfen besser mit neuen Situationen umzugehen?

31. Mai 2017 um 8:56

Es geht darum dass es ein riesiges Problem ist wenn etwas anders ist als erwartet, bzw. sich ein normaler Ablauf verändert. Ich möchte meinem Sohn (grad 3 geworden) gern irgendwie helfen, weiß aber nicht wie
ich kann ja mal ein paar Situationen beschreiben. Zu Weihnachten haben wir ihn wochenlang darauf vorbereitet dass der Weihnachtsmann kommt und Geschenke bringt. Bewusst nicht viel Tamtam darum gemacht sondern es einfach immer wieder erzählt, weil wir ja wussten dass es schwierig ist. Als es dann soweit war und der Geschenkesack unterm Baum stand (genau wie vorher erzählt) gab es 1,5 Stunden Geschrei weil er das nicht wollte und es ihm zuviel war. Als er sich daran gewöhnt hatte war alles gut. Beim Frühlingsfest im Spielkreis saß er 1 Stunde bei der Erzieherin auf dem Schoß weil es für ihn ganz schlimm war dass es kein normaler Spielkreistag war sondern alle Eltern dabei waren. An seinem Geburtstag ist er wieder ins Bett gegangen nachdem er den (extra dezent gestalteten) Geschenketisch in der Küche gesehen hat. Nach einer Stunde auf dem Arm und viel gut zureden war es dann in Ordnung mal zu schauen. Der Verwandschaftsbesuch am Nachmittag hat ihn dann absolut überfordert, als wir dafür gesorgt haben dass er in Ruhe gelassen wird und allein spielen konnte wurde es besser. Auf einem Kindergeburtstag von seinen Freunden, die er in genau der Konstellation einmal die Woche sieht, hat er sich allein ins Schlafzimmer verzogen und Bücher angeschaut weil die anderen "zu laut" waren. Als ich ihn zum Spielkreis bringen wollte und die Kinder einen kleinen Ausflug machen wollten gab es wieder einen Totalausfall... Es gäbe noch viel mehr Beispiele.
Wir haben bald U7a, werde den Kinderarzt darauf ansprechen, weiß aber dass er meine Sorgen nicht wirklich ernst nehmen wird. Für mich/uns ist das ganze Verhalten auch nicht "schlimm", wir kennen ihn ja und wissen wie wir mit ihm umgehen müssen. Aber ich sehe einfach dass er im Vergleich zu anderen Kindern ganz anders ist, und vorallem möchte ich es ihm natürlich gern irgendwie leichter machen. es werden ja noch mehr solche Situationen auf ihn zukommen, vorallem da er bald in den Kindergarten kommt und man da natürlich auch nicht mehr in dem Ausmaß Rücksicht auf ihn nehmen kann wie jetzt im Spielkreis . Habt ihr irgendwie Meinungen oder Tips für mich?

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31. Mai 2017 um 11:54

Ich wollte auch gerade sagen, dass es für mich nach autistischen Zügen klingt. Die mögen laute, ungewohnte Situationen nicht und sondern sich ganz gerne ab um für sich zu sein.
lasst das mal abklären, vielleicht ist das ja schon die Lösung für euch. Und wenn euch euer Kinderarzt nicht ernst nimmt, geht zu einem anderen. Auch Hausärzte können so eine Diagnose stellen.

alles gute für euch!!!

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31. Mai 2017 um 12:30

Hey! Wie alt ist dein Kind jetzt? 
Ich habe auch eine Tochter mit AVWS und einen Sohn der Autist ist. 
Meine Tochter wird aber auch noch auf Autismus getestet. Schauen wir mal was rauskommt. 

Wann habt ihr die Diagnose AVWS bekommen? Meine Tochter hat sie jetzt erst in der 2. Klasse bekommen, weil davor eine Diagnose nicht gemacht wird. Laut denen. 
Jetzt kämpfen wir gerade für eine FM Anlage für den Unterricht. 

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31. Mai 2017 um 13:21

Mein Sohn war/ist auch so.
Als er kleiner war, war es ganz schlimm...auch so mit 3 Jahren.
Er konnte nie mit Veränderungen (heute manchmal noch nicht) umgehen. Wenn etwas anders war als sonst, dann hatte er Schwierigkeiten damit umzugehen. Er hat lange gebraucht in der Situation aufzutauen und hat mehrere Anläufe gebraucht eh er sicher war.
Ich habe meinen Sohn auch untersuchen lassen, weil es von Anfang an ein bestimmtes Muster gab, das auf autistische Züge hingewiesen hat, aber bei ihm ist alles okay gewesen.
Die Ärzte nannten ihn dann ein Gewohnheitstier und meinten, dass es sich verwachsen wird oder es eben seine Art ist.
Wir hatten immer wieder solche Situationen...sei es in der Kinderbetreuung, bei Arzt, bei neuen Bekannten oder allgemein Dinge, die er so nicht kannte.
Mit lauten Geräuschen hatte er auch generell Probleme...hat er heute noch, aber die Musik kann nicht laut genug sein.
Ganz schlimm ist der Probealarm in der Kita gewesen. Der war vor 3 Monaten und erst seit 2 Wochen fragt er nicht mehr täglich nach, ob heute wieder ein Probealarm gemacht wird. Das war für ihn der Horror, weil unerwartet und laut. Und erinnert mich auch daheim immer wieder daran, dass ich das Fleisch nicht zu doll anbraten soll, weil sonst unsere Feuermelder angehen könnten.
Er kann es auch nicht ab, wenn Kinder zu laut sind.

Heute ist er 6 und es hat zugetroffen, was die Ärzte mir sagten es hat sich größtenteils verwachsen.
Er ist zwar in neuen Situationen, die er so noch nicht kennt und eventuell fürchtet, sehr ängstlich und zurückgezogen und braucht ein bisschen Zeit um aufzutauen, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie vor 3 Jahren.
Z.B ist das montags ganz gut zu beobachten, wenn die Vorschulgruppe zum Sport in die Turnhalle in die Schule nebenan geht.
Mein Sohn geht gern zum Sport, aber er ist es gewohnt, dass er sich erstmal die Hausschuhe anziehen und 5 Minuten spielen kann und dann ziehen sich alle an und gehen in die Turnhalle.
Es kam jetzt 2x vor, dass ich ihn in die Kita gebracht hatte und die Kinder schon auf dem Sprung waren und er eben nicht die 5 Minuten hatte. Da musste er sich sofort einreihen und damit war er überfordert, wollte nicht dass ich gehe und wollte im Endeffekt wieder mit heim. Total banal, aber für ihn ist eine Welt zusammengebrochen und fing an zu weinen. Er ließ sich von mir dann auch nicht beruhigen und ich überließ ihn seiner Lieblingserzieherin und als sie dann los sind, war auch wieder alles gut.
Vor 2 Wochen war es ähnlich. Die Kinder waren schon auf dem Sprung und man hat in seinen Augen gesehen, dass er verunsichert war. Zum Glück war aber schon seine beste Freundin fertig, hat ihn an der Tür an die Hand genommen und gleich zugequatscht...da kam es erst gar nicht so weit. 
Als er kleiner war, da konnte man noch nicht so auf ihn einwirken. Jetzt ist das einfacher, wen so eine Situation doch mal kommt. Die Erzieherinnen wissen das auch, lassen ihn dann an ihrer Seite und erklären ihm dann alles ganz in Ruhe und gehen auf ihn ein.
Dann gibt es aber auch Situationen, wo er mich überrascht. Situationen, wo ich eigentlich sage, dass er überfordert sein wird, weil alles neu und zu viel ist.
Letztens waren wir den Hört anschauen, weil er ab August in die Schule geht. Eine Situation mit der er eigentlich nicht umgehen...es ist alles neu und ungewohnt und im Hort rennen über 300 Kinder rum (große Grundschule). Aber es war gar nichts...er ist da mit den 2 Jungs, die uns den Hort mit zeigten einfach los, ist mit ihnen spielen gegangen und wollte gar nicht mehr weg. Dagegen haben sich die anderen Mädchen, die aus der Kita mit dabei waren, hinter ihren Müttern versteckt. Normaler weise kann er laute Kinder nicht ab, aber das im Hort hat ihn gar nicht gestört. 
Bei ihm wird es immer besser, aber wie gesagt...vor 3 Jahren war das schon richtig schlimm und man konnte kaum auf ihn eingehen, weil er das noch nicht so verstanden hat.

Was ich dir damit sagen möchte...lass es abklären, ob es nicht vielleicht doch autistische Züge sind. Damit bist du auf der sicheren Seite, aber es muss nicht sein und wenn es nicht so ist, dann kann sich das auch verwachsen und sie lassen auch besser auf sich eingehen, wenn sie älter werden.

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31. Mai 2017 um 16:41

Was macht ihr denn dbzgl für Übungen? 
Logopädie oder noch was anderes? Meine Tochter wurde auch mit 5 Jahren das erste mal untersucht. Da hieß es "sie hat AVWS aber ich darf es offiziell nicht diagnostizieren". 
Erst als ich jetzt in der LMU in München war, bekam ich sofort die Diagnose und sogar ein Rezept für ne FM Anlage. Jetzt bin ich grad dabei es durchzubekommen bei der Kasse. Widerspruch läuft. Mal sehen. 

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31. Mai 2017 um 20:39
In Antwort auf carpe3punkt0

Mein Sohn war/ist auch so.
Als er kleiner war, war es ganz schlimm...auch so mit 3 Jahren.
Er konnte nie mit Veränderungen (heute manchmal noch nicht) umgehen. Wenn etwas anders war als sonst, dann hatte er Schwierigkeiten damit umzugehen. Er hat lange gebraucht in der Situation aufzutauen und hat mehrere Anläufe gebraucht eh er sicher war.
Ich habe meinen Sohn auch untersuchen lassen, weil es von Anfang an ein bestimmtes Muster gab, das auf autistische Züge hingewiesen hat, aber bei ihm ist alles okay gewesen.
Die Ärzte nannten ihn dann ein Gewohnheitstier und meinten, dass es sich verwachsen wird oder es eben seine Art ist.
Wir hatten immer wieder solche Situationen...sei es in der Kinderbetreuung, bei Arzt, bei neuen Bekannten oder allgemein Dinge, die er so nicht kannte.
Mit lauten Geräuschen hatte er auch generell Probleme...hat er heute noch, aber die Musik kann nicht laut genug sein.
Ganz schlimm ist der Probealarm in der Kita gewesen. Der war vor 3 Monaten und erst seit 2 Wochen fragt er nicht mehr täglich nach, ob heute wieder ein Probealarm gemacht wird. Das war für ihn der Horror, weil unerwartet und laut. Und erinnert mich auch daheim immer wieder daran, dass ich das Fleisch nicht zu doll anbraten soll, weil sonst unsere Feuermelder angehen könnten.
Er kann es auch nicht ab, wenn Kinder zu laut sind.

Heute ist er 6 und es hat zugetroffen, was die Ärzte mir sagten es hat sich größtenteils verwachsen.
Er ist zwar in neuen Situationen, die er so noch nicht kennt und eventuell fürchtet, sehr ängstlich und zurückgezogen und braucht ein bisschen Zeit um aufzutauen, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm wie vor 3 Jahren.
Z.B ist das montags ganz gut zu beobachten, wenn die Vorschulgruppe zum Sport in die Turnhalle in die Schule nebenan geht.
Mein Sohn geht gern zum Sport, aber er ist es gewohnt, dass er sich erstmal die Hausschuhe anziehen und 5 Minuten spielen kann und dann ziehen sich alle an und gehen in die Turnhalle.
Es kam jetzt 2x vor, dass ich ihn in die Kita gebracht hatte und die Kinder schon auf dem Sprung waren und er eben nicht die 5 Minuten hatte. Da musste er sich sofort einreihen und damit war er überfordert, wollte nicht dass ich gehe und wollte im Endeffekt wieder mit heim. Total banal, aber für ihn ist eine Welt zusammengebrochen und fing an zu weinen. Er ließ sich von mir dann auch nicht beruhigen und ich überließ ihn seiner Lieblingserzieherin und als sie dann los sind, war auch wieder alles gut.
Vor 2 Wochen war es ähnlich. Die Kinder waren schon auf dem Sprung und man hat in seinen Augen gesehen, dass er verunsichert war. Zum Glück war aber schon seine beste Freundin fertig, hat ihn an der Tür an die Hand genommen und gleich zugequatscht...da kam es erst gar nicht so weit. 
Als er kleiner war, da konnte man noch nicht so auf ihn einwirken. Jetzt ist das einfacher, wen so eine Situation doch mal kommt. Die Erzieherinnen wissen das auch, lassen ihn dann an ihrer Seite und erklären ihm dann alles ganz in Ruhe und gehen auf ihn ein.
Dann gibt es aber auch Situationen, wo er mich überrascht. Situationen, wo ich eigentlich sage, dass er überfordert sein wird, weil alles neu und zu viel ist.
Letztens waren wir den Hört anschauen, weil er ab August in die Schule geht. Eine Situation mit der er eigentlich nicht umgehen...es ist alles neu und ungewohnt und im Hort rennen über 300 Kinder rum (große Grundschule). Aber es war gar nichts...er ist da mit den 2 Jungs, die uns den Hort mit zeigten einfach los, ist mit ihnen spielen gegangen und wollte gar nicht mehr weg. Dagegen haben sich die anderen Mädchen, die aus der Kita mit dabei waren, hinter ihren Müttern versteckt. Normaler weise kann er laute Kinder nicht ab, aber das im Hort hat ihn gar nicht gestört. 
Bei ihm wird es immer besser, aber wie gesagt...vor 3 Jahren war das schon richtig schlimm und man konnte kaum auf ihn eingehen, weil er das noch nicht so verstanden hat.

Was ich dir damit sagen möchte...lass es abklären, ob es nicht vielleicht doch autistische Züge sind. Damit bist du auf der sicheren Seite, aber es muss nicht sein und wenn es nicht so ist, dann kann sich das auch verwachsen und sie lassen auch besser auf sich eingehen, wenn sie älter werden.

Wahnsinn... der Text könnte von mir sein! Mit der Ausnahme, dass mein Großer erst 4,5 Jahre ist.

Es ist bei ihm jetzt schon viel besser, allerdings braucht er immer noch länger bis er sich an neue Situationen gewöhnt hat. Aktuelles Beispiel: Der Sommer ist auch bei uns angekommen & es hat ein paar Tage gedauert, bis ich es geschafft hab, dass er eine kurze Hose anzieht. Auch bei mir beschwert er sich anfangs, wenn meine Kleidung kürzer wird
Aber mittlerweile kann er zB schon sehr gut damit umgehen, wenn im Kiga ein Geburtstag oder ein Ausflug stattfindet... das hat ihm vor einem Jahr noch von der Rolle gebracht.

Muss aber ehrlich zugeben, dass ich mir eigentlich nie so viele Gedanken deswegen gemacht hab... denn, wenn er sich an die Situation gewöhnt hat, war er zugänglich & ein fröhliches Kerlchen. Außerdem war mein Freund als Kind wohl genauso. Eines meiner Zwillingsmädchen hat übrigens ähnliche Züge. Die andere ist dagegen furchtlos 

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31. Mai 2017 um 21:14
In Antwort auf gaensebluemchen0712

Wahnsinn... der Text könnte von mir sein! Mit der Ausnahme, dass mein Großer erst 4,5 Jahre ist.

Es ist bei ihm jetzt schon viel besser, allerdings braucht er immer noch länger bis er sich an neue Situationen gewöhnt hat. Aktuelles Beispiel: Der Sommer ist auch bei uns angekommen & es hat ein paar Tage gedauert, bis ich es geschafft hab, dass er eine kurze Hose anzieht. Auch bei mir beschwert er sich anfangs, wenn meine Kleidung kürzer wird
Aber mittlerweile kann er zB schon sehr gut damit umgehen, wenn im Kiga ein Geburtstag oder ein Ausflug stattfindet... das hat ihm vor einem Jahr noch von der Rolle gebracht.

Muss aber ehrlich zugeben, dass ich mir eigentlich nie so viele Gedanken deswegen gemacht hab... denn, wenn er sich an die Situation gewöhnt hat, war er zugänglich & ein fröhliches Kerlchen. Außerdem war mein Freund als Kind wohl genauso. Eines meiner Zwillingsmädchen hat übrigens ähnliche Züge. Die andere ist dagegen furchtlos 

So ist es hier auch...das mit den kurzen Hosen.  Kaufen ist kein Problem, aber anziehen? Da muss man ihn wirklich überzeugen. Und am Ende des Sommers das selbe Spiel mit den langen Hosen oder zwischendurch, wenn es kühler ist.
Es ist viiiiiiiiel besser geworden, aber manchmal stehe ich in den Situationen auch vor ihm und denke mir mit Fragezeichen über dem Kopf "Was ist jetzt dein Problem?", aber er ist eben so und je älter er wird desto weniger treten diese Situationen auf und lassen sich auch besser kontrollieren.

Ansonsten ist er ein ruhiger, fröhlicher und sozialer Junge, der wahnsinnig viel Mitgefühl für seine Mitmenschen aufbringt.

Seine Intetessen waren auch sehr einseitig...sind sie heute auch noch...und mein Sohn wurde eigentlich nur getestet, weil er bei einer Ärztin mit Buntstiften Schranken gebaut hatte und die stellte mir die Frage, ob er das häufig macht...das sei wohl ein Anzeichen. 
Er hat aber generell ein extremes Interesse an Dampflocks, Busse, Ampeln und damit auch Schranken. Das war schon immer so, weil wir Jahre am Bahnhof und Busbahnhof gewohnt haben. Daher der "Schrankenwahn". 

 

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31. Mai 2017 um 21:15
In Antwort auf schildi159

Es geht darum dass es ein riesiges Problem ist wenn etwas anders ist als erwartet, bzw. sich ein normaler Ablauf verändert. Ich möchte meinem Sohn (grad 3 geworden) gern irgendwie helfen, weiß aber nicht wie  
ich kann ja mal ein paar Situationen beschreiben. Zu Weihnachten haben wir ihn wochenlang darauf vorbereitet dass der Weihnachtsmann kommt und Geschenke bringt. Bewusst nicht viel Tamtam darum gemacht sondern es einfach immer wieder erzählt, weil wir ja wussten dass es schwierig ist. Als es dann soweit war und der Geschenkesack unterm Baum stand (genau wie vorher erzählt) gab es 1,5 Stunden Geschrei weil er das nicht wollte und es ihm zuviel war. Als er sich daran gewöhnt hatte war alles gut. Beim Frühlingsfest im Spielkreis saß er 1 Stunde bei der Erzieherin auf dem Schoß weil es für ihn ganz schlimm war dass es kein normaler Spielkreistag war sondern alle Eltern dabei waren. An seinem Geburtstag ist er wieder ins Bett gegangen nachdem er den (extra dezent gestalteten) Geschenketisch in der Küche gesehen hat. Nach einer Stunde auf dem Arm und viel gut zureden war es dann in Ordnung mal zu schauen. Der Verwandschaftsbesuch am Nachmittag hat ihn dann absolut überfordert, als wir dafür gesorgt haben dass er in Ruhe gelassen wird und allein spielen konnte wurde es besser. Auf einem Kindergeburtstag von seinen Freunden, die er in genau der Konstellation einmal die Woche sieht, hat er sich allein ins Schlafzimmer verzogen und Bücher angeschaut weil die anderen "zu laut" waren. Als ich ihn zum Spielkreis bringen wollte und die Kinder einen kleinen Ausflug machen wollten gab es wieder einen Totalausfall... Es gäbe noch viel mehr Beispiele.
Wir haben bald U7a, werde den Kinderarzt darauf ansprechen, weiß aber dass er meine Sorgen nicht wirklich ernst nehmen wird. Für mich/uns ist das ganze Verhalten auch nicht "schlimm", wir kennen ihn ja und wissen wie wir mit ihm umgehen müssen. Aber ich sehe einfach dass er im Vergleich zu anderen Kindern ganz anders ist, und vorallem möchte ich es ihm natürlich gern irgendwie leichter machen. es werden ja noch mehr solche Situationen auf ihn zukommen, vorallem da er bald in den Kindergarten kommt und man da natürlich auch nicht mehr in dem Ausmaß Rücksicht auf ihn nehmen kann wie jetzt im Spielkreis . Habt ihr irgendwie Meinungen oder Tips für mich?

Danke schonmal für eure ausführlichen Antworten! Was Carpe und Gänseblümchen  beschreiben passt total zu meinem Sohn... Das Problem mit den kurzen Hosen kenne ich auch, hat mehrere Tage gedauert. Ich werde jetzt erstmal die U7a abwarten und schauen was der KiA dazu sagt. Vielleicht "verwächst" es sich ja auch. Was ich vergessen habe zu erwähnen: das ganze fällt mir verstärkt ca seit einem 3/4 Jahr auf. Es kann ja sein dass es vorher noch nicht so ausgeprägt war weil er auch noch jünger war, aber er ist ja seit fast einem Jahr großer Bruder, ob das so große Auswirkungen gehabt haben kann? Sprachlich ist er sehr früh sehr weit gewesen und motorisch auch total fit, fährt seit einigen Monaten Fahrrad und hat auch sonst ein gutes Körpergefühl, balanciert und klettert was das Zeug hält. In die Richtung haben wir soweit keine Probleme , eben nur das "Neue" und Lärm :/

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31. Mai 2017 um 21:40
In Antwort auf schildi159

Danke schonmal für eure ausführlichen Antworten! Was Carpe und Gänseblümchen  beschreiben passt total zu meinem Sohn... Das Problem mit den kurzen Hosen kenne ich auch, hat mehrere Tage gedauert. Ich werde jetzt erstmal die U7a abwarten und schauen was der KiA dazu sagt. Vielleicht "verwächst" es sich ja auch. Was ich vergessen habe zu erwähnen: das ganze fällt mir verstärkt ca seit einem 3/4 Jahr auf. Es kann ja sein dass es vorher noch nicht so ausgeprägt war weil er auch noch jünger war, aber er ist ja seit fast einem Jahr großer Bruder, ob das so große Auswirkungen gehabt haben kann? Sprachlich ist er sehr früh sehr weit gewesen und motorisch auch total fit, fährt seit einigen Monaten Fahrrad und hat auch sonst ein gutes Körpergefühl, balanciert und klettert was das Zeug hält. In die Richtung haben wir soweit keine Probleme , eben nur das "Neue" und Lärm :/

Und ich dachte, ich steh allein da mit dem Kurze-Hosen-Problem.

Ob das Geschwisterchen der Grund ist, weiß ich nicht. Meiner war immer schon so. Aber er überrascht mich jetzt immer wieder damit, dass er Änderungen immer öfter entspannt sieht. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass er es einfach besser versteht, wenn wir ihm etwas erklären?

Nur seinen Geburtstag wollte er noch immer nicht feiern. Bin gespannt, wann das kommt...

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31. Mai 2017 um 23:12
In Antwort auf schildi159

Es geht darum dass es ein riesiges Problem ist wenn etwas anders ist als erwartet, bzw. sich ein normaler Ablauf verändert. Ich möchte meinem Sohn (grad 3 geworden) gern irgendwie helfen, weiß aber nicht wie  
ich kann ja mal ein paar Situationen beschreiben. Zu Weihnachten haben wir ihn wochenlang darauf vorbereitet dass der Weihnachtsmann kommt und Geschenke bringt. Bewusst nicht viel Tamtam darum gemacht sondern es einfach immer wieder erzählt, weil wir ja wussten dass es schwierig ist. Als es dann soweit war und der Geschenkesack unterm Baum stand (genau wie vorher erzählt) gab es 1,5 Stunden Geschrei weil er das nicht wollte und es ihm zuviel war. Als er sich daran gewöhnt hatte war alles gut. Beim Frühlingsfest im Spielkreis saß er 1 Stunde bei der Erzieherin auf dem Schoß weil es für ihn ganz schlimm war dass es kein normaler Spielkreistag war sondern alle Eltern dabei waren. An seinem Geburtstag ist er wieder ins Bett gegangen nachdem er den (extra dezent gestalteten) Geschenketisch in der Küche gesehen hat. Nach einer Stunde auf dem Arm und viel gut zureden war es dann in Ordnung mal zu schauen. Der Verwandschaftsbesuch am Nachmittag hat ihn dann absolut überfordert, als wir dafür gesorgt haben dass er in Ruhe gelassen wird und allein spielen konnte wurde es besser. Auf einem Kindergeburtstag von seinen Freunden, die er in genau der Konstellation einmal die Woche sieht, hat er sich allein ins Schlafzimmer verzogen und Bücher angeschaut weil die anderen "zu laut" waren. Als ich ihn zum Spielkreis bringen wollte und die Kinder einen kleinen Ausflug machen wollten gab es wieder einen Totalausfall... Es gäbe noch viel mehr Beispiele.
Wir haben bald U7a, werde den Kinderarzt darauf ansprechen, weiß aber dass er meine Sorgen nicht wirklich ernst nehmen wird. Für mich/uns ist das ganze Verhalten auch nicht "schlimm", wir kennen ihn ja und wissen wie wir mit ihm umgehen müssen. Aber ich sehe einfach dass er im Vergleich zu anderen Kindern ganz anders ist, und vorallem möchte ich es ihm natürlich gern irgendwie leichter machen. es werden ja noch mehr solche Situationen auf ihn zukommen, vorallem da er bald in den Kindergarten kommt und man da natürlich auch nicht mehr in dem Ausmaß Rücksicht auf ihn nehmen kann wie jetzt im Spielkreis . Habt ihr irgendwie Meinungen oder Tips für mich?

Ach nein alles muss man wirklich nicht pathologisieren!!! Finde das ehrlich gesagt ganz normal, wir durften nicht mal neue Möbel kaufen oder etwas umdekorieren. Das war von klein auf schon so, jedesmal geschrei!!! Mittlerweile ist meine tochter 6 und ganz normal entwickelt! Müssen denn wirklich alle Kinder draufgängerisch und jeden blödsinn mitmachen?? Und außerdem finde ich Kindergeburtstage auch immer zu laut.
​ich würde mir da nicht zu viele Gedanken machen
alles gute für euch

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31. Mai 2017 um 23:42
In Antwort auf schildi159

Es geht darum dass es ein riesiges Problem ist wenn etwas anders ist als erwartet, bzw. sich ein normaler Ablauf verändert. Ich möchte meinem Sohn (grad 3 geworden) gern irgendwie helfen, weiß aber nicht wie  
ich kann ja mal ein paar Situationen beschreiben. Zu Weihnachten haben wir ihn wochenlang darauf vorbereitet dass der Weihnachtsmann kommt und Geschenke bringt. Bewusst nicht viel Tamtam darum gemacht sondern es einfach immer wieder erzählt, weil wir ja wussten dass es schwierig ist. Als es dann soweit war und der Geschenkesack unterm Baum stand (genau wie vorher erzählt) gab es 1,5 Stunden Geschrei weil er das nicht wollte und es ihm zuviel war. Als er sich daran gewöhnt hatte war alles gut. Beim Frühlingsfest im Spielkreis saß er 1 Stunde bei der Erzieherin auf dem Schoß weil es für ihn ganz schlimm war dass es kein normaler Spielkreistag war sondern alle Eltern dabei waren. An seinem Geburtstag ist er wieder ins Bett gegangen nachdem er den (extra dezent gestalteten) Geschenketisch in der Küche gesehen hat. Nach einer Stunde auf dem Arm und viel gut zureden war es dann in Ordnung mal zu schauen. Der Verwandschaftsbesuch am Nachmittag hat ihn dann absolut überfordert, als wir dafür gesorgt haben dass er in Ruhe gelassen wird und allein spielen konnte wurde es besser. Auf einem Kindergeburtstag von seinen Freunden, die er in genau der Konstellation einmal die Woche sieht, hat er sich allein ins Schlafzimmer verzogen und Bücher angeschaut weil die anderen "zu laut" waren. Als ich ihn zum Spielkreis bringen wollte und die Kinder einen kleinen Ausflug machen wollten gab es wieder einen Totalausfall... Es gäbe noch viel mehr Beispiele.
Wir haben bald U7a, werde den Kinderarzt darauf ansprechen, weiß aber dass er meine Sorgen nicht wirklich ernst nehmen wird. Für mich/uns ist das ganze Verhalten auch nicht "schlimm", wir kennen ihn ja und wissen wie wir mit ihm umgehen müssen. Aber ich sehe einfach dass er im Vergleich zu anderen Kindern ganz anders ist, und vorallem möchte ich es ihm natürlich gern irgendwie leichter machen. es werden ja noch mehr solche Situationen auf ihn zukommen, vorallem da er bald in den Kindergarten kommt und man da natürlich auch nicht mehr in dem Ausmaß Rücksicht auf ihn nehmen kann wie jetzt im Spielkreis . Habt ihr irgendwie Meinungen oder Tips für mich?

Lass ihn sein lieblingsstofftier mitnehmen.als katalysator fremder situationen.meiner tochter hat das funktioniert.dein junge ist hypersensibel auf energien.könnte asperger syndrom sein.ganz besondere,tolle menschen.

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1. Juni 2017 um 3:28
In Antwort auf schildi159

Es geht darum dass es ein riesiges Problem ist wenn etwas anders ist als erwartet, bzw. sich ein normaler Ablauf verändert. Ich möchte meinem Sohn (grad 3 geworden) gern irgendwie helfen, weiß aber nicht wie  
ich kann ja mal ein paar Situationen beschreiben. Zu Weihnachten haben wir ihn wochenlang darauf vorbereitet dass der Weihnachtsmann kommt und Geschenke bringt. Bewusst nicht viel Tamtam darum gemacht sondern es einfach immer wieder erzählt, weil wir ja wussten dass es schwierig ist. Als es dann soweit war und der Geschenkesack unterm Baum stand (genau wie vorher erzählt) gab es 1,5 Stunden Geschrei weil er das nicht wollte und es ihm zuviel war. Als er sich daran gewöhnt hatte war alles gut. Beim Frühlingsfest im Spielkreis saß er 1 Stunde bei der Erzieherin auf dem Schoß weil es für ihn ganz schlimm war dass es kein normaler Spielkreistag war sondern alle Eltern dabei waren. An seinem Geburtstag ist er wieder ins Bett gegangen nachdem er den (extra dezent gestalteten) Geschenketisch in der Küche gesehen hat. Nach einer Stunde auf dem Arm und viel gut zureden war es dann in Ordnung mal zu schauen. Der Verwandschaftsbesuch am Nachmittag hat ihn dann absolut überfordert, als wir dafür gesorgt haben dass er in Ruhe gelassen wird und allein spielen konnte wurde es besser. Auf einem Kindergeburtstag von seinen Freunden, die er in genau der Konstellation einmal die Woche sieht, hat er sich allein ins Schlafzimmer verzogen und Bücher angeschaut weil die anderen "zu laut" waren. Als ich ihn zum Spielkreis bringen wollte und die Kinder einen kleinen Ausflug machen wollten gab es wieder einen Totalausfall... Es gäbe noch viel mehr Beispiele.
Wir haben bald U7a, werde den Kinderarzt darauf ansprechen, weiß aber dass er meine Sorgen nicht wirklich ernst nehmen wird. Für mich/uns ist das ganze Verhalten auch nicht "schlimm", wir kennen ihn ja und wissen wie wir mit ihm umgehen müssen. Aber ich sehe einfach dass er im Vergleich zu anderen Kindern ganz anders ist, und vorallem möchte ich es ihm natürlich gern irgendwie leichter machen. es werden ja noch mehr solche Situationen auf ihn zukommen, vorallem da er bald in den Kindergarten kommt und man da natürlich auch nicht mehr in dem Ausmaß Rücksicht auf ihn nehmen kann wie jetzt im Spielkreis . Habt ihr irgendwie Meinungen oder Tips für mich?

Ich habe ein Aspergerkind daheim und kenne mich mittlerweile auch mit Diagnosen aus. Auch weiß ich, dass diese vor der Grundschulzeit kaum gestellt werden, da eine sozial-emotionale Störung mit zunehmendem Alter immer stärker zum Vorschein kommt. Im Übrigen kann sich auch wirklich viel verwachsen.
gegen die Lautstärke kannst du ihm Kopfhörer aufsetzen. Hat bei uns sehr geholfen 

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